DE617463C - Verfahren zur Herstellung eines entbitterten Getreidekeimproduktes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines entbitterten Getreidekeimproduktes

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DE617463C
DE617463C DEL71890D DEL0071890D DE617463C DE 617463 C DE617463 C DE 617463C DE L71890 D DEL71890 D DE L71890D DE L0071890 D DEL0071890 D DE L0071890D DE 617463 C DE617463 C DE 617463C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L7/00Cereal-derived products; Malt products; Preparation or treatment thereof
    • A23L7/10Cereal-derived products
    • A23L7/152Cereal germ products

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines entbitterten Getreidekeimproduktes Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines entbitterten Getreidekeimproduktes nach Patent 615 567, bei welchem zwecks Herauslösens der Bitterstoffe die Getreidekeimlinge, insbesondere Weizenkeimlinge, mit Wasser eingemaischt werden und das Reaktionsgemisch zwecks Entfernung der Bitterstoffe einer Wasserdampfdestillation unterworfen wird.
  • Nach diesem Verfahren sind in dem Endprodukt sowohl wasserlösliche als auch wasserunlösliche Nährstoffe enthalten.
  • Um die löslichen und unlöslichen Nährstoffe für sich, d. h. getrennt voneinander, zu gewinnen, werden nach der vorliegenden Erfindung die Getreidekeimlinge, insbesondere Weizenkeimlinge, mit Wasser eingemaischt und nach der - darauf einsetzenden Wasserdampfdestillation die sich hierbei ergebenden festen und flüssigen Bestandteile voneinander getrennt und getrocknet bzw. nach Eindampfen im Hochvakuum konzentriert, so daß die Getreidekeime in einem Arbeitsgang, und zwar die festen und flüssigen Bestandteile, gesondert gewonnen werden.
  • Um die Ausbeute günstiger zu gestalten, kann als Maischflüssigkeit destilliertes Wasser verwendet werden. Durch die Verwendung von destilliertem Wasser wird ein hypotonischer Zustand geschaffen, und die Zellen der Getreidekeimlinge werden wesentlich leichter und lascher aufgelöst. Dadurch gestaltet sich das Verfahren wirtschaftlicher, und es erhöht sich die Ausbeute an wasserlöslichen Bestandteilen.
  • Das Verfahren kann beispielsweise wie folgt ausgeführt werden: Die oben bezeichneten Ausgangsmaterialien in beliebiger Mischung werden nach den Angaben des Patents 615 567 eingemaischt. Kurze Zeit nach dem Einmaischen wird dem Gemisch Gerstenmalz, und zwar annähernd 5 bis z o % der angewandten Menge des Ausgangsmaterials, zugesetzt, dessen diastatische Kraft im Vorversuch nach üblichem Verfahren geprüft ist. Nach Beendigung dieses Maischprozesses, der wie im Verfahren nach Patent 615 567 vor sich geht, wird die Maischflüssigkeit von den festen zurückbleibenden Bestandteilen durch Filtrieren, Zentrifugieren oder Abpressen abgetrennt. Die festen Bestandteile werden nochmals mit gewöhnlichem Wasser ausgelaugt, welches auf den gleichen Wegen wie vorhin von den festen Bestandteilen abgetrennt wird. In den so gewonnenen wäßrigen Extrakten befinden sich in geringer Menge unerwünschte Bitterstoffe (vor allem flüchtige Fettsäuren, die entfernt werden müssen, da sie dem fertigen Produkt einen unangenehmen Geschmack verleihen und auch bisweilen schädlich sein können. Diese Bitterstoffe haben die Eigenschaft, mit Wasserdämpfen flüchtig zu sein. Durch eine Dampfdestillation im chemisch-technischen Sinne kann man sie daher aus den Extraktprodukten entfernen. Je nach dem Verwendungszweck können diese Extraktprodukte in dünnflüssiger, dickflüssiger oder fester Form bereitet werden. Sollen sie in dünnflüssiger Form erhalten bleiben, so muß die Wasserdampfdestillation in üblicher Weise