DE3000698A1 - Treppenleiter, insbesondere bootstreppe - Google Patents
Treppenleiter, insbesondere bootstreppeInfo
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Description
. ing.E. HOLSEE
-WBLeEB -BTEAGSB U
8900 AUGSBDUO
XBLBFOK 616476
casaoa i
W.1040
Augsburg, den 20. Dezember 1979
The Laitram Corporation,
220 Laitram Lane, Harahan, Louisiana 70123,
V. St.A.
Treppenleiter, insbesondere Bootstreppe
Die Erfindung betrifft eine Treppenleiter, insbesondere eine Bootstreppe, nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Auf Booten und kleineren Schiffen spielen Raum und Gewicht eine wesentliche Rolle und stellen oft
kritische Gesichtspunkte dar, die bei der Konstruktion des Bootes bzw. Schiffes und sämtlicher zugehöriger
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Ausstattungsgegenstände berücksichtigt werden müssen.
Die gegenwärtig gebräuchlichen Bootstreppen sind in herkömmlicher Weise gebaut und ihre Trittstufen sind
so breit, daß man auf den einzelnen Trittstufen mit beiden Füßen stehen kann. Die Trittstufen werden von zwei oder
mehr Holmen getragen, die zwischen den beiden mittels der Treppe zu verbindenden Ebenen verlaufen.
Beim Hinauf- oder Hinabsteigen einer Treppenleiter setzt der rechte Fuß des Benutzers jeweils auf den rechten Teil
einer Trittstufe und der linke Fuß jeweils auf den linken Teil der jeweils folgenden Trittstufe auf. Die aufeinanderfolgenden
Trittstufen werden also jeweils abwechselnd vom rechten und linken Fuß des Benutzers betreten und
normalerweise steht der Benutzer beim Begehen der Treppenleiter nicht gleichzeitig mit beiden Füßen auf der gleichen
Trittstufe. Die übliche Bauweise herkömmlicher Bootstreppen mit sich jeweils über die gesamte Treppenbreite
erstreckenden Trittstufen stellt daher, da jeweils doch nur eine Hälfte jeder Trittstufe tatsächlich benützt
wird, eine Materialverschwendung dar und bedeutet ein unnötig hohes Gewicht der Treppe. Abgesehen davon stellen
die üblichen, sich jeweils über die ganze Treppenbreite
erstreckenden Trittstufen herkömmlicher Bootstreppen
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beim Begehen für den Benutzer auch ein Hindernis dar, das die Bewegung des jeweils von einer zur jeweils übernächsten
Trittstufe weiterzusetzenden Fußes des Benutzers behindert und eine unnötige Stolpergefahr bedeutet. Die Neigung bzw. Steilheit
einer herkömmlichen Treppenleiter muß so niedrig gewählt sein, daß der Benutzer den jeweils von einer zur übernächsten
Trittstufe weiterzusetzenden Fuß noch an der jeweils dazwischenliegenden Stufe vorbeibewegen kann, wodurch die
mögliche Treppenneigung beschränkt ist·
Es sind zwar bereits Leitern bekannt, bei denen die Sprossen abwechselnd auf der einen und der anderen Seite
eines einzigen Leiterholms angeordnet sind. Derartige Leitern kann der Benutzer aber nur in der Leiter zugewandter
Haltung hinauf- oder hinabsteigen, wobei er sich an den Sprossen festhält. Dagegen kann man solche Leitern
bekannter Konstruktion nicht wie eine normale Treppe vorwärts hinuntersteigen. Derartige bekannte Leitern
verlangen vom Benutzer auch ein ziemliches Maß an Gewandtheit und sind nicht sehr bequem zu besteigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine insbesondere als Bootstreppe geeignete Treppenleiter im
Hinblick auf geringen Platzbedarf, geringes Gewicht,
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- 9 Sicherheit und bequeme Begehbarkeit zu verbessern.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebene Anordnung
gelöst.
