DE2459C - Verbesserungen in der Herstellung von Malzextrakt - Google Patents
Verbesserungen in der Herstellung von MalzextraktInfo
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Description
■.1878.
Klasse 6.
OSCAR FINN BOOMER und HENRY RICE RANDALL in BROOKLYN,
Verbesserungen in der Herstellung von Malzextract.
Patcntirt im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1878 ab. ·
Die Erfindung besteht in einem Verfahren zur
Herstellung der unter dem Namen Malzextract bekannten und beim Brauen oder Brennen zur
Verwendung kommenden Lösung von Glucose, Dextrin und dergleichen.
Bekanntlich enthält alles Getreide, oder überhaupt die stärkemehlhaltigen Stoffe, ein OeI
oder eine Fettsäure, welche jeder Art ihren eigenthümlichen Geschmack giebt. Da dieses
OeI oder diese Fettsäure bei manchen ungemälzten Sorten derart ist, dafs es dem direct
gewonnenen Extract einen schlechten Geschmack giebt, so war es bisher nicht möglich diese
Sorten in ungemälztem Zustande zu verwenden.
Unsere Erfindung besteht nun darin, dafs wir das zu einem gewissen Feinheitsgrade gemahlene
Getreide mit einer alkalischen Lösung behandeln, welche die vorerwähnten Fettsäuren neutralisirt
und dieselben auf diese Weise verhindert dem Extract einen schlechten Geschmack zu ertheilen.
Die Erfindung besteht ferner darin, dafs das Extract nach vollendetem Mahlprocefs durch Auspressen von den festen Bestandteilen ausgeschieden
wird und dann entweder in seinem verdünnten Zustande unmittelbar zur Verwendung
kommt, oder durch Abdampfen auf einen mehr oder weniger höhen Concentrationsgrad
gebracht und auf diese Weise zum Versenden nach auswärts geeigneter gemacht wird. .
Unser Verfahren ist folgendes:
"■ Das Getreide oder ein anderer stärkemehlhaltiger. Stoff wird ungefähr so fein wie Maismehl gemahlen. Femer wird in einem geeigneten Gefäfse, zum Beispiel einem Maischbottich, eine Lösung von einem Alkali in Wasser hergerichtet. Am geeignetsten hierzu ist kohlensaures Kali im Verhältnifs von 30 g auf 200 1 Wasser. Man kann jedoch auch andere Alkalien verwenden und die Stärke der Lösung kann innerhalb weiter Grenzen variiren, ohne dafs das Wesen unserer Erfindung dadurch alterirt würde. Die Stärke der Lösung hängt von dem zu behandelnden stärkemehlhaltigen Stoffe,. mehr aber noch von der Natur des zur Verwendung kommenden Alkalis ab; Diese Lösung wird auf ungefähr 66° C. erhitzt, doch kann man auch eine höhere oder niedrigere, Temperatur wählen. Bei höherer Temperatur wird der Procefs beschleunigt.
"■ Das Getreide oder ein anderer stärkemehlhaltiger. Stoff wird ungefähr so fein wie Maismehl gemahlen. Femer wird in einem geeigneten Gefäfse, zum Beispiel einem Maischbottich, eine Lösung von einem Alkali in Wasser hergerichtet. Am geeignetsten hierzu ist kohlensaures Kali im Verhältnifs von 30 g auf 200 1 Wasser. Man kann jedoch auch andere Alkalien verwenden und die Stärke der Lösung kann innerhalb weiter Grenzen variiren, ohne dafs das Wesen unserer Erfindung dadurch alterirt würde. Die Stärke der Lösung hängt von dem zu behandelnden stärkemehlhaltigen Stoffe,. mehr aber noch von der Natur des zur Verwendung kommenden Alkalis ab; Diese Lösung wird auf ungefähr 66° C. erhitzt, doch kann man auch eine höhere oder niedrigere, Temperatur wählen. Bei höherer Temperatur wird der Procefs beschleunigt.
In diese erwärmte Lösung wird das gemahlene Getreide eingeschüttet, und zwar im Verhältnifs
von 36 1 auf 200 1 Lösung. Die ganze Masse^ wird alsdann ungefähr eine Stunde lang, dasN
heifst so lange wie nöthig ist, um die fertige Säure zu neutralisiren und alles Stärkemehl
auszuscheiden, umgerührt. Hierauf wird die Stärke der Wirkung der Diastase des alsdann
zugesetzten Malzes ausgesetzt. Die Menge des zugesetzten Malzes richtet sich nach dem
gröifseren und geringeren Malzgeschmack, den das Extract erhalten soll.
Für -gewöhnlich dürften ungefähr 15 Gewichtstheile
Malz zu 100 Gewichtstheilen Getreide zugesetzt werden. Bevor man jedoch das Malz
zusetzt, mufs die Temperatur auf ungefähr 58 bis 48° C. herabgesetzt werden, doch sind
auch diese Temperaturangaben nicht absolut und können nach Bedürfnifs überschritten werden.
Nach Zugabe des Malzes wird weiter gerührt, um die Malztheilchen mit den Stärkemehltheilchen
in möglichst innige Berührung zu bringen. Alsdann hört man mit Rühren auf und schliefst
den Bottich, bis sich das Stärkemehl unter der Wirkung der Diastase in Dextrin und Glucose
umgewandelt hat, mit anderen Worten, bis es zu Malzextract geworden ist. >
Um nun das Extract von den festen Bestandtheilen zu trennen, wird das ganze in Prefstücher
eingefüllt und in einer Presse beliebiger Construction so lange geprefst, bis alles Extract abgeflossen
ist und nur noch die festen Bestandtheile in der Presse zurückgeblieben sind. Durch
dieses Pressep erhält man eine klare von allen Unreinigkeiten freie Flüssigkeit und gewinnt auch
die ganze Menge des von den festen Bestandteilen abscheidbaren Extractes. Letzteres kann
man, wenn dasselbe z. B. an Ort und Stelle verarbeitet werden soll, in dem Zustande, in welchem
es von der Presse kommt, verwenden. Wenn es dagegen versendet werden soll, so
concentrirt man dasselbe am besten durch Abdampfen inn Vacuum auf irgend einen beliebigen
Concentrationsgrad, am besten auf 40° B.
Durch das soeben beschriebene Verfahren erhält man 100 pCt. mehr Extract als bei den
früheren Verfahren aus der gleichen Menge Getreide oder dergleichen gewonnen werden konnte.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche: :Die Behandlung des feingemahlenen Getreides oder anderer stärkemehlhaltiger Stoffe mit . einer alkalischen· Lösung zum Zwecke der . Darstellung von Malzextrakt für Brauereien und Brennereien.Die Ausscheidung des Extractes aus der gemaischten stärkemehlhaltigen Masse durch Pressen der letzteren in Prefstlichern in irgend einer Presse, wie dies oben des näheren beschrieben wurde. · '■·■■,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2459C true DE2459C (de) |
Family
ID=281749
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2459D Active DE2459C (de) | Verbesserungen in der Herstellung von Malzextrakt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2459C (de) |
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- DE DENDAT2459D patent/DE2459C/de active Active
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