DE98543C - - Google Patents

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DE98543C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B21/00Indicating the time by acoustic means
    • G04B21/02Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour
    • G04B21/12Reiterating watches or clocks

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezweckt, mittelst einfacher Theile ein genau und zuverlässig wirkendes Repetitionsschlagwerk zu schaffen, welches wegen seiner Einfachheit auch an billigen Werken, die bisher mit gewöhnlichem Schlagwerk mit Schlufsrad hergestellt wurden, angebracht werden kann, ferner durch Entlastung des Zeigerwerkes gegenüber den bisher gebräuchlichen Repetitionsuhren einen längeren und zuverlässigeren Gang ermöglicht und endlich Brüche durch Festklemmen der Theile beim Stellen der Zeiger ausschliefst.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen zwei Ausführungsbeispiele dieses Schlagwerkes, und zwar zeigen Fig. 1, 3, 4 und 5 die Lage der verschiedenen Organe gegen einander in verschiedenen Zeiten ihrer Wirksamkeit und Fig. 2 die neuen Organe bezw. diejenigen, welche eine Abänderung erfahren.
Es sind (Fig. ι) α und b die bei gewöhnlichen (nicht Repetitions-) .Schlagwerken gebräuchlichen Auslösorgane, welche in Zusammenwirkung mit an den Rädern 4 und 5 angebrachten Anschlagstiften S4 und S5 das Schlagwerk in bekannter Weise auslösen, sobald der untere Arm des Theiles α von einem Stift des Minutenrades χ abfällt.
Es sei an dieser Stelle der Vorgang bei der Auslösung noch kurz beschrieben, um ihn später nicht wiederholen zu müssen.
Vor Hebung des unteren Auslösarmes a durch den Stift des Minutenrades χ befinden sich die Auslösorgane in der in Fig. 5 gezeichneten. Stellung. Der Hebel b wird durch eine Feder nach unten gehalten und die Nase b4 des inneren Armes von b (Fig. 2) hält durch den Stift S4 das Schlagwerk gesperrt. Durch einen Stift des .Minutenrades wird nun der untere Arm .von α gehoben, der obere Armfafst unter den oberen Auslöshebel b und dreht diesen so weit, bis die Nase £»4 den Stift S4 freigiebt und das Schlagwerk anläuft.
Der obere Arm von α ist nunmehr mit seiner durch die Platine hindurchragenden Nase in den Weg des Stiftes S5 an Rad 5 gekommen und hält nun seinerseits durch diesen das Schlagwerk noch so lange gesperrt, bis der untere Arm von α von dem Stift des Minutenrades herabgleitet. Dadurch wird auch der Stift S5 freigegeben, das Schlagwerk ist ausgelöst und beginnt zu arbeiten.
Diese Art der Auslösung des Schlagwerkes ist bekannt, bildet also nicht den Gegenstand der Erfindung und kann daher auch durch eine andere ersetzt werden. . '
Anstatt nun aber, wie bei dem gewöhnlichen Schlagwerk, den Hebel b durch ein sogen. Schlufsrad oben zu halten und nach dem Schlagen in dessen Aussparungen einfallen zu lassen und dadurch die Nase bi wieder in den Weg des Stiftes S4 zu bringen und abzustellen, setzt hier der neue Mechanismus ein, der die Anzahl der Schläge, anstatt durch ein Schlufsrad, durch die Viertel-, und Stundenstaffel auf der Zeigerachse . bestimmt, also gleichwie das bisher bekannte Repetitionsschlagwerk ein stets richtiges Schlagen der Uhr bedingt.
Auf der Achse des Rades 4 ist neben diesem eine Halbrundscheibe c angeordnet, auf welcher die am Hebel b angebrachte Nase bc aufruht
und welche also bei jeder Umdrehung von 4, d. h. bei jedem Glockenschlag, dem Hebel b eine nickende Bewegung ertheilt. Dieser Hebel b, dessen untere Begrenzungslinie eine genau vorgeschriebene Curve bildet- und in dieser einen Einschnitt trägt, wird nun in dieser Form eines der Hauptorgane des neuen Schlagwerkes. Da derselbe gewissermafsen die Functionen des Schlufsrades ausübt, wie weiter unten gezeigt wird, sei er in folgendem Schlufsarm genannt und der Einschnitt an der unteren Begrenzungslinie die Schlufsruhe.
