DE6892C - Modificirtes Verfahren der Isolirung und Mischung der Bestandtheile aus den Getreidesamen - Google Patents

Modificirtes Verfahren der Isolirung und Mischung der Bestandtheile aus den Getreidesamen

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DE6892C
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Dr. G. kühnemann, Chemiker, in Dresden
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    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21DTREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
    • A21D2/00Treatment of flour or dough by adding materials thereto before or during baking
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/04Extraction or purification
    • C08B30/042Extraction or purification from cereals or grains
    • C08B30/044Extraction or purification from cereals or grains from corn or maize

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Description

1879.
Klasse 12.
GOTTHOLD KÜHNEMANN in DRESDEN. Modificirtes Verfahren der Isolirung und Mischung der Bestandtheile aus den Getreidesamen.
Zusatz-Patent zu No. 4611 vom 15. März 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1879 ab. Längste Dauer: 14. März 1893.
Die Modification des Verfahrens, welches zu der beschriebenen Gerstenextract - Zuckerfabrikation angewendet wird, hat den Zweck, aus den gereinigten isolirten Bestandtheilen der Getreidesamen durch Mischung derselben im richtigen Verhältnifs auch ein Raffinademehl auf nassem Wege zu fabriciren. Zu dem Zwecke füge ich folgende Neuerungen hinzu:
i. Besondere Zubereitung der stickstoffhaltigen Substanzen und Extractivstoffe.
Der in der Cälciumhydroxydlösung durch Kohlensäure entstandene Niederschlag (c Phytoleukomin)*) wird zuerst durch Absetzen und Filtration getrennt, noch möglichst feucht mit nasser Getreidestärke innig gemischt, dann wird noch soviel trockene Stärke hinzugegeben, dafs hieraus eine fast steife Masse entsteht, welche nur bei gelinder Wärme getrocknet wird und leicht zu Pulver zerdrückt werden kann.
Die von c Phytoleukomin abfiltrirte Flüssigkeit wird mit Phosphorsäure oder auch Calciumsuperphosphat schwach sauer gemacht und dann erst zum Kochen erhitzt. Hierdurch entsteht eine feine, starke Trübung von b Phytoleukomin, vermischt mit Sinistrin und noch andere Bestandtheile der Getreidesamen enthaltend, welche sich leicht absetzt und abfiltriren läfst.
Das b Phytoleukomin kann für sich oder auch gemischt mit Stärke bei gelinder Wärme getrocknet und als ein feines Pulver leicht erhalten werden.
Die von b Phytoleukomin abfiltrirte saure Flüssigkeit enthält erstens α Phytoleukomin, zweitens Extractivstoffe und drittens einige Salze der Getreidesamen.
Die überschüssige Säure in der Flüssigkeit wird durch Kochen derselben mit Calciumcarbonat neutralisirt, die Flüssigkeit dann abfiltrirt und, nachdem derselben die durch die Ope-
*)■ Zur leichteren Unterscheidung der Phytoleukomine habe ich täas mit Kohlensäure fällbare mit c Phytoleukomin, das mit Phosphorsäure fällbare mit b Phytoleukomin und das in Wasser leicht lösliche mit α Phytoleukomin bezeichnet.
rationen entzogene kleine Menge Magnesiumverbindung wieder hinzugefügt ist, bis zu einer geeigneten Concentration eingedampft und dann kalt mit Getreidestärke gemischt, getrocknet, pulverisirt, oder es wird die Mischung auch feucht verwendet.
Die Flüssigkeit kann auch vor dem Zusatz von Calciumcarbonat durch Knochenkohle entfärbt werden.
2. Zubereitung der Stärke und stärkemehlartigen Körper.
Die Stärke wird, wie bei der Gerstenextract-Zuckerfabrikation ausführlicher beschrieben ist, in meinem Patent-Analysatorapparat oder auch sonst hierzu geeigneten Apparaten aus den Hülsen ausgewaschen.
An den Hülsen verbleibt noch eine fest anhängende plastische- Masse; diese wird durch wiederholtes Kochen mit phosphorsäurehaltigem Wasser von den Hülsen getrennt und die kochende Flüssigkeit durch ein Tuch, Sieb oder mittelst meines Patent-Analysatorapparates von den gröberen Hülsen entfernt.
In dieser Flüssigkeit ist ein Kchtgraues, feines Pulver enthalten, welches aus der Flüssigkeit abgeschieden, mit Stärke vermischt und getrocknet in der Mehlfabrikation zu geringeren Qualitäten verwendet wird.
Die von dem Pulver getrennte Flüssigkeit enthält noch gelöstes Amylo-Dextrin und etwas freie Phosphorsäure, welche letztere durch Erhitzen mit Calciumcarbonat gefällt wird, wenn nicht beabsichtigt werden sollte, das Mehl mit Liebig-Horsford'schem Backpulver zu verarbeiten und für diesen Fall kann auch hier erst die fehlende Magnesiumverbindung zugesetzt werden.
Das Filtrat von dem Calciumniederschlag ist wasserhell und wird kalt mit Stärke vermischt, entweder getrocknet oder feucht verwendet.
Um ein Raffinademehl mit mehr oder weniger Stickstoffgehalt im Verhältnifs zum Stärkemehl zu bereiten, wird den verschiedenen isolirten und schon mit Stärke theilweise vermischten Bestandtheilen der Getreidesamen noch mehr

