DE1190604B - Kunstfadenspulenspinnmaschine - Google Patents

Kunstfadenspulenspinnmaschine

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Publication number
DE1190604B
DE1190604B DEB48481A DEB0048481A DE1190604B DE 1190604 B DE1190604 B DE 1190604B DE B48481 A DEB48481 A DE B48481A DE B0048481 A DEB0048481 A DE B0048481A DE 1190604 B DE1190604 B DE 1190604B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
movement
stroke
spinning machine
speed
additional movement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB48481A
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Stanley Gracie
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
British Nylon Spinners Ltd
Original Assignee
British Nylon Spinners Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by British Nylon Spinners Ltd filed Critical British Nylon Spinners Ltd
Publication of DE1190604B publication Critical patent/DE1190604B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/14Details
    • D01H1/20Driving or stopping arrangements
    • D01H1/28Driving or stopping arrangements for two or more machine elements possessing different characteristics but in operative association
    • D01H1/30Driving or stopping arrangements for two or more machine elements possessing different characteristics but in operative association with two or more speeds; with variable-speed arrangements
    • D01H1/305Speed control of the spindles in response to the displacements of the ring rail

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Kunstfadenspulenspinnmaschine Die Erfindung betrifft eine Kunstfadenspulenspinnmaschine zur Herstellung von bikonischen Spulen.
  • Es ist bekannt, bei Spinnmaschinen der genannten Art den fadenführenden Maschinenteil zwei einander überlagernde, parallel zur Spulenachse auf und ab gehende Bewegungen ausführen zu lassen, nämlich eine schnelle Grundbewegung und eine langsamere, den Hub der Grundbewegung verlagernde Zusatzbewegung. Bei einer bekannten Spinnmaschine dieser Art ist die Zusatzbewegung eine harmonische Schwingung. Es ist aber auch eine Spinnmaschine der genannten Art bekannt, bei der die Zusatzbewegung eine linear ansteigende bzw. linear abfallende Form hat.
  • Es ist ferner eine Maschine der eingangs genannten Art bekannt, bei der zur Erzielung einer sogenannten Spitzenhartwicklung die Geschwindigkeit der Grundbewegung beeinflußt wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spinnmaschine der eingangs genannten Art verfügbar zu machen, mit der die Enden der bikonischen Spulen besonders fest gewickelt werden, so daß größere Garnmengen auf eine Spule gegebener Größe aufgewickelt werden können. Erfindungsgemäß wird dazu von einer Spinnmaschine der genannten Art ausgegangen, bei der die Geschwindigkeit der Zusatzbewegung innerhalb ihres Hubes im wesentlichen stetig gesteuert wird, und zur Lösung dieser Aufgabe empfohlen, daß die Geschwindigkeit im Bereich ihrer Umkehrstellen größer ist als in der Mitte ihres Hubes.
  • Um eine möglichst stoßfreie Veränderung der Zusatzbewegung zu erhalten, wird in weiterer Ausbildung der Erfindung empfohlen, daß die Verzögerung bzw. Beschleunigung der Zusatzbewegung sich jeweils über eine ganze Hälfte ihres Hubes erstreckt. Ein besonders einfaches Getriebe läßt sich aufbauen, wenn die Grundbewegung eine harmonische Schwingung darstellt.
  • Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung noch näher erläutert werden; es zeigt F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine Hälfte einer erfindungsgemäß während eines Aufwärtshubes der Zusatzbewegung hergestellten Spule und F i g. 2 ein Weg-Zeit-Diagramm des fadenführenden Maschinenteils (Ringbank) bei einer erfindungsgemäßen Spinnmaschine.
  • Beim Wickeln einer Spule befindet sich der fadenführende Maschinenteil, in der Regel also die Ringbank, im Punkt A. Während sich die Spule dreht und der von der Ringbank geführte Faden aufgewickelt wird, senkt sich die Ringbank infolge der Grundbewegung zum Punkt B und steigt dann wieder, ebenfalls infolge der Grundbewegung, bis zum Punkt C. Der Punkt C liegt infolge der den Hub der Grundbewegung verlagernden Zusatzbewegung um eine Strecke a über dem Punkt A. Vom Punkt C aus bewegt sich die Ringbank wieder abwärts zum Punkt D, der wieder oberhalb des Punktes B liegt, und von dort zum Punkt E, der oberhalb von C liegt. Punkt E liegt jedoch nicht um so viel über C, wie C über A liegt, weil die Geschwindigkeit der Zusatzbewegung während des Absenkens der Ringbank von C nach D und des Wiederansteigens nach E verringert worden ist. Diese Verringerung der Differenz zwischen den Umkehrpunkten der Grundbewegung setzt sich bis zur Mitte der Wicklung fort, wo die Differenz b erreicht wird. Von da ab wird die Geschwindigkeit der Zusatzbewegung wieder erhöht, so daß die Höhendifferenz der Umkehrpunkte der Grundbewegung wieder vergrößert wird, bis der Wert c erreicht wird, der etwa gleich a ist. Beim Abwärtshub der Zusatzbewegung ergibt sich dasselbe Bild, wie sich aus dem zur Mitte symmetrischen Weg-Zeit-Diagramm der Ringbankbewegung (F i g. 2) ergibt.