Die erfindungsgemäße Treppenleiter kann von verhältnismäßig billiger Konstruktion sein und ihre jeweilige
besondere Ausführungsform kann den jeweiligen Einbauverhältnissen
bzw. Anforderungen an Bord eines Bootes oder Schiffes oder an einem sonstigen Einbauort angepaßt werden,
Die erfindungsgemäße Treppenleiter kann mit im Vergleich zu herkömmlichen Treppenleitern gleicher Auftrittsbreite
und Stufenhöhe steilerem Neigungswinkel ausgeführt werden und bietet trotzdem ausreichend Sicherheit und
Bequemlichkeit, damit sie selbst ohne Festhalten an den Handläufen in aufrechter Haltung begehbar ist. Die Breite
der Trittstufen kann ausreichend groß gewählt werden, um der normalen, etwas auswärts abgewinkelten Fußstellung
Rechnung zu tragen, so daß die Treppenleiter beim Hinauf- und Hinabsteigen leicht und ohne besondere Anforderungen
an Vorsicht und Gewandtheit begangen werden kann.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend mit Bezug auf die anliegenden Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigen:
Pig. I in perspektivischer Darstellung
eine bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Treppenleiter,
Fig. 2 eine Frontansicht der Treppen
leiter nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Treppen
leiter nach Fig. 1,
Fig. 4 einen Querschnitt durch einen
Handlauf der Treppenleiter nach den Fig. 1 bis 3,
Fig. 5 in perspektivischer Ansicht eine
weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Treppenleiter,
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- ii -
Pig. 6 ebenfalls in perspektivischer Dar
stellung eine noch weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Treppenleiter,
Pig. 7 einen Ausschnitt einer aus der
Treppenleiter nach Fig. 6 entwickelten abgewandelten Ausführungsform,
Fig. 8 eine weitere Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Treppenleiter
in perspektivischer Darstellung,
Fig. 9 eine Seitenansicht der Treppen
leiter nach Fig. 8,
Pig.'IO eine Draufsicht auf die Treppen
leiter nach Fig. 8,
Fig. 11 in perspektivischer Teildarstellung
eine noch weitere Ausführungs-Variante
der erfindungsgemäßen
Treppenleiter,
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BAD
Pig. 12 eine Seitenansicht der Treppen
leiter nach Fig. 11,
Fig. 13 eine erfindungsgemäße Treppenleiter
mit einem den Treppenleiterraum ums chließenden S chut zkorb,
Fig. l4 nochmals eine weitere Ausführungs
form der erfindungsgemäßen Treppenleiter,
Fig. 15 eine Draufsicht auf die Treppen
leiter nach Fig. 14,
Fig. 16 eine als einteiliges Formteil aus
gebildete Treppenleiter nach der Erfindung, und
Fig. 17 bis 28 eine Reihe von Darstellungen, welche
die Begehbarkeit der erfindungsgemäßen Treppenleiter anhand einiger
der in den vorangehenden Zeichnungsfiguren dargestellten Treppenleiter-Ausführungsbeispiele
erläutern.
030030/0711
Die Pig. 1 bis 3 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Treppenleiter, die einen
einzigen mittigen Holm 10 aufweist, der zwischen einem unteren Deck 12 und einem oberen Deck 14 verläuft. Die
Treppenleiter kann an ihrem unteren Ende mit einer Grundplatte 13 ausgestattet sein, die zur Befestigung des
unteren Holmendes auf dem unteren Deck 12 dient. Abwechselnd an der einen und der anderen Seite des Holmes
ist eine Anzahl von jeweils mit gleichen gegenseitigen Abständen angeordneten Trittstufen 16 angebracht. Die
Trittstufen 16 weisen jeweils einen seitwärts von dem Holm 10 wegragenden Auftritteil 18, der so bemessen
und geformt ist, daß eine die Treppenleiter hinauf- oder hinabsteigende Person den Fuß bequem aufsetzen kann,
und einen vom äußeren Ende des Auftritteiis 18 wegragenden, einen Geländerstab bildenden Portsatz 20 auf,
der an einem Handlauf 22 bzw. 24 befestigt ist. Auf beiden Seiten der Treppenleiter ist jeweils ein Handlauf
22 bzw. 24 vorgesehen, der mit den Portsätzen
der auf der betreffenden Treppenleiterseite befindlichen Trittstufen 16 verbunden ist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Handläufe in ihrem unteren Bereich nach unten gebogen und mit ihren unteren Enden
an der Grundplatte 13 befestigt, damit möglichst wenig Bodenfläche in Anspruch genommen wird, und die oberen
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Endbereiche der Handläufe bilden Geländer 26. Die Geländer 26 können mit Verstrebungen 27 versehen sein. Die
gesamte Treppenleiter besteht demzufolge aus einem einzigen Holm, zwei an dessen beiden Seiten angeordneten Gruppen
von jeweils praktisch halben Trittstufen und zwei Handläufen, wobei alle diese Teile zusammen eine offene Rahmenkonstruktion
bilden, die keiner weiteren Verstrebung bedarf. Die Handläufe verlaufen in geeignetem Abstand
vorderhalb der Trittstufen, so daß eine die Treppenleiter benutzende Person sich beim Besteigen der Treppenleiter
sicher fühlen kann.
