DE50628C - Musikkreisel zum Bewegen mechanischer Figuren und anderer Spielzeuge - Google Patents

Musikkreisel zum Bewegen mechanischer Figuren und anderer Spielzeuge

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DE50628C
DE50628C DE188950628D DE50628DA DE50628C DE 50628 C DE50628 C DE 50628C DE 188950628 D DE188950628 D DE 188950628D DE 50628D A DE50628D A DE 50628DA DE 50628 C DE50628 C DE 50628C
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G. COLE in London, E. C. Finsbury Street 13/15
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    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63HTOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
    • A63H1/00Tops
    • A63H1/28Musical tops

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 77: Sport.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. April 1889 ab.
Dieser Kreisel soll, wenn er in Berührung mit einem Gliede der spielenden Figur gebracht wird, selbstthätig und plötzlich die Töne wechseln, während zu gleicher Zeit die Figur verschiedene fantastische Bewegungen ausführt.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 einen lothrechten Achsenschnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach x-x der Fig. 1, von unten gesehen, und Fig. 3 einen Schnitt nach 1 -1 der Fig. 1. Die Fig. 4 und 5 verbildlichen den Kreisel in Verbindung mit einer tanzenden Figur in Vorder- und Seitenansicht, während die Fig. 6 bis 8 andere Verwendungsweisen des Kreisels zur Anschauung bringen.
Mit α ist der Kreiselkörper bezeichnet, welcher sich auf einer mit ihm verbundenen festen Spitze b dreht.
Eine flache oder anders gestaltete Scheibe c ist auf einem hohlen Stiel d angebracht, welcher an seinem Aufsenende d 1 den Handgriff zum Antreiben des Kreisels aufnimmt und mit seinem unteren Ende fest um eine Stange e greift, welche durch eine in der Kreiselwandung befestigte Notenplatte f gesteckt ist und an einen inneren Punkt e1 des Kreisels unterhalb eines Lagers g endigt. Letzteres dient dazu, die Stange e und eine dieselbe umgebende Feder h in der passenden Stellung zu halten.
Die Notenplatte f ist in bekannter Weise mit Zungen f1 versehen, und die Stange e geht frei durch dieselbe, um dann mit einem halbrunden Theil durch eine geschlitzte Scheibe i zu treten, welche eine halbrunde, der Stange e entsprechende Durchlochung erhalten hat und auf diese Weise mit Bezug auf die Notenplatte f gedreht werden kann, gegen welche die Scheibe i wieder durch die Feder h und eine Klaue j geprefst wird. Die Scheibe i, welche mit einem oder mehreren Schlitzen versehen ist, dient dazu, die Zungen/1 in der über ihr befindlichen Notenplatte f, je nach den Tönen, welche gespielt werden sollen, geöffnet oder geschlossen zu halten. Bei dem durch die Fig. 1 und 2 veranschaulichten Kreisel sind drei solcher Schlitze m angeordnet , so dafs ein Accord von drei Noten auf der Notenplatte f gespielt werden kann, wobei drei Zungen oder Noten f1 durch die Schlitze der Scheibe i, wie in Fig. 2 angedeutet, unbedeckt bleiben.
Die geschlitzte Scheibe i ist mit Flügeln η η versehen, um die Drehbewegung derselben zu verzögern, wenn sie einen Augenblick durch Abwärtsdrücken der Feder h freigemacht ist, wie später beschrieben wird.
Fig. 3 zeigt in einem Schnitt nach Linie 1 -1 die Anordnung eines Schutzbleches, um zu verhindern, dafs Luftströme rückwärts durch den Kreisel während der Dreh- und Spielperiode treten.
Der Kreisel wirkt in folgender Weise. Derselbe wird auf einer geeigneten Unterlage (am besten einer Porzellanscheibe, um ihn in der Stellung zu erhalten) mit Hülfe einer um seinen Hals 0 gewundenen Schnur und eines in den hohlen Stiel d bei d1 gesteckten Handgriffes in Drehung versetzt, worauf man den Handgriff entfernt.
Die Füfse, Beine, Arme oder ein sonstiger Theil einer Figur, oder ein Arbeitstheil des die Figur treibenden Werkes wird hierauf in Berührung mit der Scheibe c gebracht, und diese
periodische Berührung verursacht' ein Abwärtsdrücken der Scheibe c sowie der. Stange c und der Feder h, welche so für einen Augenblick die geschlitzte Scheibe i freigiebt. Letztere empfängt nun durch die Flügel η η eine Verzögerung in ihrer Bewegung, so dafs dieselbe ihre Stellung mit Bezug auf die Notenscheibe wechselt und somit selbstthätig eine Veränderung in dem Ton während der Drehbewegung des Kreisels herbeiführt.
Fig. 4 zeigt die Verwendung des Kreisels in Verbindung mit einer tanzenden Figur, deren Füfse in directer Berührung mit der Scheibe c des Kreisels stehen und so die Stange e abwärts drücken und ein wenig in ihrer Bewegung aufhalten, um. aussetzend die Scheibe i zu veranlassen, die Noten zu ändern, während sie gleichzeitig die der Figur zu gebenden fantastischen Bewegungen herbeiführt.
Fig. 5 veranschaulicht in Seitenansicht die bekannte Vorrichtung zum Aufhängen einer solchen Figur.
Fig. 6 zeigt eine andere bekannte Vorrichtung zum Treiben von Spielzeugen. Bei dieser Anordnung wird die Bewegung mittelst einer Kugel oder eines Gewichtes übertragen, welches in elastische Verbindung mit einem Pendel zur Hervorbringung einer schwingenden oder mit einer Kurbel zur Erzeugung einer drehenden Bewegung gebracht ist. Diese Bewegungen werden in irgend einer - bekannten Weise nutzbar gemacht.
Die Fig. 7 und 8 veranschaulichen den neuen Kreisel in Verbindung mit einem Trommler, wobei die Trommelstöcke die beschriebene Wirkung auf den Mechanismus zum Wechseln der Töne ausüben. Zu dem Zwecke drehen sich die Hände des Trommlers frei an dem Handgelenk.
Die Scheibe c wird zweckmäfsig mit Aussparungen und Rippen versehen oder in irgend einer Weise rauh gemacht; auch kann dieselbe theilweise aus Borsten oder einem ähnlichen elastischen Material hergestellt werden, um von einem Antriebstheil des Spielzeuges die Verzögerung zu erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein mit einem mechanischen Spielzeug verbundener Musikkreisel, bei welchem ein Wechsel der Töne dadurch selbstthätig herbeigeführt wird, dafs man einen oder mehrere Arbeitstheile des Spielzeuges mit einer Scheibe (c) einer losen Stange (d e) in Berührung bringt, welche sich frei in dem Kreisel dreht und in diesem endigt und bei ihrer Drehbewegung eine geschlitzte Scheibe (i) mitnimmt, welche normal in Berührung mit einer in dem Kreiselkörper befestigten Zungenplatte durch eine Feder derartig gehalten wird, dafs dieselbe durch die Scheibe (c) für einen Augenblick von solcher Berührung gelöst wird und eine Verzögerung erleidet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188950628D 1889-04-30 1889-04-30 Musikkreisel zum Bewegen mechanischer Figuren und anderer Spielzeuge Expired DE50628C (de)

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