  • Die Grundbewegung kann in üblicher Weise sowohl durch einen Kurbelbetrieb als auch durch einen Exzenter herbeigeführt werden; die Zusatzbewegung läßt sich am einfachsten durch Verwendung eines Herznockens realisieren, der in bekannter Weise angetrieben wird.
  • Die Erfindung soll an Hand von Zahlenbeispielen noch näher erläutert werden, ohne darauf beschränkt zu sein. Beispiel 1 Ein Polyamidgarn mit einem Denierwert von 45 aus fünfzehn Einzelfäden wird mit einer Geschwindigkeit von 500 m pro Minute auf ein Rohr von 31,7 mm Durchmesser aufgewickelt. Der Grundbewegungshub beträgt 114,3 mm, und die Grundbewegungsgeschwindigkeit entspricht fünf Arbeitsumläufen pro Minute (1143 mm pro Minute). Der Grundhub wird alle 20 Minuten nach oben und unten um je 89 mm verschoben (Zusatzbewegung); diese Verschiebung erfolgt schrittweise. Bei Beginn jeder Zusatzbewegung oben oder unten beträgt ihre Geschwindigkeit das Doppelte der Geschwindigkeit in der Mitte jedes Hubes der Zusatzbewegung und zwischen diesen beiden Punkten verringert sich die Verschwenkbewegung. Diese sich ändernde Geschwindigkeit wird mit einem Herznocken gesteuert. Aus der folgenden Tabelle ist die Form dieses Nockens zu entnehmen, und zwar bezeichnet in dieser Tabelle A den Winkel, um den sich der Nocken, ausgehend von einer Grundlinie, bewegt hat, und B bezeichnet den entsprechenden Radius des Nockens.
    A. Winkel B' Radius A. Winkel B. Radius
    des Nockens des Nockens des Nockens des Nockens
    mm mm
    0° 50,8 95° 65,68
    5° 51,4 100° 66,29
    10° 52,65 105° 66,93
    15° 53,59 110° 67,56
    20° 54,53 115° 68,25
    25° 55,5 120° 68,91
    30° 56,46 125° 69,62
    35° 57,35 130° 70,33
    40° 58,14 135° 71,07
    45° 58,98 140° 71,83
    50° 59,76 145° 72,62
    55° 60,53 150° 73,46
    ö0° 61,26 155° 74,32
    65° 61,92 160° 75,21
    70° 62,58 165° 75,94
    75° 63,25 170° 77,16
    80° 63,88 175° 78,23
    85° 64,49 180° 79,37
    90° 65,07
    Bemerkung: Die in der obigen Tabelle angegebenen Radien wiederholen sich in umgekehrter Reihenfolge, wenn der Nocken sich von 180 bis 360° weiterbewegt.
  • Auf diese Weise läßt sich eine 203 mm lange kötzerähnliche Spule aufbauen, welche 539,6 g Garn enthält, ohne daß die Gefahr auftritt, daß die Fadenwindungen an den Enden der Spule locker werden. Wenn das Aufwickeln des Garnes ohne Veränderung der Zusatzbewegungsgeschwindigkeit erfolgt, so tritt ein Lockerwerden der letzten Fadenwindungen der Spulen schon auf, wenn nur 340,8 g Garn aufgewickelt sind. Beispiel 2 Nylongarn mit einem Denierwert von 45, das aus fünfzehn Einzelfäden besteht, wird mit einer Geschwindigkeit von 500 m pro Minute auf einem Rohr mit einem Durchmesser von 31,7 mm aufgewickelt. Die sich in ihrer Geschwindigkeit verringernde Grundbewegung entspricht einer einfachen harmonischen Bewegung mit einer Amplitude von 101 mm und wird durch eine gewöhnliche Kurbel hervorgerufen, die achtzig Umläufe pro Minute ausführt. Ihr Hub wird alle 4 Minuten schrittweise nach oben und unten um je 101 mm versetzt (Zusatzbewegung). Bei Beginn der Zusatzbewegung am unteren oder oberen Ende beträgt ihre Geschwindigkeit das 71/2fache der Geschwindigkeit in der Mitte jeder Zusatzbewegung. Diese sich verändernde Geschwindigkeit der Zusatzbewegung wird von einem herzförmigen Nocken erzeugt, dessen Profil aus der folgenden Tabelle abgeleitet werden kann, worin A den Winkel des Nockens bezeichnet, um den dieser sich von der Grundlinie aus bewegt, und B den Radius des Nockens an dem jeweiligen Punkt angibt.
    A. Winkel B. Radius A. Winkel B. Radius
    des Nockens des Nockens des Nockens des Nockens
    mm mm
    0° 50,8 91c 76,30
    1 ° 51,56 92` 76,40
    2° 52,25 93° 76,50
    3° 52,93 94° 76,63
    4° 53,59 95° 76,73
    5° 54,23 100° 77,34
    100 57,15 105' 77,98
    15° 59,61 110° 78,66
    20° 61,77 115° 79,40
    25` 63,73 120° 80,21
    30° 65,28 125° 81,10
    35° 66,75 130° 82,07
    40° 68,07 135° 83,13
    45° 69,26 140° 84,33
    50' 70,33 145° 85,65
    55° 71,30 150° 87,12
    60° 72,19 155° 88,77
    65° 73,00 160° 90,63
    70° 73,73 165° 92,78
    75° 74,72 170° 95,25
    80° 75,06 175° 98,17
    85° 75,67 176° 98,81
    86° 75,77 177° 99,47
    87° 75,89 1781 100,15
    88° 75,99 179° 100,84
    89° 76,1 180° 101,6
    90° 76,2
    Bemerkung: Die in der obigen Tabelle enthaltenen Radien wiederholen sich in umgekehrter Reihenfolge in dem Maße, wie der Nocken von 180 bis 360° fortschreitet.
  • Auf diese Weise ist es möglich, auf eine Spule von 203 mm Länge Garn in einer Menge von 454,4 g aufzuwickeln, ohne daß die Gefahr besteht, daß an den Enden der Spule die Garnwindungen locker werden, während ohne Anwendung der beschleunigten Zusatzbewegung die einfache harmonische Bewegung unbrauchbar sein würde, da schon ein Lockerwerden der Fadenwindungen auftritt, wenn nur 57 g oder 85 g Garn auf der Spule aufgewickelt sind. Darüber hinaus hat sich gezeigt, daß, wenn das Garn aus der gemäß der Erfindung aufgewickelten Spule verwebt wird, ein Gewebe entsteht, das keine Streifen besitzt.

