DE2142C - Selbstthätige Feinspinnmaschine für Streichgarn - Google Patents

Selbstthätige Feinspinnmaschine für Streichgarn

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DE2142C
DE2142C DENDAT2142D DE2142DA DE2142C DE 2142 C DE2142 C DE 2142C DE NDAT2142 D DENDAT2142 D DE NDAT2142D DE 2142D A DE2142D A DE 2142DA DE 2142 C DE2142 C DE 2142C
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DE
Germany
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spindles
pipes
shaft
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lever
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DENDAT2142D
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English (en)
Original Assignee
E. KÖSTER in Neumünster in Holstein
Publication of DE2142C publication Critical patent/DE2142C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H3/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up intermittently, e.g. mules
    • D01H3/02Details
    • D01H3/04Carriages; Mechanisms effecting carriage movements
    • D01H3/06Carriages; Carriage rails; Squaring motions
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H2700/00Spinning or twisting machines; Drafting devices
    • D01H2700/20Spinning mules; Transmissions
    • D01H2700/205Spindles or spindle control in spinning mules

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Replacing, Conveying, And Pick-Finding For Filamentary Materials (AREA)

Description

1S77.
Klasse 76.
EDUARD KÖSTER in NEUMÜNSTER (Holstein). Selbsttätige Feinspinnmaschine für Streichgarn.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. October 1877 ab.
Die neuen, im folgenden beschriebenen Mechanismen sind für eine selbsttätige Spinnmaschine bestimmt, bei welcher sich das Vorgarn auf einem Wagen bewegt, und die Spindeln, die Aufwindemechanismen und der Trieb derselben feststehen.
Blatt I stellt den Umsteuerungs-Mechanismus,. den Fadenabzieher und Aufwinder, nebst der Daumenwelle mit den Hebeln in der Maschine, von der Seite gesehen, dar; Blatt II zeigt dieselben Theile von oben gesehen. Blatt III zeigt diese Theile getrennt voneinander, und Blatt IV den Kneifapparat und die Benutzung der losen Pfeifen.
Die eingeschriebenen Buchstaben und Nummern bezeichnen immer gleiche Theile.
Der Umsteuerungs-Mechanismus.
Der Umsteuerungs-Mechanismus wird durch die Bewegung des Wagens in Wirksamkeit gesetzt.
W ist der Wagen, welcher die Speisewalze A und den Kneifapparat K trägt. S sind die Spindeln, α und b Wellen, auf welchen der Mitte des Wagens gegenüber die üblichen Schneckenscheiben sitzen, welche mittelst der Schneckenstricke den Wagen ein- und ausziehen. Dreht sich Welle α in der Richtung des Pfeiles, so fährt der Wagen aus, und Welle b mufs sich entgegengesetzt drehen. Dreht sich Welle b in der Richtung des Pfeiles, so fährt der Wagen ein, und α mufs sich entgegengesetzt drehen.
Auf den Wellen α und b sitzen die Räder c und d und zwischen diesen und mit denselben in gleicher Ebene auf einem Zapfen das kleine Rad e.
Auf Blatt II ist e von oben sichtbar, indem die Welle α mit dem Rade c aus diesem Grunde weggelassen ist.
Der Zapfen, auf welchem Rad e sich dreht, sitzt in einem Hebel / fest, welcher bei g drehbar ist. Wird Hebel/ aufwärts gedreht, so greift e in c ein, wird er dagegen abwärts gedreht, so greift e in d ein, aufserdem findet Rad e zwischen den Rädern c und d so viel Raum, dafs es sich drehen kann, ohne mit einem der beiden Räder in Eingriff zu sein.
Von dem Rade e werden nun abwechselnd die Räder c und d und mithin auch der Wagen getrieben. Rad e trägt vorn eine lange Nabe, worauf eine Scheibe h festsitzt, über welcher ein Riemen läuft, der von einer entsprechend grofsen Scheibe getrieben wird. Die Axe dieser Scheibe h liegt in der Richtung, welche die Linie durch den Mittelpunkt des Drehpunktes £■ und des Rades e (wenn letzteres in der Mitte zwischen den Rädern c und d steht) angiebt.
