DE744272C - Verfahren zur Aufarbeitung von Pilzmycelen fuer die Herstellung von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung von Pilzmycelen fuer die Herstellung von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln

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DE744272C
DE744272C DEB199421D DEB0199421D DE744272C DE 744272 C DE744272 C DE 744272C DE B199421 D DEB199421 D DE B199421D DE B0199421 D DEB0199421 D DE B0199421D DE 744272 C DE744272 C DE 744272C
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DE
Germany
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food
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fungal mycelia
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DEB199421D
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Dr Max Peukert
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BIOSYN GmbH
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BIOSYN GmbH
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J1/00Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites
    • A23J1/008Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites from microorganisms
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J3/00Working-up of proteins for foodstuffs
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Description

  • Verfahren zur Aufarbeitung von Pilzmycelen für die Herstellung von Nahrungs-, Genuß- und Futtermitteln Es ist bereits bekanntgeworden, biologisch gewonnene Eiweißstoffe, wie z. B. Hefeeiweiß, als Nahrungs- und Futtermittel zu verwenden. Auch ist schon vorgeschlagen worden, Mycelpilze für die Zwecke der Ernährung und zum Würzen von Speisen dienstbar zu machen. In der Mehrzahl der Fälle werden.hierzu die Hefesubstanzen oder die Pilzmycele getrocknet, dann entweder in zerkleinertem Zustande oder in pulvriger Form als Zusatzmittel verwendet. Ferner ist auch angeregt worden, wurstartige Nahrungsmittel aus Pilzmycelen herzustellen, indem man die submers erzeugten Mycefe sorgfältig wäscht und abpreßt, worauf die Pilzmycelmasse durch ein Bindemittel, insbesondere Casein, in eine zusammenhaltende Masse übergeführt und in dieser Form, gegebenenfalls nach Einfüllung in Wursthüllen, durch Konservierungsmaßnahmen, wie Kochen oder Räuchern, haltbar gemacht wird. Es hat sich nun gezeigt, daß die industriell gewonnenen Pilzmycele je nach der zu ihrer Zucht verwendeten Nährlösung in ihrer Zusammensetzung wesentlich verschieden ausfallen können und infolgedessen sowohl für die menschliche Ernährung wie auch als Futtermittel, insbesondere auch hinsichtlich ihrer Bekömmlichkeit, nicht immer den an sie zu stellenden Ansprüchen genügen.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Schwierigkeiten überwunden werden können, wenn man die Pilzmycele, vorzugsweise unmittelbar nach ihrer Gewinnung, mit verdünnten Säuren, insbesondere etwa verdünnter Salzsäure, behandelt und darauf auswäscht. In manchen Fällen kann die Behandlung auch erfolgen, ohne daß die Reste der verwendeten Nährlösung schon entfernt sind, so daß also die Auswaschung .der restlichen Säuren bzw. der von diesen aus den Mycelmassen herausgelösten Mineralstoffe gleichzeitig mit der Auswaschung der restlichen Nährlösung erfolgen kann. - Es ist auch unter Umständen zweckmäßig, vor. der Säurebehandlung eine mehr' oder weniger kurze Behandlung der 1lycelsubstanz mit heißem Wasser, etwa vielleicht von 6o bis 70° oder höher, vorzunehmen. In manchen Fällen kann man die Säurebehandlung mit der Heißwasserbehandlung verbinden. Beispielsweise hat es sich als sehr vorteilhaft herausgestellt, die essigsauren Brühenkondensate zu verwenden, welche beim Eindampfen von Sulfitablauge entstehen, wobei man deren Wirksamkeit gegebenenfalls noch dadurch erhöhen kann, daß man sie noch mit einer geringen Salzsäuremenge versetzt.
