DE276279C - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L25/00—Baseband systems
- H04L25/38—Synchronous or start-stop systems, e.g. for Baudot code
- H04L25/40—Transmitting circuits; Receiving circuits
- H04L25/49—Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems
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- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
• .·- JVl 276279 KLASSE 21 a. GRUPPE
JOHN GOTT in HOVE, England.
insbesondere über Unterseekabel.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nebst Vorrichtung zur elektrischen Übermittlung
von Zeichen über Linien großer Kapazität, insbesondere über Unterseekabel, wonach
Stromstöße von entgegengesetzter Polarität in abwechselnder Aufeinanderfolge über
die Linie gesandt werden, wobei jeder Stromstoß eine Zeicheneinheit bildet, und betrifft
die selbsttätige Umschaltung der Geberbatterie unter Benutzung des durch Entladung der
Linie nach jedem Stromstoß erhaltenen Entladestromes, um den an sich bekannten Wechsel
in der Richtung der aufeinanderfolgenden Stromstöße zu erzielen.
*5 Wenn ein Gegenstromstoß nach jedem Zeichen nur mit dem alleinigen Zweck über die
Linie gesandt werden würde, um die Ladung des Kabels aufzuheben, so würde der Zweck
der vorliegenden Erfindung nicht erreicht werden. Ein solcher Gegenstromstoß würde
ein telegraphisches Zeichen hervorrufen, auch dann, wenn ein solches Zeichen nicht verlangt
wird.
Die Ableitung der Ladung des Kabels durch Erden nach jedem Zeichen hat deshalb zu
geschehen, weil nicht nach jedem Zeichen ein Gegenstromstoß, also Übermittelung eines
weiteren telegraphischen Zeichens, z. B. am Ende eines Wortes, erforderlich ist. Würde
am Ende eines Wortes noch ein Gegenstromstoß gesandt werden, so würde durch das zusätzliche
Zeichen das übermittelte Wort unverständlich werden.
Die Anwendung beider Mittel (Gegenstromstoß und Erden des Kabels nach jedem
Stromstoß) ist unerläßlich; eines dieser Mittel allein genügt nicht. Es muß also, um die
Umkehrung oder Umschaltung der Geberbatterie herbeizuführen, das Kabel zwischen zwei Signaleinheiten (zwei entgegengesetzt
gerichteten Stromstößen) geerdet werden, um den angestrebten Zweck zu erreichen, und
hierdurch unterscheidet sich das vorliegende Verfahren von allen bekannten, den gleichen
Zweck verfolgenden Methoden.
Der Erfindung gemäß wird die selbsttätige Umschaltung der Geberbatterie in der Weise
herbeigeführt, daß man den durch Erdung der Linie nach jedem Stromstoß erhaltenen
Entladestrom durch die Windungen eines polarisierten Relais zur Erde schickt, welches
hierbei die Umschaltung der Geberbatterie bewirkt und den erforderlichen Wechsel in
der Richtung für das nächstfolgende Zeichen verursacht.
Durch die vorliegende Erfindung wird ermöglicht, die internationalen Morsezeichen
auch für die Übertragung über lange unterseeische Kabelleitungen anwenden zu können.
Hierdurch wird Gleichmäßigkeit des Arbeitens mit Land- oder anderen Linien erzielt. Die
Erfindung ermöglicht ferner hinsichtlich der Zeit eine sehr ökonomische Übertragung der
Morsezeichen, da die Zeicheneinheiten durch Stromstöße von wechselnder Polarität gebildet
werden, so daß während der Übermittlung in
55
keinem Falle ein Stromstoß der gleichen Polarität folgt. Am Empfängerende des Kabels
werden die Zeicheneinheiten in einfacher Weise so umgebildet, daß das Alphabet nach dem
Morsesystem zustande kommt, so als wenn man es mittels einer kurzen Landleitung erhalten
hätte, so daß es leicht gelesen und umgeschrieben werden kann.
Auf - der Zeichnung ist eine beispielsweise
ίο Ausführungsform einer Vorrichtung zur Ausführung
des neuen Verfahrens in schematischer Darstellung veranschaulicht.
