DE6991C - Schlagwerk für Uhren - Google Patents

Schlagwerk für Uhren

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DE6991C
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DE
Germany
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wheel
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striking mechanism
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Active
Application number
DENDAT6991D
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English (en)
Original Assignee
GEBR. KREUZER, Uhrenfabrikanten, in Furtwangen i./Baden
Publication of DE6991C publication Critical patent/DE6991C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B21/00Indicating the time by acoustic means
    • G04B21/02Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour
    • G04B21/12Reiterating watches or clocks

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

1879.
Klasse 83.
GEBR. KREUZER in FURTWANGEN (Baden). Schlagwerk für Uhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Februar 1879 ab.
Die gewöhnlichen Schlagwerke mit Schlofsrad haben den Nachtheil, dafs dieselben leicht verschlagen, wenn das Schlagwerk einer Uhr früher als das Gehwerk abgelaufen ist, was theils durch bei gewöhnlicher Behandlungsweise leicht vorkommendes nicht richtiges Aufziehen von Geh- und Schlagwerk und theils durch eine geringere Gangzeit des Schlagwerks im Vergleich mit der des Gehwerks bedingt ist.
Die Schlagwerke mit Rechen und Staffel haben diesen Nachtheil nicht. Sind bei denselben die Zeiger auf vierkantige Ansätze der Zeigerrohre befestigt, so ist ein Verschlagen oderFehlschlagen der Uhr unter keinen Umständen möglich. Aufserdem haben diese Schlagwerke vor denen mit Schlofsrad noch den Vorzug, dafs es sogenannte Repetirwerke sind, an welchen man die volle abgelaufene Stunde in jedem Augenblick wieder schlagen lassen kann; sie haben aber den Nachtheil, dafs sie viel theurer sind als jene.
Unser neu erfundenes Schlagwerk mit Repetition vereinigt die Vorzüge beider oben genannter Schlagwerkconstructionen, ohne ihre^ Nachtheile zu besitzen. ' Dasselbe kann unter keinen Umständen eine andere Stunde schlagen, als das Gehwerk anzeigt, es repetirt die volle abgelaufene Stunde und hat in Folge seiner einfachen Einrichtung keinen hohen Preis.
Die Einrichtung des neuen Schlagwerkes ist folgende (siehe Fig. 1 und 2).
a) Stundenschlag und Repetition.
Die Anordnung des Viertelrades V, des Stundenrades 5 und des Wechselrades W nebst seinem Triebe Wt ist wie bei jeder Uhr; mit dem Stundenrade 5 ist wie bei jedem Repetitionswerke die Staffel S1 fest verbunden. Je nach der Gangzeit der Uhr sind Viertelrad V und Stundenrad S auf der verlängerten Welle des Minutenrades des Gehwerkes oder auf einer in die andere Platine eingeschraubten Zeigersäule angebracht und dem entsprechend ist das Wechselrad ifnebst Trieb Wt entweder zwischen Vorderplatine und Steg S2 gelagert oder befindet sich auf der Verlängerung der Welle eines passenden Rades des Gehwerkes aufgeschoben.
Das Schlagbodenrad B, auf welches unmittelbar die treibende Kraft des Schlagwerkes (Gewicht oder Feder) wirkt, steht mit einem Triebe im Eingriff, der mit dem Schneckenrade Bt fest an einer Welle sitzt, während das Schneckenrad in die Schnecke ^4 greift, auf deren Welle der Windfang w angebracht ist. Der Windfang w liegt an einer Umbiegung des Hebels h^ an, dessen Ansatz α auf dem Rechen B3 aufliegt, wenn das Schlagwerk still steht. Ferner ist in der Zeichnung das Hebnägelrad als mit dem Bodenrad B vereinigt angenommen, indem die Hebnägel im Bodenrade eingenietet sind, was bei 2 4stündiger Gangzeit des Schlagwerkes geboten erscheint. Bei gröfseren Gangzeiten jedoch wird ebenso