DE303671C - - Google Patents
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- DE303671C DE303671C DENDAT303671D DE303671DA DE303671C DE 303671 C DE303671 C DE 303671C DE NDAT303671 D DENDAT303671 D DE NDAT303671D DE 303671D A DE303671D A DE 303671DA DE 303671 C DE303671 C DE 303671C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23C—DAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
- A23C9/00—Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
- A23C9/005—Condensed milk; Sugared condensed milk
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Adornments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53 e. GRUPPE
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Eindicken oder Eintrocknen von Lösungen,
Suspensionen u.dgl.' durch Quellen you Gelatine, Leim usw. Bekanntlich erhält
inan, wenn man' Gelatineblättcr oder -pulver
in eine Flüssigkeit, wie beispielsweise Milch, bringt, einen eingedickten Rückstand der
Flüssigkeit, da das Wasser der Flüssigkeit in die Gelatine eindringt. Die gecjuollene GeIatine,
die bisher nur in Tafel-, 'Blätter- oder Pulverform verwendet wurde, hatte jedoch
den Nachteil, daß ihre einzelnen Teile zusammenhafteten,
wodurch das Abscheiden der
• Flüssigkeit, insbesondere das, Trocknen und Wiederverwenden der Gelatinemassen sehr erschwert
wurde.
Nach vorliegender'Erfindung wird die. Gelatine
in Form'von Kugeln, Linsen, Perlen, Polyedern oder im allgemeinen in solcher'
Form verwendet, welche zwischen Kugel- und Würfelform liegt.- Es hat sich herausgestellt,
daß bei der Verwendung"-derartig geformter Gelatine die Gelatinemassen, selbst beim
Trocknen, nicht"' merklich aneinanderhaften.
Will man beispielsweise nach dem neuen 'Verfahren Milch kondensieren, so nimmt man
frische Vollmilch und vermischt sie in ungefähr 1Z0 ihres Volumens mit Gelatineperlen
"von. Graupengröße "und läßt letztere, gege-
benenfalis unter Umrühreil, 6 Stunden
quellen. Hierbei dringen, sofern die verwendeten Leimperlen zum ersten Mal für diesen
Zweck verwendet werden,. zugleich mit dem Wasser auch andere in der Milch ■ gelöste.
Körper, in erster Linie Milchzucker und Salz, in die Perlen ein, und zwar derart, daß bei
genügend langem Verweilen der Perlen in der Milch die osmotischen Drucke der Phasen
"die gleichen bleiben.
Die Perlen können von der eingedickten Milch in beliebiger Weise abgeschieden werden.
In kleinen Betrieben genügt oft ein einfaches Abgießen der eingedickten Flüssigkeiten
von den Perlen. In vielen Fällen empfiehlt es sich, die Perlen von der eingedickten
Flüssigkeit durch Zentrifugieren 'abzuscheiden und ein Nachwaschen der Perlen mit
Wasser oder mit noch frischer, nicht behandelter Milch oder Molken vorzunehmen. In
anderen Fällen kann auch ein Nachwaschen der Leimperlen mit Benzin, Tetrachlorkohlenstoff
usw. zweckmäßig sein.
Die Perlen lassen sich in jedem Falle leicht
auf einer Unterlage ausbreiten, sie haften' nicht aneinander und sind leicht auf beliebige 5f>
Weise zu trocknen.
Wenn man hierbei Perlen benutzt, die schon einmal in der angegebenen Weise verwendet
worden waren, so ist bei dieser zweiten Verwendung und ebenso bei jeder folgenden
der Vorgang ein etwas anderer als beim ersten Male. Die ganz trockenen oder auch
nur unvollkommen getrockneten Perlen enthalten nämlich, wie aus dem eben Gesagten
hervorgeht, Atiichzucker in konzentrierterer Form als die Milch. Es diffundiert also bei
der wiederholten \Terwendung der Perlen anfänglich
zwar Wasser in sie hinein, aber
13. Auflage, ausgegeben am 3. Februar rgig.)
■ Milchzucker usw. aus ihnen heraus, bis Tsotonic
erreicht ist, dann tritt wieder Milchzucker ein usw. Man kann deshalb die Perlen zum
eisten Male auch in Molken o. dgl. quellen.
Ebenso folgt aus der Natur dieser Vorgänge, daß so behandelte Milch wie solche anzusehen
ist, die, bis auf den Wasserverlust, ihre ursprünglich vorhandenen übrigen Bestandteile
genau in. demselben Verhältnis wie
ίο frische Milch enthält.
