AT108412B - Verfahren zur Änderung der färberischen Eigenschaften von Faserstoffen. - Google Patents
Verfahren zur Änderung der färberischen Eigenschaften von Faserstoffen.Info
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Description
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Verfahren zur Änderung der färberischen Eigenschaften von Faserstoffen.
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Die vorliegende Erfindung beschreibt ein nenes Verfahren, welches zunächst darin besteht, dass uan Baumwolle oder andere zPllulosellaltige Fasern in Gegenwart von Alkalien mit Halogenverbindungen : les Phosphors behandelt, wodurch neuartige, wertvolle Produkte erhalten werden.
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Das vorliegende Verfahren kann nicht blo# auf pflauzliche Faserstoffe, sondern auch auf Kunstseiden, welche aus zellulosehaltigen Materialien gewonnen sind, angewendet werden. Behandelt man nämlich Kunstseiden aus regenerierter Zellulose bzw. Hydratzellulose wie Viskose-, Kupferammonund Kollodiumseide, mit Phosphorhalogenverbindungen, so erlangen sie dieselben neuen färberischen
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pflanzlichen Fasern.
Bei Kunstseiden, welcle, wie beispielsweise die Azetatseide, aus Zelluloseestern oder Zellulose- äthern bestehen und von sich aus die meisten der gebräuchlichen Farbstoffe abstossen, tritt naturgemäss das durch das neue Verfahren erzielte ausgesprochene anfärbevermögen für basische Farbstoffe in den Vordergrund.
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dabei in An-oder Abwesenheit von Alkalien vor sich gehen kann. Hiebei kann zwischen den einzelnen Behandlungen mit Wasser bzw. indifferenten Lösungsmitteln gewaschen und gegebenenfalls getrocknet werden. Kunstseiden lassen sich in gleicher Weise wie Pflanzenfasern in dieser Weise behandeln.
Es wurde ferner gefunden, dass derselbe technische Effekt sich auch ohne Anwendung von Alkalien erreichen lässt. Man bringt die gelösten Phosphorhalogenverbindungen unmittelbar mit dem Fasermaterial zusammen. Dabei können je nach Konzentration noch säurebindende Körper, wie beispielsweise Natriumbikarbonat, Kalziumkarbonat u. dgl., der Faser einverleibt oder der Lösung zugesetzt werden, um die freiwerdende Säure abzustumpfen. Auf diese Weise lassen sich nicht nur die nativen
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Farbstoffen verleihen.
Wird das vorliegende Verfahren in seinen Abarten auf Garne angewendet, so lassen sich diese
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aussetzung, dass die effektbildenden Fasergebilde in ihrer Gesamtheit der chemischen Umwandlung unterzogen wurden.
Die Bildung farbig-weisser oder zweifarbiger Effekte kann aber auch durch örtliche Einwirkung der
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wesenheit von Alkalien geschehen kann.
Eine Abänderung dieser Arbeitsweise besteht dann, dass man bei Mitanwendung der Alkalisierung
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Phosphorhalogenides die örtliche chemische Veränderung bewirkt. Hiebei kann mit der alkalischen
Verdiekung zugleich ein Farbstoff aufgedruckt werden.
Diese Arbeitsweisen kommen hauptsächlich in Betracht für die Verarbeitung von Garnen aus
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Untergrund.
Für die Behandlung der Textilfaser mit Phosphorhalogeniden im allgemeinen seien etwa folgende Beispiele angefuhlt : Beispiel l : Man lässt auf Baumwollgarn eine 16%ige alkoholische Natronlauge einwirken und pre#t den Überschuss an Lösung ab. Das derart vorbehaudelte Material wird in eine Lösung, enthaltend 200 g Phosphortrichlorid im Liter Xylol, gebracht. Nach kurzer Zeit tritt die Reaktion unter Erwärmung ein. Hierauf wird das Garn gründlich gewaschen, geseift und getrocknet. Das behandelte Garn kann
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Farben mit substantiven Farbstoffen erhalten.
Beispiel 2 :
Zellulosehaltiges Gewebe wird mittels wässeriger Natronlauge in bekannter Weise in Natron- zellulose Übergeführt und die überschüssige Lauge wird abgequetscht. Sodann passiert das Gewebe einen Apparat, welcher mit 10%iger Lösung von Phosphoroxychlorid in Benzol beschickt ist. Nach beendeter Reaktion wird das Material gewaschen und kann nun ohne vorheriges Beizen mit basischen
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Änderung der färberischen Eigenschaften von Faserstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man auf pflanzliche Fasern in Gegenwart von Alkalien Halogenverbindungen des Phosphors einwirken lässt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit Phosphorhalogenverbindungen auf Kunstseiden angewendet wird, die aus zellulosehaltigen Stoffen gewonnen sind.3. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Behandlung mit Alkalien vorausgehend oder nachfolgend getrennt von der Behandlung der Fasern mit Phosphorhalogenver- bindungen vornimmt.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da# die Behandlung pflanzlicher Fasern oder Kunstseiden beliebiger Art in Abwesenheit von Alkalien, gegebenenfalls unter Verwendung alkalisch EMI2.75. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die chemische Einwirkung der Phosphorhalogenverbindungen auf die Faser nur örtlich erfolgt.6. Verfahren nach Ansprüchen l und 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf ein Fasergebilde eine Verdickung aufgedruckt und dasselbe nachfolgend der Einwirkung der Phosphorhalogenverbindungen mit oder ohne. Alkalisierung ausgesetzt wird.7. Verfahren nach Ansprüehen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass unter Mitverwendung der Alkalisierung diese durch direkten Aufdruck von verdicktem Alkali auf das Fasergebilde bewirkt und nachfolgend die Behandlung mit Phosphorhalogenverbindungen durchgeführt wird.
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