DE553822C - Verfahren zur Geruchsverbesserung von Loesungsmitteln - Google Patents

Verfahren zur Geruchsverbesserung von Loesungsmitteln

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DE553822C
DE553822C DEV23974D DEV0023974D DE553822C DE 553822 C DE553822 C DE 553822C DE V23974 D DEV23974 D DE V23974D DE V0023974 D DEV0023974 D DE V0023974D DE 553822 C DE553822 C DE 553822C
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DEV23974D
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Dr Otto Kemmer
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C69/02Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen
    • C07C69/12Acetic acid esters
    • C07C69/14Acetic acid esters of monohydroxylic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/08Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides with the hydroxy or O-metal group of organic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07C67/62Use of additives, e.g. for stabilisation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Detergent Compositions (AREA)

Description

Die Reinigung von Säuren der Fettsäurereihe und ihrer Anhydride durch Anwendung von Oxydationsmitteln in Gegenwart von Mineralsäure ist bekannt. Man erstrebt damit möglichst völlige Befreiung von störenden Nebengerüchen. Ähnliche Methoden werden in der Industrie der Fette und Öle zur Behandlung der daselbst hergestellten Produkte benutzt. Allerdings soll hier nicht nur eine ίο Geruchsverbesserung, sondern sogar eine völlige Geruchlosmachung und gleichzeitige Bleichung erreicht werden.
Bei allen diesen Stoffen ist für die zu erlangende Reinheit eine ziemlich scharfe Be-■ i5 handlung, welche durch Anwendung verhältnismäßig großer Mengen Oxydationsmittel in stärkerer Konzentration ohne schädliche Einwirkung erreicht wird, nötig.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, hochesterhaltige Lösungsmittelgemische, wie sie beispielsweise in Anwendung des Verfahrens der deutschen Patentschrift 354863 durch Veresterung von Methyl- bzw. Äthylalkohol mit Rohessig entstehen, durch ganz gelinde Oxydation im Gerüche so zu verbessern, daß der Charakter des Lösungsmittels selbst keinerlei Schaden erleidet. Das Lösungsmittel, welches manchmal durch geringe Mengen stark riechender Beimengungen einen nicht ganz einwandfreien Geruch besitzt, erhält durch diese Behandlung, welche in rohem oder auch bereits raffiniertem Zustande vorgenommen werden kann, einen wesentlich verbesserten aromatischen Geruch, so daß es sich vorzüglich zur Herstellung angenehm riechender Lacke u. dgl. eignet.
Die gute Wirkung vorliegenden Verfahrens auf die in Rede stehenden Produkte konnte keinesfalls durch Analogieschluß aus den oben angeführten Reinigungsmethoden gefolgert werden, weil diese Stoffe eine Klasse für sich bilden.
Gemäß der Erfindung werden die Lösungsmittelgemische einer Behandlung mit geringen Mengen Oxydationsmitteln, wie z. B. Kaliumbichromat, Kaliumpermanganat, Wasserstoffsuperoxyd oder Hypohalogeniden, in Gegenwart von kleinen Mengen Mineralsäure oder Alkali unterzogen.
Will man Bichromat oder Permanganat verwenden, so gibt man zunächst den Lösungsmitteln eine kleine Menge konzentrierter Schwefelsäure zu und setzt dann unter gutem Durchmischen das Salz in wäßriger Lösung zu. Will man dagegen Wasserstoffsuperoxyd oder Hypohalogenide zur Anwendung' bringen, so gibt man vorher Lauge oder Sodalösung bis zur schwach alkalischen Reaktion zu und gießt dann die wäßrige Lösung der bezeichneten Oxydationsmittel nach. In beiden Fällen überrascht das nach kürzerer oder längerer Zeit stark veränderte Aroma, wel-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden;
