DE810686C - Verfahren zur Verwertung von Molke - Google Patents

Verfahren zur Verwertung von Molke

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DE810686C
DE810686C DEP43949A DEP0043949A DE810686C DE 810686 C DE810686 C DE 810686C DE P43949 A DEP43949 A DE P43949A DE P0043949 A DEP0043949 A DE P0043949A DE 810686 C DE810686 C DE 810686C
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Germany
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whey
milk sugar
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recycling
lactose
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DEP43949A
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Herbert Dr Petrovicki
Friedrich Dr Schaffernak
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C21/00Whey; Whey preparations
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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    • A23C9/00Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
    • A23C9/14Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations in which the chemical composition of the milk is modified by non-chemical treatment
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    • A23C9/146Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations in which the chemical composition of the milk is modified by non-chemical treatment by ion-exchange

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Dairy Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verwertung von Molke Man hat schon versucht, Molke zur Gewinnung des darin enthaltenen Milchzuckers zu verwerten, indem man zunächst den Eiweißanteil durch Erwärmen abschied, dann das ausgeschiedene Eiweiß abtrennte und darauf den im Filtrat vorhandenen Milchzucker durch Auskristallisieren gewann. Die Gewinnung des Milchzuckers läßt sich. auf diese Weise wirtschaftlich kaum befriedigend gestalten, denn sie macht zahlreiche und umständliche Umkristallisiervorgänge erforderlich, ist mit unvermeidlichen empfindlichen Verlusten verbunden und bedingt schließlich einen großen Aufwand an Geräten. Auch erhält man als Rückstand eine dunkel gefärbte, unansehnliche, übel schmeckende Melasse, die nur noch als Viehfutter verwendbar ist. Es wurde nun gefunden, daß sich die Gewinnung der in der Molke enthaltenen wertvollen Bestandteile, nämlich Milchzucker und Eiweiß, wesentlich vorteilhafter und damit wirtschaftlicher gestalten läßt, wenn man aus der Molke zunächst die Hauptmenge der darin enthaltenen Salze, vorzugsweise Alkalisalze, entfernt, dann die,gegebenenfalls unter vermindertem Druck, konzentrierte Flüssigkeit durch Auskristallisierenlassen von dem Hauptteil des Milchzuckers abtrennt und den Rückstand zur Trockne eindampft.
  • Die Entfernung der Salze bewirkt man vorteilhaft mit Hilfe von Ionenaustauschern. Man kann sie aber auch durch Elektrolyse erreichen. Die so von den Salzen weitgehend oder nahezu vollständig befreite Molke wird dann eingedampft und die eingedampfte Flüssigkeit durch Abkühlen zur Abscheidung der Hauptmenge des Milchzuckers gebracht. Man kann das Eindampfen bei gewöhnlichem Druck, vorteilhafter unter vermindertem Druck ausführen. Es ist auch möglich, diese Stufe des Verfahrens zu wiederholen und so zunächst einen Teil des Milchzuckers in besonders reinem Zustand abzutrennen und in der zweiten oder einer anderen nachfolgenden Stufe von dem Rest des Milchzuckers den größten Teil in weniger reinem, jedoch für viele Verwendungszwecke noch brauchbaren Zustand zu gewinnen. Auch hieraus kann man durch Umkristallisieren nochmals reinen Milchzucker erzeugen, wobei die Begleitstoffe, im allgemeinen hochwertiges Eiweiß, für sich gewonnen werden können. Die nach diesen Stufen zurückbleibende Flüssigkeit enthält auf Grund der geschilderten Verarbeitung im wesentlichen den hochwertigen Eiweißanteil neben gewissen Restmengen Milchzucker. Sie liefert bei der Überführung in Trockengut ein wertvolles, als Grundstoff für die Bereitung von Nahrungs- und Genußinitteln ausgezeichnet verwendbares Erzeugnis. Es läßt sich insbesondere an Stelle kostspieliger anderer Erzeugnisse der Milchindustrie und auch als diätetisches Nahrungs- und Kräftigungsmittel anwenden. Es übertrifft bei weitem im Geschmack, im Geruch und im Aussehen die bei der eingangs geschilderten bekannten Verfahrensweise anfallende kaum verwertbare Melasse.
  • Wie weiter gefunden wurde, ist es von besonderem Vorteil, die Konzentration und das Umkristallisieren in einem zwischen 7 und 4,5 liegenden pH-Bereich durchzuführen. Dies kann durch jeweilige Überwachung und nötigenfalls in einfacher Weise zu bewirkende Einstellung des pK-Wertes bewirkt werden.
  • Im Vergleich zu dem bekannten Vorschlag bildet die Arbeitsweise nach der Erfindung außer den bereits geschilderten Vorzügen vor allem den Vorteil, daß pzaktisch der gesamte Gehalt der Molke an hochwertigen organischen Bestandteilen, insbesondere Eiweiß und Milchzucker, von geringen unvermeidlichen Verlusten während der Verarbeitung selbst abgesehen, in Erzeugnisse übergeführt wird, die unmittelbar für Ernährungszwecke sowie für die Pharmazie verwendet werden können. Das nachstehende Beispiel erläutert eine Ausführungsform der Erfindung. Die angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel Labmolke wird durch mehrmalige Behandlung mit Kationen- und Anionenaustauschern auf Kunstharzbasis von den geschmacklich störenden Stoffen und den ionisiert vorliegenden Salzen, vornehmlich Natriumchlorid und Calciumclilorid, sowie von der Milchsäure befreit und die so erhaltene Lösung bis zu einem Trockengehalt von 6o% konzentriert.
  • Diese Lösung wird nunmehr durch Abkühlen zur Kristallisation eines Teils des darin enthaltenen Milchzuckers gebracht, so daß die erhaltene Restlösung nur noch 37% der Gesamtmenge des Milchzuckers aufweist. Diese eiweißreichere Lösung wird nunmehr über einen Sprühturm zu Trockenprodukt verarbeitet; dieses ist hellfarbig, von angenehmem Geschmack und weist einen Aschegehalt von 2,7% auf. Es kann ausgezeichnet als diätetisches Kräftigungsmittel oder als Grundstoff für die Herstellung von Nahrungsmitteln, wie Speiseeis oder Puddingpulver, verwendet werden.

Claims (4)

  1. PATE\TANSPRLCHE: i. Verfahren zur Verwertung von Molke, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst aus der Molke die darin enthaltenen Salze mindestens teilweise entfernt werden, die erhaltene Flüssigkeit zur Gewinnung von Milchzucker einer Kristallisation unterworfen und die Restflüssigkeit nach der Abtrennung des ausgeschiedenen Milchzuckers in Trockengut übergeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch t. dadurch gekennzeichnet, daß die Entfernung der Salze mit Hilfe von lonenaustauschern bewirkt wird.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitung der von den Salzen mindestens teilweise befreiten Molke durch Eindampfen und Auskristallisierenlassen des Milchzuckers in mehreren Stufen bewirkt wird.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Abscheidung des Milchzuckers dienende Kristallisation in einem pH-Bereich zwischen etwa 7 und 4,5 ausgeführt wird.
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