Rad e wird durch diesen Riemen fortwährend in Drehung erhalten.
Hebel / wird nun folgendermaafsen auf- und niederbewegt:
Hinter Hebel/ ist die kleine Welle i gelagert, worauf die Kurbel k sitzt. In Kurbel k ist ein Zapfen, welcher in einem im Hebel/ befindlichen Schlitz liegt. Wird Welle i gedreht, so bewegt sich / und wird i so gedreht, dafs die Kurbel k aufwärts steht, so greift Rad e gerade in c ein. Steht die Kurbel seitwärts, so greift e in d ein.
Auf Welle i sitzt der Gewichtshebel m fest und zwar so, dafs, wenn derselbe frei nach unten hängen kann, Kurbel k stets aufwärts zeigt, also Rad emc greifen mufs, und wie bereits bemerkt, der Wagen ausfährt, indem sich a in der Richtung des Pfeiles dreht. Weil Kurbelt jetzt senkrecht über i steht, ist der Druck der Räder auf die Welle i wirkungslos, so dafs dieselbe leicht durch Gewicht m in dieser Stellung erhalten bleibt.
Auf Welle i sitzt ferner der gerade, zweiarmige Hebel« (s. Blatt II), in dessen langem Arm oben seitwärts ein Zapfen angebracht ist, und in einer gewissen Entfernung von i der grofse Winkelhebel /, welcher sich bei ο drehen kann, p wird durch das Gewicht q in der gezeichneten Stellung gehalten. Oben an p sitzt auf einem Zapfen drehbar die Stange r, welche so lang ist, dafs sie auf dem seitwärts am Hebel η befindlichen Zapfen ruht, r besitzt an der entsprechenden Stelle einen Haken.
Bevor der Wagen ganz ausgefahren war, stiefs ein an demselben befindliches Scharnier s gegen den Winkelhebel p und schob diesen mit vorwärts. Dadurch wurde das Gewicht q gehoben, und die Stange r mit ihrem Haken über den in Hebel η seitwärts befindlichen Zapfen geschoben. Weil die Spitze des Winkelhebels/ oben einen Bogen beschreibt, so geht schliefslich Scharniere über denselben hinweg, und/ kann durch Gewicht q gezogen wieder zurückfallen.
Letzteres geschieht nun gerade dann, wenn der Wagen seinen Lauf beendet hat, und da
Stange r den Hebel η nun mit rückwärts reifst, so wird Welle i gedreht, und Rad e kommt aufsei" Eingriff mit c. Damit Rad e jedoch nicht gleich in d wieder hineingezogen wird, ist an dem zweiten Arm des Hebels η eine Stange t drehbar befestigt. Dieselbe ruht auf einem im Stuhl der Maschine befindlichen Zapfen und trägt einen Haken, welcher vor den Zapfen fafst, und verhindert, dafs Rad e in d hineingeht, und in der Mitte zwischen den Rädern c und d stehen bleibt. Der Wagen steht hiernach still.
Zur geeigneten Zeit wird Stange t aufgehoben (was durch eine Daumeiiwelle geschieht, wie später erklärt wird), wodurch deren Haken von dem Zapfen abgleitet und jetzt Gewicht q Rad e in d hineinzieht, und infolge dessen den Wagen einfährt.
Ist der Wagen dicht vor den Spindeln angelangt, so stöfst derselbe gegen Hebel u und schiebt diesen vorwärts. Hebel ti ist mittelst einer dünnen Stange mit dem kleinen Winkelhebel ν verbunden, welcher dadurch etwas gedreht wird, ν ist so angebracht, dafs derselbe mit einem Arm unter Stange r stöfst, selbige aufwärts drängt und zwingt, Hebel η loszulassen. Gewicht m kann jetzt nach unten fallen, die Kurbel k wird aufwärts gedreht und Rad e kommt wieder mit c in Eingriff, also der Wagen fährt wieder aus. Ca. V2 m vom Ende seines Laufes entfernt stöfst der Wagen mit Scharnier s wieder gegen Winkelhebel / und das vorbeschriebene Spiel wiederholt sich.
