DE248196C - - Google Patents

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DE248196C
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chain
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lever
eccentric
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/14Details
    • D01H1/36Package-shaping arrangements, e.g. building motions, e.g. control for the traversing stroke of ring rails; Stopping ring rails in a predetermined position

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 248196 KLASSE 76 c. GRUPPE
MICHEL BUKALOFF in SCHTELKOWO5 Ruszl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1911 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Ringspinnmaschinen und betrifft ein Verfahren und entsprechende Vorrichtung zum Hartwinden der Kötzerspitzen mittels einer zusätzliehen Ringbankbewegung.
Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, in
denen der Ringbank eine zusätzliche Bewegung erteilt wird durch einen Schiebernocken, der die Exzentrizität des Ringbankexzenters vergrößert.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung, durch welche die Ringbank in ihrer höchsten Stellung bei Wickelung der Kötzerspitze schnell nach oben und gleich nach unten geführt und somit schneller aus der gefährlichsten Lage gebracht wird, wobei die Maschinengeschwindigkeit für diese Zeit verzögert wird.
Die Verzögerung der Maschinengeschwindigkeit wird nach vorliegender Erfindung durch teilweises Ausrücken des Antriebriemens von der Arbeitsscheibe mittels einer einstellbaren Seil- oder Kettenvorrichtung, welche durch den auf die Ringbankbewegung wirkenden Hebel bewegt wird. '
Gegenüber der bekannten Vorrichtung, durch welche die Geschwindigkeit der Maschine mittels Anwendung einer konischen Antriebsscheibe geregelt wird, unterscheidet sich die neue Vorrichtung dadurch, daß die Größe dieser Verzögerung durch Einstellung der Vorrichtung zu jeder Zeit geändert werden kann.
Weil durch das schnelle Heben und Fallen der Ringbank an der Kötzerspitze die Fadenwickelungen stark gekreuzt werden, so wird dadurch eine andere Aufgabe gelöst, und zwar werden die Spitzenwindungen gut befestigt, so daß dieselben beim Abwickeln der Spule nicht abfallen.
Auf der Zeichnung, welche diese Vorrichtung in einer beispielsweisen und einfachsten Ausführung darstellt, zeigt
Fig. ι eine schematische Ansicht eines Teiles der Ringspinnmaschine,
Fig. 2 und 3 eine Vorder- und Seitenansicht des Wagen exzenters mit seinem Antriebe, :
Fig. 4 eine Ansicht und einen Querschnitt der Ausschaltscheibe,
Fig. 5 eine Ansicht des Dreieckverschlusses und
Fig. 6 eine schematische Ansicht der Exzenteranordnung.
Fig. 7 zeigt ein Schema entsprechender Exzenter- und Ringbankstellungen,
Fig. 8 die Vorrichtung zum Führen des Riemens.
Die Ringbank 1 (Fig. 1) erhält ihre Bewegung in bekannter Weise mittels Stäben 2, zweiarmiger Hebel 3 und Stange 4, welche mittels Hebel 5 und Kette oder Schnur 6 durch eine Kurvenscheibe hin und her bewegt wird. Gegebenenfalls kann die Kette 6 mit dem Hebel 7 (Fig. 6), welcher durch die Wagenexzenterscheibe 8 bewegt wird, verbunden werden. Die mit einem Kegelrade 9, welches mittels Kegelrad 10 angetrieben wird, verbundene Exzenterscheibe 8 (Fig. 2 und 3) sitzt lose auf einer Welle 11. Auf der Nabe 8' (Fig. 4) dieses Exzenters 8 sitzt lose eine Scheibe 12 mit
einem ringförmigen Kanal 13, in welchem eine an einer Seite in den Kanalboden übergehende Erhöhung 14 vorgesehen ist. Die Scheibe 12 ist ferner mit einem Griff 15 (Fig. 2) versehen, welcher an dem Bogen 16 in verschiedenen Stellungen befestigt werden kann. Die Exzenterscheibe 8 wirkt auf die Gleitrolle 17 des Hebels 7, so daß bei einer vollen Umdrehung der Scheibe 8 der Hebel 7 sich niederbewegt und
ίο nach dem Durchlaufen des größten Halbmessers der Exzenterscheibe 8 plötzlich nach oben steigt; dementsprechend hebt sich die Ringbank 1 hinauf und fällt schnell nach unten.
