DE723627C - Verfahren zum Appretieren von Garnen und Geweben aus natuerlichen Cellulosefasern - Google Patents

Verfahren zum Appretieren von Garnen und Geweben aus natuerlichen Cellulosefasern

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DE723627C
DE723627C DED80206D DED0080206D DE723627C DE 723627 C DE723627 C DE 723627C DE D80206 D DED80206 D DE D80206D DE D0080206 D DED0080206 D DE D0080206D DE 723627 C DE723627 C DE 723627C
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/32Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
    • D06M11/36Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond with oxides, hydroxides or mixed oxides; with salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
    • D06M11/38Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
    • D06M15/03Polysaccharides or derivatives thereof
    • D06M15/05Cellulose or derivatives thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Appretieren von Garnen und Geweben aus natürlichen Cellulosefasern Es ist bereits bekannt, Textilgut aus Cellulosefasern mit .einer Kupferoxyd,ammoniaklösung zu behandeln und .dadurch zu: veredeln. Man ha-t auch bereits Gewebe zunächst einer Behandlung mit Alkalilauge unterworfen, darauf, .ohne die Lauge auszuwaschen, teilweise getrocknet und schließlich mit einer Kupferoxydammoniaklösung behandelt. Nach diesen Verfahren wird eine oberflächliche Anätzung der Ware erzielt, welche nach dem Entkupfern und Fertigmachen zu einer waschbeständigen, steifen Appretur führt.
  • Weiterhin ist es bekannt, Gewebe, welche gegebenenfalls meroerisiert sein können, mit Kupferoxydammoniakcelluloselösungen zu behandeln. und vor oder nach der Entkupferung mit Säure mit oder ohne Spannung zu_inen._. cerisieren. Eine waschbeständige Appretur läßt sich jedoch so nicht erzielen.
  • Dasselbe trifft .auf ein anderes bekanntes Verfahren zu, wonach Cellulosegarne zunächst pergamentiert und darauf gewaschen und in noch feuchtem Zustande mit Viscose oder einer Kupferoxydammoniakcelluloselösung behandelt, getrocknet und schließlich abgesäuert werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man demgegenüber eine besonders waschbeständige Cellulosehydratappretur auf Garnen und Geweben aus natürlichen Cellulosefasern erhält, wenn die Ware zuvor mit Alkalilaugen von Mercerisierungsstärke gequollen und dann nur angetrocknet wird und danach auf dieselbe eine pastenförmige Kupferoxydammoniakoellul,oselösung gebracht wird und alsdann die Ware abgequetscht, abgesäuert und getrocknet wird. Die so behandelte Wara weist einen vollen, nicht steifen Griff von Leinenart auf und ist schwerer geworden.
  • Es ist überraschend, daß nach dieser Arbeitsweise eine besonders festhaftende Cellulosehydratappretur erzielt wird, da doch Alkalilauge für Kupferoxydammoniakcelluloselösungen ein Fällmittel darstellt und es danach zu .erwarten gewesen wäre, daß das auf dem Textilgut ausgefällte Cellulosehydrat infolgedessen noch schlechter haftete als auf ungelaugter Ware. Dieser überraschende Befund konnte auch aus einem weiterhin bekannten Verfahren nicht entnommen werden, wonach __Gewebgnach dem Laugen und Antrocknen mit Kupferoxydammoniaklösung bedruckt werden, welche Cellulose enthält. Die G:ellulose spielt hierbei die Rolle eines Verdickungsmittels und ersetzt die üblichen Verdickungsmittel, welche für Kupferoxydammoniaklösung mit Rücksicht auf die besonderen Eigenschaften dieser Lösung nicht in Betracht kommen. Eine weitergehende Erkenntnis liegt diesem bekannten Verfahren nicht zugrunde. Insbesondere lag keine Veranlassung vor, für Appretierzwecke die Kupferoxydammoniaklösung ebenfalls einzudicken, da hierbei zum Unterschied vom Drucken die Gefahr des Ausfließens keine Rolle spielt.