Das Gewicht q ist entsprechend schwerer als m, weil es dieses mit heben mufs, und ist ferner Scharnier s nur drehbar, wenn der Wagen einfährt, jedoch fest, wenn derselbe ausfährt.
Der Fadenabzieher.
Bevor die Aufwindung des Garnes auf die Spindeln geschieht, werden letztere etwas rückwärts gedreht, um das Garn von den Spindelspitzen abzuwickeln.
Der in folgendem beschriebene Fadenabzieher macht einen Rücklauf der Spindeln unnöthig. Derselbe zieht das Garn nach oben hin von den Spindeln ab.
ι ist eine Welle, welche vorn an der Maschine unter den Spindeln gelagert ist. Auf derselben befinden sich eine entsprechende Anzahl Hebelarme 2, welche verlängert und verkürzt werden können und alle in einer Richtung auf der Welle stehen.
An den Enden der Hebel 2 sind drehbar die aufrechtstehenden Arme 3 von der gezeichneten Form befestigt, welche bei 4 geführt sind, so dafs sie sich auf- und niederschieben können. Oben haben dieselben einen Schlitz, in welchen der Länge nach, parallel mit Welle 1 eine Schiene 5 ruht.
Wird nun AVelle 1 etwas gedreht, und zwar so, dafs die Arme 3 aufsteigen, so legt die Schiene 5 infolge der Form der Arme 3 und des Bogens, den die Hebel 2 beschreiben, den folgenden Weg zurück: Anfangs steigt dieselbe etwas gerade in die Hohe, alsdann nähert sie sich in einem Bogen den Spindelspitzen bis auf einige Millimeter Entfernung, und von dort aus steigt dieselbe ziemlich genau in der Richtung der Spindeln in die Höhe. Dadurch fafst die Schiene 5 unter sämmtliche Fäden und zieht diese nach oben von den Spindeln ab.
Man kann beliebig viel Garn abziehen lassen, indem man durch die Bewegungskurbel 6 die Schiene 5 höher oder niedriger steigen läfst.
Das Abschlagen kann bereits geschehen, während die Spindeln noch laufen und sobald dieselben still stehen, kann der Aufwinder, welcher sich an Welle 7 befindet und wie bekannt aus Hebelarmen mit einem durchgezogenen Draht besteht, sämmtliche Fäden nach unten drücken, und die Aufwindung beginnen.
Damit, während der Aufwinder niedergeht, keine Fäden etwa auf den Spitzen der Pfeifen hängen bleiben, ist noch folgende Vorrichtung vorhanden:
In der Nähe der Köpfe der Pfeifen liegt längs vor denselben eine Schiene 27, welche von Hebelarmen getragen wird, die unten auf einer dünnen Welle festsitzen.
Diese Schiene läfst sich gegen die Pfeifen heran- und auch von denselben abbewegen; auch ist dieselbe seitwärts beweglich und sitzen in ihr, den Spindeln gegenüber, kleine Stifte, welche gerade auf die Spindeln zeigen.
