DE79421C - Schlagwerk mit Begrenzung und Verminderung der aufserhalb der Schlagperiode stattfindenden Fortbewegung des Räderwerks - Google Patents

Schlagwerk mit Begrenzung und Verminderung der aufserhalb der Schlagperiode stattfindenden Fortbewegung des Räderwerks

Info

Publication number
DE79421C
DE79421C DENDAT79421D DE79421DA DE79421C DE 79421 C DE79421 C DE 79421C DE NDAT79421 D DENDAT79421 D DE NDAT79421D DE 79421D A DE79421D A DE 79421DA DE 79421 C DE79421 C DE 79421C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
striking
locking
lever
movement
period
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT79421D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. baermann, Berlin N.W., Luisenstr. 43/44
Publication of DE79421C publication Critical patent/DE79421C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B21/00Indicating the time by acoustic means
    • G04B21/02Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour
    • G04B21/022Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour with saw mechanism

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 83: Uhren.
ARTHUR BAERMANN in BERLIN.
Fortbewegung des Räderwerks.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom g. August 1894 ah.
Bei Neuanordnungen und Verbesserungen von Uhrenschlag- bezw. Signalwerken hat man bisher allein die Vorgänge während der Schlagperiode selbst in Betracht gezogen und sich auf veränderte Anordnungen für diejenigen Vorgänge, welche während der Fortbewegung der Räder des schlagenden Laufwerks statthaben, beschränkt. Demgegenüber befafst sich vorliegende Erfindung damit, die Zeitdauer, während welcher das Schlagwerk sich in der Ruhelage befindet, genauer als bisher zu umgrenzen, und bezweckt, diese Ruhelage, d. h. den völligen Stillstand des Räderwerks möglichst auf nahezu die ganze Zeit von der Abgabe des letzten Tonschlages einer Schlagperiode an bis zum Beginn der nächsten Schlagperiode zu erstrecken., Die Ruhezeit des Räderwerks wird nach den bisherigen Anordnungen einmal dadurch vermindert, dafs nach dem letzten Schlage das Räderwerk noch mehr oder minder lange laufen mufs, bis der »Schlufsanlauf« erfolgt, zweitens dadurch, dafs vor dem eigentlichen Schlagen ein »Warnungsanlauf«, der ebenfalls unter Fortbewegung des Räderwerks erfolgt, stattfindet. Beide Anlaufvorgänge, der erste unmittelbar vor Beginn, der zweite kurz vor Beendigung der Ruhezeit, bedeuten eine Vergeudung an Triebkraft und Räderwerkbewegung, welch letzterer Umstand namentlich den häufig vorkommenden Fehler erzeugt, dafs schon vor Beginn der Schlagperioden der Hammerwellenstift, durch welchen seitens des Hebnagelrades die Hammerbethätigung veranlafst wird, von dem demnächst zur Bethätigung vorliegenden Hebnagel berührt wird, infolge dessen das Laufwerk schon im Anbeginn seiner Bewegung, unter dem Druck der Hammerwelle stehend, erfahrungsgemäfs nur mühsam, bisweilen gar nicht zur Bethätigung gelangt. Beide Anlaufvorgänge werden durch die Erfindung auf das für die hier in Frage kommenden Windfanglaufwerke mögliche Mindestmafs beschränkt und nahezu oder gänzlich vermieden, d. h. praktisch so gut wie beseitigt, indem für den Schlufsanlauf der die Stillsetzung des Räderwerks bewirkende Einfall des Schlufshebels in die Schlufslage von der Bewegung der Hammerwelle beim Schlufsschlage abhängig gemacht wird und folglich mit dem Schlufsschlage gleichzeitig die Schlufssperrlage gegeben ist, während andererseits die Bewegung des Warnungsanlaufs beliebig eng begrenzt wird oder auch ganz vermieden werden kann, indem die Sperrmittel des Auslöse- und Schlufshebels mit sich ergänzender Wirkung an ein und derselben WTelle des Laufwerks sperrend angreifen.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι die Uebersichtsdarstellung der wesentlichen Theile der neuen Vorrichtung in der Ruhestellung, '
Fig. 2 eine theilweise Oberansicht des Werks mit Darstellung der dem Auslöse- und Schlufshebel zugehörigen Sperrnasen in der Lage, wie sie für die Ruhestellung (Fig. 1) gilt.
Fig. 3 ist eine Darstellung wie Fig. 1, wobei jedoch in Vorbereitung zur Schlagwerkbethätigung der Auslösehebel zur Sperrlage be-
wegt ist und den Schlufshebel in die eingrifflose Lage bewegt hat.
Fig. 4 und 5 sind Einzeldarstellungen ■ des Auslösehebels und Schlufshebels, von dem Rande aus gesehen.
Fig. 6 und 7 veranschaulichen in Oberansicht die Lage der Sperrnasen bei der Vorbereitung zur Auslösung (entsprechend Fig. 3) und nach der Auslösung oder während des Schiagens; beiden Stellungen entsprechend, stellen
Fig. 6a und ja zwei bezügliche Lagen der Hammerwelle und des Hebnagelrades dar, I wobei mit Fortlassung aller .übrigen Theile nur noch der Schlufshebelanschlag ν und der Hammer, letzterer punktirt, gezeichnet ist.
Der Auslösehebel α, der bei k seine Drehstelle hat und mit der Sperrnase q durch einen Ausschnitt der bei Fig. 2 fortgebrochen dargestellten Platine A hindurchragt, ist in der üblichen Anordnung angewendet und wird mittelst eines Stiftes ^ am Viertelrohr bethätigt. Bei der Ruhestellung liegt die Sperrnase q aufserhalb der Bahn des an dem zu sperrenden Rade c vorgesehenen Anschlagstiftes d, Fig. 1 und 2.