In der Zeichnung bezeichnet d die Sendertaste der Gebervorrichtung, e die von der
Taste d nach dem Kabel führende Leitung, f den vorderen Kontakt und g den hinteren
Kontakt für die Sendertaste. Der Kontakt f ist durch eine Leitung j j1 mit dem um t1
schwingbaren Arm t eines an sich bekannten, polarisierten Relais r und der Kontakt g durch
eine Leitung i mit den Spulen s s1 dieses Relais
verbunden, die durch eine Leitung k an Erde gelegt sind. Die Ausschwingungen des
Schwingarmes t werden durch zwei Kontaktanschlage h und h1 begrenzt, die mit den
entgegengesetzten Polen einer Doppelbatterie II1 in leitender Verbindung stehen, deren
Mitte durch eine Leitung m an Erde gelegt ist. Ist die Sendertaste d niedergedrückt (geschlossen),
so ist derjenige Batterieteil I bzw. I1, an dessen Kontakt h bzw. A1 der
Schwingarm t anliegt, durch die Leitung j1 j d e mit dem Kabel in Verbindung. Ist die
Sendertaste nicht niedergedrückt (geöffnet), wie in der Zeichnung angegeben, so ist das
Kabel durch Leitung e, Taste d und Leitung i mit den Relaisspulen in Verbindung, und es
findet Entladung des Kabels durch die letzteren und die Erdleitung k statt. Durch diesen
Entladestrom wird entsprechend seiner Polarität der Schwingarm t auf den einen
oder den anderen Kontakt h bzw. h1 umgestellt.
Da diese Polarität der Polarität der vorhergehenden Entladung stets entgegengesetzt
ist, so ist es selbstverständlich, daß der Schwingarm bei Beendigung jeder Handhabung
der Sendertaste d von dem einen Kontakt h auf den anderen Kontakt hl und umgekehrt
umgeschaltet wird, so daß die Batterie mit Bezug auf das Kabel umgekehrt angelegt
wird, jedesmal, wenn die Sendertaste geöffnet wird und Entladung des Kabels stattfindet.
Dies hat zur Folge, daß der bei jeder Handhabung der Sendertaste über das Kabel entsandte Stromstoß eine entgegengesetzte
Polarität hat wie der diesem Stromstoß voraufgegangene Stromstoß. Es ist also klar,
daß, wenn die Sendertaste zur Übermittlung von Morsezeichen betätigt wird, jeder eine
Zeicheneinheit bildende Stromstoß die entgegengesetzte Polarität hat wie der vorhergehende,
eine Zeicheneinheit bildende Stromstoß, bzw. daß niemals zwei aufeinanderfolgende,
Zeicheneinheiten bildende Stromstöße die gleiche Polarität haben.
Infolge der beträchtlichen Energie des Entladungsstromes des Kabels und der Kondensatoren,
die bisher nicht ausgenutzt worden ist, kommt der Widerstand der Spulen des polarisierten Relais nicht in Betracht. Es
wird trotz dieses Widerstandes immer eine genügende Entladung des Kabels stattfinden,
die für eine wirksame Zeichengebung ausreicht.
Die Sendertaste d kann erforderlichenfalls auch durch den Schwingarm eines an eine
Landlinie oder ein kurzes Kabel angeschlossenen Relais ersetzt werden oder den Schwingarm
eines Wheatstonesenders bilden.
Claims (3)
1. Verfahren zur elektrischen Übermittlung
von Zeichen über Linien großer Kapazität, insbesondere über Unterseekabel, bei welchem Stromstöße von entgegengesetzter
Polarität in abwechselnder Aufeinanderfolge über die Linie gesandt werden und jeder Stromstoß eine Zeicheneinheit
bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Entladung des Kabels nach jedem
Stromstoß erhaltene Entladestrom mit Hilfe eines polarisierten Relais o. dgl. die
Geberbatterie selbsttätig umschaltet, um den Wechsel in der Polarität der aufeinanderfolgenden
Stromstöße zu erzielen.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kapazität (Kabel mit oder ohne Kondensator) geladen wird, wenn der die Zeichen
übermittelnde Stromkreis geschlossen ist, und daß die Kapazität durch die Spulen des polarisierten Relais o. dgl. entladen
wird, wenn der die Zeichen übermittelnde Stromkreis geöffnet ist.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ruhekontakt der Sendertaste, an deren Drehachse das Kabel
angeschlossen ist, mit den in die Erdleitung geschalteten Spulen und der Arbeitskontakt
mit dem Schwingarm eines die Umschaltung der Geberbatterie herbeiführenden
polarisierten Relais leitend verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE276279C true DE276279C (de) |
Family
ID=532489
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT276279D Active DE276279C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE276279C (de) |
-
0
- DE DENDAT276279D patent/DE276279C/de active Active
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