DE276193C - - Google Patents

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DE276193C
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/38Synchronous or start-stop systems, e.g. for Baudot code
    • H04L25/40Transmitting circuits; Receiving circuits
    • H04L25/49Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 276193 KLASSE 21 a. GRUPPE
JOHN GOTT in HOVE, England.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nebst Vorrichtung zur elektrischen Übermittlung von Zeichen über Leitungen von großer Kapazität, insbesondere über Unterseekabel, wonach Stromstöße von entgegengesetzter Polarität in abwechselnder Aufeinanderfolge über die Linie gesandt werden, wobei jeder Stromstoß eine Zeicheneinheit bildet, und betrifft die selbsttätige Umschaltung
ίο der Geberbatterie durch den Öffnungsstrom eines Transformators nach jedem über die Linie geschickten Stromstoß, um den an sich bekannten Wechsel in der Richtung der aufeinanderfolgenden Stromstöße zu erzielen.
Wenn ein Gegenstromstoß nach jedem Zeichen nur mit dem alleinigen Zweck über die Linie gesandt werden würde, um die Ladung des Kabels aufzuheben, so würde der Zweck der vorliegenden Erfindung nicht erreicht werden. Ein solcher Gegenstromstoß würde ein telegraphisches Zeichen hervorrufen können, auch dann, wenn ein solches Zeichen nicht verlangt wird.
Die Ableitung der Ladung des Kabels durch Erden nach jedem Zeichen hat deshalb zu geschehen, weil nicht nach jedem Zeichen ein Gegenstromstoß, also Übermittlung eines weiteren telegraphischen Zeichens, z. B. am Ende eines Wortes, erforderlich ist. Würde am Ende eines Wortes noch ein Gegenstromstoß gesandt werden, so würde durch das 40
zusätzliche Zeichen das übermittelte Wort unverständlich werden.
Die Anwendung beider Mittel (Gegenstromstoß und Erden des Kabels nach jedem Stromstoß) ist unerläßlich, eines dieser Mittel allein genügt nicht. Es muß also, um die Umkehrung oder Umschaltung der Geberbatterie herbeizuführen, das Kabel zwischen zwei Signaleinheiten (zwei entgegengesetzt gerichteten Stromstößen) geerdet werden, um mit Hilfe des Öffnungsstromes des Transformators den angestrebten Zweck zu erreichen, und hierdurch unterscheidet sich das vorliegende Verfahren von allen bekannten, den gleichen Zweck verfolgenden Methoden.
Der Erfindung gemäß wird die selbsttätige Umschaltung der Geberbatterie in der Weise herbeigeführt, daß man den durch öffnen des Sendeapparates nach jedem Stromstoß erhaltenen Öffnungsstrom eines Transformators zur Einwirkung auf ein polarisiertes Relais benutzt, welches hierbei die Umschaltung der Geberbatterie bewirkt und den erforderlichen Wechsel in der Richtung für das nächstfolgende Zeichen verursacht.
Durch die Erfindung wird ermöglicht, die internationalen Morsezeichen auch für die Übertragung über lange unterseeische Kabelleitungen anwenden zu können. Hierdurch wird Gleichmäßigkeit des Arbeitens mit Landoder anderen Linien erzielt. Die Erfindung
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ermöglicht ferner hinsichtlich der Zeit eine sehr ökonomische Übertragung der Morsezeichen, da die Zeicheneinheiten in an sich bekannter Weise durch Stromstöße von wechselnder Polarität gebildet werden, so daß wähder Übermittlung in keinem Falle ein Stromstoß der gleichen Polarität. folgt. Am Empfängerende des Kabels werden die Zeicheneinheiten in einfacher Weise so umgebildet, daß
ίο das Alphabet nach dem Morsesystem zustande kommt, so, als wenn man es mittels einer kurzen Landleitung erhalten hätte, so daß es leicht gelesen und umgeschrieben werden kann.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Vorrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens in schematischer Darstellung veranschaulicht.