Natürlich ist für diese Arbeitsweise gerade die Kugel- oder Pcrlenform der Gelatine
schon deswegen am günstigsten, weil sich diese bequem und billig erzeugen läßt, wenn
auch die erwähnten anderen Formen ebenfalls brauchbar sind. Die Berührungsflächen
der aneinanderliegenden Kugeln werden unter den verwendbaren Formen stets die kleinsten sein.
Am meisten überraschend ist, daß die wiedergetrockneten
Perlen usw. sich praktisch beliebig'oft .wiederverwenden lassen, ohne daß
sie in ihrer Masse oder auf ihrer Oberfläche merklich verändert würden. Sie sind auch
nach sehr häufiger Wiederverwendung· nicht bestrebt, stärker zusammenzukleben als beim
ersten Male.' Eine bestimmte Menge Gelatineperlen wurde zur Behandlung von Milch
bzw. j Yoghurt über 30 Mal hintereinander
immer wieder von neuem benutzt, ohne daß nach dem letzten Trocknen eine merkbare
mechanische Veränderung mit ihnen vorgegangen wäre.
Man erhält, namentlich wenn man die Qiiellung der Gelatine bei recht niedriger
Temperatur, z. B. bei nur 6° C, vornimmt, eine auf kaltem Wege, ohne irgendwelche
Änderung der Fermente der Milch eingedickte, überaus wohlschmeckende, an Sahne
erinnernde Milch, welche entweder sofort verwendet oder durch die üblichen Verfahren
konserviert werden kann. .Sie ist bekömmlicher als die auf. dem alten Wege gewonnene
kondensierte Milch. Die etwaige Befürchtung, ' 45 daß die Qualität der Milch /dadurch leiden
könne, daß sich ihre Bestandteile der Gelatine beimengen, erweist sich als grundlos, wie·
schon daraus hervorgeht, daß nach dem Trocknen unter denselben Umständen das Gewicht
der Gelatine beim dritten und beim dreißigsten Versuche praktisch nicht voneinander abweicht.
Es empfiehlt sich, vor der erstmaligen Verwendung für diese und ähnliche
Zwecke der Nahrungsmittelindustrie die Gelatincperlen usw. erst einmal in Wasser oder
Milch zu quellen, um einen ihnen etwa anhaftenden
Geschmack zu beseitigen.
Man kann nach dem neuen Verfahren auch andere Flüssigkeiten, Suspensionen o. dgl.,
welche ohne Veränderung" höhere Temperatur 6p nicht ertragen, eindicken, ja,, es gelingt,
Stoffe wie Eiweiß und Eigelb so weit einzudicken, daß feste Substanzen erhalten werden.
Das neue Verfahren bietet also gegenüber
der üblichen Eindickung vieler Lösungen o. dgl., welche in der Wärme geschieht oder
bisher geschehen mußte, unter Umständen erhebliche Vorteile. Man kann mit ihm z. B.
Milchzuckerlösungen, wie sie sich nach dem ' Fällen der Eiweißstoffe aus der Magermilch '70
ergeben, in der Kälte konzentrieren, ohne daß, wie dies beim Eindampfen im Vakuum leicht
geschieht, eine teilweise Zersetzung des Zukkers eintritt, welche mit einem in der Regel
erheblichen Verluste an Kristallmilchzucker verknüpft ist.
Man trocknet die Perlen leicht, zwischen verzinkten oder verzinnten Drahtnetzen,
zweckmäßig in dünnen, vertikal oder horizontal angeordneten Schichten z. B. im Vakuum,
durch Luftzug, durch Wasscrentziehung mit Flüssigkeiten, wie Alkohol, in welchem Gelatineunlöslich
ist, usw. Statt der Gelatine können ähnliche Körper, z. B. Leim, Hausenblase usw., verwendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren- zur Eindickung oder Eintrocknung von Lösungen,. Suspensionen u. dgl. durch Quellen von Gelatine, Leim usw. in ihnen, dadurch gekennzeichnet, daß die quellenden Körper in Form von Kugeln, Perlen oder in ähnlicher Form zur Verwendung kommen und nach erfolgter Quellung in bekannter Weise die · Kugeln, Perlen o. dgl. von der Flüssigkeit getrennt w'erden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE303671C true DE303671C (de) |
Family
ID=557370
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT303671D Active DE303671C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE303671C (de) |
-
0
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