Claims (3)

  1. Patentansprüche 1. Kunstfadenspulenspinnmaschine zur Herstellung von bikonischen Spulen, bei der der fadenf ührende Maschinenteil zwei einander überlagernde, parallel zur Spulenachse auf und ab gehende Bewegungen ausführt, nämlich eine schnelle Grundbewegung und eine langsamere, den Hub der Grundbewegung verlagernde Zusatzbewegung, bei der die Geschwindigkeit der Zusatzbewegung innerhalb ihres Hubes im wesentlichen stetig gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit im Bereich ihrer Umkehrstellen größer ist als in der Mitte ihres Hubes.
  2. 2. Kunstfadenspulenspinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerung bzw. Beschleunigung der Zusatzbewegung sich jeweils über eine ganze Hälfte ihres Hubes erstreckt.
  3. 3. Kunstfadenspulenspinnmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundbewegung eine harmonische Schwingung darstellt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 716 386, 248 196, 181837, 103 540, 16 534; USA.-Patentschriften Nr. 2 155 461, 2 004162.
DEB48481A 1957-04-05 1958-04-05 Kunstfadenspulenspinnmaschine Pending DE1190604B (de)

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GB1190604X 1957-04-05

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ID=10881107

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Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE103540C (de) *
DE248196C (de) *
DE181837C (de) *
DE16534C (de) * J. J. BOURCART in Zürich Einrichtung zur Bewegung des Fadenleiters an Ringspinnmaschinen
US2004162A (en) * 1931-12-02 1935-06-11 Du Pont Rayon Co Bobbin traverse motion
US2155461A (en) * 1935-08-31 1939-04-25 Celanese Corp Winding of yarns
DE716386C (de) * 1937-07-31 1942-01-20 Feldmuehle Ag Vorm Loeb Schoen Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine

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