Ist nun der Fadenabzieher in die Höhe gegangen, und hat das Garn von den Spindeln und theilweise von den Pfeifen abgezogen, so können nur diejenigen Fäden auf der Spitze der Pfeifen hängen bleiben, welche sich gerade vor den Spindeln, also an der Seite, wo der Aufwinder liegt, befinden. Alle übrigen Fäden, welche seitwärts oder hinter den Spindeln liegen, werden durch den Aufwinder niedergedrückt. Bevor jedoch der Aufwinder niedergeht, bewegt sich die Schiene mit den Stiften bis dicht an die Spindeln und macht alsdann eine Bewegung nach seitwärts, und zwar derart, dafs etwa vor den Spindeln sich befindende Fäden durch die Stifte erfafst und an die Seite geschoben werden. Die Stifte bewegen sich also etwas über den Pfeifen, dicht an den Spindeln vorbei, und da die Fäden immer von den Spindeln abstehen, weil die Pfeifen dicker als die Spindeln sind, so werden auch immer die Fäden, welche gefährlich sind, durch Stifte erfafst und seitwärts geschoben, und der Aufwinder kann hiernach niedergehen, ohne dafs Fäden an den Pfeifen hängen bleiben. Die Bewegung erhält die Schiene 27 durch den Fadenabzieher und Aufwinder gemeinschaftlich.
Der Bewegungs-Mechanismus für Fadenabzieher, Fadenaufwinder, Spindel und
Wageneinrückung.
8 ist eine Welle, auf der das Rad 9 sitzt, welches nur auf ca. 5/0 seines Umfanges mit Zähnen versehen ist.
Rad 9 trägt auf der einen Seite ein eingegossenes Uebergewicht.
Ein Haken io, welcher am Stuhl der Maschine seinen Drehpunkt hat, hält an einem Zapfen das Rad in der Lage fest, dafs sich das Uebergewicht an der Seite befindet, und der zahnfreie Theil des Umfanges nach unten steht.
Unter Rad 9 ist eine Welle 11 im rechten Winkel mit Welle 8 gelagert, welche eine Schraube ohne Ende trägt, die sich fortwährend in Drehung befindet.
Der Ausrücker für die Spindeln steht mit Haken 10 in Verbindung und hebt denselben jedesmal etwas auf, daraus folgt, dafs immer wenn die Spindeln zum Stillstehen gebracht werden, Rad 9 sich zu drehen beginnt, indem Haken 10 dasselbe losläfst, und die schwerere Seite danach die Zähne gegen die endlose Schraube bringt, so dafs das Rad sich so lange dreht, bis alle Zähne desselben die endlose Schraube passirt haben. Damit es nicht gleich von neuem wieder in die Schraube fällt, fängt Haken 10 den an der Seite befindlichen Zapfen und hält das Rad so lange, bis ein neuer Auszug fertig ist, und die Spindeln wieder zum Stehen gebracht werden.
Auf Welle 8 dieses Rades sitzen verschiedene Daumen, welche demnach die Umdrehung mitmachen.
Bei Beginn der Umdrehung stöfst Daumen 12 gegen den aufrechtstehenden, bei 15 drehbaren Hebelarm 16 und schiebt denselben zurück. Hebelarm 16 steht mittelst einer Zugstange mit der Kurbel 6 des Fadenabziehers in Verbindung, welcher dadurch aufwärts gezogen wird und das Garn von den Spindeln zieht.
Wenn der Fadenabzieher fast auf seinem höchsten Punkt angelangt ist, stöfst Daumen 13 gegen den Hebelarm 17, welcher ähnlich wie 16 ist, und schiebt denselben auch rückwärts. Hebelarm 17 ist mit der Kurbel auf Welle 7 des Aufwinders mittelst einer Zugstange verbunden und zieht den Aufwinder nieder, so dafs die Fäden bis unten auf die Pfeifen geleitet werden.
Der Daumen 12 hält den Fadenabzieher so lange oben, bis der Aufwinder die Fäden fast ganz heruntergedrückt hat; alsdann beginnt der Fadenabzieher sich zu senken.
Inzwischen hat ein anderer Daumen der Welle 8 die Spindeln eingerückt, damit das Garn gespannt bleibt, und jetzt hebt der Daumen 14 die Stange t des Umsteuerungs-Mechanismus auf, wonach der Wagen, wie bereits erwähnt, seine Einfahrt beginnt.
