DE296199C - - Google Patents

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DE296199C
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lever
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

Bei der vorliegenden Vorrichtung sind zur Betonung der Melodie in bekannter Weise in dem gelochten Notenblatt besondere Seitenlöcher angeordnet.
Gemäß der Erfindung ist der Drehzapfen des Übertragungshebels, durch welchen jeder Spielbalg auf den zugehörigen Hammer oder die zugehörige Tonerzeugungsvorrichtung wirkt, beweglich, und zur Erzeugung von Begleitungstönen wird mehr oder weniger von der Energie des Spielbalges durch eine Feder aufgenommen, welche den Drehzapfen des Übertragungshebels trägt, während zur Betonung einer Note durch Steuerung vom Notenblatt der Drehzapfen am Nachgeben gehindert und die gesamte Energie des Anschlagbalges auf die Tonerzeugungsvorrichtung übertragen wird. Das Wesen der Erfindung besteht also darin, daß die Nachgiebigkeit des Drehzapfens des
Übertragungshebels selbsttätig durch das Notenblatt geregelt werden kann.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. i zeigt einen senkrechten Querschnitt der Pianofortemechanik mit der pneumatischen Spielvorrichtung und dem Erfindungsgegenstande.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht dazu,
Fig. 3 eine der Fig. 2 ähnliche Ansicht einer anderen Ausführungsform.
Fig. 4 ist eine Einzelheit zu Fig. 3.
Die Fig. 5 und 6 sind Einzeldarstellungen im Schnitt und in der Vorderansicht von einem Teile der Sperrvorrichtungen für die Betonung in den Fig. 1 und 2.
Die Fig. 7 und 8 zeigen Einzelheiten, und zwar die Vorrichtungen, durch welche der Crescendohebel auch in den Stand gesetzt wird, die Erzeugung eines Sforzando in irgendeiner Lage zu bewirken.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wirkt jeder Hammer α auf eine Saite a1 des Instrument tes und wird durch die Mechanikteile von der Stelze a3 in Tätigkeit gesetzt. Letztere besitzt eine Nase α4, welche auf dem Übertragungshebel δ ruht, durch den die Bewegung des Spielbalges auf die Stelze übertragen wird. Der Hebel b ist bei b1 gelagert und durch eine Stange δ2 mit dem zugehörigen Spielbalge c verbunden, welcher seinerseits durch das Hauptventil c1 und die Luftleitung c2 vom Gleitblock d und dem gelochten Notenblatt e aus gesteuert wird. Der Zapfen b1 des Hebels δ hängt an einem Hebel f, der am einen Ende einen ortsfesten Drehzapfen f1 besitzt und am anderen Ende nachgiebig von einer Feder f2 getragen wird.
Kann der Drehzapfen δ1 des Hebels δ ohne Widerstand außer demjenigen der Feder f2 nachgeben, so wird die Energie des Spielbalges im wesentlichen durch die Feder f2 aufgenommen, und der Hammer α wird mit einer geringen Kraft in Tätigkeit gesetzt, so daß ein sehr sanfter Ton erzeugt wird. Wenn dagegen die Nachgiebigkeit des Drehzapfens des Hebels δ ganz verhindert oder mehr oder weniger begrenzt wird, so wird die Energie
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des Spielbalges ganz oder teilweise auf den Hammer oder die Tonerzeugungsvorrichtung übertragen, und der erzeugte Ton wird laut oder mehr oder weniger gemäßigt sein.
Für gewöhnliche Crescendoeffekte, bei welchen die Stärke aller Töne nach Belieben gesteigert oder vermindert wird, kann die Nachgiebigkeit der Drehzapfen aller Hebel f mehr oder weniger durch die Crescendostange g begrenzt werden, welche von Armen g1 auf einer Welle g2 getragen wird. Auf letzterer sitzt außerdem ein Handhebel g3, so daß von Hand die Stellung der Crescendostange g geändert werden kann.
Zur Betonung der Melodietöne besitzt das Notenblatt β (Fig. 2) Melodielöcher e2, die in der Längsrichtung des Notenblattes gleich hinter dem Anfang der Begleitungsöffnungen e1 beginnen, und Seitenlöcher e3, welche die Betonung bestimmen. Die Löcher e3 befinden sich dicht hinter dem Anfang der Begleitungslöcher e1 und dicht vor den Melodielöchern e2. Die Löcher e1 und e2 steuern die Spielbälge c in bekannter Weise. Jedes Seitenloch e3 steuert die Mittel, welche die Nachgiebigkeit der Drehzapfen der Übertragungshebel b der oberen Hälfte oder der unteren Hälfte der Skala regeln. Bei der dargestellten Anordnung steuert jedes Seitenloch es durch eine Luftleitung h (Fig· 1) und ein Hauptventil h1 einen Balg i, welcher die Sperrvorrichtung in Tätigkeit setzt. Ein Arm il, der am beweglichen Teil des Balges i befestigt ist, ist durch eine Stange i% mit einem Arme i3 verbunden, welcher an einem durchgehenden Anschlage k befestigt ist, derart, daß, wenn der Balg i zusammenklappt, der Anschlag k, der gewöhnlich außerhalb der Bahn des Hebels f steht, in diese Bahn bewegt und dadurch die Bewegung der Hebel f und die Nachgiebigkeit der Drehzapfen der Hebel b verhindert wird. In seiner Ruhestellung wird der Anschlag k durch die Feder des Balges i gehalten. Er ist bei k1 an ein Brett m (Fig. 5) angelenkt.
Damit, während einige der Hebel f niedergedrückt sind, die Eigenbewegung des Anschlages nicht gehindert ist, besteht der Anschlag aus einem Barren k2, an welchem der Arm i3 befestigt sein kann, und einer Reihe von Filzblöcken k3, je einem für jeden Hebel f. Jeder Block k3 ist auf dem Barren k2 bei A4 gelenkig befestigt. Eine Blattfeder ks hält den Block k3 in seiner Ruhelage. Wenn der Anschlag gegen die Hebel f bewegt wird, während irgendeiner dieser Hebel niedergedrückt ist, so wird der betreffende Block k3 nachgeben und dadurch die volle Bewegung des Anschlages zulassen, so daß alle anderen Blöcke k3 in die Bahn der zugehörigen Hebei f treten können. Sobald die Hebel f, welche niedergedrückt waren, losgelassen werden, , schwingen die zugehörigen Blöcke k'a ebenfalls vorwärts unter die Enden dieser Hebel.
Aus dem Vorhergegangenen ist ersichtlich, daß alle Begleitungstöne, welche kurz vor den Melodietönen desselben Akkordes erzeugt worden sind, je nach der Stellung des Crescendobalkens g mit einer mehr oder weniger' gemäßigten Kraft erzeugt werden, und daß die Melodietöne in der einen oder anderen Hälfte der Skala nach Mäßgabe der Seitenlöcher c3, welche die Leitungen im Gleitblocke vor den Melodielöchern freigeben, mit der vollen Kraft erzeugt werden, welche durch die Spannung der Luft in den Spielbälgen der bei reffenden Hälfte der Skala bestimmt ist, indem die Hebel f, welche den Melodielöchern zugehöreri, durch die zugehörige Sperrvorrichtung gesperrt werden.
Der Crescendohebel g3 kann, wie die Fig. 1, 2, 7 und 8 zeigen, zur Erzeugung eines Sforzando benutzt werden, gleichviel in welcher Stellung der Crescendohebel sich befindet. Für diesen Zweck ist der Crescendohebel mit der Welle g2 durch ein Scharnier g4 verbunden (Fig. 7 und 8). Er liegt gegen einen unter Federdruck stehenden Barren g5 an, welcher durch Führungsstangen g6 mit einem Barren g7 verbunden ist. Letzterer trägt ein Ventil g8, welches gewöhnlich die Mündungen g9 von Leitungen g10 deckt. Die Leitungen g10 sind mit Leitungen h verbunden, welche die Ventile h1 mit deti öffnungen des Gleitblockes verbinden, die den Seitenlöchern e3 entsprechen, so daß durch eine seitliche Bewegung des Crescendohebels g3 beide Bälge i gleichzeitig zusammengeklappt und somit beide Anschläge k in die Bahn der Hebel f beider Skalahälften gebracht werden können, wodurch ein Sforzando erzeugt wird.
In den Fig. 3 und 4 besitzt das Notenblatt β Melodielöcher e5 in derselben Linie mit den Begleitungslöchern e4, und die Seitenlöcher e6 befinden sich nahe vor der Linie.
Der Gleitblock d ist an jedem Ende mit einer Reihe von öffnungen d1 versehen, deren jede durch eine entsprechende Luftleitung h2 und ein Ventil h3 mit einem Balge il verbunden ist, welcher eine kleine Gruppe von Hebeln f steuert, die von Federn f2- getragen werden und die Drehachsen b1 der Übertragungshebel b tragen, durch welche die Spielbälge c die Tonerzeugungsvorrichtungen in Tätigkeit setzen. Jede Gruppe von Hebeln f, die von den zugehörigen Bälgen gesteuert wird, ist so klein, daß besondere Betonungen durch die Wirkung des einen oder anderen der Bälge i4 erzeugt werden körinen. Jeder Balg i4 steuert im wesentlichen in derselben
Weise, wie oben beschrieben, einen zugehörigen Anschlag k, und die Betonung wird durch die Seitenlöcher erzeugt, ohne Rücksicht auf die Anordnung der Melodielöcher im Notenblatt.

