DE413240C - Verfahren zum Reinigen von rohem Hydromagnesit - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von rohem Hydromagnesit

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DE413240C
DE413240C DER59078D DER0059078D DE413240C DE 413240 C DE413240 C DE 413240C DE R59078 D DER59078 D DE R59078D DE R0059078 D DER0059078 D DE R0059078D DE 413240 C DE413240 C DE 413240C
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water
hydromagnesite
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F5/00Compounds of magnesium
    • C01F5/24Magnesium carbonates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen von rohem Hydromagnesit. Hydromagnesit besteht bekanntlich auA basiscllem Magnesiumkarbonat und enthält als Beimengungen Eisenoxyd, Tonerde, Kalziumkarbonat und Kieselsäure. Das natürliche. Rohmaterial enthält @ebenfalls geringe Mengen von pflanzlichen, harzähnlichen Stoffen, welche zementartig wirken und die feinen Kristalle des reinen Hydromagnesits zusammenhalten, während gleichzeitig die Beimengungen mit den Kristallen verkittet werden.
  • Für die meisten Anwendungen der Magnesia ist ein hoher Reinh:itsgrad erforderlich, Wird das Rohmaterial, wie üblich, als Vorstufe zu dem Reinigungsprozeß gemahlen, so werden ebenfalls die Beimengungen zerpulvert und können durch den üblichen Reinigungsprozeß nicht entfernt werden. Ferner ist das Eisenoxyd fest mit den organischen Stoffen verbunden, und ein reiner Hydromagnesit, welcher als Ersatz für das gefällte künstliche Produkt für die Gummiindustrie benutzt werden soll, ist nicht herstellbar, bevor ;die organischen Stoffe vollständig entfernt worden sind.
  • Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Reinigung des Hydtomagniesits ohne vorheriges Mahlen durch Auf.schwemmnen mit Wasser u,nicl Absiebe 'n. Währznd dieses benannte Verfahren bei der Trennung der Magnesia von der Kieselerde bei der Reinigung des gebrannten Magnesits infolge des spezifisch leichteren Gewichts der letzteren in Bezug auf die erstere genügend ist, kann es nicht ohne weiteres auf den rohen Hydromagnesit angewendet werden, weil die Beimengungen annähernd ebenso schwer sind wie die durch die Harze verbundenen Hy dromagnesitkristalle. Um eine Trennung zu bewirken, wird das Rohmaterial zunächst mit einer verhältnismäßig geringen Wassermenge, z. B. dem doppelten Gewicht, geschüttelt und dann die Temperatur der Flüssigkeit bis zum Siedepunkt erhöht, indem man z. B. Dampf einführt. Der 'beiße Schlamm wird nunmehr rasch dadurch gekühlt, daß man ihn mit einer großen Menge von kaltem Wasser vermengt. Die Kristallaggregate des Hydromagnesits den auf diese Weise gespalten, wobei die entstehenden feinen Kristalle von den Teilchen der Beimengungen wirksam getrennt werden. Die Kühlung ist besonders wirksam, wenn die Temperatur des Gemisches auf unterhalb 25° C, z. B. 23 bis 24° C, herabgesetzt wird.
  • Die schwereren Teilchen werden dann aus der entstehenden Suspension in bekannter Weise durch Absitzenlassen oder Schleudern getrennt; das suspendierte Gemisch wird dann durch ein Sieb durchgelassen, welches nicht weniger als 8o Maschen auf ein Linienmaß von 2,5 cm aufweist. Die Mas£e enthält nach dem Durchgang durch das Sieb den Hydromagnesit in derart reinem Zustande, daß er beim Kalzinieren reine weiße Magnesia liefert.
  • Bei der praktischen Ausführung ist es vorteilhaft, das Sieben stufenweise auszuführen, um das Verstopfen des Siebes zu verhindern, beispielsweise durch sechs Siebe nacheinander, welche mit So, i2o, i4o, 170, 200. 240 Maschen auf einem Linienmaß von 2,5 cm versehen sind. Es wird dabei schließlich eine Suspension erhalten, welche derart beschaffen isst, .daß 8 bis 2o Gewichtsprozent der festen Teilchen auf dem Sieb mit 24o Maschen verbleiben, wobei das genaue Verhältnis von der Gattung des Hydromagnesits abhängt.
  • Die Zeichnung zeigt .eine zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung.
  • Abb. i ist ein teilweiser lotrechter Schnitt. Abb. 2 ist eine Draufsicht.
  • Ein zylindrischer Behälter mit einem Durchmesser von 2,4 bis 3 m besitzt drei Ablaßhähne, und zwar den einen 15 cm vom Boden, den zweiten io5 cm vom Boden und den dritten io5 cm vom oberen Rande entfernt, und ist mit goo T Wasser gefüllt, in welches 450 kg roher Hydromagnesit allmählich eingeführt werden, worauf umgerührt wird, so daß ein gleichmäßiger Schlamm entsteht. In diesen Schlamm wird sodann Wasserdampf unter fortgesetztem Rühren eingeleitet, worauf kaltes Wasser hinzugefügt wird, bis der Behälter annähernd voll ist, und zwar unter gleichzeitigem weiteren Rühren. Die Wirkung des Rührgins besteht darin, die feineren Teilcben. bei der Staigu,ng des Wasserspiegels; zu heben, während di° größeren und schwereren Teilchen in den unteren Schichten verbleiben. Nun wird das Rühren unterbrochen und das Gemisch auf einmal durch di° verschiedenen Hähn-- nach abwärts gezogen, und zwar auf eine Reihe in der Zeichnung dargestellter Siebe. Gemäß Abb. r ist a das Gestell, auf dessen Querträgern b bodenlose Kufen c gestützt sind, deren jede ein Sieb d unter .einer bestimmten Neigung aufweist. Unterhalb jedes Siebes d befindet sich eine Platte dl in umgekehrtem Sinne geneigt. die an ihrem untren Ende Schlitze e auiwcist. Die aufeinanderfolg-Inden Siebe besitzen die oben angegebene Maschenanzahl.