Claims (1)

  1. Getreidestärke hinzugesetzt und dieselben im entsprechenden Verhältnifs innig zusammengemischt.
    Durch dieses Verfahren der Raffmademehlbereitung auf nassem Wege kann nicht nur ein Mehl von beliebigem Stickstoffgehalt und ganz hülsenfrei erhalten, sondern auch verschiedene feine weifse und geringere Mehlsorten hergestellt werden.
    Bei Anwengung meines Verfahrens lassen sich auch die isolirten, weniger weifs aussehenden organischen Bestandteile der Getreidesamen durch Chlorgas oder andere bleichend wirkende Chlorlösungen entfärben. Insbesondere ist die Wirkung des Chlors auf das in der Amylo-Dextrinlösung in nicht unbedeutender Quantität sich abscheidende graue Pulver eine sehr vortheilhafte, da hierdurch aus dem grauen Pulver leicht ein ganz weifses zur Raffmademehlfabrikation oder zu sonstigen Zwecken geeignetes erhalten werden kann.
    Die Hülsen der Getreidesamen, welche vollständig getrennt worden sind, werden zu Dermatiose (Papiermasse) verarbeitet.
    Die Abfälle (Kleie), welche bei dem jetzt üblichen Mahlprocesse der Getreidesamen zurückbleiben, können, wenn dieselben nicht zu fein gemahlen sind, in gleicher Weise nach meinem beschriebenen Verfahren behandelt werden, wobei aus den erhaltenen Hülsen Dermatiose (Papiermasse) bereitet wird, während die den Hülsen noch anhängenden sehr nahrhaften Bestandtheile vollständig gewonnen und zur Mehlfabrikation vortheilhafte Verwendung finden. Die Abfälle (Kleie) sind bekanntlich, zu geringen Preisen als Futterstoffe benutzt worden, da eine Trennung auf nassem Wege der schwer verdaulichen Hülsen bis jetzt nicht bekannt war.
    Paten τ-An spruch:
    Das Verfahren, mit Kohlensäure, Phosphorsäure oder Calciumsuperphosphat die stickstoffhaltigen Bestandtheile der Getreidesamen, welche nach ihrer quantitativen Zusammensetzung verschiedenen Stickstoffgehalt haben, getrennt auszuscheiden und durch Vermischung mit Getreidestärke im richtigen Verhältnifs zur Qualität der jetzt consumirten Mehlsorten zu Raffinademehl rationell zusammensetzen. Ferner die Trennung der Hülsen durch Phosphorsäure von verschiedenen Kohlehydraten und die Umwandlung der letzteren in gelöstes Amylo-Dextrin und einen darin schwebenden grauen Körper.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5580068A (en) * 1990-07-27 1996-12-03 Npc, Inc. Liquid filled seal

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