DE488147C - Musikinstrument mit plattenfoermigen Tongebern - Google Patents

Musikinstrument mit plattenfoermigen Tongebern

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DE488147C
DE488147C DES87480D DES0087480D DE488147C DE 488147 C DE488147 C DE 488147C DE S87480 D DES87480 D DE S87480D DE S0087480 D DES0087480 D DE S0087480D DE 488147 C DE488147 C DE 488147C
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plate
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OTTO FREDERICH DR
REINHOLD SICHTAU
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  • Musikinstrument mit plattenförmigen Tongebern Wie bekannt, lassen sich längliche Klangplatten durch verschieden starke Krümmung dazu bringen, beim Anschlagen, Anreißen oder An-, streichen verschieden hohe Töne zu erzeugen. Das Krümmen kann mit der Hand oder auch mechanisch erfolgen. Es sind für letzteren Zweck mechanische Kri9mmungsvorrichtungen bekannt, die aber nur auf Klangplatten anwendbar sind, welche in nur einer für die ganze Plattenlänge gleichen Richtung gekrümmt werden. Nun ergibt aber eine Platte, wenn man sie S-förmig krümmt, schönere Töne als bei einfacher bogenförmiger Krümmung, wie die bekannte Singende Säge zeigt, und die erzeugten Töne haben eine besonders schöne Klangfarbe, wenn sie durch Anstreichen mittels Bogens hervorgebracht werden. Bei dem bekannten Instrument ist die S-förmige Plattenkrümmung bisher nur mit der Hand bewirkt worden. Ein gutes, musikalisch einwandfreies Spielen dieses Instrumentes ist aber sehr schwierig, da das mit der Hand auszuführende und sehr genau abzupassende Krümmen der Platte große Geschicklichkeit, Übung und gutes Gehör erfordert.
  • Diese Schwierigkeit soll durch die Erfindung beseitigt werden, indem auch für S-förmig zu krümmende und in dieser S-Krümmung ertönende Klangplatten die Tätigkeit der menschlichen Hand durch mechanische Hilfsmittel ersetzt wird, wobei das Hervorrufen der Töne in bekannter Weise durch das viel schöneren Tonklang erzeugende Anstreichen mittels Bogens erfolgt. Die Zeichnungen stellen den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel einfacher Art dar, und zwar zeigt Abb. x eine Seitenansicht des Instruments (zum Teil geschnitten), -Abb. a einen Schnitt nach A-B der Abb. r, Abb. 3 eine Vorderansicht des Instruments, Abb. q. eine Draufsicht des Instruments, Abb. 5 die Vibriervorrichtung im Grundriß, Abb. 6 einen Schnitt nach C-D der Abb. 5., Abb. 7 einen Schnitt nach E -F der Abb. 5. Die Klangplatte a, b, c, d ist an ihren beiden Enden mit holzgefütterten Klemmvorrichtungen versehen, die an je einer Drehachse e und f so befestigt sind, daß sich jede mit ihrer Achse dreht. Unterhalb der Klemmen haben die Achsen je einen unverdrehbar aufgesetzten Hebelarm g und h. Die Enden dieser nach verschiedenen Seiten gerichteten Arme tragen, in Zapfen drehbar, eine Verbindungsstange z, so daß bei einer Drehung der einen Achse die andere sich zwangläufig mitdreht. Mit den beiden Drehachsen ist die Klangplatte in einem kastenförmigen Holzgehäuse gelagert, dessen Schmalwände als Stätzen heruntergeführt sind. Boden und Seitenflächen können, um dem Klang freien Ausgang zu ermöglichen, mit Ausschnitten versehen sein. Das Mittelstück des Deckels k-1 ist fortgelassen, und an den Oberteilen der Längsseiten sind entsprechende Ausschnitte vorhanden, damit die Oberkante der Klangplatte, soweit sie angeschlagen oder angestrichen werden soll, frei liegt. Die beiden Drehachsen e und f sind an Boden und-Decke des Gehäuses mit Endzapfen in Lagern gehalten. Die Achse e des schmäleren Endes a-d trägt unterhalb der Deckplatte ein Zahnsegment in, das mit geeigneter Ubersetzung in ein kleineres Segment n eingreift. Letzteres sitzt auf einer durch den Deckel hindurchgehenden Achse o, deren Oberende einen Stellhebel p mit Handgriff q trägt. Beim Drehen des Stellhebels wird durch die Zahnradübersetzung die Achse e des schmäleren Plattenendes im