In der Zeichnung bezeichnet d die Sendertaste, e die von der Taste d nach dem Kabel führende Leitung, f den vorderen Kontakt und g den hinteren Kontakt für die Sendertaste. Der Kontakt f ist durch eine Leitung /, j1 mit dem um t1 schwingbaren Arm t eines an sich bekannten polarisierten Relais r verbunden und der Kontakt g durch eine Leitung k an Erde gelegt. Die Entladung der Kapazität (Kabel mit oder ohne Kondensatoren) findet zur Erde statt durch den Kontakt g und die Leitung k, wenn die Taste d geöffnet ist. Die Ausschwingungen des Schwingarmes t werden durch zwei Kontaktanschläge h und A1 begrenzt, die mit den entgegengesetzten Polen einer Doppelbatterie I, I1 in leitender Verbindung stehen, deren Mitte durch die Primärspule fi eines Transformators bei m an Erde gelegt ist, dessen Sekundärspule q mit den Spulen s, s1 des polarisierten Relais in Verbindung steht,
Wird die Sendertaste d niedergedrückt (geschlossen), so ist derjenige Batterieteil I bzw. I1, an dessen Kontakt h bzw. h1 der Schwingarm t anliegt, durch die Leitung t, j1, j, d und e mit dem Kabel in Verbindung, und es wird von dem über Erde und die Primärspule fi nach dem Kabel fließenden Stromstoß in der Sekundärspule s des Transformators ein Strom erzeugt, der den Schwingarm t des polarisierten Relais in der von ihm jeweilig eingenommenen Stellung gegen den einen der Anschlage h oder h1 fest angedrückt hält. Wird dagegen die Taste d losgelassen (geöffnet), wie in der Zeichnung angegeben, so wird der Primärkreis unterbrochen und es tritt in der Sekundärspule q ein Stromstoß entgegengesetzter Richtung wie beim Schließen auf, wodurch der Schwingarm t gegen den anderen Anschlag des polarisierten Relais geschwungen wird. Hierdurch wird die Polarität des beim nächsten Niederdrücken der Taste d nach dem Kontak f und folglich nach dem Kabel fließenden Stromes umgekehrt. Es leuchtet ein, daß sich derselbe Kreislauf der Vorgänge bei jedem Schließen und Öffnen der Taste d wiederholt. Es ist also klar, daß, wenn die Sendertaste zur Übermittlung von Morsezeichen betätigt wird, jeder eine Zeicheneinheit bildende Stromstoß die entgegengesetzte Polarität hat, wie der vorhergehende, eine Zeicheneinheit bildende Stromstoß bzw. daß niemals zwei aufeinanderfolgende, Zeicheneinheiten bildende Stromstöße die gleiche Polarität haben.
Die Sendertaste d kann erforderlichenfalls durch den Schwingarm eines an eine Landlinie oder ein kurzes Kabel angeschlossenen Relais ersetzt werden, oder den Schwingarm eine Wheatstonesenders bilden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur elektrischen Übertragung von Zeichen über Linien von großer Kapazität, insbesondere über Unterseekabel, bei welchem Stromstöße von entgegengesetzter Polarität in abwechselnder Aufeinanderfolge über die Linie gesandt werden und jeder Stromstoß eine Zeicheneinheit bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der nach jedem Stromstoß erhaltene Öffnungsstrom eines Transformators mit Hilfe eines polarisierten Relais 0. dgl. die Geberbatterie selbsttätig umschaltet, um den Wechsel in der Polarität der aufeinanderfolgenden Stromstöße zu erzielen.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ruhekontakt der Sendertaste, an deren Drehachse das Kabel angeschlossen ist, geerdet ist, während der Arbeitskontakt mit dem Schwingarm, eines die Geberbatterie selbsttätig umschaltenden polarisierten Relais o. dgl. in Verbindung steht, an dessen Spulen die Sekundärspule eines Transformators angeschlossen ist, dessen Primärspule in der Erdleitung der Geberbatterie liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6551247B2 (en) 2000-03-07 2003-04-22 Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. Ultrasonic probe

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6551247B2 (en) 2000-03-07 2003-04-22 Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. Ultrasonic probe

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