Die Treppenleiter läßt sich bequem vorwärts, d.h. mit dem Gesicht zur Treppenleiter, hinaufsteigen und auch,
wie bei einer normalen Treppe, vorwärts, d.h. mit dem Rücken zur Treppenleiter, hinabsteigen, so daß es also
nicht nötig ist, die Treppenleiter rückwärts, d.h. mit dem Gesicht zu den Stufen, hinunterzusteigen, wie dies
bei einer normalen Leiter der Fall ist.
Die erfindungsgemäße Treppenleiter zeichnet sich durch zahlreiche wesentliche Vorteile aus, die sie insbesondere
als Bootstreppe geeignet machen. Die Treppenleiter ist sicher, bequem begehbar und es fehlt bei ihr die bei herkömmlichen
Treppenleitern mit sich über die ganze Treppen-
030030/071*
breite erstreckenden Trittstufen vorhandene, jeweils unbenutzte Hälfte jeder Trittstufe, die. bei herkömmlichen
Treppenleitern ein Hindernis darstellen kann, wenn der Benutzer den Fuß beim Hinauf- oder Hinabsteigen von jeweils
einer zur übernächsten Trittstufe weitersetzen will. Die Konstruktion der erfindungsgemäßen Treppenleiter gestattet
eine verhältnismäßig einfache und billige Fertigung und eine Gewichtseinsparung gegenüber herkömmlichen
Treppenleitern. Außerdem benötigt die erfindungsgemäße Treppenleiter weniger Grundrißfläche und Kopfraum im
Hinblick auf ihre horizontale Treppeηlänge, da sie bei
gleicher Bequemlichkeit und Sicherheit steiler geneigt sein kann als eine herkömmliche Treppenleiter. Im Hinblick auf
den normalen Körpergrößenbereich erwachsener Personen kann die Stufenbreite (Maß zwischen den beiden seitlichen
Begrenzungen einer Stufe) typischerweise im Bereich von etwa 125 mm bis 200 mm, die Auftrittsbreite (Maß zwischen
Stufenvorder- und -hinterkante) im Bereich von etwa 100 mm bis 275 mm und die Stufenhöhe im Bereich von etwa 150 mm
bis 300 mm liegen. Die Trittstufenanzahlen an den beiden Seiten des Holmes können ungleich sein, so daß das Hinauf-
und Hinabsteigen der Treppenleiter jeweils mit dem gleichen Fuß beginnen und enden kann·
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 ist der Holm 10 als Rohr ausgebildet, an welchem die Tritt-
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stufen 16 beispielsweise durch Schweißen befestigt sind. Die beiden Handläufe 22 und 24 sind aus Strangpreßprofilmaterial
hergestellt, dessen Querschnittsform in Fig.
mehr im einzelnen dargestellt ist. Gemäß Fig. 4 weist das die Handläufe bildende Strangpreßprofil einen rohrförmigen
Griffteil 28 und einen von diesem weg und teilweise um
ihn herum verlaufenden Stegteil 30 auf, dessen äußerer Endbereich 32 etwas verdickt ist und als Befestigungsteil
dient, an welchem die als Geländerstäbe dienenden Fortsätze 20 der Trittstufen 16 angeschweißt oder auf
andere Weise befestigt sind. Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 sind die als Geländerstäbe dienenden
Fortsätze 20 der Trittstufen mit Bezug auf deren Auftritteile 18 etwas nach oben abgewinkelt, so daß sie
etwa rechtwinkelig zu den Handläufen 22 und 24 verlaufen. Der Stegteil 30 des stranggepreßten Handlaufprofils dient
mit seiner glatten, kontinuierlichen, nach innen weisenden Fläche der seitlichen Abstützung des Körpers eines Benutzers.
Die durch die Fortsätze 20 gebildeten Geländerstäbe sind derart einwärts gekrümmt, daß sie einen etwa
U-förmigen Treppenkanal begrenzen, in welchem der Benutzer die Treppenleiter hinauf- bzw. hinabsteigen kann.
