DE910109C - Verfahren zur Herstellung von feinkoernigem Casein - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von feinkoernigem Casein

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DE910109C
DE910109C DES2657D DES0002657D DE910109C DE 910109 C DE910109 C DE 910109C DE S2657 D DES2657 D DE S2657D DE S0002657 D DES0002657 D DE S0002657D DE 910109 C DE910109 C DE 910109C
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DE
Germany
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milk
casein
production
serum
acid content
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Expired
Application number
DES2657D
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English (en)
Inventor
John Pedersen
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FRIGORIFICO ANGLO SA
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FRIGORIFICO ANGLO SA
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F4/00Monocomponent artificial filaments or the like of proteins; Manufacture thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/12Powdering or granulating
    • C08J3/14Powdering or granulating by precipitation from solutions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/005Casein
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2389/00Characterised by the use of proteins; Derivatives thereof

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von feinkörnigem Casein Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Casein als Ausgangsstoff für die Erzeugung künstlicher Textilfasern oder -fäden.
  • Es sind bereits zwei Hauptgruppen von Verfahren zur Abtrennung des Käsestoffes aus der Milch bekannt, welche als Mineralsäureverfahren und als Milchsäureverfahren bezeichnet werden können. Bei Anwendung der ersten Gruppe von Verfahren ist es möglich, ein feinkörniges Casein zu erzielen, welches den bei der Erzeugung von künstlichen Textilfasern gestellten Ansprüchen genügt, jedoch zwei wesentliche Nachteile aufweist, da erstens diese Art von Verfahren eine große, durch kostspielige Spezialmaschinen bedingte Kapitalanlage notwendig machen und zweitens die Ausführung dieser Verfahren erhebliche, Unkosten verursacht, besonders wenn es auf Grund besonderer Umstände nicht möglich ist, größere Milchmengen gleichzeitig der Behandlung zu unterwerfen.
  • Die unter die zweite Gruppe fallenden Verfahren sind im wesentlichen für die Herstellung des Caseins zu anderen Zwecken erdacht und angewandt worden, und das mit Hilfe dieser Verfahren erzielte Produkt ist für die Erzeugung der genannten Textilfasern nicht geeignet. Die wirtschaftliche Anwendung dieser Verfahren ist allerdings auch dann möglich, wenn die auf einmal behandelte Milchmenge nicht sehr groß ist; aber es war bis heutigen Tages nicht möglich, mit Hilfe dieser Art von Verfahren ein Casein zu erzielen, dessen Beschaffenheit derjenigen des mit Hilfe der Mineralsäureverfahren hergestellten Caseins gleichkommt.
  • Die Erfindung betrifft als Hauptzweck ein Verfahren der zweiten dieser Gruppen, welches jedoch dergestalt abgeändert ist, daß mit dessen Hilfe die Erzeugung eines Caseins mit den gewünschten Beschaffenheits- und Qualitätsmerkmalen ermöglicht wird.
  • Wenn gleich im vorstehenden auf Milchsäureverfahren Bezug genommen wird, ist dies so zu verstehen, daß im vorliegenden Verfahren keine Notwendigkeit der Beigabe der Milchsäure in reinem Zustand vorliegt, sondern es kommt hier ein saures Milchserum zur Anwendung, welches im allgemeinen aus einer vorhergehenden Fällung oder Abtrennung einer anderen Milchmenge abgeleitet wird. Zur Vereinfachung wird im folgenden die Bezeichnung Milchsäure oder milchsauer unter der vorhergehenden Voraussetzung angewandt, wobei zu verstehen ist, daß gegebenenfalls auch reine Milchsäure zur Anwendung kommen kann.
  • Nach den bereits bekannten Milchsäurev erfahren wird die Milch zuerst auf etwa 32 bis 36° erwärmt und bei dieser Temperatur einem Trennungsprozeß unterworfen, um den Rahmgehalt abzutrennen. Die entrahmte Milch wird in einen Behälter übergeleitet, in welchem die Zugabe von saurem Serum erfolgt, um die Fällung einzuleiten. Die Menge des zugegebenen Serums beträgt 15 bis 2o '/o der Gesamtmenge des behandelten Materials. Die Milch wird der Wirkung des Serums ausgesetzt, bis der Säuregehalt einen pH-Wert von 4.2 erreicht, worauf das gebildete Serum von dem ausgefällten Casein abgesondert und letzteres dann bis zur Eigenreaktion des Waschwassers gewaschen wird. Wie bereits angegeben, erzielt man mit Hilfe dieses Verfahrens an Stelle eines körnigen eher ein flockiges Casein, welches zur Aufbereitung von Spinnlösungen nicht geeignet ist.
