DE99479C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10G—REPRESENTATION OF MUSIC; RECORDING MUSIC IN NOTATION FORM; ACCESSORIES FOR MUSIC OR MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. SUPPORTS
- G10G7/00—Other auxiliary devices or accessories, e.g. conductors' batons or separate holders for resin or strings
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Stringed Musical Instruments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musik-Instrumente.
in TURIN.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 18. April 1897 ab.
Bei kleineren Orchestern spielt der Dirigent fast immer ein Instrument, sei es Pianino, sei
es Flöte oder Geige etc. Da es ihm natürlich unmöglich ist, gleichzeitig zu spielen und zu
dirigiren, so mufs er entweder aufhören, den Taktstock zu schwingen und sein Instrument
spielen in den Zeitpunkten, wo der regelmäfsige Takt der Musik ihm zu spielen erlaubt, oder
er mufs aufhören zu spielen und den Taktstock ergreifen, um den anderen Künstlern
den Takt zu geben, wenn es nothwendig ist. Hierdurch entsteht einerseits der sehr schwer
empfundene Nachtheil einer unterbrochenen Direction, andererseits der Mifsstand, dafs ein
Instrument (überdies eines der wichtigsten, da es der Dirigent selbst spielt) fehlt, gerade in den
Zeitpunkten, wo die Gesammtheit des Orchesters vollständig zum Ausdruck kommen soll.
Durch die vorliegende Erfindung wird nun bezweckt, diese Unannehmlichkeiten zu vermeiden
und ein mechanisches Mittel zu schaffen, mit welchem einer der mitspielenden Künstler
das Orchester unausgesetzt dirigiren kann, ohne dafs er jemals das eigene Spiel unterbrechen
mufs. Man kann oft die Bemerkung machen, dafs sehr viele Musiker während des Spielens sich selbst den Takt mit den Füfsen
geben. Diese Thatsache hat die Erfinder auf die Idee gebracht, die Bewegung der Füfse zu
dem vorgeschlagenen Zwecke auszunutzen. Hierbei werden die beiden Arme eines Automaten
analog den Actionen eines wirklichen Dirigenten bewegt, und zwar durch Vermittelung
der Füfse eines als Dirigent handelnden Musikers.
Die beiliegende Zeichnung zeigt eine Ausführungsform der gegenwärtigen Erfindung.
Die Vorrichtung kann natürlich in beliebiger Gröfse und mit geeigneten Constructionsänderungen
ausgeführt werden. Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in Stirnansicht, Fig. 2 in Seitenansicht,
die Fig. 3a, 4, 4a, 5 und 5a zeigen
Einzelheiten, die in den Fig. 3, 4 und 5 im Grundrifs und in den Fig. 3a, 4a und 5 a in
Seitenansichten dargestellt sind.
Fig. 6 zeigt in perspectivischer Ansicht die Vorrichtung mit der Anordnung der Pedale
für einen Dirigenten, der Pianino spielt, und Fig. 7 eine ähnliche Darstellung für einen
Dirigenten, der Flöte, Geige u. dergl. spielt, während Fig. 8 eine Oberansicht des Tisches,
auf welchem der Dirigent steht, veranschaulicht.
Die Zeichnung zeigt nur den Kopf und die Hände des mechanischen Dirigenten vollständig;
die übrigen Theile werden mit Stoff und Papiermache in geeigneter Weise bekleidet, so
dafs das Ganze eine menschliche Gestalt darstellt, wie aus Fig. 7 ersichtlich.
Zwei Röhren j1 und f2 bilden die Füfse
des Automaten. Der Körper hat die Form eines doppelten T und wird hergestellt durch
die Röhren oder Stangen BCE1E2; die
Säule, welche nach oben verlängert ist, trägt den Kopf "A des Automaten. Letzterer ist auf
einem Tisch D von solcher Höhe befestigt, dafs er das Orchester überragt. Der Tisch
ruht zweckmäfsig auf drei Füfsen d1 d'2 dB,
kann aber natürlich auch in jeder beliebigen anderen Weise gelagert werden. Auf dem
Boden sind die beiden Pedale ρ1 τρ% für die
Füfse des Dirigenten passend angeordnet.
