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Kreisel.
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blee, h, Fig. 31-34 einen Kreisel aus Blech mit gepresstem Zahnwulst, Fig. 35 eine Zahnform mit unterschnittenen Flanken, Fig. 36 eine andere Zahnform mit unterschnittenen Flanken, Fig. 37 und 38 einen Kreisel aus Draht.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte allgemeine Anordnung zeigt eine geeignete Zahnform. Für die Funktion des Antriebes ist es erforderlich, dass die Zähne hinreichend entwickelte, radial verlaufende Zahnflanken auf der dem Schlage zugekehrten Zahnseite aufweisen. Bei unterschnittenen Zähnen, wie sie in Fig. 35 und 36 dargestellt sind, ist der Eingriff der Schlägerschnur noch zuverlässiger gesichert. Zweckmässig ist ausserdem eine möglichst schmale Zahnkopfbreite der Zähne und relativ weite Zahnlücken.
Da bei grösserer Zähnezahl und wünschenswert weiten Zahnlücken die Zähne für manches Material zu schwach ausfallen. würden, sind sägeartige Zähne als die geeignetste Form anzusprechen, da sie sowohl weite Zahnlücken bei geringster Zahnkopfbreite wie auch widerstandsfähige, an der Basis breite Zähne ergeben (Fig. 7,8 und 13).
-.. Ein Kreisel mit solcher Sägezähnung ist nur durch Schläge von der Seite, nach der die radialen Zahnflanken weisen, anzutreiben. Beim Schlag von der entgegengesetzten Seite würde die Schlägerschnur an den schiefen Zahnflanken abrutschen und keinen Antrieb ergeben. Beim Handwechsel- rechte Hand, linke Hand-ist daher ein solcher Kreisel umzukehren. Aus Fig. 3 und 4 ist die Änderung der Zahnrichtung durch die Umkehrung zu ersehen. Die in den Fig. 9-11 dargestellte Ausführungform ist mit einer Vorrichtung versehen, durch deren Wirkung der Kreisel Sprungbewegungen vollführt. An der Unterseite der Kreiselscheibe j ! ist in den Lagerösen 4 die Welle 5 radialliegend drehbar gelagert, die an ihrem äusseren Ende die Stemmstütze 7 und an ihrem inneren die Pendelgewichte 6 trägt.
Im Ruhezustand und bei gleichförmiger Rotation bewirkt das Gewicht 6, dass die Stemmstütze 7 nach oben an die Kreiselseheibe angedrückt wird. Bei einem heftigeren Treibschlag schwingt dagegen das Gewicht 6 infolge der Trägheit zurück, und die Stemmstütze 7 senkt sich dadurch, berührt den Boden, in den sie sich einstemmt. Da die Stemmstütze 7 länger gehalten ist als die Kreiselachse, wird der Kreisel nun durch seine eigene Drehwucht gehoben, und da dies rasch erfolgt, wird diese Aufwärtsbewegung infolge der grossen Geschwindigkeit, die dem Kreisel erteilt wird, zum Sprung.
Nach jedem heftigeren Schlag vollführt daher der mit dieser Vorrichtung versehene Kreisel einen Sprung, und es können daher Kreisel, bei denen sich die Stützen unter dem Druck des fallenden Kreisels nach dem Sprunge wieder senken, infolge der durch die Erfindung gegebenen Möglichkeit des dauernden Antriebes in fortgesetzten Sprungbewegungen erhalten werden.
Eine neue und durchaus eigenartige Wirkung wird erzielt durch die Kombination dieses Kreiselantriebes mit einer Flugschraube. Es sind zwar schon Kreisel mit eingebauten Luftschraubenflächen bekannt. Diese Kreisel werden entweder durch eine um ihre Achse gewickelte Schnur oder durch eine eingebaute Feder zum einmaligen Aufliegen gebracht. Erst durch den Einbau der Luftschraubenflächen in Kreisel mit den erfindungsgemässen Zähnen wird ein unbegrenzt dauernder Antrieb des Kreisels während des Fliegens und dadurch ein dauerndes Fliegen ermöglicht. Die in Fig. 12 dargestellte Ausführung. dieser Art zeigt die aus Federstahl hergestellte Felge 9, auf die der aus Stahldraht gebogene Zahnkranz 3 mittels Punktschweissung aufgesetzt ist.
Innerhalb der Felge 9 ist die aus dünnem Aluminiumblech gepresste vierflügelige Schraube 10 eingenietet. Der untere Achsenteil ist zweckmässig mit einem kleinen Gewicht 11 beschwert. Die neue Wirkung dieser Anordnung ist die dauernde Flugfähigkeit eines solchen Kreisels.
