DE392452C - Verfahren zur Herstellung von Ruebensaft - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ruebensaft

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DE392452C
DE392452C DEM78818D DEM0078818D DE392452C DE 392452 C DE392452 C DE 392452C DE M78818 D DEM78818 D DE M78818D DE M0078818 D DEM0078818 D DE M0078818D DE 392452 C DE392452 C DE 392452C
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juice
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sugar
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K3/00Invert sugar; Separation of glucose or fructose from invert sugar

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Rübensaft. Die -Erfindung betrifft eine Abänderung des durch Anspruch i des Hauptpatentes geschützten Verfahrens zur Herstellung von Rübensaft.
  • Beim Dauerbetrieb hat es sich herausgestellt, daß die normalen Diffusionsbatterien der Zuckerfabriken öfters nicht ausreichen, um die gewünschte Tagesleistung an rein schmeckendem Rübensaft von der im Handel verlangten Qualität zu liefern. Eine Beschleunigung des Durchsatzes ist aber untunlich, weil der Saft nach dem Verfahren des Hauptpatentes für eine bestimmte Zeitdauer der Behandlung unterworfen werden muß, um die schlecht schmeckenden Stoffe zu zerstören und den nötigen Invertierungsgrad des Zuckers zu erhalten.
  • Das Verfahren nach der Erfindung gestattet eine erheblich bessere Ausnutzung der kostspieligen Diffusionsbatterien und damit eine erheblich größere Tagesleistung.
  • Gemäß der Erfindung wird die Behandlung des Saftes in der Diffusionsbatterie vorzeitig, cl. h. vor Erzielung eines rein schineckenden Saftes abgebrochen und der so erhaltene Saft nach der üblichen Konzentration in an sich bekannter Weise in beliebigen Gefäßen mit invertierenden Mitteln bis zum gewünschten Invertierungsgrad behandelt. Für das Eindampfen des aus der Diffusionsbatterie vorzeitig entfernten Saftes lassen sich vorteilhaft die üblichen Vakuumapparate der Zuckerfabriken benutzen. In diesen Apparaten konnte man frischen Rübensaft im regelmäßigen Betrieb nicht oder doch nur mit :den größten Schwierigkeiten behandeln, weil er so stark schäumt, daß der Betrieb gestört würde und eine regelmäßige Arbeit mit angemessener Ausbeute nicht zu leisten wäre. Dagegen läßt sich der Rübensaft, der nach dem Verfahren des Hauptpatentes in den Diffuseuren vorbehandelt worden ist, völlig anstandslos eindampfen.
  • Der in den Diffusionsbatterien invertierte, in den Verdampfapparaten auf die gewünschte Konzentration gebrachte Saft wird mit Hilfe geeigneter Invertierungsmittel in dem gewünschten Grade weiterinvertiert. Dies kann beispielsweise in offenen eisernen Gefäßen, die zweckmäßig mit Heizvorrichtung versehen sind und die in der Regel auch irt Zuckerfabriken vorhanden sind, geschehen. In diesen Gefäßen wird der Saft mit Invertierungsmitteln, wie den hierzu bekannten Säuren, z. B. Salzsäure, Schwefelsäure, Ameisensäure o. dgl., in der Wärme behandelt. Zweckmäßig wird der heiße Saft während der Invertierungsbehandlung genügend erhitzt, um Temperaturen von etwa 9o bis ioo° C aufrechtzuerhalten. Man kann auch die Invertierung des Rohrzuckers im Saft in anderer Weise, beispielsweise durch Hefe oder durch Hefeextrakt, vornehmen.
  • Die Behandlung des Saftes wird so lange fortgesetzt, bis der Saft das gewünschte Verhältnis zwischen Invertzucker und Rohrzucker enthält.
  • Da die Unterbrechung der Invertierung genau bei dem gewünschten Verhältnis der Zuckerarten zueinander in der Praxis nicht immer ganz leicht ist, kann man die Fertigbehandlung des Saftes auch in.anderer Weise vornehmen, ähnlich wie auch mitunter in der KunsthonigfaLrikation geschehen. Zu diesem Zweck wird der Saft, wie er aus den Verdampfapparaten kommt, in zwei Teilmengen geteilt, von denen nur die eine Menge der vorbeschriebenen Invertierung unterworfen wird. In diesem Falle wird aber die Invertierung praktisch bis zur völligen Umwandlung des Rohrzuckers in Invertzucker durchgeführt. Wenn man zu dieser völlig invertierten Teilmenge die vorher zurückgestellte zweite Teilmenge des aus dem Verdampfer kommenden Saftes hinzumischt, hat man es durch Auswahl der geeigneten Mischungsverhältnisse in der Hand, jedes gewünschte Verhältnis zwischen Rohrzucker und Invertzucker in dem fertigen Rübensaft herzustellen. In vielen Fällen wird man etwa mit einem Verhältnis von r : r auskommen.
  • Die Vorteile des Verfahrens bestehen nach <lein Vorgenannten darin, daß die in Zuckerfabriken in der Regel vorhandene Apparatur in größerem Umfange herangezogen werden kann, als dies nach dem Verfahren des Hauptpatentes der Fall ist. Infolgedessen braucht der Saft in den Diffuseuren nur erheblich kürzere Zeit zu verbleiben als bei dem Verfahren des Hauptpatentes, und es wird trotzdem ein Rübensaft von höchster Qualität erzeugt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Abänderung des durch Anspruch t des Hauptpatentes geschützten Verfahrens zur Herstellung von Rübensaft, dadurch gekennzeichnet, claß die Behandlung des Saftes in der Diffusionshatterie vorzeitig, cl. h. vor Erzielung eines rein schmeckenden Saftes abgebrochen und der so erhaltene Saft nach der üblichen Konzentration in an sich bekannter Weise in beliebigen Gefäßen mit invertierenden Mitteln bis zum gewünschten Invertierungsgrad behandelt wird.
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