DE250410C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250410 KLASSE 29 #. GRUPPE
FRITZ KREISSL und CARL SEIBERT in WIEN.
Pflanzenstengeln.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Februar 1911 ab.
Bei den bisher bekannten Verfahren zur Gewinnung von Pflanzenfasern war es erforderlich,
nach dem Röstprozeß oder nach der Aufschließung auf chemischem Wege die Bastfasern
von den holzigen Teilen der Stengel auf mechanischem Wege abzulösen. Dieses Verfahren war nicht nur zeitraubend und
daher kostspielig, sondern es war auch von ungünstigem Einfluß auf die Pflanzenfasern
ίο selbst.
Es ist zwar für Flachsstengel der Vorschlag bereits gemacht worden, durch eine Behandlung
mit Magnesium bisulfit bei einem Druck von 6 Atmosphären während 2 Stunden das Brechen
und Hecheln zu erübrigen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei dieser Behandlung die
Fasern selbst stark angegriffen und in ihrer Festigkeit ungünstig beeinflußt wurden, ohne
daß eine vollständige Isolierung zu erreichen war. Für stark verholzte Pflanzenstengel erscheint
dieses Verfahren überhaupt nicht anwendbar, weil hierdurch lediglich eine Schwellung
bewirkt wird, welche das mechanische Entbasten erleichtert.
Nach dem Gegenstande der vorliegenden Erfindung wird jedoch die mechanische Entbastung
vollkommen vermieden, ohne die Fasern irgendwie anzugreifen, indem durch das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
die holzigen Teile der Pflanzenstengel so gelockert werden, daß nach einem kräftigen
Auswaschen mit Wasser unter Druck das Fasermaterial unter Vermeidung jeder mechanischen
Entbastung erhalten wird,
Das vorliegende Verfahren ist einer sehr allgemeinen Anwendung fähig und kann bei
der Verarbeitung der verschiedensten Pflanzenstengel für die Fasergewinnung angewendet
werden.
Das Verfahren, für welches die Anwendung einer unter Druck erheblich über ihren gewöhnlichen
Siedepunkt erhitzten Alkalilauge kennzeichnend ist, sei durch folgendes Beispiel
erläutert: Frisch geerntete Nesselstengel werden getrocknet und in kaltes Wasser eingelegt,
worin sie während 24 Stunden liegenbleiben. Die hierdurch gereinigten und aufgeweichten
Stengel werden sodann herausgenommen- und kommen in einen Kessel, in welchem sie während
einer halben Stunde in Sprozentiger Natronlauge gekocht werden. Die herausgenommenen
Stengel werden sodann mit warmem Wasser unter Druck durchgespritzt, um etwaige Unreinigkeiten wegzubekommen. Die ganzen
Stengel kommen hierauf in einen Autoklaven, in welchem sie mit Sprozentiger Natronlauge
während 5 Minuten bei 15 Atmosphären Druck gekocht werden. Bei dem darauffolgenden
Durchspritzen mit warmem Wasser unter Druck lösen sich die Fasern von den restlichen Teilen des Holzes vollkommen ab.
J Es muß hierbei Vorsorge getroffen werden, j die mit dem Waschwasser mitgerissenen kleinen
Zellulosefasern besonders aufzufangen, da
Claims (1)
- sie ein wertvolles Ausgangsmaterial für die Papierfabrikation bilden. Bei dem Kochprozeß im Autoklaven löst sich der Pflanzengummi vollständig, und es wird hierbei ein Material gewonnen, welches für die Gewinnung eines Klebemittels besonders geeignet ist. Die erhaltenen Pflanzenfasern zeigen bereits eine besondere Reinheit. Es ist jedoch zweckmäßig, das erhaltene Fasermaterial nochmals im Autoklaven mit 8 prozentiger Natronlauge bei io Atmosphären Druck während 3 Minuten zu behandeln. Nach einem neuerlichen Durchspritzen der Fasern mit warmem Wasser unter Druck werden die Fasern gegebenenfalls noch einmal in den Autoklaven gebracht und mit 2 prozentiger Natronlauge unter 3 Atmosphären Druck während 3 Minuten behandelt. Das erhaltene Fasermaterial zeigt bereits eine hervorragende Reinheit und wird sodann mit kaltem Wasser auf einem Siebe o. dgl. durchgespritzt. Zweckmäßig wird an das Verfahren zur Gewinnung der Pflanzenfasern unmittelbar der Bleichprozeß angeschlossen.An Stelle der Natronlauge können auch andere alkalische Bäder, wie ■/.. B. Kalilauge, η;, Kalkmilch, Sodalösung o. dgl. angewendet werden.1Ά τ ι: χ T-A ν s i> κ υ c Ii:Verfahren zur Gewinnung von spinnbarem Fasermatcrial aus stark verholzten Pflanzenstengcln, wieNesselstcngel, Hopfenstengel, Sonnenblumenstengel u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die durch einen Röstprozeß oder durch ein Vorkochen aufgelockerten Pflanzenstengel in einem Autoklaven bei etwa 15 Atmosphären Druck während ungefähr 5 Minuten mit verdünnter Alkalilauge von 2 bis S Prozent gekocht werden, wobei die holzigen Teile der Pflanzenstengel so gelockert werden, daß durch kräftiges Auswaschen mit Wasser unter Druck die holzigen Teile vollständig von dem spinnbaren Material getrennt werden.
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