DE605074C - Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Sulfhydrylkeratinsaeure und aehnlicher reduzierter Abbauprodukte des Keratins mit organischen, Arsen enthaltenden Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Sulfhydrylkeratinsaeure und aehnlicher reduzierter Abbauprodukte des Keratins mit organischen, Arsen enthaltenden Verbindungen

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DE605074C
DE605074C DEW92199D DEW0092199D DE605074C DE 605074 C DE605074 C DE 605074C DE W92199 D DEW92199 D DE W92199D DE W0092199 D DEW0092199 D DE W0092199D DE 605074 C DE605074 C DE 605074C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL, OR TOILET PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides
    • A61K38/01Hydrolysed proteins; Derivatives thereof
    • A61K38/012Hydrolysed proteins; Derivatives thereof from animals
    • A61K38/014Hydrolysed proteins; Derivatives thereof from animals from connective tissue peptides, e.g. gelatin, collagen
    • A61K38/015Hydrolysed proteins; Derivatives thereof from animals from connective tissue peptides, e.g. gelatin, collagen from keratin

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Sulfhydrylkeratinsäure und ähnlicher reduzierter -Abbauprodukte des Keratins mit organischen, Arsen enthaltenden Verbindungen Es wurde gefunden, daß die nach dem Patent 588 71o erhaltenen Verbindungen von Arsinoxyden mit Sulfhydrylgruppen enthaltenden höher molekularen Abbaup`lodukten aus Keratinen, den Sulfhydrylkeratinsäuren, von hohem therapeutischem Wert sind.
  • Gemäß vorliegender Erfindung werden derartige Verbindungen in der Weise hergestellt, daß man aus Keratinen durch Hydrolyse- gewonnene Keratinate oder ähnliche Abbauprodukte des Keratins auf Arsenoben:zole einwirken läßt. Die Arsenabenzole wirken dabei reduzierend, indem sie die in den cystinhaltigen Abbauprodukten vorhandenen Schwefelbrücken aufspalten und Sulfhydryle bilden. Sie werden dabei zu Arsinoxyden oxydiert, die sich mit den sulfhydrylhaltigen Abbatprodukten verbinden, wobei immer z Mol. Arsinöxy d 2 Sulfhydrylgruppen bindet.
  • Die für die Umsetzung geeigneten Lösungen kann man z. B. :durch saure Hydrolyse des Keratins, Abtrennung des gebildeten Keratinats und Lösung desselben in Alkali nach Patent 537 g16 erhalten. Aber auch die nicht mehr Keratinatcharakter besitzenden, noch aussalzb@aren Hydrolyseprodukte eignen sich für das Verfahren nach vorliegender Erfindung.
  • Die Umsetzung nimmt man zweckmäßig bei neutraler bzw. schwach alkalischer Reaktion und unter Luftabschluß vor. Die vollständige Reduktion bzw. Oxydation erfordert längere Zeit, während sich die Verbindung zwischen Arsinoxyd und Sulfhydrylgruppen sehr schnell vollzieht.
  • Es wird mit einem-Überschuß von Schwefel I,22 g Schwefel auf z g Arsen statt 03853 g Schwefel gemäß der Theorie) gearbeitet; die zunächst erfolgende Bildung von Sulfhydrylgruppen läßt sich am positiven Ausfall der Nitroprussidnatriumreaktion erkennen.
  • Man hat bereits Lösungen des 3, 3'-Diamino-4, 4'-dioxyarsenobenzols mit Keratinatlösunge-n gemischt zur Einspritzung gebracht und dabei eine gewisse entgiftende Wirkung beobachtet. Eine solche Entgiftung tritt nur ein, wenn man verhältnismäßig wenig einer schwefelarmen Keratinatlösung verwendet, so daß sich also Arsinoxyd nur in geringen Mengen bilden kann.
  • Benutzt man aber gemäß vorliegender Erfindung einen beträchtlichen Überschuß von Schwefel, d. h. größere Mengen einer verhältnismäßig schwefelreichen Verbindung, so entstehen große Mengen des Arsinoxydes bzw. dessen Kondensationsprodukte mit Sulfhydrylkeratinsäure,was sich an der sehr beträchtlichen Steigerung der trypanoziden Wirkung und der Giftigkeit erkennen läßt.
