DE276279C - - Google Patents

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DE276279C
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polarized relay
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/38Synchronous or start-stop systems, e.g. for Baudot code
    • H04L25/40Transmitting circuits; Receiving circuits
    • H04L25/49Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems

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  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
• .·- JVl 276279 KLASSE 21 a. GRUPPE
JOHN GOTT in HOVE, England.
insbesondere über Unterseekabel.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. April 1912 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nebst Vorrichtung zur elektrischen Übermittlung von Zeichen über Linien großer Kapazität, insbesondere über Unterseekabel, wonach Stromstöße von entgegengesetzter Polarität in abwechselnder Aufeinanderfolge über die Linie gesandt werden, wobei jeder Stromstoß eine Zeicheneinheit bildet, und betrifft die selbsttätige Umschaltung der Geberbatterie unter Benutzung des durch Entladung der Linie nach jedem Stromstoß erhaltenen Entladestromes, um den an sich bekannten Wechsel in der Richtung der aufeinanderfolgenden Stromstöße zu erzielen.
*5 Wenn ein Gegenstromstoß nach jedem Zeichen nur mit dem alleinigen Zweck über die Linie gesandt werden würde, um die Ladung des Kabels aufzuheben, so würde der Zweck der vorliegenden Erfindung nicht erreicht werden. Ein solcher Gegenstromstoß würde ein telegraphisches Zeichen hervorrufen, auch dann, wenn ein solches Zeichen nicht verlangt wird.
Die Ableitung der Ladung des Kabels durch Erden nach jedem Zeichen hat deshalb zu geschehen, weil nicht nach jedem Zeichen ein Gegenstromstoß, also Übermittelung eines weiteren telegraphischen Zeichens, z. B. am Ende eines Wortes, erforderlich ist. Würde am Ende eines Wortes noch ein Gegenstromstoß gesandt werden, so würde durch das zusätzliche Zeichen das übermittelte Wort unverständlich werden.
Die Anwendung beider Mittel (Gegenstromstoß und Erden des Kabels nach jedem Stromstoß) ist unerläßlich; eines dieser Mittel allein genügt nicht. Es muß also, um die Umkehrung oder Umschaltung der Geberbatterie herbeizuführen, das Kabel zwischen zwei Signaleinheiten (zwei entgegengesetzt gerichteten Stromstößen) geerdet werden, um den angestrebten Zweck zu erreichen, und hierdurch unterscheidet sich das vorliegende Verfahren von allen bekannten, den gleichen Zweck verfolgenden Methoden.
Der Erfindung gemäß wird die selbsttätige Umschaltung der Geberbatterie in der Weise herbeigeführt, daß man den durch Erdung der Linie nach jedem Stromstoß erhaltenen Entladestrom durch die Windungen eines polarisierten Relais zur Erde schickt, welches hierbei die Umschaltung der Geberbatterie bewirkt und den erforderlichen Wechsel in der Richtung für das nächstfolgende Zeichen verursacht.
Durch die vorliegende Erfindung wird ermöglicht, die internationalen Morsezeichen auch für die Übertragung über lange unterseeische Kabelleitungen anwenden zu können. Hierdurch wird Gleichmäßigkeit des Arbeitens mit Land- oder anderen Linien erzielt. Die Erfindung ermöglicht ferner hinsichtlich der Zeit eine sehr ökonomische Übertragung der Morsezeichen, da die Zeicheneinheiten durch Stromstöße von wechselnder Polarität gebildet werden, so daß während der Übermittlung in
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keinem Falle ein Stromstoß der gleichen Polarität folgt. Am Empfängerende des Kabels werden die Zeicheneinheiten in einfacher Weise so umgebildet, daß das Alphabet nach dem Morsesystem zustande kommt, so als wenn man es mittels einer kurzen Landleitung erhalten hätte, so daß es leicht gelesen und umgeschrieben werden kann.
Auf - der Zeichnung ist eine beispielsweise
ίο Ausführungsform einer Vorrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens in schematischer Darstellung veranschaulicht.