durch Einleiten von Wasserdämpfen und Ableiten des flüchtigen D@estillatgutes .erfolgen. Soll ein dickflüssiges oder festes Extraktprodukt gewonnen werden, so müssen die dünnflüssigen anfallenden Extrakte im Vakuum bei etwa 40'C bis zur gewünschten Konsistenz eingeengt werden. Bei diesem Einengungsvorgang werden bereits die flüchtigen Bitterstoffbestandteile mit den abgehenden Wasserdämpfen zum größten Teil mitentfernt. Es erübrigt sich also ein vorhergehendes Einleiten von Wasserdämpfen, und dieser Eindampfprozeß im Vakuum stellt im chemischtechnischen Sinne eine Wasserdampfdestillation dar. Sollte eine erhebliche Menge an Bitterstoffen itn Extraktgut enthalten sein, wie es bei reichlicher Verwendung von "z, B, Roggenkeimen der Fall sein könnte, und sollten diese Bitterstoffe nicht in ausreichender Menge durch das Eindampfverfahren entfernbar sein, so muß der flüssige Extrakt vorher mit -Wasserdämpfen behandelt werden, wie vorstehend beschrieben. F Eine gleichzeitige Erhöhung der Ausbeute wird durch den Zusatz von Gerstenmalz erzielt.. Der 'Reichtum dieses Produktes an diastatischen Fermenten bewirkt, daß ein erheblicher- Teil der sonst nicht wasserlöslichen Stärke der Ausgangsmaterialien während des Marschprozesses fermentativ aufgeschlossen und damit wasserlöslich wird.
  • Die bei dem Verfahren erhaltenen Extraktprodukte sind, je nach den verwendeten Ausgangsmaterialien, reich an leicht verdaulichen Eiweißstoffen, Kohlenhydraten und ferner an den verschiedenen Vitaminen. Die Extraktprodukte eignen sich als Zusatz zu den verschiedensten Nahrungsmitteln (z. B. Brot, Schokolade und Kakao) und pharmazeutischeu Präparaten zur Erhöhung ihres Nährwertes.
  • Bei einem bekannten Verfahren zur Verarbeitung von Weizenkeimen zu Mehl werden im Gegensatz zu der vorliegenden Erfindung höhere Temperaturen, bis zu 76° C, eingehalten. Derartige Temperaturen dürfen für die vorliegende Erfindung nicht angewendet werden, da sonst die in dem Ausgangsprodukt enthaltenen Stoffe, also die reich vorkommenden Oxydasen, zerstört würden. Bei dem bekannten Verfahren wird hierbei der Bitterstoff durch Kalkzusatz neutralisiert, während nach der vorliegenden Erfindung durch die Wasserdampfdestillation die Bitterstoffe herausgelöst und vollständig entfernt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE - z. Verfahren zur Herstellung eines entbitterten Getreidekeimproduktes nach Patent 6t5 567, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einmaischen die festen und flüssigen Bestandteile voneinander getrennt und getrocknet bzw. im Hochvakuum konzentriert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Getreidekeime mit destilliertem Wasser eingemaischt werden.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2043888B (de) 1972-12-14 Keimdiät GmbH, 8900 Augsburg Verfahren zur Herstellung eines mit Wirkstoffen angereicherten Produkts aus Getreidekeimen
DE3644611A1 (de) * 1986-12-29 1988-07-07 Seker Yuksel Verfahren zur herstellung eines lebensmittels aus getreide sowie nach dem verfahren hergestellte lebensmittel

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2043888B (de) 1972-12-14 Keimdiät GmbH, 8900 Augsburg Verfahren zur Herstellung eines mit Wirkstoffen angereicherten Produkts aus Getreidekeimen
DE2043888C (de) 1970-09-04 1973-07-12 Keimdiät GmbH, 8900 Augsburg Verfahren zur Herstellung eines mit Wirkstoffen angereicherten Produkts aus Getreidekeimen
DE3644611A1 (de) * 1986-12-29 1988-07-07 Seker Yuksel Verfahren zur herstellung eines lebensmittels aus getreide sowie nach dem verfahren hergestellte lebensmittel

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