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Eine Abwandlung des eben beschriebenen Ausführungsbeispiels ist in Fig. 5 gezeigt und unterscheidet sich von
diesem dadurch, daß die Handläufe 22a und 24a rohrförmig sind. Diese Handläufe können aus üblichem Rohrmaterial gebogen
und durch Schweißen oder auf andere Weise mit den Portsätzen 20 der Trittstufen und der oberen und unteren
Befestigungsfläche der Treppenleiter verbunden werden.
Eine weitere Ausführungsform ist in Fig. 6 gezeigt
und weist einen im Querschnitt rechteckigen Holm 10a und Trittstufen 16a mit Auftritteilen 18a und nach außen
ragenden Fortsätzen 20a auf, die jedoch jeweils in der gleichen Ebene wie der zugehörige Auftritteil 18a liegen.
Die beiden Handläufe 22a und 24a sind rohrförmig ausgebildet. Der Holm kann natürlich, wie Fig. 7 zeigt, ebenfalls
als rohrförmiger Holm 10b ausgebildet sein. Die Rohrform ist, da sie an Bord eines Bootes bzw* Schiffes
einen geringeren Widerstand gegen Wind und Wellen bildet, oftmals zu bevorzugen.
Eine weitere Abwandlung der Treppenleiterkonstruktion ist in den Fig. 8 bis 10 dargestellt. Hier verlaufen die
rohrförmigen Handläufe 22c und 24c über die gesamte Treppenleiterlänge geradlinig, wie auch schon bei der
Ausführungsform nach Fig. 6, und gehen am oberen Treppen-
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leiterende in ein Geländer 26c über, das an Pfosten 27
befestigt ist. Der Holm ist durch einen T-Träger gebildet, der entlang seiner Länge zur Gewichtsverringerung mit
Löchern versehen ist. Die Trittstufen 16c sind ebenso wie im vorhergehenden Ausführungsbeispiel eben, d.h. ihre
Auftritteile 18c und ihre Portsätze 20c liegen jeweils in der gleichen Ebene.
Die Fig. 11 und 12 zeigen eine alternative Konstruktion, bei welcher jeweils zwischen dem Auftrittteil
l8c einer Trittstufe und der Verbindungsstelle des Fortsatzes 20c der darunterliegenden Trittstufe mit dem
betreffenden Handlauf 22d bzw. 24d eine Strebe 30 vorgesehen
ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind auch die Handläufe 22d und 24d nahe ihrem unteren Ende nach
hinten abgebogen und nahe dem unteren Ende des Holmes beispielsweise an der Grundplatte 13 befestigt.
Wenn die Treppenleiter an Stellen eingebaut werden soll, die starkem Wind oder anderen Umgebungseinflüssen
ausgesetzt sind oder bei denen Feuerschutzvorschriften
dies erfordern, kann die Treppenleiter mit einem den Treppenleiterraum ganz oder teilweise umschließenden
Schutzkorb der in Fig. 30 gezeigten Art ausgestattet sein.
Der Schutzkorb 40 kann aus irgendeinem geeigneten Werk-
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stoff bestehen und als Blech- oder Rahmen- bzw. Gitterkonstruktion
ausgeführt sein, die an den äußeren Enden der als Geländerstäbe dienenden Trittstufenfortsätze befestigt
sein kann. Die Befestigung des Schutzkorbs 40 an der Treppenleiter sollte in jedem Fall so erfolgen, daß
die Benutzbarkeit der Handläufe nicht beeinträchtigt wird.
Eine weitere Ausführungsform ist in den Fig. 14 und
dargestellt. An einem Holm 1Od sind abwechselnd rechts und links Trittstufen I8d befestigt. Zwei jeweils rohrförmige
Handläufe 22e und 24e sind mittels vertikaler Geländerstäbe 42 an den Trittstufen befestigt. Die Geländerstäbe
sind jeweils mit ihrem oberen Ende an dem betreffenden Handlauf befestigt und verlaufen mit ihrem unteren Ende
durch eine öffnung der betreffenden Trittstufe hindurch und sind dann einwärts abgebogen und mit dem Holm 1Od verbunden.