Die Anordnung der Fig. i, 2, 4, 4a und 7 zeigt die Stellung der Pedale für einen
Dirigenten, welcher Flöte, Geige oder dergleichen spielt, d. h. ein Instrument, das ihm
erlaubt, den Automaten vor sich zu haben; daher sind auch, wie aus Fig. 4 und 7 ersichtlich,
die Pedale plp2 zu beiden Seiten des nach
hinten gehenden Fufses d3 angeordnet und an demselben durch die Verbindungsstücke t1 i2
befestigt. Die Fig. 3, 3 a und 6 zeigen die Anordnung der Pedale für einen Dirigenten,
welcher Pianino spielt und den Automaten hinter sich hat. Daher stehen die Pedale zunächst
den beiden vorderen Füfsen .d1 und d2, mit
welchen, sie wieder durch das Gestänge t112
verbunden sind, während, wie aus Fig. 3 und 6 ersichtlich, der Fufs "d 3 von den Pedalen am
weitesten entfernt ist. Der Sitz des Flöte oder Geige spielenden Dirigenten befindet sich über
den Hebeln I1M1I2Tn2. Die Bewegung der
Pedale wird durch Hebel p1 llp2 Z2 auf die
Verticalstangen Pi2 übertragen, welche durch
die Fufsröhren j1 p hindurchziehen (Fig. 1, 2,
4, 4 a und 7). In jenem Falle, wo der Dirigent Pianino spielt (Fig. 3, 3 a und 6) genügen die
directen Hebel p1 Z1 und p112 nicht mehr, es
mufs vielmehr ein System von Winkelhebeln P1I1Tn1U1 bezw. p2 I2 m2 n2 eingeschaltet werden.
Bei beiden Anordnungen (die Füfse bleiben stets auf den Pedalen mit den Absätzen bei t
und mit den Zehen help) bedingt ein Abwärtsdrücken
der Zehen einen Niedergang der Stangen V i2, und umgekehrt. Die letzteren
sind in entsprechenden Ausschnitten des Tisches D (Fig. 8) bezw. durch die Röhren J1J2
des Automaten geführt und etwas über die Stangen E1 E2 hinaus verlängert. Sie sind
vom oberen Ende der Füfse J1J2 an s-förmig
nach rückwärts gebogen und greifen je mit ihrem oberen Ende in eine oblonge Ausnehmung
b2 der rückwärtigen Verlängerungen bl
der beiden Arme b des Automaten ein. Die letzteren sind drehbar an den äufseren Enden
der Stangen E1E2 befestigt. An Oese e1 von i1
und e2 von b ist eine Zugstange f1 befestigt,
welche diese beiden Elemente mit einander verbindet. Ein Bolzen o1 stellt die Verbindung
zwischen dem Vorderarm α und dem Ann b her, und eine Nase c der rückwärtigen Verlängerungen
des Vorderarmes, welche sich gegen den Anschlag r von b legt, hindert den
Vorderarm, über die äufsere Stellung des gestreckten rechten Armes hinauszugehen, während
der Vorderarm jede andere Stellung dem gebogenen Arm entsprechend mittelst der nachfolgenden
Einrichtung einnehmen kann. An den StangenE'2
sind die in ihrer Stellung mittelst Schrauben regulirbaren Bolzen q befestigt. Eine 'Zugstange
f2 verbindet die Oese e3 von q mit
Oese e4 eines Hebels g, der um Bolzen o2 des
Armes b drehbar ist.
■ Eine Zugstange /3 geht von der Oese e5
des Hebels g aus und verbindet denselben mit der Oese e6 an dem Vorderarme. Letzterer
trägt die Hände, deren rechte den Taktstock führt und deren linke, offen ist und in der
gewöhnlichen Stellung sich befindet, in welcher sie dem Orchester Zeichen giebt. Endlich ist
noch eine Feder s angebracht, deren unteres Ende s1 am Fufse_/1 und deren oberes Ende s2
an der Verlängerung b1 des Armes b angreift.
Eine andere Feder u ist mit ihrem oberen Ende u1 am Tische D und mit ihrem unteren
Ende u2 an der Stange V angebracht. Diese Feder unterstützt die genannte Feder s durch
Heben der Stange f1, damit die Bewegung des
Armes gemildert wird.
Alle Anordnungen sind natürlich symmetrisch auf beiden Seiten des Apparates und für beide
Arme des Automaten angebracht.