Zum Herstellen der Spulenspitze und Beschleunigen der Ringbankbewegung in der höchsten Stellung, wodurch die Ringbank aus der gefährlichsten Stelle möglichst schnell weggeführt wird, ist die Erhöhung des Exzenters 8 mit einem Dreieckstück 18 versehen, welches auf einem Stifte 19 drehbar ist und durch eine flache Feder 20 an die Exzenterseitenfläche gedrückt wird. An den Spitzen der dreieckförmigen Lenkplatte 18 sind Öffnungen 21 vorgesehen, in welche ein Stift 22 des Dreieckver-Schlusses greift und das Dreieckstück 18 während der vollen Umdrehung des Exzenters 8 anhält. Dieser Stift 22 ist an einer Platte 23 nebst zwei anderen Stiften 24 und 25 befestigt (s. auch Fig. 5), wobei die Platte 23 durch eine flache Feder 26 belastet wird. Der Ansatz 24 greift durch den Exzenterkörper 8 und gleitet in dem Kanal 13 der Scheibe 12, während der Stift 25 nur zur Führung der beiden Stifte 22 und 24 dient.
In dem Augenblick, in welchem die Erhöhung des Exzenters 8 in ihre niedrigste Lage kommt, schiebt die Erhöhung 14 im Kanal 13 den Stift 24 allmählich zur Seite, wodurch der Stift 22 aus der Öffnung 21 des Dreieckstücks 18 herausgedrückt und das Dreieckstück 18 freigegeben wird. Das Befreien des Dreieckstücks 18 geschieht nicht früher, bis einer der Ansätze 27 sich auf die Gleitrolle gelegt hat. In diesem Augenblick befindet sich die Gleitrolle 17 in der niedrigsten und die Ringbank 1 in ihrer höchsten Stellung; wenn j etzt das Dreieckstück 18 freigegeben wird, so dreht es sich auf der Achse 19 wegen des Weiterlaufens der Exzenterscheibe 8 und unter dem Drucke der Gleitrolle 17 um 360°: 3 = 120 °, so daß die Gleitrolle 17 schnell steigt, indem sie sich dem Mittelpunkt der Scheibe 8 nähert und sich an die Exzenterscheibe auf die Stelle des kleinsten Halbmessers legt. Das Dreieckstück ist drehbar angeordnet, um eine zu schnelle Bewegung der Rolle zu beseitigen und dadurch die Exzenterscheibe gegen Beschädigung durch plötzliches Anschlagen und den Faden gegen Zerreißen zu sichern.
Da die Seitenkurve des Dreieckstücks 18 mit der Kurve der Erhöhung des Exzenters 8 nicht zusammenfällt, so erhält die Ringbank eine schnelle Bewegung nach oben, wonach die Ringbank wieder schnell fällt und am unteren Ende des Kötzers durch die krumme Form des Ansatzes 27 gebremst wird.
Fig. 7 veranschaulicht das Verhältnis der Bewegungen der Ringbank und der Gleitrolle, welche die Bewegung der Ringbank bewirkt. Solange das Exzenter 8 mit seinem ganzen Umfange von dem Punkte ft bis zu dem Punkte c die Gleitrolle 17 berührt und dieselbe allmählich niederdrückt, steigt ebenso allmählich die Ringbank und läßt den Faden sich dicht auf die ganze ■ Länge der Spule bis zu dem Punkte c1 winden. Von dem Punkte c bis α sinkt die Gleitrolle schnell und erreicht ihre niedrigste Stellung, aus welcher sie schnell dank der Drehung des Dreieckstücks auf den Punkt ft steigt. Dementsprechend steigt die Ringbank schnell von dem Punkt c1 bis a1, dadurch die Spitze der Spule bildend, und fällt gleich danach um die ganze Länge a1, ft1 einer Spulenschicht nach unten.
Da bei dem schnellen Auf- und Abwärtsgange der Ringbank die Kötzerspindel mit derselben Geschwindigkeit sich weiterdrehen würde, wo-' durch die Fadenspannung stark zunehmen würde, so muß gleichzeitig die Spannung ermäßigt werden. Zu dem Zwecke ist an der Maschine eine Vorrichtung zur Verzögerung der Geschwindigkeit der Maschine angebracht.