Claims (5)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zur Betonung der Melodie bei pneumatischen Spielvorrichtungen,
ίο bei denen eine Reihe Spielbälge mit einer Reihe von Übertragungshebeln (δ) zusammenwirkt, um die zugehörigen Spielvorrichtungen in Tätigkeit zu setzen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Übertragungshebel
(b) eine nachgiebige Drehachse (b1) besitzt und die Nachgiebigkeit der Drehachsen (δ1) regelbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Nachgiebigkeit der Drehachsen (b1) der Ubertragungshebel (δ) das Notenblatt besondere Löcher zur Steuerung von Bälgen (i) besitzt, die Anschläge (k) zur Begrenzung der Bewegungsfreiheit der Drehachsen (δ1) in und außer Wirkung setzen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsfreiheit der Drehachsen (δ1) aller oder mehrerer Übertragungshebel (δ) von Hand durch eine gemeinsame Sperrstange (g) begrenzbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Drehachsen (δ1) der Übertragungshebel (δ) an Hebeln (/") befinden, die an einem Ende ortsfest angelenkt, am anderen federnd unterstützt sind und mit diesem in die Bahn der Begrenzungsanschläge (k) ragen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsanschläge (k) mit im Sinne ihrer Bewegung in die Arbeitsstellung (Sperrstellung) nachgiebigen Filzblöcken (A3) versehen sind, die das Vorschieben der Anschläge in die Sperrstellung auch bei niedergedrückten Hebeln (f) gestatten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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