In der Zeichnung bezeichnet d die Sendertaste der Gebervorrichtung, e die von der Taste d nach dem Kabel führende Leitung, f den vorderen Kontakt und g den hinteren Kontakt für die Sendertaste. Der Kontakt f ist durch eine Leitung j j1 mit dem um t1 schwingbaren Arm t eines an sich bekannten, polarisierten Relais r und der Kontakt g durch eine Leitung i mit den Spulen s s1 dieses Relais verbunden, die durch eine Leitung k an Erde gelegt sind. Die Ausschwingungen des Schwingarmes t werden durch zwei Kontaktanschlage h und h1 begrenzt, die mit den entgegengesetzten Polen einer Doppelbatterie II1 in leitender Verbindung stehen, deren Mitte durch eine Leitung m an Erde gelegt ist. Ist die Sendertaste d niedergedrückt (geschlossen), so ist derjenige Batterieteil I bzw. I1, an dessen Kontakt h bzw. A1 der Schwingarm t anliegt, durch die Leitung j1 j d e mit dem Kabel in Verbindung. Ist die Sendertaste nicht niedergedrückt (geöffnet), wie in der Zeichnung angegeben, so ist das Kabel durch Leitung e, Taste d und Leitung i mit den Relaisspulen in Verbindung, und es findet Entladung des Kabels durch die letzteren und die Erdleitung k statt. Durch diesen Entladestrom wird entsprechend seiner Polarität der Schwingarm t auf den einen oder den anderen Kontakt h bzw. h1 umgestellt. Da diese Polarität der Polarität der vorhergehenden Entladung stets entgegengesetzt ist, so ist es selbstverständlich, daß der Schwingarm bei Beendigung jeder Handhabung der Sendertaste d von dem einen Kontakt h auf den anderen Kontakt hl und umgekehrt umgeschaltet wird, so daß die Batterie mit Bezug auf das Kabel umgekehrt angelegt wird, jedesmal, wenn die Sendertaste geöffnet wird und Entladung des Kabels stattfindet. Dies hat zur Folge, daß der bei jeder Handhabung der Sendertaste über das Kabel entsandte Stromstoß eine entgegengesetzte Polarität hat wie der diesem Stromstoß voraufgegangene Stromstoß. Es ist also klar, daß, wenn die Sendertaste zur Übermittlung von Morsezeichen betätigt wird, jeder eine Zeicheneinheit bildende Stromstoß die entgegengesetzte Polarität hat wie der vorhergehende, eine Zeicheneinheit bildende Stromstoß, bzw. daß niemals zwei aufeinanderfolgende, Zeicheneinheiten bildende Stromstöße die gleiche Polarität haben.
Infolge der beträchtlichen Energie des Entladungsstromes des Kabels und der Kondensatoren, die bisher nicht ausgenutzt worden ist, kommt der Widerstand der Spulen des polarisierten Relais nicht in Betracht. Es wird trotz dieses Widerstandes immer eine genügende Entladung des Kabels stattfinden, die für eine wirksame Zeichengebung ausreicht.
Die Sendertaste d kann erforderlichenfalls auch durch den Schwingarm eines an eine Landlinie oder ein kurzes Kabel angeschlossenen Relais ersetzt werden oder den Schwingarm eines Wheatstonesenders bilden.

Claims (3)

80 Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur elektrischen Übermittlung von Zeichen über Linien großer Kapazität, insbesondere über Unterseekabel, bei welchem Stromstöße von entgegengesetzter Polarität in abwechselnder Aufeinanderfolge über die Linie gesandt werden und jeder Stromstoß eine Zeicheneinheit bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Entladung des Kabels nach jedem Stromstoß erhaltene Entladestrom mit Hilfe eines polarisierten Relais o. dgl. die Geberbatterie selbsttätig umschaltet, um den Wechsel in der Polarität der aufeinanderfolgenden Stromstöße zu erzielen.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapazität (Kabel mit oder ohne Kondensator) geladen wird, wenn der die Zeichen übermittelnde Stromkreis geschlossen ist, und daß die Kapazität durch die Spulen des polarisierten Relais o. dgl. entladen wird, wenn der die Zeichen übermittelnde Stromkreis geöffnet ist.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ruhekontakt der Sendertaste, an deren Drehachse das Kabel angeschlossen ist, mit den in die Erdleitung geschalteten Spulen und der Arbeitskontakt mit dem Schwingarm eines die Umschaltung der Geberbatterie herbeiführenden polarisierten Relais leitend verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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