entgegengesetzten Sinne und durch die Verbindungsstange i die Achse f des breiteren Endes im gleichen Sinne wie der Stellhebel gedreht, also beide Enden der Klangplatte in verschiedenem Sinne gebogen. Die Entfernung der beiden Achsen e und f muß beim Einbau in das Gehäuse so gewählt werden, daß diejenigen S-Kurven erzielt werden können, die dem tiefsten und dem höchsten Tone der Platte, also auch allen dazwischenliegenden, entsprechen. Um der Klangplatte bei Nichtbenutzung ein Ausruhen durch völliges Ausstrecken zu ermöglichen, ist ihr Schmalende a-d an seiner Drehachse e so befestigt, daß es von ihr abgehakt werden kann. Für diesen Zweck ist in der einen Seitenwand eine Öffnung zum Hineingreifen vorhanden.
  • Der Stellhebel P gleitet mit seinem Handgriff q über einem auf dem Deckel angebrachten Kreissegment y, das an den den einzelnen Tönen entsprechenden Stellen auf seiner Oberfläche Rasten hat, in die der Hebel mit einem leicht federnden Zapfen nur so weit einschnappt, daß die bewegende Hand des Spielenden einen ganz leichten Halt verspürt. Ferner zeigt die äußerste Nase des Hebels auf eine dem Segment eingravierte Stricheinteilung mit Angabe der entsprechenden Töne. Falls der Spielende besonders feine Nuancen oder Zwischentöne erzielen will, kann er durch Daumendruck auf den oben am Handgriff befindlichen Knopf das Einschnappen in die Rasten ausschalten.
  • Die Achse f des breiteren Klangplattenendes b-c sitzt an Boden und Deckel des Gehäuses nicht in fest angebrachten Lagern; viehmehr ist sowohl das obere wie das untere Lager ungefähr quer zur Längsrichtung der Klangplatte zwischen Gleitschienen verschiebbar (Abb. 5 bis 7) und wird von beiderseitigen Federn in ungefährer Mittelstellung gehalten. Um aber dennoch ein geringes Hin- und Herschieben der Achse f bewirken zu können, ist am oberen wie am unteren Lager je ein Kniehebel s angebracht, der durch Anziehen einer an seinem längeren Arm t befestigten Schnur u mit seiner Nase v gegen das Lagerstück gedrückt werden kann. Die Schnüre beider Hebel führen über Rollen w nach einer als Pedal x dienenden viereckigen Platte, die mit einer Kante in Scharnieren y drehbar aufgehängt ist und mit der gegenüberliegenden Kante z auf Federn ruht. Sobald der Spielende seine auf dieses Pedal x gesetzte linke Hacke etwas wippen läßt, werden die Schnüre u angezogen und wieder gelockert, dabei drücken die Hebelnasen v gegen die Lagerstücke und lassen sie wieder los und erzeugen somit ein leichtes Hin- und Herschieben der Achse f, also auch des Plattenendes b-c, wodurch einVibrieren des Tones erzielt wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Musikinstrument mit plattenförmigen Tongebern aus Stahl oder andern Metallen, die nach Maßgabe der zu erzielenden Töne in S-Form gekrümmt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die S-förmige Krümmung durch mechanische Hilfsmittel erfolgt.
  2. 2. Musikinstrument nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Ende (a-d) des plattenförmigen Tongebers in an sich bekannter Weise ein Hebel (p-q) vorgesehen ist, durch den eine Krümmung der Platte erzeugt wird.
  3. 3. Musikinstrument nach Anspruch x und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Krümmung des einen Plattenendes (a-d) dienende Hebel (P-q) in an sich bekannter Weise über einer Skala (y) gleitet, die die Höhenlage der Töne angibt.
  4. 4. Musikinstrument nach Anspruch z bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Krümmung - des einen Plattenendes (a-d) bewirkende Hebel (P-q) durchÜbertragungsmittel (Hebelarme g und la und Verbindungsstange i) gleichzeitig die Krümmung des andern Plattenendes (b-c) im umgekehrten Sinne hervorruft. 5. ' Musikinstrument nach Anspruch z bis 4, gekennzeichnet durch ein Vibrierpedal (x), welches das eine Ende (b-c) der Platte hin und her schiebt.
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ID=7513783

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