In neuer Art angeordnet ist der Schlufshebel/", der bei j drehbar ist und den als die übliche Sperrklinke an dem Rechen wirksamen Stift t trägt. Der Schlufshebel f ist mit der Sperrnase ρ versehen, die ebenso wie die Sperrnase q des Auslösehebels α und ihr benachbart durch den Ausschnitt der Platine A hindurchreicht, um gleichfalls als Sperrmittel für den Stift d des Rades c zu dienen. Die Sperrnasen ρ und q sind hier so angeordnet, dafs ihre Enden auf einander treffen können, in welchem Falle dieselben mit bündig liegenden oder unter einem Winkel zusammenschliefsenden Auffangschultern ein gemeinsames Sperrwiderlager für den Anschlagstift d bilden, der sich zwischen den Sperrnasen ρ q nur hindurchzubewegen vermag, wenn (Fig. 7) die Nase ρ nach der .Radmitte verstellt wird und die Nase q vermöge ihrer Aufsenlage einen Zwischenraum zwischen den Sperrnasen ρ q beläfst. Die Auslösung oder Bethätigung aus der Schlufs-• lage (Fig. 1 und 2), bei welch letzterer der Schlufshebel f mit seiner Sperrnase ρ am Anschlagstift d sperrend wirkt, findet nun in der Weise statt, dafs, sowie der Auslösehebel mittelst des Viertelrohrstiftes ^ emporgedreht wird, die Sperrnase q desselben sich gegen die Sperrnase ρ des Schlufshebels bewegt und diesen, indem sie an Stelle von ρ unter den Anschlagstift d tritt (Fig. 6), .zur Ausschwingung nach rückwärts in die bei Fig. 3 gezeigte Stellung veranlafst.
Bei dieser Bewegung des Schlufshebels wird der als Sperrklinke wirksame Stift t desselben aus dem Eingriff am Unterende des (punktirt dargestellten) Rechens gezogen, so dafs der Rechen bis zur Auflage an der bezüglichen Stufe der nicht mit dargestellten Staffel herabfällt. Wenn infolge der Weiterbewegung des Viertelrohrstiftes \ alsdann der Auslösehebel α in die Anfangslage zurückfällt, so bildet sich zwischen dessen Sperrnase q und der Sperr-.nase ρ des inzwischen an der Rechenzahnung gegen Rückwärtsdrehung gehaltenen Schlufshebelsy der Lückenzwischenraum, durch welchen nun der Sperrstift d des dem Schlagwerke zugehörigen Rades c hindurchzutreten vermag, so dafs das Schlagwerk in Thätigkeit kommt, wobei mittelst des bekannten Schöpfers oder einer ähnlichen Vorrichtung der Rechen schrittweise gehoben wird.
Damit der Sc'hlufs, mit welchem die Ruheperiode der Räder begonnen wird, nicht zu anderer Zeit als gerade bei Abgabe des letzten Tonschlages stattfinden kann, ist mit der Hammerwelle w ein Arm u, Fig. 6 a und 7 a, verbunden, der, indem er während der Hammerbewegung einen Kreisbogen durchschwingt, sich zur Zeit der Hammeraufhebung in der Bahn eines an dem Schlufshebel f angebrachten Anschlagstiftes ν so befindet, dafs der Schlufshebel, wenn nicht durch die Rechenzahnung, durch diesen Arm vorläufig an dem Rückfall in die Sperrlage gehindert wird (Fig. 7 a). Wenn somit der Sperrklinkenstift t den Eingriff an der Rechenzahnung bei Beendigung der Rechenhebung verliert, so kann der Schlufshebel doch nicht eher in die den Fig. 1 und 2 entsprechende Sperrstellung zurückfallen, als bis sich bei Abgabe des letzten Tonschlages der Arm u der Hammerwelle in die der Ruhestellung entsprechende Grenzlage (nach rechts) bewegt. . Dieser Bewegung folgt dann der zeitweilig an dem Arm« gehaltene Anschlagstift ν des Schlufshebels t, so dafs die Sperrnase im Zeitpunkt des Tonschlages selbst in die Sperrlage (Fig. ι und 2) tritt.
Auf diese Weise wird die Sperrung so bewirkt, dafs nach dem letzten Tonschlage nicht mehr als höchstens eine Umdrehung der gesperrten Laufradwelle stattfinden kann; wird also die Sperrung an der Windfangwelle bewirkt, so ist die Stillsetzung praktisch als mit dem letzten Tonschlage zusammenfallend zu erachten.
Insofern bei der Auslösung die Sperrnase q des Auslösehebels unmittelbar an Stelle der Sperrnase ρ des Schlufshebels f in die Sperrlage bei dem Radstift d tritt, wird der sogen. Warnungsanlauf vermieden.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, dafs die Sperrnase des Auslösehebels, wie im Vorhergehenden beschrieben, die Bewegung des Schlufshebels bewirkt, vielmehr kann auch ein sonstiger Anschlagseil des Auslösehebels (oder Schlufshebels) diese Bethätigung übernehmen, wobei die Sperrnasen, die dann nicht noth-
wendig zusammenzustofsen brauchen, lediglich die Sperrung vermitteln. Statt wie in dem dargestellten Beispiel die Sperrnasen in einer Ebene wirken zu lassen, können dieselben auch neben einander angeordnet sein.
Die neue Vorrichtung ermöglicht es, ohne Schwierigkeit die jeweilige Ruhestellung des Hammerstiftes χ bei dem Hebnagelrade jr, Fig. 6a, so einzurichten, dafs zwischen dem genannten Stift und dem folgenden Hebnagelyl ein genügender Spielraum verbleibt, der für das zuverlässige Angehen des Schlagwerks zweckmäfsig ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schlag- oder Signalwerk mit Begrenzung und Verminderung der aufserhalb der Schlagperiode stattfindenden Fortbewegung des Räderwerks, gekennzeichnet durch
    a) eine Anordnung zur Begrenzung und Beschränkung der nach dem. Schlufsschlage stattfindenden Räderbewegung, darin bestehend, dafs beim Schlufsschlage ein Arm (u) der Hammerwelle (w) den Schlufshebel (f) vom Rückfall in die Schlufsstellung zurückhält, so lange die Hammerwelle in der Hebung begriffen ist, so dafs der Hebel/ gleichzeitig mit der Hammerwelle, also gleichzeitig mit dem letzten Tonschlage in die Schlufsstellung zurückfällt,
    b) eine Anordnung zur Begrenzung und Beschränkung der vor Beginn des Schiagens stattfindenden Räderbewegung, darin bestehend, dafs der Auslösehebel (a) und der Schlufshebel (f) mit ihren Sperrnasen (q und p) einander ergänzende Widerlagsflächen zur Sperrung ein und derselben Schlagwerkswelle bilden,
    wodurch die Stillstandsdauer des Räderwerks zwischen je zwei Schlagperioden und der Abstand oder freie ^ Spielraum zwischen dem Hebnagel (y) und dem Hammerstift (x) beim Beginn des Schiagens möglichst grofs wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT79421D Schlagwerk mit Begrenzung und Verminderung der aufserhalb der Schlagperiode stattfindenden Fortbewegung des Räderwerks Expired - Lifetime DE79421C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE79421C true DE79421C (de)

