DE86096C - - Google Patents

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

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KAISERLICHES
PATENTA
Die primären m-Diamine liefern, in einem Lösungsmittel mit Schwefel gekocht, unter lebhafter Entwickelung von Schwefelwasserstoff wohl charakterisirte schwefelhaltige Basen.
o- und p-Diamine zeigen nach den bisherigen Beobachtungen diese Reaction nicht.
Von dem in den Berichten der deutschen chemischen Gesellschaft XVII, S. 2658, beschriebenen Producte unterscheiden sich die nach diesem Verfahren dargestellten Verbindungen durch ihre bedeutend geringere Löslichkeit in Alkohol und ihre Krystallisationsfähigkeit. Die in derselben Zeitschrift Jahrgang XXII, Bd. Ill, S. 849, geschilderten schwefelhaltigen Körper sind Derivate von o-Diaminen, während die vorliegenden sich von m-Diaminen ableiten.
Zur Darstellung dieser neuen geschwefelten Körper verfährt man wie folgt:
10,8 kg m-Phenylendiamin werden in ungefähr 80 kg Spiritus gelöst und mit 6,4 kg Schwefel am Rückflufskühler gekocht. Alsbald beginnt die Reaction unter starker Entwickelung von Schwefelwasserstoff. Sobald diese aufhört (nach ca. 5 bis 6 Stunden), ist die Reaction zu Ende. Der Alkohol wird nun abdestillirt, der ölige Rückstand mit verdünnter Salzsäure aufgenommen und filtrirt. Aus dem Filtrat wird mit Soda die neue Base als ein grüngelber Niederschlag ausgefällt. Dieselbe ist in Wasser vollkommen unlöslich, auch die meisten organischen Lösungsmittel nehmen sie nur wenig auf, verhältnifsmäfsig leicht löst sie sich dagegen in Eisessig, Aceton oder Essigäther. Aus einer Mischung von Aceton und Alkohol krystallisirt sie in schönen, grüngelb gefärbten prismatischen Nadeln, die bei ungefähr 73° schmelzen. Mit Säuren bildet diese neue Schwefelbase wohl charakterisirte Salze, von denen das Chlorhydrat sehr leicht, das Sulfat aber nur schwer in Wasser löslich ist.
Man kann in obigem Beispiel den Alkohol auch durch andere Lösungsmittel des Diamins, wie Wasser, Holzgeist, Benzol, Eisessig u. s. w., ersetzen. Ein Zusatz von Alkali begünstigt im Allgemeinen den Verlauf der Reaction.
Wird in dem Beispiele das m-Phenylendiamin durch das m-Toluylendiamin ersetzt, so erhält man eine geschwefelte Base, die in kleinen Warzen krystallisirt und bei 145 ° schmilzt.
Bei Verwendung von Triamidodiphenyl (aus m - Mononitfobenzidin) entsteht nach dem gleichen Verfahren ein geschwefeltes Product, das in kleinen Blättchen krystallisirt, die bei etwa 1900 unter Schwarzfärbung schmelzen.
Auch das Triamidobenzol (1. 2.4.) läfst sich in eine geschwefelte Base überführen, die sich aber nur schwer in krystallisirtem Zustande erhalten läfst.
Die neuen Producte finden zur Darstellung von Farbstoffen Verwendung.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Darstellung geschwefelter Basen durch Kochen von m-Diamidoverbindungen mit Schwefel in einem Lösungsmittel mit oder ohne Zusatz von Alkali.
2. Die Ausführungsform des unter 1. geschützten Verfahrens unter Verwendung von m-Phenylendiamin, m-Toluylendiamin, i. 2. 4.-Triamidobenzol und Triamidodiphenyl.
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