  • Die Erkenntnis, daß die Arsenobenzole in Gegenwart von Keratinabbauprodukten in Arsinoxyde übergehen unter Bildung von Sulfhydrylkeratinsäuren und daß diese Sulfhydrylkeratinsäuren sich -.mit den Arsinoxyden ver4.inden, hat den früheren Beobachtern gefehlt:- @Sie-#waren.;.gar nicht auf den Gedenken gekommen:, daß `sich neuartige Verbindungen bilden, und haben entsprechend auch jeden Versuch, derartige Verbindungen abzutrennen; unterlassen.
  • . , Beispiel i Es werden 4,5 Gewichtsteile des Natriumsalzes des 4., 4'-Dioxy-3, 3'-diamino@arsenobenzols (mit einem Arsengehalt von etwa 20 °1o) zu i i o Raumteilen einer neutralen oder ganz schwach alkalischen 2o°/oigen Lösung eines Keratinats gefügt, das einen Schwefelgehalt von etwa 5 % aufweist.
  • Nach mehrstündigem Stehen unter Luftabschluß rührt man die Lösung in die sechsfache Menge Äthylalkohol ein, gießt den Überstehenden wässerigen Alkohol von dem ausgefällten gelblichen Produkt ab und durchknetet dieses nun mit Alkohol, bis es fest wird. Dann wird abfiltriert und im Vakuum bei Zimmertemperatur getrocknet.
  • Verwendet man als Fällungsmittel Methylalkohol, so erhält man sofort ein festes, filtrierbares Produkt.
  • Die Verbindung löst sich leicht in Wasser mit gelber Farbe und neutraler Reaktion.. Beispiele Zu z9,5 Raumteilen einer neutralen bzw. schwach alkalischen Lösung, die 2o % eines durch alkalische Hydrolyse gewonnenen Keratinates enthält (S-Gehalt des Keratinates etwa 2,5 °/o), werden o,6 Gewichtsteile des Natriumsalzes des 4, 4'-Dioxy-3, 3'-diaminoarsenobenzols (mit einem Arsengehalt von etwa 2o °1o) gefügt. Nach etwa 24stündigem Stehen unter Luftabschluß wird die Lösung in die sechsfache Menge Äthylalkohol eingerührt, wobei ein Produkt ausfällt, das beim Durchkneten mit Alkohol fest wird und dann abgenutscht werden kann. Rührt man dagegen die Lösung in Methylalkohol ein, so fällt sofort ein festes Produkt aus.
  • Es wird im Vakuum bei gewöhnlicher Temperatur getrocknet. Das Produkt ist mit neutraler Reaktion in Wasser leicht löslich und gibt eine positive Nitroprussidnatriumreaktion. Beispiel 3 i, i 5 Gewichtsbeile 4, 4'-Dioxyarsenobenzol werden in der gerade gotwendigen Menge verdünnter Natronlauge gelöst. Diese Lösung wird zu 62 Raumteilen einer Lösung gegeben, die 2o °/o eines. durch saure Hydrolyse gewonnenen Keratinspaltproduktes enthält mit etwa 5 °j, Schwefel. Nach längerem Stehen unter Luftabschluß wird das Reaktionsgemisch in die zehnfache Menge Äthylalkohol eingerührt, wobei sofort ein festes Produkt ausfällt, das abgenutscht, mit Alkohol gut ausgewaschen und im Vakuum getrocknet wird. Es ist in Wasser mit gelber Farbe und schwach alkalischer Reaktion leicht löslich und zeigt eine starke Nitroprussi.dnatriumreaktion.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Sulfhydrylkeratinsäure und ähnlicher reduzierter Abbauprodukte des Keratins mit organischen, Arsen enthaltenden Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß neutrale oder schwach alkalische Lösungen: von Keratinaten und ähnlichen Abbauprodukten des Keratins mit Lösungen der Alkalisalze von Oxyarsenobenzolen behandelt werden, wobei die Keratinate mindestens die gleiche Menge Schwefel enthalten sollen wie die Arsenverbindungen Arsen, und die dabei gebildeten Verbindungen, die aus reduzierten Keratinabbauprodukten, und Arsinoxyden bestehen, aus der wässerigen Lösung ausgeschieden werden, zweckmäßig mit Hilfe eines organischen Fällungsmittels.
DEW92199D 1933-07-12 1933-07-12 Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Sulfhydrylkeratinsaeure und aehnlicher reduzierter Abbauprodukte des Keratins mit organischen, Arsen enthaltenden Verbindungen Expired DE605074C (de)

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