DE310282C - - Google Patents
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 310282 -KLASSE Mq. GRUPPE
ARTHUR HEINEMANN in BERLIN.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung, von Arsen in esterartiger Bindung
enthaltenden Kondensationsprodukten aus Phenol, dessen Homologen oder Analogen und Formaldehyd.
Es ist bereits bekannt, Arsen in fester Bindung enthaltende, harzartige Kondensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd dadurch
herzustellen, daß man die Phenole vor der Kondensation oder, die Kondensationsprodukte
aus Phenolen und Formaldehyd in Lösung mit, zweckmäßig der äquimolekularen
Menge, von Arsensäure oder anorganischen Salzen der Arsensäure, der arsenigen
Säure oder andern Arsensalzen erhitzt (vgl. die britische Patentschrift 9040/1913). .
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von dem bekannten Verfahren dadurch,
daß zum. Zweck der A^erbindung des Arsens mit dem bereits gebildeten Kondensationsprodukt aus Phenol und Formaldehyd eine
organische Alkylarsenverbindung benutzt "wird. Der Körper, der hierzu verwendet
wird, ist die Dimethylarsinsäure oder Kakodylsäure: (CH3)2 · As O · OH, die mit dem
Kondensationsprodukt sehr leicht reagiert und sich mit ihm in verschiedenen Gewichtsverhältnissen verbindet, so daß der Arsengehalt
in dem Endprodukt geregelt werden kann.
Zur Ausführung des Verfahrens
(2. Auflage,
zunächst die Kondensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd in einer der be-,
kannten Weisen hergestellt, indem z. B. gleiche Gewichtsteile von Phenol und wäßriger
40 prozentiger Formaldehydlösung miteinander vermischt und unter Zugabe von 5 Prozent einer 7- bis 8prozentigen Lösung
von schwefliger Säure in Wasser auf etwa ioo° erhitzt werden, bis alles Phenol mit dem
Formaldehyd kondensiert ist, was etwa eine Stunde in Anspruch nimmt. Das Produkt
wird dann gewaschen und so lange weiter erhitzt, bis es völlig frei von Wasser und durchsichtig
geworden ist. Dieses Kondensationsprodukt wird dann geschmolzen und die berechnete,
Menge von Dimethylarsinsäure wird zugegeben. . Die Mischung wird gut umgerührt und auf etwa 1200 erhitzt, bis ein durch
und durch gleichförmiger Körper entstanden ist, was etwa 1 bis 2 Stunden in Anspruch ,
nimmt.
Daß sich das Arsen tatsächlich mit dem Kondensationsprodukt fest verbunden hat,
kann leicht nachgewiesen werden, denn wenn das Reaktionsprodukt nachher mit Wasser gekocht
wird, so kann nur der Überschuß von Dimethylarsinsäure ausgewaschen werden. Diese Säure oder irgendein Arsensalz, das
sich gebildet haben könnte, sind nämlich in siedendem Wasser leicht löslich.
Für die löslichen Kondensationsprodukte
en am
aus Phenolen und Formaldehyd sind in der wissenschaftlichen Literatur verschiedene
Konstitutionsformeln aufgestellt worden, die hier nicht einzeln angeführt zu werden braueben.
Es genügt festzustellen, daß die Ausgangsstoffe jedenfalls freie Hydroxylgruppen
besitzen, und daß die Dimethylarsinsäure sich mit den Kondensationsprodukten zweifellos
in der, Weise verbindet, daß die Phenolhydroxylgruppen durch die Säure esterifiziert werden.
ι. ι ooo g lösliches Kondensationsprodukt
und 107 g Dimethylarsinsäure, die wie oben beschrieben, gemischt und erhitzt wurden, ergaben
einen Körper, der nach der Analyse 4,o Prozent Arsen enthält. Dieses Produkt
ist licht orange gefärbt.
2. ι 000 g Kondensationsprodukt und 213 g
Dimethylarsinsäure liefern einen Körper mit 8,4 Prozent Arsengehalt. Dieses Produkt ist
dunkler orange gefärbt.
3. ι 000 g Kondensationsprodukt und 426 g Dimethylarsinsäure geben einen Körper, der
16,5 Prozent Arsen enthält. Das Produkt ist orangerot gefärbt.
Die neuen Verbindungen lösen sich in den gewöhnlichen bekannten Lösungsmitteln für
die Kondensationsprodükte aus Phenolen und Formaldehyd, wie Alkohol, Aceton oder einer
Alischung dieser Lösungsmittel mit oder ohne Zusatz von etwa der halben Menge Benzol.
Mit Alkalien bilden sie wasserlösliche Salze, während sie durch Säuren aus ihren Lösungen
ausgefällt werden. Der Schmelzpunkt der neuen Körper hängt von dem Schmelzpunkt des angewendeten Kondensationsproduktes
ab. Der Schmelzpunkt eines Produktes mit einem Gehalt von:
4 Prozent Arsen liegt bei 93 °,
16,5 - - - - .86°.
Dies sind nur Beispiele, und das Verfahren ist nicht auf irgendwelche besonderen Mischungen,
die Produkte von irgendeinem bestimmten Arsengehalt ergeben, beschränkt.
Ein Arsengehalt von 16,0 Prozent oder weniger dürfte für jeden hier erwähnten
Zweck ausreichend sein.
Die neuen aus den Kondensationsprodukten und dem Alkylarsenderivat hergestellten Verbindungen
stellen ein höchst wirksames Gift dar, das auf Parasiten, Bakterien und Schwämme eine schnell zerstörende Wirkung
ausübt. Die Verbindungen können zur Herstellung von Anstrichfarben, Firnissen oder
Deckmitteln, die der Wirkung irgendwelcher Wucherungen ausgesetzt werden sollen, um
das Anhaften und die Bildung solcher Wucherungen an der Oberfläche zu verhindern,
benutzt werden. So kann z. B. das Produkt zur Herstellung von Anstrichfarben oder
Firnissen für Flächen verwendet werden, die dem Meerwasser ausgesetzt sind, und es ist
ein wirksames Gift für Meeresgewächse, denn wenn solche Gewächse sich auf einer
diese Verbindungen enthaltenden Fläche festsetzen wollen, so verzehren sie einen Teil der
Verbindung, die entweder selbst als Gift Avirkt oder nach der Aufnahme gespalten
wird. Die Abspaltung des Säuferestes dürfte im übrigen wesentlich leichter erfolgen als
bei den Produkten der britischen Patentschrift 9040/1913, .mit denen' die neuen Verbindungen
den Vorzug der Unlöslichkeit in Seewasser gemeinsam haben.
Die Verwendung der Produkte ist indessen nicht auf die Herstellung von Schiffanstrichmitteln
beschränkt, sondern sie können auch für jeden anderen Zweck benutzt werden, bei dem die Verhütung parasitischer oder bakterieller
Wucherungen eine Rolle spielt.
Claims (1)
- 85 Patent-An Spruch:Verfahren zur Darstellung von harzartigen, Arsen in esterartiger Bindung enthaltenden Kondensationsprodukten aus ' go Phenolen und Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß man auf lösliche, schmelzbare Kondensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd Dimethylarsinsäure (Kakodylsäure) bei Temperatüren von etwa 1200 einwirken läßt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB191411394T | 1914-05-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
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Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
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| FR (1) | FR478635A (de) |
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1914
- 1914-05-08 GB GB191411394D patent/GB191411394A/en not_active Expired
-
1915
- 1915-05-07 FR FR478635A patent/FR478635A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB191411394A (en) | 1915-06-08 |
| FR478635A (fr) | 1915-12-24 |
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