  • Die Vorteile, welche durch diese Behandlung gemäß der Erfindung bewirkt werden, bestehen in einer Aufhellung und somit einer Verbesserung der Farbe des Pilzmycels, in einer merklichen Verbesserung des Geschmacks und vor allen Dingen in einer wesentlichen Erhöhung der Verdaulichkeit der Substanz. Technisch wird außerdem die Auswaschbarkeit der Masse bzw. das Abpressen derselben verbessert. Auch wird durch die Behandlung das sogenannte sü.urefällbare Eiweiß entfernt, wodurch ebenfalls eine bedeutende Verbesserung der Bekömmlichkeit der Myceleiweißsto£fe erzielt wird.
  • Wenn man aus der so erhaltenen Eiweißmasse wurstartige Nahrungsmittel herstellen will, so sollen diese nicht gänzlich getrocknet, sondern mit einem Trockengehalt von etwa 5501o verwendet werden, da sie sonst keine streichfähige und zusammenhängende Masse bilden, wie gefunden wurde.
  • Beispiel i Oosporamycelsubstanz, die in submerser Kultur auf der Grundlage von Sulfitablauge als Nährlösung gewonnen wurde, wird, nachdem sie gegebenenfalls vorher mit reinem Wasser gewaschen worden ist, neuerlich angeteigt, und zwar je Kilogramm Trockensubstanz mit etwa 201 Wasser, das 150 g konzentrierte Salzsäure enthält. Bei tüchtiger Durcharbeitung des Reaktionsgutes kann bereits nach 15 bis 2o Minuten die Einwirkung als genügend angesehen werden, worauf die Behandlungsflüssigkeit durch Abpressen und weiteres Waschen mit reinem Wasser entfernt wird. Das Mycel kann dann in irgendeiner beliebigen Form weiterverarbeitet bzw. getrocknet werden und ist schon an und für sich für menschliche Genußzwecke und auch als Futtermittel bestens geeignet.
  • Beispiele In einer Nährlösung von Melasse submers gezüchtete Pilzmycele von Penicillium camemberti werden mit einer 5o/oigen Essigsäurelösung während 5 Stunden behandelt. Nach gründlichem Auswaschen der Behandlungsflüssigkeit ist die Masse für die Verarbeitung von Nahrungs- und Futtermitteln bestens geeignet.
  • Beispiel 3 Eine in Sulfitablaugenährlösung hergestellte Masse von Torula util.is wird in einer Lösung von 5o g konzentrierter Salzsäure und ioo g Essigsäure in io 1 Wasser behandelt, und zwar während 2 Stunden, worauf die weitere Verarbeitung in der vorstehend gekennzeichneten Weise erfolgt.
  • Im Gegensatz zu den in Beispiel i genannten Pilzarten ist die Auswaschung und Abpressung der Torula utilis mit einigen Schwierigkeiten verbunden, weil zur Abtrennung der Flüssigkeitsmengen säurefeste Zentrifugen benutzt werden müssen und erst eine höherprozentige Hefemilch auf Siebvorrichtungen, wie beispielsweise Saugzellenfiltern, entwässert werden kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Aufarbeitung von Pilzmycelen für die Herstellung von Nahrungs-, Genuß- und Futtermitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die Pilzmycele unmittelbar nach ihrer Entstehung oder nach Entfernung von Resten der Nährlösung mit verdünnten Säuren behandelt werden, worauf die Behandlungsflüssigkeit entfernt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Säurebehandlung eine solche mit heißem Wasser vorausgeht oder die Heißwasserbehandlung gleichzeitig mit der Säurebehandlung vorgenommen wird. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden.
DEB199421D 1942-09-02 1942-09-02 Verfahren zur Aufarbeitung von Pilzmycelen fuer die Herstellung von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln Expired DE744272C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1082371B (de) * 1956-08-10 1960-05-25 Benckiser Gmbh Joh A Verfahren zur Reinigung und Isolierung von Wirkstoffkonzentraten

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1082371B (de) * 1956-08-10 1960-05-25 Benckiser Gmbh Joh A Verfahren zur Reinigung und Isolierung von Wirkstoffkonzentraten

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