DE29367C - Schlagwerk ohne Windfang, ohne Anlaufrad und mit schwingendem Hammer - Google Patents
Schlagwerk ohne Windfang, ohne Anlaufrad und mit schwingendem HammerInfo
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- DE29367C DE29367C DENDAT29367D DE29367DA DE29367C DE 29367 C DE29367 C DE 29367C DE NDAT29367 D DENDAT29367 D DE NDAT29367D DE 29367D A DE29367D A DE 29367DA DE 29367 C DE29367 C DE 29367C
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- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
- G04B21/00—Indicating the time by acoustic means
- G04B21/02—Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Neue der vorliegenden Erfindung besteht zunächst darin, dafs die in der Uhrmacherkunst
bei Schlagwerken bisher unentbehrlichen Einrichtungen, Windfang und Anlaufrad, fortfallen
und dafs die Wirkungen dieser beiden Schlagwerktheile ersetzt werden durch ein an seinem
Aufsenrand mit Hemmzähnen versehenes Hebnägelrad in Verbindung mit einer Welle, an
welcher zum freien Durchgang der Hemmzähne des Hebnägelrades ein Einschnitt ausgefeilt ist;
ferner darin, dafs der Hammer nicht wie bisher auf einem an der Platine angebrachten Stifte
ruht und, von den Hebnägeln gehoben, in Thätigkeit kommt, sondern dafs derselbe, klöppelartig
an einem Stiel herabhängend, im Ruhezustande von dem Hammerfang festgehalten wird, beim
Auslösen, durch Oeffnen des Fanges frei werdend, gegen das Hebnägelrad schwingt und von dessen
Nägeln gegen die Glocke geschleudert wird; ferner darin, dafs bisher die Hemmung des Schlagwerkes
durch eine Falle bezw. einen Rechen bewirkt wurde, während bei der vorliegenden Erfindung
ein aus zwei Armen bestehender Hammerfang, dessen oberer loser Arm auf einem besonderen
Fanghalter ruht, das Schlagwerk dadurch hemmt, dafs sein oberer Arm herabfällt und so beim
Schliefsen des Fanges einen am Stiel des Hammers angebrachten Stift bezw. den Hammer
selbst festhält; endlich aber auch darin, dafs die Schlufsscheibe nicht mit Einschnitten, sondern
mit vorstehenden Zähnen versehen ist, und dafs auf ihr keinerlei Reibung wie bisher durch
das Aufliegen der Falle stattfindet.
Auf der beiliegenden Zeichnung zeigen:
Fig. ι die vordere Ansicht des Uhrwerkes ohne Zifferblatt,
Fig. 2 die hintere Ansicht des Uhrwerkes mit dem Schlagwerk in Ruhe,
Fig. 3 dieselbe Ansicht mit dem Schlagwerk in Thätigkeit,
Fig. 4 die Seitenansicht mit dem Schlagwerk in Ruhe,
Fig. 5 den Schnitt von A-B von C aus bei ruhendem Schlagwerk, gesehen, und
Fig. 6 denselben Schnitt im Moment, wo das Schlagwerk in Thätigkeit ist.
Dieses Schlagwerk braucht bei einmaligem Aufziehen des Werkes im Jahre vier, bei monatlichem
Aufziehen drei und bei täglichem Aufziehen nur zwei Räder. Die beiliegende Zeichnung
zeigt ein Uhrwerk mit einmal im Jahre aufzuziehendem Geh- und Schlagwerk.
Das Schlagwerk besteht in diesem Falle aus vier Rädern, von denen das Federhaus a in
den Beisatztrieb b greift, während das Beisatzrad c durch den Trieb d das Schlufsrad e bewegt,
welches in den Trieb / des Hebnägelrades g greift.
