DE310282C - - Google Patents

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DE310282C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/70Organo-arsenic compounds
    • C07F9/72Aliphatic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 310282 -KLASSE Mq. GRUPPE
ARTHUR HEINEMANN in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Mai 1915 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung, von Arsen in esterartiger Bindung enthaltenden Kondensationsprodukten aus Phenol, dessen Homologen oder Analogen und Formaldehyd.
Es ist bereits bekannt, Arsen in fester Bindung enthaltende, harzartige Kondensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd dadurch herzustellen, daß man die Phenole vor der Kondensation oder, die Kondensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd in Lösung mit, zweckmäßig der äquimolekularen Menge, von Arsensäure oder anorganischen Salzen der Arsensäure, der arsenigen Säure oder andern Arsensalzen erhitzt (vgl. die britische Patentschrift 9040/1913). .
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von dem bekannten Verfahren dadurch, daß zum. Zweck der A^erbindung des Arsens mit dem bereits gebildeten Kondensationsprodukt aus Phenol und Formaldehyd eine organische Alkylarsenverbindung benutzt "wird. Der Körper, der hierzu verwendet wird, ist die Dimethylarsinsäure oder Kakodylsäure: (CH3)2 · As O · OH, die mit dem Kondensationsprodukt sehr leicht reagiert und sich mit ihm in verschiedenen Gewichtsverhältnissen verbindet, so daß der Arsengehalt in dem Endprodukt geregelt werden kann.
Zur Ausführung des Verfahrens
(2. Auflage,
zunächst die Kondensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd in einer der be-, kannten Weisen hergestellt, indem z. B. gleiche Gewichtsteile von Phenol und wäßriger 40 prozentiger Formaldehydlösung miteinander vermischt und unter Zugabe von 5 Prozent einer 7- bis 8prozentigen Lösung von schwefliger Säure in Wasser auf etwa ioo° erhitzt werden, bis alles Phenol mit dem Formaldehyd kondensiert ist, was etwa eine Stunde in Anspruch nimmt. Das Produkt wird dann gewaschen und so lange weiter erhitzt, bis es völlig frei von Wasser und durchsichtig geworden ist. Dieses Kondensationsprodukt wird dann geschmolzen und die berechnete, Menge von Dimethylarsinsäure wird zugegeben. . Die Mischung wird gut umgerührt und auf etwa 1200 erhitzt, bis ein durch und durch gleichförmiger Körper entstanden ist, was etwa 1 bis 2 Stunden in Anspruch , nimmt.
Daß sich das Arsen tatsächlich mit dem Kondensationsprodukt fest verbunden hat, kann leicht nachgewiesen werden, denn wenn das Reaktionsprodukt nachher mit Wasser gekocht wird, so kann nur der Überschuß von Dimethylarsinsäure ausgewaschen werden. Diese Säure oder irgendein Arsensalz, das sich gebildet haben könnte, sind nämlich in siedendem Wasser leicht löslich.
Für die löslichen Kondensationsprodukte
en am
aus Phenolen und Formaldehyd sind in der wissenschaftlichen Literatur verschiedene Konstitutionsformeln aufgestellt worden, die hier nicht einzeln angeführt zu werden braueben. Es genügt festzustellen, daß die Ausgangsstoffe jedenfalls freie Hydroxylgruppen besitzen, und daß die Dimethylarsinsäure sich mit den Kondensationsprodukten zweifellos in der, Weise verbindet, daß die Phenolhydroxylgruppen durch die Säure esterifiziert werden.
Beispiele.
ι. ι ooo g lösliches Kondensationsprodukt und 107 g Dimethylarsinsäure, die wie oben beschrieben, gemischt und erhitzt wurden, ergaben einen Körper, der nach der Analyse 4,o Prozent Arsen enthält. Dieses Produkt ist licht orange gefärbt.
2. ι 000 g Kondensationsprodukt und 213 g Dimethylarsinsäure liefern einen Körper mit 8,4 Prozent Arsengehalt. Dieses Produkt ist dunkler orange gefärbt.
3. ι 000 g Kondensationsprodukt und 426 g Dimethylarsinsäure geben einen Körper, der 16,5 Prozent Arsen enthält. Das Produkt ist orangerot gefärbt.
Die neuen Verbindungen lösen sich in den gewöhnlichen bekannten Lösungsmitteln für die Kondensationsprodükte aus Phenolen und Formaldehyd, wie Alkohol, Aceton oder einer Alischung dieser Lösungsmittel mit oder ohne Zusatz von etwa der halben Menge Benzol. Mit Alkalien bilden sie wasserlösliche Salze, während sie durch Säuren aus ihren Lösungen ausgefällt werden. Der Schmelzpunkt der neuen Körper hängt von dem Schmelzpunkt des angewendeten Kondensationsproduktes ab. Der Schmelzpunkt eines Produktes mit einem Gehalt von:
4 Prozent Arsen liegt bei 93 °,
16,5 - - - - .86°.
Dies sind nur Beispiele, und das Verfahren ist nicht auf irgendwelche besonderen Mischungen, die Produkte von irgendeinem bestimmten Arsengehalt ergeben, beschränkt.
Ein Arsengehalt von 16,0 Prozent oder weniger dürfte für jeden hier erwähnten Zweck ausreichend sein.
Die neuen aus den Kondensationsprodukten und dem Alkylarsenderivat hergestellten Verbindungen stellen ein höchst wirksames Gift dar, das auf Parasiten, Bakterien und Schwämme eine schnell zerstörende Wirkung ausübt. Die Verbindungen können zur Herstellung von Anstrichfarben, Firnissen oder Deckmitteln, die der Wirkung irgendwelcher Wucherungen ausgesetzt werden sollen, um das Anhaften und die Bildung solcher Wucherungen an der Oberfläche zu verhindern, benutzt werden. So kann z. B. das Produkt zur Herstellung von Anstrichfarben oder Firnissen für Flächen verwendet werden, die dem Meerwasser ausgesetzt sind, und es ist ein wirksames Gift für Meeresgewächse, denn wenn solche Gewächse sich auf einer diese Verbindungen enthaltenden Fläche festsetzen wollen, so verzehren sie einen Teil der Verbindung, die entweder selbst als Gift Avirkt oder nach der Aufnahme gespalten wird. Die Abspaltung des Säuferestes dürfte im übrigen wesentlich leichter erfolgen als bei den Produkten der britischen Patentschrift 9040/1913, .mit denen' die neuen Verbindungen den Vorzug der Unlöslichkeit in Seewasser gemeinsam haben.
Die Verwendung der Produkte ist indessen nicht auf die Herstellung von Schiffanstrichmitteln beschränkt, sondern sie können auch für jeden anderen Zweck benutzt werden, bei dem die Verhütung parasitischer oder bakterieller Wucherungen eine Rolle spielt.

Claims (1)

  1. 85 Patent-An Spruch:
    Verfahren zur Darstellung von harzartigen, Arsen in esterartiger Bindung enthaltenden Kondensationsprodukten aus ' go Phenolen und Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß man auf lösliche, schmelzbare Kondensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd Dimethylarsinsäure (Kakodylsäure) bei Temperatüren von etwa 1200 einwirken läßt.
DENDAT310282D 1914-05-08 Active DE310282C (de)

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