DE678454C - Verfahren zur Herstellung von verdauliche Kohlenhydrate enthaltenden Futtermitteln aus cellulosehaltigen Rohstoffen, insbesondere Holz - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von verdauliche Kohlenhydrate enthaltenden Futtermitteln aus cellulosehaltigen Rohstoffen, insbesondere HolzInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von verdauliche Kohlenhydrate enthaltenden Futtermitteln aus cellulosehaltigen Rohstoffen, insbesondere Holz Zur Herstellung von verdauliche Kohlenhydrate enthaltenden Futtermitteln aus cellulosehaltigen Rohstoffen, insbesondere Holz, sind bereits Verfahren bekannt, nach welchen die Rohstoffe mittels Schwefelsäure mittlerer oder höherer Konzentration aufgeschlossen werden und das erhaltene Zwischenprodukt mittels Wasser gefällt wird.
- Die bekannten Verfahren lassen eine wirtschaftlich nutzbringende Herstellung der Futtermittel nicht zu.
- Bei der z. B. vorgeschlagenen Behandlung des Rohstoffs mit einer 70%igen oder noch höher konzentrierten Schwefelsäure kann die gelöste Cellulose, d. h. das Zwischenprodukt, nicht immer, sondern nur beim Zusammenwirken besonders günstiger Umstände mit Wasser gefällt werden und ergibt dann eine so geringe Ausbeute des Endprodukts, daß schon aus diesem Grunde allein die praktische Verwertung des Verfahrens infolge seiner Unwirtschaftlichkeit ausgeschlossenis@t.
- Zudem fällt das Zwischenprodukt als eine mit hohem Schwefelsäuregehalt behaftete gallertartige Masse an, die sich so rasch abbaut, daß die Masse innerhalb der Abbauzeit nicht vollständig filtriert werden kann. Infolgedessen muß das Zwischenprodukt mit einer ungewöhnlich großen Menge Fällungswasser verdünnt werden, und zwar etwa mit der fünffachen Menge der aufgewendeten Säure. Diese große Wassermenge muß zur Rückgewinnung der Säure später wieder weggedampf werden, was einen erheblichen, die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens weiterhin belastenden Heizmittelaufwand verursacht.
- Die vorbekannten Verfahren erschöpfen sich ferner in der Schaffung von Zwischenprodukten, befassen sich also nicht mit der Herstellung von verdaulichen Futtermitteln.
- Gegenstand der Erfindung i'st ein Verfahren, das die wirtschaftliche Herstellung von verdauliche Kohlenhydrate enthaltenden Futtermitteln aus cellulosehaltigenRohstoffen, insbesondere aus Holz, in kleineren, dezentralisierten Anlagen, also im Anfallgebiet der Rohstoffe, ermöglicht.
- Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Rohstoff kurze Zeit, etwa 1/2 bis i Stunde, bis zur vollkommenen Quellung mit #_o%iger Schwefelsäure bei Zimmertemperatur aufgeschlossen und das Zwischenprodukt, nach an sich bekannter Abtrennung des Lignins, mit einer der Aufschlußsäuremenge gleichen Wassermenge gefällt, sodann vom, Schwefelsäure-Wasser-Gemisch abgetrennt und hierauf durch künstliche oder natürliche Trocknung in ein Futtermittel übergeführt wird. Ausführungsbeispiele i. iooog trockene Sägespäne werden mit 61 50%iger Schwefelsäure innig verrührt und bei Zimmertemperatur 1/2 bis i Stunde, bis zur vollkommenen Quellung, aufgeschlossen. Die Säure, die in dieser Zeit die gesamten Kohlenhydrate gelöst hat, wird sodann vom Lignin durch Ausschleudern oder durch Filtration getrennt. Hierauf wird die Kohlenhydratsäurelösung mit 61 Wasser versetzt, wodurch die gelösten Produkte ausfallen. Nach der Entfernung der Säure durch Filtrieren und Auswaschen werden die letzten Reste der Säure mit einer verdünnten Sodalösung neutralisiert. Das Fällungsprodukt wird sodann entweder in einem Trockenschrank, Zerstäuber- oder Walzentrockner bei einer Temperatur von 8o bis i--o' oder durch Stehenlassen an der Luft getrocknet. Durch diese Trocknung wird das Fällungsprodukt in das verdauliche Kohlenhydrate enthaltende Futtermittel übergeführt, wobei die Ausbeute etwa 420g beträgt.
- a. i 5o g trockene Gerbholzabfälle werden in i 1 50%ige Schwefelsäure eingerührt, sodann eine Stunde stehengelassen. Die Säure wird hierauf abgetrennt und das Zwischenprodukt mit i 1 Wasser vorsichtig versetzt. Nach i a Stunden wird die Flüssigkeit dekantiert. Die noch vorhandenen Säurereste werden entweder durch Zentrifugieren oder Auswaschen entfernt oder neutralisiert. Damit fällt das Endprodukt als verdauliches Kohlenhydratfuttermittel an.
- 3. i ooo g entölter Kaffeesatz werden mit 51 5oo;öxger Schwefelsäure verrührt; nach 45 Minuten wird der flüssige Anteil abgetrennt und erforderlichenfalls mit Aktivkohle entfärbt. Das Zwischenprodukt wird mit 51 Wasser versetzt und über Nacht stehengelassen. Sodann wird die Flüssigkeit abgegossen und der Rückstand von der verdünnten Säure getrennt. Nach dem darauffolgenden Trocknen, z. B. mittels eines Walzentrockners, wird ein verdauliches Futtermittel erhalten.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ist in ganz einfachen Anlagen durchführbar, die ohne erhebliche Kosten in den Anfallgebieten der Rohstoffe errichtet werden können. Einige Steinzeugbottiche als Aufschluß- und Mischgefäße, einfache Filter und Pressen und ein Säureeindampfer sind die Hauptbestandteile solcher Anlagen. Dadurch fallen die ungewöhnlich hohe Kosten verursachenden Zentralanlagen für große Wirtschaftsgebiete fort, so daß es auch ohne bedeutenden Kapitalaufwand möglich ist, für kleinere Bezirke Anlagen zur Herstellung brauchbarer Viehfuttermittel einzurichten, die eine bessere, raschere und gleichmäßigere Belieferung der Bezieher ermöglichen. Die verhältnismäßig geringe Fällungswassermenge bringt den Vorteil mit sich, daß die aufzuwendenden Heizmittelkosten zum Wegdampfen des Fällungswassers gegenüber dem Erlös für die Futtermittel gering genug sind, um ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Futtermittelmarkte zu gewährleisten.
- Beim Arbeiten nach vorliegendem Verfahren fällt eine Hydrocellulosesä:urelösung an, die nicht dem vorzeitigen Abbau unterliegt und rasch filtriert werden kann.
Claims (1)
- PATRNTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von verdauliche Kohlenhydrate enthaltenden Futtermitteln aus cellulosehaltigen Rohsitoffen, insbesondere Holz, durch Aufschluß mittels Schwefelsäure und Fällung des Zwischenprodukts mittels Wassers, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohstoff kurze Zeit, etwa 1/2 bis i Stunde, bis zur vollkommenen Quellung mit 5oojoiger Schwefelsäure bei Zimmertemperatur aufgeschlossen und das Zwischenprodukt, nach an sich bekannter Abtrennung des Lignins, mit einer der Aufschlußsäuremenge gleichen Wassermenge gefällt, sodann vom Schwefelsäure-Wasser-Gemisch abgetrennt und hierauf durch künstliche Trocknung oder Lufttrocknung in ein Futtermittel übergeführt wird.
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