Das Hebnägelrad g trägt auf seinem inneren Reifen die Hebnägel h, während sein äufserer
Reifen mit so viel Hemmzähnen i versehen ist, als Hebnägel h vorhanden sind. An der vorderen
Platine und an dem an der hinteren Platine angeschraubten Winkel k ist eine Welle /
derart angebracht, dafs ihre Achse genau in die Peripherie der äufsersten Spitzen der
Hemmzähne i (s. Fig. 5 und 6) zu liegen kommt. Da, wo die Zähne i die Welle / treffen, ist dieselbe
bis auf ihren Mittelpunkt mit einem Einschnitt m versehen, um die Hemmzähne i des
Hebnägelrades h hindurchzulassen, wenn das Schlagwerk in Thätigkeit ist, Fig. 6. Nach dem
Schlage wird der nächstfolgende Zahn i des Rades g und mit ihm das Schlagwerk dadurch
gehemmt, dafs sich derselbe gegen den dem Einschnitt m gegenüberliegenden Rücken der
Welle / legt. An dem auf Winkel k beweglichen
Ende der Welle / ist der Stiel η des Hammers ο und an dem anderen Ende der
Welle / die Klinke p fest angebracht. Am Unteren Ende des Hammerstieles η ist ein
Stift r angeordnet, welcher, wenn Hemmung erfolgen soll, von dem aus den beiden Armen ί
und t bestehenden Hammerfang festgehalten wird. Der Hammerfang sitzt mit seinem unteren
Arm s fest auf der Welle v, während sein oberer Arm t um die Welle υ · beweglich ist. An
dem äufseren Ende des Armes t ist rechtwinklig ein Lappen w derart beweglich angebracht,
dafs derselbe beim Eintritt des Stiftes r in das Innere des Hammerfanges einklappen und sofort
zurückfallen kann, um den Fang zu schliefsen und den Stift r festzuhalten; der am Arm t
angebrachte Stift χ läfst den oberen Arm t beim Schlufs des Hammerfanges nicht vollständig
auf dem unteren Arm s aufliegen, so dafs ein voller Abschlufs vermieden wird und
der Stift r noch zwischen den Armen hindurch kann.
Um nach dem Auslösen den Arm t hoch, d. h. den Hammerfang offen zu halten,, ist an
der hinteren Platine der Fanghalter y auf einem Stift drehbar und derart angebracht, dafs der
beim Auslösen hochgehobene Arm t mit seinem umgebogenen Ende ζ auf den Ansatz a1 zu
liegen kommt und hier so lange festgehalten wird, bis der nächste Zahn /;' der Schlufsscheibe
d1 in das obere Ende el des Fanghalters
y eingreift, worauf durch die Rückwärtsbewegung des Fanghalters y der Arm t wieder
abfällt und den Hammerfang schliefst. Die Schlufsscheibe d' unterscheidet sich von den
bisher angewendeten Schlufsscheiben einerseits dadurch, dafs sie nicht mit Einschnitten, sondern
mit vorstehenden Zähnen bl versehen ist, und andererseits,' dafs auf ihr keinerlei Reibung,
wie bisher durch die Falle, stattfindet. Am oberen Ende des Hammerstieles ist ein hoch und
niedrig zu schraubendes Gegengewicht gl angebracht,
um die Schwingung des Hammers ο zu reguliren.
Thätigkeit des Schlagwerkes.
Das Viertelrad /', PIg. i, 2 und 4, hebt mit seinem Stift /z1 den Hebel cl auf der vorderen Seite hinter dem Zifferblatt nach oben. Da Hebel c1 auf der hinteren Seite, Fig. 2, 3 und 4, durch Welle ν mit dem unteren Arm ί des Hammerfanges fest verbunden ist, so mufs .s den Bewegungen des Hebels cx folgen und mit ί zugleich der obere Arm t des Hammerfanges. Ist Stift h1 des Viertelrades /' so weit vorgerückt, dafs Hebel cr frei wird, so fällt er zurück auf Stift h'i und gleichzeitig mit ihm der Arm s nach unten, während der Arm t mit seinem umgebogenen Ende ζ auf a' hängen bleibt, wodurch der Hammerfang geöffnet wird und ^der Hammer o, frei werdend, nach der der Glocke vl entgegengesetzten Seite zu schwingt. Hierdurch wird Welle / gedreht und das Hebnägelrad g, Fig. 6, frei; der zunächst stehende Hebnagel h erfafst die Klinke /, giebt dadurch der Welle / einen neuen Anstofs und schleudert den Hammer 0 gegen die Glocke υ'; sobald der Schlag erfolgt ist, hat die Welle / wiederum eine halbe Drehung gemacht und hemmt mit ihrem Rücken das Hebnägelrad g so lange, bis der Hammer 0 wiederum nach entgegengesetzter Richtung geschwungen und der Welle /, Fig. 5, neuen Anstofs gegeben hat; dieses Spiel beginnt so lange von neuem, bis der nächste Zahn bl der Schlufsscheibe d' den Fanghalter y zurückwirft, der Arm t, hierdurch herabgleitend, den Hammerfang schliefst und dieser den Hammerstiel η mit r festhält.