wie bei den bekannten Schlagwerken das Hebnägelrad für sich ausgeführt und steht dann vermittelst Rad und Trieb mit dem Bodenrad in Verbindung. Auf der Welle ' des Hebnägelrades befindet sich eine Scheibe Bx lose aufgeschoben, die an ihrer verlängerten Nabe ein zwölfzähniges Rad B2 trägt, das mit dem Rechen B3 im Eingriff steht. Durch die Feder K1 wird die Scheibe B1 , die auf ihrem Umfange mit zwölf Zacken versehen ist, immer an das Hebnägelrad gedrückt, wobei einer der Zacken am Mitnehmerstift t3, der stets im Hebnägelrade eingenietet ist, anliegt, so dafs diese Scheibe B1 sammt Rad Β.λ an einer Drehung in der Pfeilrichtung 1 und ebenso der Rechen B3 an einer Drehung in der Pfeilrichtung 2 verhindert ist, wenn sich das Schlagwerk in Ruhe befindet, während bei einer etwaigen Drehung des Hebnägelrades in der Pfeilrichtung 3 die Scheibe B1 sammt Rad B2 dieselbe Bewegung mit ausfuhrt.
An einer ringförmigen Erhöhung der Nabe der Scheibe Bx liegt ein Hebel h2 an, dessen oberes Ende auf dem Auslösungshebel hx ruht, durch welchen in geeigneter Stellung das Schlagwerk ausgelöst wird. Dies geschieht auf folgende Weise.
Der im Viertelrad V eingenietete Stift ή hebt zu passender Zeit den Auslösungshebel /Z1 in die Höhe und zwar so, dafs beim Ablauf einer vollen Stunde der Hebel seine höchste Lage erreicht hat und vom Stift /, abfällt; dabei
gehen gleichzeitig die nun auszuführenden Bewegungen und Auslösungen vor sich:
ι. Durch das Heben des Auslösungshebels Zix wird vermittelst des Hebels Zi2 die Scheibe B1 nach vorn geschoben und vom Mitnehmerstift t3 des Hebnägelrades ausgelöst.
2. Infolge der Schwere des Rechens B3 und der auf ihn drückenden Feder/, dreht sich die Scheibe B1 nebst Rad B2 in der Pfeilrichtung i, während sich der Rechen in der Pfeilrichtung 2 dreht und sich mit dem an seinem Hebel Zi3 befindlichen Stift U auf die Staffel S1 auflegt.
3. Durch das Herabfallen des Rechens dreht sich der Hebel Zit vermöge seines Gewichtes in der Pfeilrichtung 5 so weit nach unten, dafs der Windfang w frei wird und die treibende Kraft des Schlagwerkes die Bewegung desselben bewirken kann.
4. Wenn der Rechen B3 auf die Staffel 5, aufgefallen ist, ist gleichzeitig der Stift /, des Viertelrades V vom Auslösunghebel Zi1 abgefallen, so dafs der Hebel Zi2 die Feder F.2 zur Wirkung kommen läfst, welche die Scheibe B1 wieder zurück nach dem Halbnägelrad führt und mittelst des Mitnehmerstiftes t3 mit diesem Rade verkuppelt.
Die Uhr schlägt nun.
Durch die treibende Kraft des Schlagwerkes dreht sich Hebnägelrad und Scheibe B1 nebst Rad B.2 in der Pfeilrichtung 3; jeder Hebnagel verursacht, indem er vom Hebel Zih der Hammerwelle w, abfällt, einen Schlag des Hammers H1 auf die Tonfeder oder Glocke; bei jedem Schlage wird, da ebensoviel Hebnägel vorhanden sind, als das Rad B2 Zähne hat, nämlich zwölf, der Rechen B3 durch das Rad B2 um einen Zahn gehoben, der Hammer H1 kann nun so lange auf einander folgende Schläge ausführen, bis der Rechen B3 den Hebel Zi4 so hoch gehoben hat, dafs der Windfang (oder auch ein Stift in der Windfangswelle oder der Springstift des Springrades) an denselben anstöfst, wodurch das Schlagwerk arretirt, die Wirkung der treibenden Kraft desselben aufgehoben ist.
Staffel S1, Rechen B3, Hebel Zi4 etc. sind nun so bemessen und angeordnet, dafs je nach der Stellung der Staffel bei den aufeinanderfolgend abgelaufenen vollen Stunden der Reihe nach das Schlagwerk 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 aufeinanderfolgende Schläge ausführt. In gleicher Weise wie oben beschrieben geschieht die Auslösung des Schlagwerkes, wenn dasselbe repetiren soll; in diesem Falle mufs man an der Schnur S5 ziehen, um den Auslösungshebel Zi1 zu heben und das Schlagwerk zur Wirkung kommen zu lassen.