Erfindungsgemäße Treppenleitern können auch jeweils
paarweise nebeneinander eingebaut werden, um zwei getrennte Verkehrswege für die beiden Verkehrsrichtungen (auf und ab)
zur Verfügung zu haben. Jede der oben beschriebenen Ausführungsformen
kann so paarweise Anwendung finden, wobei die einander benachbarten Handläufe der beiden nebeneinander
verlaufenden Treppenleitern einen so großen Abstand
voneinander haben sollten, daß die Benutzer jeder der beiden Treppenleitern die zugehörigen Handläufe unbehindert
benutzen können.
Eine Treppenleiter nach der Erfindung kann auch als einteiliges Formteil hergestellt werden, wie es in Fig.
dargestellt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Treppenleiter aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder
anderem geeigneten Material hergestellt, das zu einem einteiligen Formteil gegossen oder gepreßt werden kann
oder sich auf andere Weise zu einer einteiligen Konstruktion verarbeiten läßt. Die Konstruktion nach Fig.
weist eine mittige Wand 50 auf, die den Holm bildet. Beiderseits
dieser mittigen Wand 50 sind damit einteilig jeweils halbe Trittstufen l8e gebildet, wobei die Trittstufen
jeder Seite jeweils durch Setzstufenabschnitte 52 miteinander verbunden sind. Ebenfalls einteilig mit den
Trittstufen und den Setzstufenabschnitten sind äußere
Wandplatten 5^ und 56 ausgebildet, die an ihren vorderen
Rändern in Handläufe 22f und 24f übergehen.
Die erfindungsgemäße Treppenleiter kann unter einem verhältnismäßig steilen Winkel verlaufen und trotzdem
sicher und bequem begehbar sein. Bei Neigungswinkeln bis etwa 59 ° mit Bezug auf die Horizontale kann die Treppen-
030030/071·
leiter ohne Zuhilfenahme der Hände aufrecht begangen werden, wie die Fig. 19 und 20 zeigen. Die maximal mögliche
Neigung ergibt sich aus bekannten Daten des menschlichen Körperbaus, welche zeigen, daß das Verhältnis von
Knieradius zu Hüftgelenkhöhe sowohl bei Männern als auch
bei Frauen mit im üblichen Bereich liegender Körpergröße nahezu konstant ist. Dieser konstante Faktor ergibt sich
zu etwa 0,516, woraus sich der maximale Neigungswinkel
von 59 ° errechnen läßt. Bei Neigungswinkeln von mehr als 59 ° muß eine die Leitertreppe benutzende Person den
Körper in der Hüfte ausknicken und das jeweils gestreckte Bein nach hinten neigen, um beim Hinaufsteigen der Leitertreppe
ausreichend Knieraum zu haben, wie Fig. 18 zeigt. Die erfindungsgemäße Leitertreppe kann steiler als eine
herkömmliche Leitertreppe gleicher Auftrittsbreite und Stufenhöhe sein, da ihre Konstruktion mit jeweils nur
halben Trittstufen eine Behinderung des Fußes und Knies des jeweils bewegten Beines beim Hinauf- oder Hinabsteigen
der Leitertreppe vermeidet.
Für größtmögliche Sicherheit an Bord eines Schiffes oder Bootes ist die Höhe der Handläufe vorzugsweise so
gewählt, daß sie beim Hinabsteigen der Leitertreppe entlang der Arme des Benutzers verläuft, wie die Fig. 17 und 25
zeigen. Gemäß den Fig. 21 und 27 können die Handläufe
03QQ3Ü/Q719
auch gerade unterhalb der Arme des Benutzers verlaufen. Die Handläufe dienen also auch der seitlichen Abstützung
und Führung des Körpers, wenn ein Benutzer die Leitertreppe vorwärts hinabsteigt. Die Auftritteile der Trittstufen
können hinsichtlich Form und Größe so ausreichend gestaltet sein, daß der normalen, auswärts abgewinkelten
Stellung der Füße Rechnung getragen wird, wie die Fig. 22, 24, 26 und 28 verdeutlichen. Beim Hinabsteigen der Leitertreppe
können die Füße nicht nur auf den Auftritteil, sondern auch auf den als Geländerstab dienenden Fortsatz
aufgesetzt werden.