  • Das verbesserte Verfahren nach vorliegender Erfindung unterscheidet sich von den bereits bekannten sowohl mit Bezug auf den Säuregehalt der Reagenzien und des Produktes wie auch mit Bezug auf Temperaturen und Mengen der Behandlung.
  • Das Verfahren besteht in den verschiedenen Arbeitsstufen und Bedingungen, welche untenstehend angegeben werden.
  • In erster Linie erfolgt die Vorwärmung der Milch auf eine Temperatur von 46 bis 55°, und es werden diese Temperaturgrenzen während der Entrahmung beibehalten. Von der Entrahmungsvorrichtung wird die Milch dann in einen Trichter übergeleitet, dessen unteres Ende in einen Behandlungstank eingeführt ist, wobei der Milch während des Überlaufs das saure Serum beigegeben wird. Das Serum, welches nach dem verbesserten Verfahren nach der Erfindung :einen Säuregehalt entsprechend einem pH-Wert von 3,2 aufweist, hat dieselbe Temperatur der Milch, d. h. zwischen 46 bis 55°, und es erfolgt dessen Zugabe in einer Menge, welche 25 bis 3599 der Milchmenge entspricht, um so einen Säuregehalt entsprechend einem pH-Wert von 4,8 zur Zeit der Fällung zu erreichen. Die Mischung verbleibt unter fortwährendem Rühren einige Zeit in dem Behälter, bis der Säuregehalt derselben einen PH-Wert von etwa 4. erreicht hat. Hierauf wird das gebildete Serum abgeführt, und das ausgefällte Casein wird so lange mit kaltem Wasser gewaschen, bis der Säuregehalt des Waschwassers einen PH-Wert von 6,6 nicht mehr übersteigt. Anschließend wird die Waschung unterbrochen, und das Casein wird zwecks Pressung und Trocknung abgeführt.
  • Es hat sich herausgestellt, daß unter diesen spezifischen Bedingungen der Behandlung das vermittels Milchsäure erzeugte Casein dem nach den Mineralsäureverfahren erzeugten gleichwertig ist. Da diese Bedingungen keinen besonderen Einfluß auf die allgemein zur Herstellung des gewöhnlichen Caseins benutzten Apparaturen haben, ergibt sich die Möglichkeit der wirtschaftlichen. Ausübung des Verfahrens auch dann, wenn die auf einmal behandelten Milchmengen klein sind, wie in Ländern. wo keine: genügend schnellen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen und/oder wo die klimatischen Verhältnisse nicht die Lagerung der Milch in frischem Zustand gestatten, ohne hierfür besonders ausgestaltete und kostspielige Anlagen und Behandlungsmethoden notwendig zu machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren: zur Herstellung von feinkörnigem Casein bei Anwendung von Milchsäure oder Milchserum als Ausgangsmaterial für die Herstellung künstlicher Textilfasern oder -fäden, dadurch gekennzeichnet, daß die zu behandelnde Milchmenge auf eine Temperatur von über 46 bis 55° erwärmt und die Milch bei dieser Temperatur entrahmt wird, worauf die entrahmte Milch in einen Behandlungstank übergeführt und derselben eine 25 bis 350/0 der entrahmten Milchmenge betragende, die Temperatur der Milchmenge aufweisende Menge sauren Serums zugesetzt wird, welche einen Säuregehalt :entsprechend einem pH-Wert von 3,2 aufweist, damit der Säuregehalt der Mischung im Augenblick der Fällung nicht einen pH-Wert von 4,8 übersteigt, wobei die so gebildete Mischung im Behandlungstank unter fortwährendem Rühren bis auf einen Säuregehalt entsprechend einem PH-Wert von etwa 4 gebracht wird, wonach das gebildete Serum abgeführt und das gefüllte Casein mit Wasser gewaschen wird, bis das Waschwasser einen pH-Wert von 6,6 nicht übersteigenden Säuregehalt aufweist, worauf das Casein zwecks Pressung, Trocknung und Mahlung abgeführt wird. Angezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 8i3427.
DES2657D 1939-02-03 1939-02-03 Verfahren zur Herstellung von feinkoernigem Casein Expired DE910109C (de)

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DE910109C true DE910109C (de) 1954-04-29

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR813427A (fr) * 1935-08-28 1937-06-01 Procédé pour la fabrication de fibres textiles artificielles

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR813427A (fr) * 1935-08-28 1937-06-01 Procédé pour la fabrication de fibres textiles artificielles

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