Zur Verminderung der Drehzahl der Maschine ist die Schaltvorrichtung der Maschine mit dem Hebel 7 so verbunden, daß vor der niedrigsten Lage des Hebels (höchste Lage der Ringbank) der Antriebsriemen von der festen Riemenscheibe 28 zur Hälfte auf die Losscheibe 29 geführt wird. Durch das Gleiten des Riemens wird eine Verzögerung der Geschwindigkeit der Maschine erzielt. Zu dem Zwecke ist an dem Ende des Hebels 7 eine Öse einer Kette 30 lose angebracht. Die Kette 30 wird um die Führungsrollen 31 und 32 geführt, um den Handgriff 33 der Ausrückgabel gewickelt und an ihm befestigt. Der Handgriff 33 ist in dem Querstege des Maschinengestells gelagert und bewegt in irgendwelcher bekannten Weise, z. B. mittels eines Zahnrades und eines Zahnstabes, das Verschieben der Ausrückgabelführung 35, welche unter Zug der Feder 36 bestrebt ist, den Riemen auf die Festscheibe 28 zurückzuführen.
Der Hebel 7 zieht beim Senken die Kette 30 an, so daß die Kette sich von der Handgriffnabe 33 abwickelt und somit den letzteren um einen Winkel dreht, wodurch die Ausrückgabel 35 den Riemen von der festen Scheibe 28 zur Hälfte auf die Losscheibe 29 führt. Beim Aufwärtsgange des Hebels 7 wird die Kette entspannt, so daß die Schraubenfeder 36 die Ausrückgabel in ihre Anfangslage und den Riemen auf die feste Scheibe führen kann.
Zur Regelung der Tätigkeit der Ausrückvorrichtung ist an der Führungsrolle 32 eine Scheibe
42 mit einer ringförmigen Aussparung 43 angebracht, in welcher ein gabelförmiger Vorsprung 44 in entsprechender Stelle befestigt werden kann. Ein Ansatz 41, welcher an einem Gliede der Kette 30 befestigt ist, legt sich auf den Vorsprung 44. In der in Fig. 1 dargestellten Stellung beeinflußt der Vorsprung 44 die Ausrückvorrichtung nicht; wird aber derselbe Vorsprung 44 (Fig. 8) nach rechts in der Aussparung
43 geführt und. dort befestigt, so wird die Länge Kette 30 gekürzt, so daß der Riemen früher als sonst von der festen Scheibe auf die Hälfte der losen Scheibe geschoben wird.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zum Hartwinden der Kötzerspitzen mittels einer zusätzlichen Ringbankbewegung für Ringspinnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringbank an der Kötzerspitze eine schnelle Aufwärts- und unmittelbar folgende Abwärtsbewegung erhält und die Maschinengeschwindigkeit während dieser Zeit verzögert wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wagenhubscheibe (8) an ihrem Umfang mit einem drehbaren Dreieckstück (18) versehen ist, dessen Drehung durch eine mit einem Kopfexzenter (13, 14) versehene, einstellbare Ausrückscheibe (12) ausgelöst wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Ringbankhebels (7) mit dem Ausrückhandgriffe (33) durch ein Seil oder Kette (30) in der Art verbunden ist, daß beim Sinken des Hebels (7) die Ausrückgabel veranlaßt wird, den Riemen etwa zur Hälfte auf die Losscheibe zu führen, während eine Feder (36) den Ausrücker danach wieder in die Anfangsstellungen bringt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Leitrolle des Seiles bzw. der Kette eine Scheibe (42) angeordnet ist, die in einer ringförmigen Nut (43) eine auf einen Ansatz (41) der Kette (30) wirkende Nase (44) verschiebbar trägt, um die Verschiebung des Riemens regeln zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE923054C (de) * 1949-11-01 1955-02-03 Eugen Stammwitz Aufwindevorrichtung fuer Ringspinn-, Ringzwirn- und aehnliche Textilmaschinen
DE1157979B (de) * 1961-08-14 1963-11-21 Edmund Hamel Vorrichtung zum zusaetzlichen Verlegen des Ringbankhubes (Spindelbankhubes) an Ringspinn- oder Ringzwirnmaschinen
DE1190604B (de) * 1957-04-05 1965-04-08 British Nylon Spinners Ltd Kunstfadenspulenspinnmaschine
DE1292558B (de) * 1960-01-21 1969-04-10 Monsanto Co Ringzwirnmaschine
US5406421A (en) * 1992-01-31 1995-04-11 Olympus Optical Co., Ltd. Cover slip for use in microscope

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