Dr. Otto Kemmer in Mains-Monibach.
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ches den typischen Geruch dieser Lösungsmittel begleitet. Die Destillate zeigen natürlich diese Eigenschaft in noch höherem Maße.
Das Lösungsmittel kann sowohl in rohem wie bereits raffiniertem Zustande der Behandlung unterworfen werden. · Sein Charakter wird dabei nicht verändert.
Vor der Destillation wird das Lösungsmittel mit Lauge neutralisiert. Während der Destillation hält man zweckmäßigerweise die Reaktionsflüssigkeit durch Zugabe von Sodalösung oder aufgeschlämmter Magnesia dauernd neutral.
1^ Beispiele
i. Zu ioookg rohem Lösungsmittelgemisch obigen Ursprungs, welche unter kräftigem Rühren mit 1,5 kg konzentrierter Schwefelsäure versetzt wurden, gibt man unter weiterem Durchmischen eine Kaliumbichromatlösung, welche durch Lösen von 1 kg in 50 kg Wasser hergestellt wurde. Nach längerem Stehen zeigt das Lösungsmittel einen wesentlich verbesserten Geruch. Man neutralisiert mit konzentrierter Lauge und destilliert bei Gegenwart von aufgeschlämmter Magnesia usta. Die Destillate sind von reinem aromatischem Geruch. Ausbeute 900 kg Reinware.
2. Zu ioookg Lösungsmittel, wie oben, welche unter kräftigem Schütteln mit 1,5 kg konzentrierter Schwefelsäure versetzt wurden, gibt man unter weiterem Durchmischen eine Kaüumpermanganatlösung, welche aus 1 kg Permanganat und 20 kg Wasser hergestellt wurde. Die weitere Behandlung geschieht nach Beispiel 1. Die Wirkung.ist die gleiche. Ausbeute 930 kg Reinware.
3- Zu ioookg Lösungsmittel, wie oben, gibt man unter kräftigem Rühren 2,5 kg 3oO/oiges Wasserstoffsuperoxyd, welches man vorher mit 7,5 kg Wasser verdünnt hat, langsam hinzu und neutralisiert schließlich mit der nötigen Menge Lauge. Der Geruch des Lösungsmittels wird durch die Behandlung wesentlich veredelt. Man destilliert bei Gegenwart von aufgeschlämmtem Magnesiumoxyd und erhält eine im Geruch vorzügliche Ware. Ausbeute 920 kg Reinware.
4. Zu ioookg Lösungsmittel, wie oben, welche durch Zugabe von etwas Lauge neutralisiert wurden, gibt man unter kräftigem Rühren 5 bis 10 kg Chlorkalklösung, welche auf 1000 g 17,6 g wirksames Chlor enthält. Nach dem Umrühren stellt sich sofort der verbesserte Geruch ein. Man destilliert, nachdem man etwas Sodalösung bzw. aufgeschlämmte Magnesia zugefügt hat. Es fallen 930 kg Reinware von vorzüglichem Gerüche an. fto
5. Zu ioookg genannten LösungsmittelgemischeSj welches bereits einer Raffination durch Destillation ohne Zusatz unterzogen wurde, dessen Geruch aber noch nicht 4 rein aromatisch war, werden, nachdem etwas Lauge zugesetzt worden ist, unter kräftigem Rühren 5 bis ι ο kg Chlorkalklösung von aus Beispiel 4 bekannter Konzentration zugegeben. Nach dem Umrühren stellt sich sofort der veredelte Geruch ein. Man destilliert, nachdem man etwas aufgeschlämmte Magnesia zugefügt hat; das anfallende Destillat (970kg Reinware) zeigt ein vorzügliches Aroma.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Geruchsverbesserung der bei der Veresterung von Rohholzessig mit Methyl- bzw. Äthylalkohol entstehenden Lösungsmittelgemische, dadurch gekennzeichnet, daß man dieselben in rohem oder bereits raffiniertem. Zustand mit kleinen Mengen von Oxydationsmitteln, wie Bichromat, Permanganat, Hypohalogeniden usw., in Gegenwart kleiner Mengen von Mineralsäuren oder Alkali behandelt.
DEV23974D 1928-06-03 1928-06-03 Verfahren zur Geruchsverbesserung von Loesungsmitteln Expired DE553822C (de)

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