DE652281C - Verfahren zur Gewinnung von Milchkasein - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von MilchkaseinInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23J—PROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von Milchkasein Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Abtrennung von Milchbestandteilen durch Fällung mittels eines enzymhaltigen Extraktes und insbesondere auf die Erzeugung eines konzentrierten natürlichen Kaseinerzeugnisses in nahezu reiner Form.
- Man hat zwar die Milch bereits in ihre verschiedenen festen Bestandteile zerlegt, aber das Kasein ist bisher noch nicht in seiner natürlichen physikalischen und chemischen Beschaffenheit und in einer nahezu reinen Form abgeschieden worden.
- Gemäß der Erfindung wird abgerahmte Milch, die einen frischer Milch entsgrecheAden, also etwa 6 bis 7 betragenden PH -Wertbesitzt, mit den Enzymen von Aspergillus oryzai, der in einem proteinreichen pflanzlichen Medium gezüchtet worden ist, behandelt und dann das erhaltene, fein verteilte Kasein von dem Milchserum getrennt. Vor der Abtrennung des Milchserums werden die Enzyme in üblicher Weise, z. B. durch Erhitzen, zerstört.
- Die gemäß der Erfindung erhaltene, fein verteilte Kaseinfällung wird bei Zusatz von Wasser leicht dispergiert und dadurch wieder in die Form übergeführt, in der das Kasein in der natürlichen Milch vorkommt. Die Kaseinfällung kann von der Molke als Schlamm abgetrennt oder. getrocknet werden. Das Verfahren wird vorzugsweise in der nachstehend beschriebenen Weise ausgeführt.
- Aspergillus oryzae, die auf einem hochproteinhaltigen Kulturmittel, wie z. B. Weizenklee o. dgl., gezüchtet wurden, werden vorzugsweise mittels destillierten Wassers bei einer Temperatur von etwa 37° C extrahiert, um die Enzyme in einer von unlöslichen Stoffen freien Lösung zu erhalten. Vorzugsweise wird der Auszug aus i o Teilen Aspergillus oryzae in gepulvertem Zustand und i oo Teilen Wasser erhalten.
- Zu q.ooo Teilen roher oder sterilisierter, abgerahmter Milch von einem PH-Wert von etwa 6-bi' 7,entsprechend frischer Milch werden etwa 3 Teile des in der oben beschriebenen Weise erhaltenen Auszuges zugesetzt. Hierauf wird die Mischung während einer Dauer von etwa 30 Minuten bei einer Temperatur von etwa 37° C stehengelassen. Infolge der enzymatischen Wirkung werden die in der Milcb schwebenden Kaseinteilchen zusammengeballt, so daß sie in Form von äußerst feinen Flocken gefällt werden. Die Milch wird dann vorzugsweise auf eine sterilisierende Temperatur gebracht, z. B. auf etwa 63° C, um die Enzyme zu zerstören. Hierauf kann jedoch verzichtet werden, wenn das Material in der unten beschriebenen Weise bald in Pulverform übergeführt wird. Bei zu starkem Fortschreiten der enzymatischen Wirkung könnte eine unerwünschte peptische - Wirkung eintreten und der Käsestoff lösbar werden.
- Nach erfolgter Sterilisierung wird das-Material entwässert oder filtriert, und es bleibt ein Schlamm zurück, der entweder als solcher verwendet oder bei niedriger Temperatur getrocknet werden kann. Das Trocknen kann z. B. an Rollen oder mittels Spritzen erfolgen. Unter einer niedrigen Temperatur wird hierbei z. B. eine Temperatur von etwa 7q.° C verstan4, oberhalb derer der Zustand des Kaseins sich wesentlich ändern würde.
- Der gemäß. der Erfuidung erhaltene Käsestoff besitzt im wesentlichen die gleichen chemischen Eigenschaften wie der in der gewöhnlichen frischen Milch vorkommende. Er ist jedoch von etwas größerer Teilchengröße. Eine sehr wertvolle Eigenschaft des gemäß der Erfindung erhaltenen Erzeugnisses in der Schlammform oder in trockenem Zustand besteht darin, daß es sich bei Zusatz von Wasser ohne weiteres dispergiert, so daß es wieder in den Zustand gelangt, in dem sich der Käsestoff in der natürlichen Milch vorfindet. Das Erzeugnis der Erfindung ist ein im wesentlichen reiner Käsestoff, der nur mit geringen Mengen der anderen festen Bestandteile der Milch, wie z. B. Lactose, Lactalbumin und mineralischer Salze, verunreinigt ist. Es ist chemisch und physikalisch beständig, frei von irgendeinem unangenehmen Geschmack oder Geruch und kann als Stabilisator für verschiedene Stoffe verwendet werden. Es eignet sich besonders zur Verwendung als Bestandteil. des Eiscremegemisches, in dem es sowohl einen wesentlichen Teil der festen Milchbestandteile, einschließlich der Fette, als auch den üblichen Stabilisator ganz oder teilweise ersetzen kann und dabei eine weitaus bessere Eiscreme von größerer Geschmeidigkeit ergibt.
- Der obererwähnte Schlamm kann je nach dem Grade der .angewandten Trocknung oder Filtrierung verschiedenen Wassergehalt aufweisen. In jedem Falle ist jedoch der Käsestoff in einer gegenüber der gewöhnlichen Milch um ein Vielfaches größeren Konzentration vorhanden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: t. Verfahren zur Gewinnung von Milchkasein durch Fällung mittels eines enzymhaltigen Extraktes, dadurch gekennzeichnet, daß man abgerahmte Milch, die einen pH-Wert besitzt, der der frischen Milch entspricht, vorzugsweise bei einer Temperatur von etwa 37° C, mit den Enzymen von Aspergillus oryzae behandelt, der in einem proteinreichen pflanzlichen Medium gezüchtet worden ist, und dann das erhaltene, fein verteilte Kasein von dem Milchserum trennt.
- 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Abtrennung des Milchserums die Enzyme in üblicher Weise, z. B. durch Erhitzen, zerstört werden.
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|---|---|---|---|
| DEK135027D Expired DE652281C (de) | 1933-10-06 | 1934-08-21 | Verfahren zur Gewinnung von Milchkasein |
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| Country | Link |
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- 1934-08-21 DE DEK135027D patent/DE652281C/de not_active Expired
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