Die Verstellbarkeit der Daumen und Hebelarme gestattet jede gewünschte Regulirung,
Der Daumen 13 hat nur den Zweck, den Aufwindei" herunterzuziehen und geht alsdann am Hebelarm 17 vorbei, während der Wagen die Führung des Aufwinders übernimmt, wie folgt:
Auf Welle 7 des Aufwinders sitzt eine Kettenscheibe 18 fest, über welche eine Kette geht. An dem einen Ende dieser Kette hängt das Gewicht 19 und das andere Ende derselben ist um eine Scheibe geschlungen, welche auf der Welle 20 festsitzt.
Die Welle 20 liegt quer durch die Maschine in der Richtung des Wagenlaufes und sitzen auf derselben die beiden Kettenscheiben 21 und 22, um welche ebenfalls eine Kette geschlungen und befestigt ist.
An diesen beiden Ketten hängen senkrecht die Arme 23 und 24, welche oben durch eine Schiene 25 miteinander verbunden sind und hat die Schiene 25 derart Führung, dafs sie senkrecht auf- und niedersteigen kann. Aus der Zeichnung sind die Verbindungen ersichtlich, und folgt daraus, dafs, wenn der Aufwinder auf- und niederbewegt wird, die Schiene 25 sich ebenfalls auf- und niederbewegen mufs, indem sie durch ihr eigenes Gewicht von selbst sinkt, dagegen durch die Ketten gehoben wird.
Als der Aufwinder durch Daumen 13 heruntergezogen wurde, senkte sich demnnch auch die Schiene 25.
Die Rolle 26, welche an einem Scharnier unter dem Wagen sich befindet, hing dann senkrecht herunter, während sie bis dahin durch die Schiene nach den Spindeln hin aufwärts gehalten wurde, da sie sich infolge des Scharniers nur nach dieser Seite hin bewegen kann.
Die Rolle 26 verhindert jetzt, dafs die Schiene wieder steigen kann, und infolge dessen bleibt der. Aufwinder auch auf dem niedrigsten Punkte stehen, obgleich Gewicht 19 denselben zurück zu ziehen bestrebt ist.
Indem der Wagen einfährt, läuft Rolle 26 auf der Schiene entlang, und da letztere nach den Spindeln hin tiefer gestellt ist, so kann sie dementsprechend steigen, und der Aufwinder ebenfalls, und dadurch windet sich das Garn in gleichmäfsigen Windungen auf.
Ist der Wagen noch ca. 150 mm von den Spindeln entfernt, so läuft die Rolle 26 von der Schiene 2 5 herunter, und der Aufwinder schlägt zurück, läfst also das Garn frei.
Das jetzt noch vorhandene Garn wickelt sich um die Köpfe der Pfeifen und Spitzen der Spindeln.
Während der Wagen - Ausfahrt hebt sich die Rolle 26 und gelangt so längs der Schiene 25 wieder nach hinten.
Die Anwendung lose auf den Spindeln sitzender Pfeifen..
,S sind Spindeln von bekannter Form und Gröfse. Auf denselben sitzt der kleine Ring B fest, über welchen eine Lederscheibe aus dickem steifen Leder ebenfalls fest auf der Spindel angebracht ist.
Auf diesen Lederscheiben ruhen die Pfeifen und zwar lose auf den Spindeln sitzend, so dafs sie sich leicht darauf drehen können.
Wenn die Spindeln sich drehen, so werden die Pfeifen durch die Friction, welche durch das Gewicht derselben auf den Lederscheiben entsteht, mitgenommen.
Die Friction der Lederscheiben an den Pfeifen kann durch Vergröfserung der Lederscheiben vermehrt und umgekehrt vermindert werden, indem die Pfeifen unten etwas hohl sind und daher auf dem äufseren Umfang der Lederscheiben schleifen.
Zur Bewegung der Spindeln sind zwei Riemen vorhanden. Der eine giebt den Spindeln einen langsamen und der andere einen schnelleren Lauf.
Ist das Garn durch den Fadenabzieher von den Spindeln oben abgezogen und durch den Aufwinder niedergedrückt, so können bei zu grofser Spannung des Garnes die Pfeifen auf den Spindeln sich drehen und dadurch mehr Garn hergeben, so dafs keine Fäden reifsen.
