AT157389B - Verfahren zur Herstellung von spinnbarem Fasermaterial aus Maisstroh. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von spinnbarem Fasermaterial aus Maisstroh.

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  VerfahrenzurHerstellungvonspinnbaremFasermaterialausMaisstroh. 



   Die bisher bekannten Aufschliessungsverfahrne für Maisstroh haben zu keinem brauchbaren Ergebnis geführt, weil sie den Eigenheiten dieser Fasern zu wenig Rechnung tragen und sie in zu starkem   Masse   angreifen. Demgegenüber bildet den Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zum   Aufschliessen   von   Maisstroh,   das eine kräftige spinnbare und elastische Faser ergibt, die sich für bestimmte Textilzwecke in hervorragendem   Masse   eignet. Erfindungsgemäss wird das   Maisstroh   einer gegebenenfalls unter   Druck   erfolgenden Kochung mit Alkali und Stoffen, die mit Alkali Ammoniak abspalten, z. B.

   Harnstoff, unterzogen, dann nach Wegwasehen der nunmehr   lösliehen   Teile unter gleichzeitigem Quetschen getrocknet und hierauf mechanisch weiter behandelt. 



   Es ist zwar bekannt, Flaehs durch eine Koehung in Harn unter Zusatz von Alkali und   Türkisch-   rotölseife aufzuschliessen. Ebenso ist es bekannt, Flachs unter Anwendung von Harnstoff bei niedrigen Temperaturen und längerer Einwirkung zu rösten. Daraus konnte aber nicht gefolgert werden, dass aus   Maisstroh   ähnlich wie aus   Flaehs   durch Kochen mit Alkali und Stoffen, die mit Alkali Ammoniak abspalten, z. B. Harnstoff, eine spinnbare und elastische Faser gewonnen werden kann, denn Maisstroh ist bisher im Gegensatz zum Flachs als Rohstoff für spinnbares Fasermaterial überhaupt nicht verwertet worden. 



   Ein   Durehführungsbeispiel   des Verfahrens nach der Erfindung ist im folgenden gesehildert. 



   Das   Maisstroh   wird in geeigneten   Kochgeräten   in einer schwachen Alkalilösung, z. B. Soda, etwa 1-5 v. H. mit oder ohne Druck so lange gekocht, bis die Blattsubstanz sich mit dem Fingernagel 
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 dauer von 1 bis 2 Stunden (unter Druck etwas früher) einstellt. Hierauf wird das Gut gründlich gewaschen, wobei durch geeignete Quetschvorrichtungen die nunmehr löslichen Blatteile sieh entfernen lassen. 



   Das Gut wird jetzt in eine Lösung von 1 bis 3 v. H. Harnstoff gebracht, kurz aufgekocht und einige Zeit (3-4 Stunden) darinnen belassen. Nach Zusatz von etwa 1 bis 3 v. H. Alkali   (Natrium-,   Kalium-, Kalzium-Hydroxyd, Soda usf.) wird neuerdings 1-3 Stunden mit oder ohne Druck gekocht. Hiebei entwickelt sich freies Ammoniak, welches eben in statu   nascendi   die vollkommene Loslösung des Pflanzenleimes von der Faser bewirkt. 



   Man kann auch sofort mit einer Lösung von Harnstoff und Alkali kochen, doch ist das Ergebnis nach obenerwähntem Vorgang   zweckmässiger.   



   Nach Waschen und Trocknen wird das Gut der mechanischen Bearbeitung durch Reissen, Krempeln, Rüppeln, Kardieren usw. unterzogen. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von spinnbarem Fasermaterial aus Maisstroh,   dadureh     gekenn-   zeichnet, dass das Gut einer, gegebenenfalls unter Druck erfolgenden Kochung mit Alkali und Stoffen, die mit Alkali Ammoniak abspalten, z. B. Harnstoff, unterzogen, dann nach   Wegwaschen   der nunmehr löslichen Teile unter gleichzeitigem Quetschen getrocknet und mechanisch weiterbehandelt wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gut einer, gegebenenfalls unter Druck erfolgenden Koehung mit Alkali unterzogen, dann gewaschen, dann einer weiteren Koehung mit Alkali und Stoffen, die mit Alkali Ammoniak abspalten, z. B. Harnstoff, gegebenenfalls unter Druck unterzogen, dann wieder gewaschen und dann getrocknet und mechanisch weiterbehandelt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Koehung zuerst mit Harnstoff u. dgl. allein und dann die Weiterkochung unter Zusatz von Alkali erfolgt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT157389D 1937-08-31 1937-08-31 Verfahren zur Herstellung von spinnbarem Fasermaterial aus Maisstroh. AT157389B (de)

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