Durch jeden Druck, welcher von Seiten des Dirigenten mittelst eines seiner Füfse auf das
bezügliche Pedal (z. B. p1) ausgeübt wird, wird die Stange i1 und mit ihr die Zugstange fl
nach abwärts gezogen. Hierdurch wird der Arm b gezwungen, sich um seine Achse E1
nach unten zu drehen, wobei die Feder s infolge Aufwärtsgehens des. Hebelarmes b1 gespannt
wird. Gleichzeitig zieht die Zugstange/2, deren Ende e3 auf der feststehenden Oese q
von E1 befestigt ist, die Oese cl des Hebels g
zurück.
Dadurch geht die Oese e5 (in Bezug auf die
Achse des Armes b) nach vorn und die Zugstange/3 streckt den Vorderarm. Hieraus ergiebt
sich, dafs bei Abwärtsdrücken des Pedals auch der damit correspondirende Arm abwärts
geht (Fig. 2, linker Arm). Wird der Fufs gehoben, so führen die beiden Federn s und u
die Mechanismen in ihre ursprüngliche Lage zurück. Hierbei stöfst die Zugstange /2 die
Oese e4 des Hebels g vor, so dafs letzterer,
sich um seinen Drehpunkt o2 drehend, sich senkrecht zu dem Arm b stellt und die Zugstange/3
den Vorderarm α hebt (Fig. 2, rechter Arm). Es bewirkt also das Heben des Fufses
ein Heben und gleichzeitiges Beugen des Armes. Die hiermit ausgeführten Bewegungen sind
ganz genau die des menschlichen Armes.
Es genügt aber nicht allein, dafs die Arme sich in verticaler Richtung heben und senken;
um die nothwendige Taktgebung zu vervollständigen, müssen sie im gewünschten Moment
nach rechts oder links gedreht werden. Dies geschieht auf folgende Weise:
Die Pedale sind derart angeordnet, dafs dieselben von dem Fufs, welcher sich auf die-
selben stützt, nach rechts oder links gedreht werden können. Hierdurch werden die Stangen
z1 bezw. P, welche mit den Pedalen verbunden
sind, ebenfalls verschoben. Die Stangen i1 i2 gehen durch entsprechende Ausschnitte
des Tisches JD (Fig. 8), welche nur wenig gröfser sind, als diese Stangen stark sind, so
dafs die Ausnehmungen im Tische dadurch gewissermafsen zum Drehungspunkt der als
zweiarmige Hebel wirkenden Stangen i1 z'2
werden. Wird nun ein Pedal nach aufsen bewegt, so schwingt der unterhalb des Tisches
liegende Theil der Stange i1 bezw. z'2 ebenfalls
nach aufsen, während der obere Theil dieser Stangen nach innen (gegen die Mitte des ganzen
Automaten) zu schwingt. Dieser Theil ragt jedoch in die Ausnehmung b'2 der Verlängerung
Z>i des Armes b hinein, und da der Arm
mittelst eines Cardani'sehen Gelenkes auf E
bezw. E1 befestigt ist, wird die Verlängerung b1
ebenfalls nach dieser Richtung hin mitgenommen. Hierdurch wird aber gleichzeitig
der Unterarm b, welcher mit seiner Verlängerung b1 einen zweiarmigen Hebel bildet, nach
der entgegengesetzten Richtung, also derselben Richtung wie der Fufs, gedreht.
Diese seitliche und gleichzeitig auf- und abwärts gehende Bewegung der Arme, welche
durch die correspondirende Bewegung der Füfse auf den Pedalen erreicht wird, giebt den
Takt in der gleichen Weise, wie dies der Dirigent selbst im Stande wäre.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Taktirvorrichtung mit mechanischer Figur, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bewegung beider Arme sowohl der Höhe nach als auch seitlich gleich jener der menschlichen Arme durch entsprechende Bewegungen von Pedalen bewirkt wird, wobei die letzteren durch verticale Stangen mit den Armhebeln und diese wieder durch Schnüre mit den Vorderarmhebeln in Verbindung stehen, so dafs durch die Bewegung der Pedale, in Verbindung mit hierzu entgegengesetzt wirkenden Federn, die Vorderarme gebogen und gestreckt, sowie die Arme auch gleichzeitig unabhängig von einander nach rechts oder links gedreht werden können, wobei für den Fall, dafs die Vorrichtung hinter dem Dirigenten angebracht werden mufs, zwischen Pedale und Verticalstange noch besondere Hebel eingeschaltet werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99479C true DE99479C (de) |
Family
ID=370356
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99479D Active DE99479C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99479C (de) |
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- DE DENDAT99479D patent/DE99479C/de active Active
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