Bevor der Wagen seine Einfahrt beginnt, wird, wie schon erklärt, durch einen Daumen der Welle 8 der Riemen eingerückt, welcher den Spindeln einen langsamen Lauf giebt. Die Spindeln drehen sich also, während die Pfeifen durch die Fäden noch festgehalten werden und ein Schleifen auf den Lederscheiben stattfindet.
Beginnt der Wagen seine Einfahrt und führt den Pfeifen das Garn zu, so mufs sich dieses auf die Pfeifen winden, jedoch bleibt das Garn stets gespannt, weil die Spindeln einen schnelleren Lauf haben, als zur Aufwindung des Garnes auf leeren Pfeifen nothwendig ist und daher stets ein Schleifen der Lederscheiben an den Pfeifen stattfindet.
Hierdurch wird das Garn stets entsprechend fest auf die Pfeifen gewickelt und können leere und gefüllte Pfeifen gleichzeitig auf den Spindeln sein, da trotzdem eine gleichmäfsige Aufwindung erfolgt.
Ist der Wagen soweit eingefahren, dafs der Aufwinder zurückschlägt, so windet sich das letzte Garn auf die Pfeifen- und Spindelspitzen, und hat der Wagen seinen Lauf beendet, fahrt er sogleich wieder aus.
Während dessen haben die Spindeln ihren Lauf beibehalten, und wird auch der Riemen, welcher die Aufwindung besorgte, erst ausgerückt, wenn bei der Ausfahrt und Streckung des Garnes ein schnellerer Spindellauf nothwendig wird, und dann der zweite, einen schellen Lauf hervorbringende Riemen eingerückt.
Damit während der Streckung des Garnes die Pfeifen sich nicht auf den Spindeln drehen, und kein Garn nachziehen können, stehen die Spitzen der Spindeln 40 bis 50 mm über den Pfeifen hinweg, damit sich das letzte Garn auf diesen Enden der Spindeln aufwickelt. Dadurch wird erreicht, dafs das Garn, wenn es auch noch so sehr gespannt ist, nur so schwach auf die losen Pfeifen wirken kann, dafs die vorhandene Friction derselben auf den Lederscheiben vollkommen genügt, um ein Drehen derselben während des Auszuges zu verhindern. Während des Auszuges erfüllen die losen Pfeifen denselben Zweck wie festsitzende, während der Aufwindung jedoch unterscheiden sie sich von den festsitzenden Pfeifen dadurch, dafs sie nur aufwinden, wenn der Wagen Garn zuführt, und Wagen und Spindel-Geschwindigkeit voneinander unabhängig ist, so dafs die Spindeln durch einen Riemen getrieben werden können, welcher gleichzeitig mit zur Ausfahrt des Wagens benutzt wird.
Der Kneifapparat.
C ist eine Welle, welche dort gelagert ist, wo man den Cylinder sonst hinlegt; in diesem Falle also auf dem Wagen, welcher das Vorgarn trägt. Die Welle ist etwas drehbar.
Jedesmal gerade vor einer Spindel befindet sich in der Welle ein Einschnitt von der Breite und Tiefe wie auf Blatt IV gezeichnet ist. Die Einschnitte befinden sich alle in einer Richtung in der Welle.
Ueber jedem solchen Einschnitt ruht ein Gewicht auf der Welle, welches oben an beiden Seiten Zapfen trägt, womit es in Gabeln in verticaler Richtung Führung findet.
Die Gewichte sind breiter wie die Einschnitte und ruhen deshalb auf den Rändern, welche die Einschnitte begrenzen.
Werden also alle Einschnitte nach oben gedreht, die Gewichte abgenommen und in jeden Einschnitt ein Vorgarnfaden gelegt, alsdann die Gewichte wieder aufgelegt, so lassen sich leicht alle Vorgarnfäden durch diese Oeffnungen hindurchziehen.