  • Das Gemisch fließt an .dem 'höheren Ende des obersten Siebes nach abwärts, wodurch Wasser und die feineren Teilchen durch das Sieb hindurchgehen und auf di° Platte dl gelangen, während größere Teilchen und Stücke sich an dem unteren Ende des Siebes bei f ansammeln. Das Gemisch fließt entlang der Platte dl zu den Schdtzene und -ergießt sich auf das obere Ende des nächsten Siebes d und so der Reihe nach durch diz gesamten Siebe, wobei das Gemisch aus dem untersten Sieb zu dem Absatzbehälter fließt. Das Material aus den verschiedenen Sammelstellen f wird einem frischen Anteil des Schlammes zugefügt und wird durch die wiederholte Einwirkung von Wasser und Dampf weiter zerkleinert. Es 'wird nun die nächste Ladungl des Hydromagnesits im gleichen Behälter behandelt und das Verfahren fortgesetzt, bis die Ansammlung der größeren Stücke im Behälter eine Entleerung .desselben erforderlich macht.
  • Diese Anordnung von Sieben hat den Vorteil, daß, wenn das eine verstopft oder sonstwie außer Betrieb gesetzt wird, dieses leicht entfernt und bequem durch ein anderes ersetzt werden kann, ohne den Strom des Gemisches anzuhalten. Der abgesetzte Schlamm wird gepreßt und in bekannter Weise ge-, trocknet.
  • Wird das Zentrifugieren anstatt des Absitzenlassens zwecks Abtrennung der schwereren Teilchen verwendet, so kann das Material, nachdem es im Wasser suspendiert worden ist, durch die Zentrifuge geleitet würden, und die leichteren Teilchen, welche aus der Zentrifuge heraustreten, können durch ein oder mehrere Siebe geführt werden, um die pflanzlichen Bestandteile zu trennen.
  • Wenn es erforderlich ist, daß das Enderzeugnis frei von Harzen und somit in ge-Ceigerter Feinheit sei, so kann es mit Methylalkohol oder anderem Lösungsmittel behandelt werden, welch zs Harze löst und in Wasser löslich ist, wie Azeton, und zwar unter Zugab eines Öles, welches im Lösungsmittel löslich, jedoch in Wasser unlöslich ist, wie z. B. Petroleum, Benzol u. @dgl. Die anzuwendende @4lenge des öles ist verhältnismäßig sehr gering, und zwar genügt im allgemeinen eine Lösung von o,5 Volumenprozent in Alkohol oder Azeton. Der Methylalkohol oder ein: anderes organisches Lösungsmittel wird dem Schlamm hinzugefügt, welcher durch Vermischen des gereinigten Hydromagnesits mit wenig Wasser unter Rühren hergestellt wurde, worauf die so gebildete Suspension in den Absetzbehälter abgeleitet wird, und zwar bis zu einer Spiegelhöhe, welche dem erforderlichen Feinheitsgrad entspricht.
  • Das Lösungsmittel ist wirksamer bei erhöhter Temperatur, und es ist vorteilhaft, den Schlamm, entbaltendeinen Teil des Materials auf drei Teile Wasser, mit Methylalkohol im Verhältnis von 1ä bis 27 1 auf 4.5o kg des Materials in trockenem Zustande zu vermischen und dann offenen Wasserdampf bis zum Sieden der Flüssigkeit einzuführen und schließiich u'n'ter Hinzufügung von viel kaltem Wasser zu rühren. Aus der Suspension werden sodann die spezifisch schweren Teilchen entfernt und schließäch die spezifisch leichteren Teilchen des Hydromagnesits durch Absitzenlassen gewonnen. .

Claims (1)

  1. P ATRNT-ANSPRU CH Verfahren zur Reinigung von rohem Hydromagnesit durch Aufschwemmen mit Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß man den Magnesit zunächst mit einer verhältnismäßig geringen Wassermenge verrührt, diese sodann bis zum Sieden erhitzt und mit so viel kaltem Wasser vermengt, daß die Temperatur vorzugsweise unter 25° C fällt, worauf in an sich bekannter Weise die groben Bestandteile mittels Du,rchsiebens abgetrennt werden, während zweckmäßig die feinen Anteile mit wenig Wasser sowie mit einem in .diesem löslichen und Benzol u,. dgl. .enthaltenden organischen Lösungsmittel, wie Methylalkohol o. dgl.; vermischt werden und .im Anschluß hieran das gegebenenfalls bis zum Sieden erhitzte Gemisch mit einer großen Menge Wasser zu einer Suspension verrührt wird. aus welcher zuerst .die spezifisch schwereren Teilchen entfernt und schließlich die spezifisch leichteren Teilchen des Hydromagnesitsdurch Absitzenlassen gewonnen werden.
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