DE309407C - - Google Patents

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DE309407C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/02Treatment of water, waste water, or sewage by heating

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  • Hydrology & Water Resources (AREA)
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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)
  • Filtering Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT: .
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85 c. GRUPPE
HUGO HERZBRUCH in DATTELN iM
durch Filterung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Februar 1914 ab.
Bei der Aufgabe der Reinigung bestimmter Abwässer, beispielsweise der stark lehm- oder lettenhaltigen Abwässer von Kohlenwäschen, zeigt sich, daß eine Filterung, wie sie allein zu einer befriedigenden Klärung genügt, sich nicht oder doch nur ganz schlecht durchführen läßt, weil die Filter in überaus kurzer Zeit kein Wasser mehr durchlassen. Man hat sich deshalb meist damit begnügt, derartige ίο Abwässer dem Absitzklärverfahren zu unter-, werfen, wozu natürlich Zeit und eine große Fläche gehört.; meist ist demgemäß die Klärung nur ganz unvollkommen.
Die Erfindung baut sich auf der Erkenntnis der eigentümlichen Natur dieser Abwässer auf, indem der Erfinder feststellte, daß namentlich in dem Lehm und den Letten sich eigenartig verhaltende Stoffe, wahrscheinlich organischer Natur, befinden, die sich schnell absetzen und das Filter wie mit einer undurchlässigen Schicht überdecken bzw. die Zwischenräume des Filters gewissermaßen überkleben. Bekanntlich liegt ja über bzw. oft auch innerhalb der Kohlenflöze ein Schieferas packen, der ganz besonders stark mit organischen Bestandteilen angereichert ist und der bei der Hereingewinnung der Kohle teilweise mitgenommen wird. Die Aufgabe der Kohlenwäschen besteht nun gerade mit darin, eine Trennung von diesen Bestandteilen herbeizuführen. Auf das Vorhandensein der letzteren; die bituminöser Natur sind, ist anscheinend diese Erscheinung zurückzuführen.
Auf Grund der Beobachtung nun, daß mit
o'
sinkender Temperatur diese Erscheinung standig zunahm, beseitigte der Erfinder die hierdurch gegebenen Schwierigkeiten, indem er die zu klärenden Abwässer vor oder während der Klärung entsprechend erwärmte. Die praktische Ausführung ergab; daß ein verhältnismäßig geringer Erwärmungsgrad; genügte, um die volle Filterfähigkeit wieder herzustellen bzw. eine, solche überhaupt erst zu schaffen. Wenn auch die diesbezüglichen Verhältnisse noch nicht völlig geklärt worden sind, so scheint tatsächlich mit der Erwärmung ein Auflösen bzw. Auflockern der erwähnten Bestandteile ähnlich einem Flüssigwerden einzutreten; in diesem Zustande sind dann die schädlichen Beimengungen ihlrer gefährlichen Eigenschaft entkleidet. ^
•.Auf Grund des in der Praxis erforderlichen geringen Grades der Anwärmung zur Verhütung der Erstarrung kann nun diese selbst in einfachster Weise dadurch vorgenommen werden, daß man beispielsweise die Abwässer der Kohlenwäschen mit heißem Wasser, wie Waschkauen wasser, Kondenswasser u. dgl., mischt und dann erst das Gemenge der Filterung unterwirft. Diese Zusatzwässer werden dann gleich ßelbst mit einer Klärung unterworfen, so daß -sie ihrerseits mit weiter verwendet werden können. Wo derartige heiße Abwässer nicht zur Verfügung stehen, kann man natürlich auch eine Anwärmung durch Einleiten von Abdampf in das zu klärende Wasser oder < eine ähnliche Art der Anwärmung benutzen. .
Es ist zwar üblich, Kohlenwaschwasser mit heißem Kokslösch wasser zusammen zu filtrieren, wobei die hier beabsichtigte Wirkung natürlich auch zustande kommt, indessen ist man dabei nicht zu der Erkenntnis gelangt daß das eigentlich Wirksame die Temperaturerhöhung in dem zu filtrierenden Gemisch ist. Ferner ist an sich mehrfach bekannt, bei der Reinigung verschiedener Flüssigkeiten ίο dutch Filterung eine Erwärmung in Anwendung zu nehmen, so beispielsweise um eine Ausfällung von Salzen aus der Flüssigkeit zu / , Verhindern. Ferner ist bei der Reinigung von schlammigen Abwässern schon vorgeschlagen, 15· sie dadurch filtrierbar zu machen, daß man sie einer Erwärmung etwa auf 130 ° unterwirft. Alle diese bekannten Maßnahmen haben jedoch mit der Erfindung nichts gemeinsam, die sich zunächst auf der Behandlung eines ganz bestimmten Ausgangsstoffes aufbaut und eine Erwärmung in Rücksicht auf die stete Betriebsfähigkeit eines Filters vornimmt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Verfahren zum Klären von lehm- und lettenhaltigen Abwässern von Kohlenwäschen u. dgl. durch Filterung außer unter Mitverwendung von heißem Kokslöschwasser, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Abwässer vor oder während des Filterns erwärmt.
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