Die Achse desjenigen Rades, auf welches das Stiftenrad folgt und die für gewöhnlich das ' Schlufsrad trägt (in der Zeichnung 2), ist durch die vordere Platine hindurch verlängert und trägt, drehbar darauf gesteckt, einen Hebel d, der durch eine leichte Federkuppelung mit der Achse 2 gekuppelt ist (Fig. 2), also durch Reibung an der Drehung des Rades 2 theilnimmt, vorausgesetzt, dafs er nicht durch einen Widerstand festgehalten wird.
Dieser Hebel d bestimmt durch seine Lage: bei der Auslösung die Zahl der Schläge und sei deshalb Zählhebel genannt.
Auf der Nabe dieses Zählhebels sitzt ein Stift,, gegen welchen sich der eine Arm des federnd nach links gedrehten Hebels e legt. An dem oberen Arm des Zählhebels ist eine Nase dt, angebracht, welche, so lange das Schlagwerk nicht ausgelöst ist, in der Schlufsruhe b gehalten wird. Sobald aber.durch die oben beschriebene Auslösung der Schlufsarm b gehoben wird, so wird die Nase dj, frei und der Federhebel e drückt den Zählhebel unter Ueberwindungder Kupplungsreibung nach rechts, bis der am unteren Arm von ^angebrachte Stift auf eine der Schlagstaffeln auftrifft. Dadurch wird also dem Zählhebel die jeweils erforderliche Lage angewiesen.
Die Viertelschlagstaffel f und die Stundenschlagstaffel g sind hier. neben einander zwischen dem Minutenrad χ und dem Stundenrad y angeordnet, so dafs der Stift des Zählhebels über beide Staffeln fafst. .
: .Das Minutenrad χ trägt, wie gewöhnlich, die erforderliche Anzahl Auslösstifte, für Viertelschlagsuhren deren vier I, II, III, IV, welche hier aber, neben der Auslösung noch die Aufgabe haben, den Hebel e durch Auflaufen auf die Erhöhung seines unteren Armes wieder nach rechts zu drehen und dadurch von dem 'Stift des Zählhebels abzuheben, so dafs dieser sich mit dem Rad. 2 frei bewegen kann.
An Hand der Fig. 3, 4 und 5 sei jetzt die Wirkungsweise des . Schlagwerkes erklärt.
Vorher möge noch erwähnt werden, dafs beim Viertelschlag Doppelschläge ertönen, die mit zwei Hämmern gegeben werden, von denen der eine bei Vollschlag in geeigneter Weise festgehalten wird, damit sich der Stundenschlag durch einfache Schläge kennzeichnet.
Fig. 3 stellt das Schlagwerk dar kurz vor der Auslösung des Stundenschlages. Der Auslöshebel α hat den Schlufsarm b emporgehoben. Die Nase dt hat die Schlufsruhe verlassen und der Zählhebel ist durch den Federhebel mit seinem Stift auf die Stundenstaffel gedrückt worden.
Fig. 4 zeigt die Lage der Mechanismen während des Schiagens. Der untere Arm von a ist von Stift IV des Minutenrades abgeglitten und das Werk dadurch ausgelöst worden. Stift II des Minutenrades ist auf die Erhöhung des Hebels e gekommen und hat den Zählhebel d dadurch freigegeben, so dafs dieser mit dem Rad 2 nach links wandern kann.
Der Schlufsarm b erhält durch die Halbrundscheibe c bei jedem Schlag der Uhr eine nickende Bewegung, stützt sich bei der Abwärtsbewegung gegen die Nase di, des Zählhebels und hält diesen dabei auf seiner Wanderung jedesmal einen Augenblick fest. Durch den Hebel d wird also b verhindert, mit' der Nase b c ganz in die Vertiefung der Halbrundscheibe c einzufallen und das Werk abzustellen, bis die Nase dj, endlich unter die Schlufsruhe von b gelängt ist und die richtige Anzahl Schläge ertönt sind.
Fig. 5 zeigt die Stellung nach vollendetem Schlagen. Die Nase des Zählhebels befindet sich unter der Schlufsruhe von b. Die Nase bc hat sich infolge dessen in die Vertiefung der Scheibe c legen können, dadurch ist die Nase δ4 in den Weg des Stiftes S4 gekommen und -hält durch diesen das Schlagwerk still.