  • Für das erfindungsgemäße Verfahren kann z. B. eine für die Kunstseideherstellung übliche Spinnlösung verwendet werden. Nach dem Aufbringen der Lösung erfolgt in bekannter Weise eine Ausfällung des Cellulosehydrats und die Entkupferung. Nach dem üblichen Spülen, Neutralisieren und Seifen erhält man. eine glanzreiche, edle Appretur, welche ohne weiteres ein Bleichen und Färben der Ware erlaubt und dabei durch die gebrauchsübliche mechanische Behandlung und in der Wäsche sehr widerstandsfähig ist. Das Verfahren gestattet, leichtere Baumwollgewebe mit einheimischer Cellulose dauerhaft zu beschweren. Beispiel. 1 Gesengte, entschlichtete und getrocknete Rohware wird auf einem Gummiwalzenfoulard unter mäßiger Abquetschung bei gewöhnlicher Temperatur mit Natronlauge von 18 bis 225 B6 behandelt. Durch Zusatz von Netzmitteln kann die Behandlung verkürzt und vergleichmäßigt werden. Die Ware kann dann von der überschüssigen Lage in. bekannter Weise z. B. durch Schleudern. befreit werden; danach wird sie über eine Zylindertrockenmaschine genommen, wo sie so weit getrocknet wird, daß sie sich noch ballig weich und etwas feucht angreift, keinesfalls aber sich gelb färbt. Die so angetrocknete Ware wird dann mit einer in der Kunstseidenindustrie verwendeten 8 %ig:en Kupferoxydammoniakcelluloselösung vom spezifischen Gewicht o,9 behandelt. Dann wird die Ware abgequetscht, in der Breitwaschmaschine gewaschen und mit Schwefelsäure abges-äuert und schließlich mit Soda neutralisiert und gewaschen.
  • Die Ware kann gebeucht und einer normalen Chlorbleiche unterzogen werden und ist dann fertig für die Färbung oder den Druck. Beispiel -- Baumwollgarn wird mit einer Natronlauge von i8' Be auf einer Garnmercerisiermaschine gelaugt, dann abgequetscht und bis zum An gilben nahezu getrocknet und daran anschließend auf einer gleichartigen Maschine mit der Kupferoxydammoniakcell.uloselösung behandelt. Darauf folgt eine Spülung mit Wasser, dann Absäuerung mit iool'oiger Schwefelsäure, darauf wieder Spülung, Neutralisation mit schwacher Sodalösung und. Spülung bzw. Seifen. Beispiel 3 Kettenfäden werden z. B. beim Zetteln in kontinuierlichem Betrieb nacheinander in ein Bad von 18- bis 2o%iger Natronlauge gebracht, dann teilweise getrocknet, darauf mit einer Kupferoxydammoniakcelluloselösung mit etwa 8 % Cellulose behandelt und schließlich abgesäuert, gewaschen und neutralisiert und zuletzt getrocknet. Zwischen den einzelnen Bädern wird jeweils abgequetscht; durch Einstellung der Quetschung läßt sich eine mehr oder minder starke unauswaschbare Appretur erzielen.

Claims (1)

  1. PATLNTANSPRUCFI: Verfahren zum Appretieren von Garnen und Geweben aus natürlichen Cellulosefasern durch Aufbringen von Cellulosehydrat, dadurch gekennzeichnet, daß die Ware zuvor mit Alkalilaugen von Mercerisierungsstärke gequollen und dann nur angetrocknet wird und danach auf dieselbe eine pastenförmige Kupferoxydammoniakcelluloselösung gebracht wird und alsdann die Ware abgequetscht, abgesänert und getrocknet wird.
DED80206D 1933-11-19 1933-11-19 Verfahren zum Appretieren von Garnen und Geweben aus natuerlichen Cellulosefasern Expired DE723627C (de)

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DE753609C (de) * 1941-09-25 1954-08-23 Goldberger Sam Verfahren zum Appretieren von Cellulosetextilgut mit Cellulosehydrat
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GB468694A (en) 1937-07-06
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FR781286A (fr) 1935-05-11

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