Zur Erleichterung des Antriebsbeginnes, bei dem die Kreiselachse am oberen Ende gehalten werden muss, wird dieses Ende zweckmässig mit einer drehbaren Muffe 12 (Fig. 14) versehen. Durch das Verbreitern des Achsfusses 13 (Fig. 14), so dass der Kreisel auf einer Kugelfläche läuft, wird bewirkt, dass wenn die Achse nicht genau senkrecht zum Boden steht, sondern, was zumeist der Fall sein wird, etwas geneigt, der Kreisel bogenförmige Bahnen zieht.
Gemäss Fig. 15 erfolgt der Antrieb mittels einer an einem Gabelstock (beispielsweise einer Weidengabel) befestigten Schnurschlinge, gemäss Fig. 16 mittels einer Peitsche. Fig. 17 zeigt einen Gabelschläger dieser Art, An Stelle einer Weidengabel 16 sind Gabelstücke mit Kautschukzinken oder Zinken aus Stahldrahtschraubenfedern 19 (Fig. 18) infolge der grösseren Elastizität ihres Schlages vorzuziehen.
Eine weitere geeignete Schlägerform zeigt Fig. 19, die aus zwei in einem Holzgriff 22 eingesetzten elastischen Stäbchen (spanische Rohr) 23 besteht, welche an ihren auseinandergekrümmten Enden mit einer Schnur 17 verbunden sind.
Um billigeres Holz oder anderes Material verwenden zu können, können die Zähne des Kreisels, statt in die Kreiselscheibe selbst eingeschnitten oder eingefräst zu werden, auch in die vorgearbeitete oder vorgebohrt Rundscheibe eingesetzt werden. In den Fig. 20-24 ist eine solcher Kreisel mit einge- setzten Zähnen und geeigneten Zahnformen im Schnitt dargestellt. Die einzelnen Zähne können auf diese Weise alle der Faser nach aus einer Holzleiste oder aus Rundholz geschnitten werden, wodurch ihre Festigkeit gewinnt. Eine ebenfalls billige Herstellung wird durch die Aufbringung eines Zahn-
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ersteren Fall wird der fertige Drahtzahnring in eine am Rand der Kreiselscheibe vorgesehene Rille 26 eingesetzt. Infolge seiner zahlreichen zahnförmigen Krümmungen ist der Ring so weit elastisch, dass
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er sich über den Rillenrand stülpen lässt.
Im letzteren Fall wird der Stahlblechzahnring ebenso vermöge seiner elastischen Dehnbarkeit auf dem halbrund oder eckig gearbeiteten Scheibenrand aufgebracht.
Aus einem Stück herstellbar sind auch Kreisel aus Blech, deren Zähne gestanzt und danach durch Pressen gewulstet werden (Fig. 31-34).
Günstig für billige Massenerzeugung ist auch die Herstellung des Kreisels aus Draht (Fig. 37 und 38), wobei in Speichenbohrungen einer Holznabe od. dgl. radiale Drahtspeichen 30 eingesteckt werden, die hierauf durch elektrische Punktschweissung mit einem Drahtring 31 verschweisst werden, über den die Enden der Drahtspeichen als Zähne hinausragen. Eine weitere billige Herstellungsweise des Kreisels aus Draht ist auf die Art möglich, dass ein aus Draht gebogener oder aus einem Blechstreifen gepresster Zahnring, wie in den Ausführungsformen Fig. 25 (25) bzw. Fig. 28 (27), durch eine Wicklung aus dünnem Draht oder durch mit ihm verlötete oder verschweisste Drahtspeichen auf einer Nabe oder Achse zentriert, verspannt wird.
In Fig. 25 ist eine an Stelle der Holzscheibe gedachte Drahtverspannung (Speichen) 32 punktiert eingezeichnet.
Der Treibkreisel kann in bekannter Weise durch Aufkleben oder sonstige Befestigung eines Farbenkreisels zur Erzeugung schöner Farbeffekte verwendet werden. Durch Anbringung von Lippenoder Zungenpfeifen kann auch der Kreisel zum Tonkreisel gemacht werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kreisel, der behufs Antrieb (durch Schnurschläger) an seinem Umfange mit Zacken od. dgl. versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle von Zacken od. dgl. Zähne (3) mit radialen oder unterschnittenen Flanken angeordnet sind zu dem Zweck, dass bei tangentialen Treibschlägen mit einem Schnurschläger (Schlinge, Peitsche) die Schnur desselben an den Zähnen festen Halt findet, wodurch die Kraftübertragung vom Schläger auf den Kreisel vollkommener stattfindet und der Kreisel andauernd rotierend erhalten werden kann.