DE52287C - Verfahren, um Feuerschwamm für Waschzwecke brauchbar zu machen - Google Patents

Verfahren, um Feuerschwamm für Waschzwecke brauchbar zu machen

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DE52287C
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sponge
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water
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DENDAT52287D
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M. BAUER und M. ROSENFELD, Professor der Chemie, in Berlin
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
, KLASSE 29: Gespinnstfasern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1889 ab.
Während Feuerschwamm durch Einwirkung von heifsen Alkalilösungen in humusartige Körper verwandelt wird, dadurch das feste Gefüge verliert und in schleimige Stücke zerfällt, erleidet derselbe beim Erhitzen in verdünnter Schwefelsäure eine so vortheilhafte Veränderung, dafs er in diesem veränderten Zustande als billiger Ersatz des theuren Badeschwammes in hohem Mafse geeignet erscheint. Taucht man nämlich Feuerschwamm in heifse Schwefelsäure von solcher Concentration, dafs, sie denselben nicht verkohlt, so verwandelt sich nach einiger Zeit die Pilz-Cellulose in eine Substanz, welche ihrer Beschaffenheit nach zwischen Cellulose und Dextrin steht. Aeufserlich zeigt sich diese Umwandlung dadurch, dafs der Feuerschwamm in der Schwefelsäure aufquillt und an Volumen bedeutend zunimmt; nach Entfernung der Schwefelsäure, durch Auspressen und Waschen in Wasser zeigt der Feuerschwamm dann ein etwa doppelt so grofses Aufsaugungsvermögen für Wasser als früher und ist äufserst zart und sammetartig weich.
Wegen dieser Eigenschaften eignet sich der so behandelte Feuerschwamm hauptsächlich zur Behandlung von Wunden sowie für industrielle und häusliche Zwecke, da er bei richtiger Behandlung dieselbe Festigkeit wie der Badeschwamm besitzt.
Dieselbe Veränderung, wenn auch nicht in so hervorragendem Mafse, erreicht die PiIz-Cellulose durch Kochen in Zinkchloridlösung oder verdünnter Salzsäure.
Die Ausführung der Erfindung kann demgemäfs auf dreierlei Art erfolgen (No. I, II und III).
I. Behandlung des Feuerschwammes mit·
Schwefelsäure.
In 100 Theile Wasser von gewöhnlicher Temperatur giefst man 27 bis 30 Theile concentrirte Schwefelsäure und taucht in das noch heifse Gemisch den Feuerschwamm; ist er gänzlich mit dem Säuregemisch durchtränkt, was je nach seiner Gröfse in 15 bis 30 Secunden der Fall ist, so wird er aus der Säure herausgenommen, ausgepreist und in Wasser so lange gewaschen, bis das Waschwasser keine saure Reaction mehr zeigt; die Dauer der Einwirkung der Säure hängt von der Qualität des Feuerschwammes ab; derselbe darf nach dem Waschen im Wasser nicht in Stücke zerfallen, sondern mufs trotz zarter Beschaffenheit sich nicht leicht zerreifsen lassen.
II. Behandlung des Feuerschwammes
mit Salzsäure.
1. In 100 Volumentheile kochendes Wasser giefst man 25 bis 30 Volumentheile concentrirte rauchende Salzsäure und taucht in das kochende Gemisch den Feuerschwamm 15 bis 30 Secunden, härtere Stücke 1 Minute lang ein, nimmt den Feuerschwamm sodann aus der Flüssigkeit heraus und wäscht ihn so lange in Wasser, bis das abfliefsende Wasch wasser keine saure Reaction mehr zeigt. , ,
2. Statt Salzsäure allein kann auch vortheilhaft ein Gemisch von Salzsäure und Salpetersäure angewendet werden, welches in seiner Wirkung auf Feuerschwamm der Schwefel-
säure fast gleichkommt. Man verfährt folgendermafsen:
In ι oo Volumentheile kochendes Wasser giefst man 20 Volumentheile concentrirte Salzsäure und 5 Volumentheile Salpetersäure und taucht in das Gemisch den Feuerschwamm 15 bis 30 Secunden lang ein, worauf seine Umwandlung in quellbare Substanz beendigt ist, und wäscht wie oben bis zum Verschwinden der sauren Reaction mit Wasser. Durch das in diesem Falle sich entwickelnde Chlor erhält der. Schwamm eine schöne lederbraune Farbe.
III. Behandlung des Feuerschwammes
mit Zinkchloridlösung.
Man kocht den Feuerschwamm 1 bis 2 Minuten lang in einer 20 procentigen Zinkchloridlösung und wäscht ihn sodann in reinem Wasser längere Zeit aus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Kochen von Feuerschwamm in Schwefelsäure oder einem Gemische von Salzsäure und Salpetersäure oder einer Lösung von Zinkchlorid.
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