b) Halbstundenschlag.
Der Halbstundenschlag ist auf folgende sehr einfache Weise bewirkt.
Wenn je nach der Gangzeit und je nach der Anordnung des Gehwerkes sich das Wechselrad W in der Stunde 1 oder '/ä oder V3 oder '/4 mal umdreht, so trägt das Wechselrad senkrecht zu seiner Ebene 1 oder 2 oder 3 oder 4 Stifte, welche so angeordnet sind, dafs jedesmal beim Ablauf einer Stunde ein solcher Stift vom Hebel Zie der Hammerwelle W2 abfällt, wodurch der Hammer H2 einen Schlag auf Glocke oder Tonfeder ausübt. Der Zeichnung liegt die Annahme zu Grunde, dafs sich das Wechselrad W in der Stunde einmal umdreht; es genügt mithin ein Stift t2, um den Halbstundenschlag hervorzubringen.
Die Einrichtung des Halbstundenschlages soll in manchen Fällen, auch noch in folgender Weise zur Ausführung kommen (siehe Fig. 3, 4).
Wie bei allen Schlagwerken, so auch hier, ist die Anordnung derart, dafs sich Viertelrad V in der Stunde imal, Stundenrad 5 in der Stunde '/, 2 mal umdreht. Das Viertelrad V ist hier mit zwei verschieden langen Stiften ή und 4 versehen, welche senkrecht zu seiner Ebene eingenietet sind. Der kurze Stift ή bewirkt vermittelst des Auslösungshebels Zi1 die Auslösung des Schlagwerkes beim Ablauf der Stunden genau so, wie oben angegeben ist. Der lange Stift 4> der diametral dem Stift tx gegenüber steht, hebt aber nicht nur den Auslösungshebel Zi1, sondern auch gleichzeitig den auf der Vorderplatine drehbar angebrachten Arretirungshebel Zi1 in die Höhe. In dem Moment nun, wo von dem Stift Α, kurz vor dem Halbstundenschlage, der Hebel Zi1 abfällt, ist Hebel Ζιη in die punktirte Lage gekommen und wird in derselben noch vom Stift ή gehalten, so dafs, wenn das Schlagwerk ausgelöst wird und der Rechen B3 sich in der Pfeilrichtung 2 dreht, dies nur so weit geschehen kann, bis dieser Rechen B3 mit seinem Ansätze U1 am vorderen Ende a2 des Hebels Zi1 anliegt, wobei die Lage vom Ende a.2 nur eine Drehung des Rechens B3 um einen Zahn gestattet. Die treibende Kraft des Schlagwerkes bewirkt dessen Bewegung. Das Hebnägelrad dreht sich um einen Hebnagel, es erfolgt ein Schlag auf die Tonfeder oder Glocke; gleichzeitig dreht das Rad B2 den Rechen B3 um einen Zahn in die Höhe und das Schlagwerk wird vermittelst des Hebels Zix wieder arretirt. Im Moment nach dem Halbstundenschlag fällt der Hebel Zi1 vom Stift t3 ab und nimmt seine tiefste Stellung ein, welche bei etwa folgenden Repetitionen oder bei dem Stundenschlage den Rechen B3 in seiner Bewegung in der Pfeilrichtung 2 nicht hindert, sondern gestattet, dafs der Stift t,t am Hebel Zi3 des Rechens B3 sich auf die Staffel S1 auflegt und alles so vorgeht, wie schon früher angegeben.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Anordnung der Staffel 1S1 und des Rechens B3 nebst dem mit ihm im Eingriff stehenden Rade B1, sowie der mit
    diesem Rade fest verbundenen Kuppelungsscheibe B1 und dem Mitnehmerstift t3 im Halbnägelrade, als Mittel zur Erzielung eines nie verschlagenden Stundenschlagwerks mit Repetition.
  2. 2. Die angegebene Arretirung des Schlagwerkes an der Windfangwelle.
    Die Erzielung des Halbstundenschlages vermittelst eines vom Wechselrade aus bewegten Hammers.
    Die Anwendung des vom Viertelrade V aus bewegten Hebels h, zur Begrenzung der Bewegung des Rechens B3 beim Auslösen des Schlagwerkes für den Halbstundenschlag.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT6991D Schlagwerk für Uhren Active DE6991C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4099940A (en) * 1977-03-17 1978-07-11 Fmc Corporation Impulse filter cleaner

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