Wird Welle C jetzt etwas gedreht, ca. % Umdrehung, so kommen die Einschnitte nach der Seite, und alle Vorgarnfäden werden zwischen der Welle und den Gewichten festgekniffen. Diese kleine Drehung der Welle C ca. '/5 des Umfanges genügt also jedesmal, um die Vorgarnfäden entweder frei und ungehindert durchziehen zu lassen, oder dieselben unter den Druck eines Ge\vichtes zu bringen, wodurch sie sofort, ohne einen Stofs oder Schlag zu erleiden, durch einen geringen Kraftaufwand festgehalten sind. Die Gewichte sind zum bequemen Anfassen eingerichtet, indem die Gabeln, worin die Zapfen Führung finden, nach oben offen sind.
Der bogenförmige, schwerere Theil der Gewichte ist stets nach unten gerichtet.
Der Durchschnitt des Apparates stellt denselben einmal geöffnet und einmal geschlossen dar.
Der Apparat wird in folgender Weise benutzt:
An Welle C ist eine Feder angebracht, welche derart wirkt, dafs sie die Welle stets so gedreht hält, dafs der Apparat geschlossen ist, und ferner ein Hebelarm, welcher nach unten zeigt.
Fährt der Wagen ein und ist derselbe ca. 150 mm von den Spindeln entfernt, so stöfst der Hebel auf Welle C gegen einen am Stuhl der Maschine befindlichen Zapfen, und Welle C wird dadurch gedreht, also der Apparat geöffnet. Nach gänzlicher Einfahrt des Wagens fallt über den Hebelarm ein Haken und hält denselben fest, wodurch der Apparat geöffnet bleibt.
Bei der Auffahrt stöfst der auf dem Hebelarm ruhende Haken auf eine schiefe Ebene auf · und wird gehoben, so dafs der Hebelarm wieder
frei wird, und die Feder die Welle C wieder zurückdreht, also den Apparat wieder schliefst.' Durch Verschieben der schiefen Ebene kann man auf jedem Punkte des Wagenganges den Apparat schliefsen lassen, also bei gleichzeitiger Ausrückung der Speisewalze leicht mehr oder weniger Vorgarn vorgeben.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Der Umsteuerungs - Mechanismus, welcher mittelst eines durch Riemen in Bewegung gesetzten Zahnrades getrieben wird.
  2. 2. Der Fadenabzieher, anstatt des bisher üblichen Abschlagmechanismus mit Rückdrehung der Spindeln.
  3. 3. Der Bewegungsmechanismus für Fadenabzieher, Fadenaufwinder, Spindel- und Wageneinrückung, bestehend in einer Daumenwelle, welche nach Ausrückung eines Riemens eine Umdrehung macht und mittelst Hebelarmen die genannten Bewegungen einleitet.
  4. 4. Die Einrichtung der lose auf der Spindel steckenden, auf ledernen Frictionsscheiben ruhenden Pfeifen, welche gestattet, dafs leere und volle Pfeifen zu gleicher Zeit auf den Spindeln stecken können und trotzdem gleichmäfsige Aufwindung stattfindet.
  5. 5. Der Kneifapparat, bestehend aus einem Cylinder, welcher sich durch ca. 0,2 Umdrehung einer Stange schliefst bezw. öffnet und das Vorgarn durch Gewichtsbelastung festhält.
    Alles im wesentlichen und zu dem Zwecke wie beschrieben und durch beiliegende Zeichnungen erläutert ist.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT2142D Selbstthätige Feinspinnmaschine für Streichgarn Active DE2142C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007353B (de) * 1955-04-27 1957-05-02 M A K Maschb Kiel Ag Achslenkerverbindung fuer Schienenfahrzeuge
DE1014145B (de) * 1954-06-05 1957-08-22 Schweizerische Lokomotiv Federnde Abstuetzung des Fahrgestellrahmens eines Schienenfahrzeuges auf seine Achslagerung

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