Fig. ι zeigt das Werk kurz vor der Auslösung des Viertelschlages, wobei die Nase dt, nicht unter der Schlufsruhe von b fortkommt und wobei daher sofort nach dem ersten Schlag wieder abgestellt wird. -
Die Lagen und Formen der einzelnen Organe sind natürlich nicht an die auf der Zeichnung dargestellten gebunden, sondern werden durch die Lage der betreffenden Drehpunkte und Räder im Uhrwerk bedingt; so kann z. B. auch die Nase dt, anstatt, wie gezeichnet, am Zählhebel b am Schlufsarm b und dafür der Bogen zur Stützung dieser Nase am Zählhebel angeordnet sein. Der Federhebel e kann anstatt durch die Auslösestifte des Minutenrades auch durch eine an der Minutenradnäbe angebrachte Scheibe mit Stiften bewegt werden, oder es kann auch der Zählhebel d durch eine am Auslösearm in geeigneter Weise angebrachte Feder auf die Schlagstaffel gedrückt werden.
Ein*e Abart der vorliegenden Erfindung ist in den Fig. 6 bis 8 dargestellt.
Der Zählhebel d hat hier die in Fig. 6 a dargestellte Form einer Feder, welche durch
Selbstfederung zwischen dem auf die Achse aufgedrückten Stellring und einem Ansatz der Achse die erforderliche Reibung erzeugt. Ein durch eine Feder beständig gegen die Schlagstaffeln gedrückter, um Zf1 drehbarer Hebel k, welcher an seinem oberen Ende eine Nase kj trägt, begrenzt durch seine von den Schlagstaffeln ihm angewiesene Lage den Ausschlag des Zählhebels d, welcher vor Vollendung der Auslösung durch die gegen den Stift di drückende, am Auslösearm angebrachte Feder / unter Ueberwindung des Reibungswiderstandes nach rechts gegen die Nase des Hebels k gedrückt wird. Diese Stellung zeigt Fig. 6, und zwar kurz vor Beginn des Viertelschlages. Der Hebel k liegt mit seinem Stift auf der ]/4-Schlagscheibe; der Zählhebel bleibt in seiner Lage und wird gleich nach dem ersten Schlag wieder abstellen.
Fig. 7 zeigt die Lage der Organe nach Auslösung des Zwölfschiagens, wobei der Stift des Hebels k an der tiefsten Stelle der Stundenstaffel anliegt. Der Zählhebel d ist durch die Feder / gegen die Nase kj des Hebels k gedrückt worden. Durch Herabfallen des Auslösarmes α ist die Feder / durch einen oberhalb derselben am Auslösarm angebrachten Stift vom Zählhebel d abgehoben worden, so dafs also d mit der Achse des Rades 2 frei nach links wandern kann, bis der Ansatz von d unter den am Schlufsarm b angebrachten Stift bj fafst und dadurch das Schlagwerk abstellt.
Das Abstellen geschieht bei dieser Anordnung, verglichen mit Fig. 1 bis 5, in entgegengesetzter Weise, indem hier der Schlafsarm mit der Nase bc nach der Auslösung stets auf der Unrundscheibe c aufliegt,1 wobei die Nase bi dem Stift S4 nach der Achse des Rades 4 hin ausweicht. Der Schlufsarm b macht also hier bei jedem Glockenschlage eine volle Auf- und Abbewegung.
Sobald, der Zählhebel mit seinem Ansatz unter . den Stift bj des Schlufshebels gelangt ist, wird dieser an seiner Abwärtsbewegung gehindert und die Nase &4 in dem Weg des Stiftes J4 festgehalten (Fig. 8), wodurch in gleicher Weise wie in der vorherbeschriebenen Anordnung das Schlagwerk stillgesetzt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Wiederhplungsschlagwerk, dadurch gekennzeichnet, dafs ein von einem Rad 2 des Schlagwerkes mitgenommener Zählhebel d, der auf der Achse dieses Rades durch Reibung befestigt ist und unter Ueberwindung des Reibungswiderstandes eingestellt wird, den das Schlagwerk abstellenden Schlufsarm b so lange am Abstellen hindert, als es seiner durch die Schlagstaffeln bestimmten Anfangsstellung entspricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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