Family

ID=352061

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT79421D Expired - Lifetime DE79421C (de) Schlagwerk mit Begrenzung und Verminderung der aufserhalb der Schlagperiode stattfindenden Fortbewegung des Räderwerks

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE79421C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102012025403A1 (de) Kraftfahrzeugtürverschluss
DE79421C (de) Schlagwerk mit Begrenzung und Verminderung der aufserhalb der Schlagperiode stattfindenden Fortbewegung des Räderwerks
DE344005C (de) Tuerschloss mit Abdrueck- und selbsttaetiger Schliessvorrichtung
DE617112C (de) Typendrucktelegraph mit Zaehlvorrichtung zur Anzeige der geschriebenen Zeilenlaenge
DE270114C (de)
EP3070542A1 (de) Repetitionsschlagwerk mit dedizierten spannungs- und auslösegetrieben
DE730103C (de) Schlagwerk fuer Synchronuhren
DE51799C (de) Rechenschlagwerk mit geräuschloser Rechenbewegung
DE102022123446A1 (de) Kraftfahrzeug-Schloss
DE309452C (de)
DE51296C (de) Schlagwerk für Uhren
DE102013106007A1 (de) Kraftfahrzeugtürverschluss
DE148296C (de)
DE265690C (de)
DE92235C (de)
CH104278A (de) Türschloss.
DE261881C (de)
DE235484C (de) Stromschlussvorrichtung für Uhren, insbesondere Turmuhren, mit elektromotorisch angetriebenem Geh- und Schlagwerk
DE95599C (de)
DE29367C (de) Schlagwerk ohne Windfang, ohne Anlaufrad und mit schwingendem Hammer
DE186856C (de)
DE205398C (de)
DE79420C (de) Schlagwerk mit Schaltklinke zum Heben und mit Fangarm zum allmählichen geräuschlosen Senken des Rechens
DE160551C (de)
DE19165C (de) Neuerungen an Uhrwerken. C