Der in den erläuternden Darstellungen der Fig. 17 bis 28 jeweils angegebene Körperschwerpunkt CG ist nur
zu Veranschaulichungszwecken eingezeichnet und entspricht bei
aufrechter Körperhaltung annähernd genau der tatsächlichen Lage. Der tatsächliche Körperschwerpunkt kann sich jedoch je
nach der tatsächlichen Haltung der Beine, Arme und des Oberkörpers verschieben.
G30Ö3Ö/071Ä
L e e r s e i t e
Claims (20)
1. Treppenleiter, insbesondere Bootstreppe, mit einer unter einem bestimmten Neigungswinkel zwischen den beiden
zu verbindenden Ebenen verlaufenden, eine Anzahl von Trittstufen tragenden Tragkonstruktion und mit beiderseitig
angeordneten, jeweils einen Handlauf aufweisenden Geländern, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragkonstruktion
als ein einziger, mittiger Holm (10) ausgebildet ist, an welchem die Trittstufen (18) abwechselnd beiderseits
angeordnet sind.
2. Treppenleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel größer als 50 ° ist.
3. Treppenleiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Trittstufe (18) ein außen
von dieser wegragender Geländerstab (20) angeordnet ist, der in einer vorderhalb der die Trittstufen-Vorderkanten
enthaltenden Ebene und parallel zu dieser verlaufenden Ebene endigt.
4. Treppenleiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Geländerstäbe (20) jeweils im wesentlichen koplanar mit der betreffenden Trittstufe (18) verlaufen
(Fig. 6, 7, 8 und 11).
030030/0719
5. Treppenleiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Geländerstäbe (20) jeweils derart mit
Bezug auf die Hauptebene der zugehörigen Trittstufe (18) abgewinkelt sind, daß sie unter einem etwa rechten Winkel
zu dem zugehörigen Handlauf (22) verlaufen (Pig. 1 und 5).
6. Treppenleiter nach einem der Ansprüche 3 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Geländerstäbe (20) jeweils
einwärts gekrümmt verlaufen·
7. Treppenleiter nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Geländerstäbe (20) jeweils
einteilig mit der betreffenden Trittstufe (18) ausgebildet sind·
8· Treppenleiter nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Geländerstäbe (20) jeweils als mit der
betreffenden Trittstufe (18) einstückiger Fortsatz derselben ausgebildet sind.
9. Treppenleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Handläufe (22) derart
angeordnet sind, daß sie eine seitliche Abstützung des Körpers eines Benutzers bieten.
030030/071«
10. Treppenleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß die Handläufe (22) ein Rohrprofil
haben.
11. Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Handläufe (22) jeweils als Strangpreßprofil ausgebildet sind, das einen Griffteil, einen
Stegteil und einen Befestigungsteil aufweist (Pig. I und 4).
12. Treppenleiter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Griffteil (28) rohrförmig ist (Pig. 1 und 4),
13· Treppenleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Holm (10) ein Rohrprofil
hat (Fig. 1, 5 und 7).
14. Treppenleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 13» dadurch gekennzeichnet, daß der Holm (10) und die Trittstufen
(18) miteinander als einteilige Konstruktion ausgebildet sind.
15· Treppenleiter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Handläufe (22, 24) in die einteilige
Konstruktion einbezogen sind.
030030/0711
l6. Treppenleiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Geländer jeweils als die
Treppenleiter seitlich begrenzende Platten (54, 56) mit die Handläufe (22, 24) bildenden umgebogenen Rändern
ausgebildet sind (Fig. l6).
17· Treppenleiter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die, die Geländer bildenden Platten (54, 56) mit den Trittstufen (18) und dem Holm (50) als einteilige
Konstruktion ausgebildet sind (Fig. 16).
18. Treppenleiter nach einem der Ansprüche 14, I5
oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die einteilige Konstruktion als einstückiges Formteil ausgebildet ist
(Fig. 16).
19· Treppenleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Handläufe (22, 24) jeweils
einen entlang der Trittstufenanordnung (18) verlaufenden geraden Abschnitt und einen sich daran anschließenden,
einwärts verlaufenden, unteren Endabschnitt aufweisen, der mit seinem Ende an dem unteren Treppenauflager befestigt
ist (Fig. 1, 5 und 11).
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20. Treppenleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 19» dadurch gekennzeichnet, daß ein sich über mindestens einen
Teil der Treppenlänge erstreckender, an den beiden Handläufen gehalterter und den Treppenraum umschließender
Schutzkorb (40) vorgesehen ist (Fig. 13).
030030/0719
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