Das Viertelrad /', PIg. i, 2 und 4, hebt mit seinem Stift /z1 den Hebel cl auf der vorderen Seite hinter dem Zifferblatt nach oben. Da Hebel c1 auf der hinteren Seite, Fig. 2, 3 und 4, durch Welle ν mit dem unteren Arm ί des Hammerfanges fest verbunden ist, so mufs .s den Bewegungen des Hebels cx folgen und mit ί zugleich der obere Arm t des Hammerfanges. Ist Stift h1 des Viertelrades /' so weit vorgerückt, dafs Hebel cr frei wird, so fällt er zurück auf Stift h'i und gleichzeitig mit ihm der Arm s nach unten, während der Arm t mit seinem umgebogenen Ende ζ auf a' hängen bleibt, wodurch der Hammerfang geöffnet wird und ^der Hammer o, frei werdend, nach der der Glocke vl entgegengesetzten Seite zu schwingt. Hierdurch wird Welle / gedreht und das Hebnägelrad g, Fig. 6, frei; der zunächst stehende Hebnagel h erfafst die Klinke /, giebt dadurch der Welle / einen neuen Anstofs und schleudert den Hammer 0 gegen die Glocke υ'; sobald der Schlag erfolgt ist, hat die Welle / wiederum eine halbe Drehung gemacht und hemmt mit ihrem Rücken das Hebnägelrad g so lange, bis der Hammer 0 wiederum nach entgegengesetzter Richtung geschwungen und der Welle /, Fig. 5, neuen Anstofs gegeben hat; dieses Spiel beginnt so lange von neuem, bis der nächste Zahn bl der Schlufsscheibe d' den Fanghalter y zurückwirft, der Arm t, hierdurch herabgleitend, den Hammerfang schliefst und dieser den Hammerstiel η mit r festhält.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Schlagwerk ohne Windfang, ohne Anlaufrad und mit schwingendem Hammer, bestehend aus folgenden Einrichtungen:
i. der in der vorderen Platine und auf dem an der hinteren Platine angeschraubten Winkel k lagernden Welle / mit dem Einschnitt m und der Klinke p\.2. dem mit doppelten Radreifen versehenen Hebnägelrad g, auf dessen innerem Reifen die Hebnägel h und auf dessen äufserem Reifen ■ die Hemmzähne i angebracht sind, in Verbindung mit der unter 1. erwähnten Welle / zum Ersatz für Windfang und Anlaufrad ;3. dem an der Welle / mittelst Stieles η angebrachten klöppelartig herabhängenden Hammer 0 mit dem oben am Stiel η angebrachten Gegengewicht g ] zur Regulirung der Schwingungen und mit dem am Stiel η kurz über dem Hammer ο angeordneten Fangstift r, an welchem der Hammer 0 vom Hammerfang festgehalten wird;4. dem aus den beiden Armen ^ und t bestehenden Hammerfang, dessen unterer Arm s auf der Welle ν fest aufsitzt, während dessen oberer Arm t mit dem Stift χ und dem Schliefslappen w um die Welle ν beweglich ist, damit er, beim Auslösen auf den Einschnitt a1 des Fanghalters y gehoben, mit seinem umgebogenen Ende ζ bis zur Hemmung des Hammers ο auf a1 ruhen kann;5. der Schlufsscheibe </!, welche nicht mit Einschnitten, sondern mit vorstehenden Zähnen £! zum Eingreifen in den Fanghaltery versehen ist und auf welcher keinerlei Reibung, wie bisher durch die auf ihr ruhende Falle, stattfindet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.BERLIN; GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREl.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29367C true DE29367C (de) |
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ID=305548
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29367D Active DE29367C (de) | Schlagwerk ohne Windfang, ohne Anlaufrad und mit schwingendem Hammer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29367C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CZ307063B6 (cs) * | 2014-04-11 | 2017-12-27 | Jiří Hudeček | Zařízení pro vertikální dopravu mezi dvěma výškovými úrovněmi |
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- DE DENDAT29367D patent/DE29367C/de active Active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CZ307063B6 (cs) * | 2014-04-11 | 2017-12-27 | Jiří Hudeček | Zařízení pro vertikální dopravu mezi dvěma výškovými úrovněmi |
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