DE222040C - - Google Patents

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DE222040C
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    • G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09F—DISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F19/00—Advertising or display means not otherwise provided for
    • G09F19/12—Advertising or display means not otherwise provided for using special optical effects
    • G09F19/18—Advertising or display means not otherwise provided for using special optical effects involving the use of optical projection means, e.g. projection of images on clouds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 222040 KLASSE 54g. GRUPPE
. GUSTAVE OUVIERE in MARSEILLE.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Dezember 1908 ab.
14. Dezember 1900
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung elektrischer Lichteffekte durch mehrere bewegliche Lichtschirme zwischen einer Lichtquelle und einer Reklamefläche. Sie besteht darin, daß die Lichtschirme als einander überdeckende glatte, durchsichtige Farbenbänder ausgebildet sind, die sich infolge Gleitens aufeinander mit unterschiedlicher Geschwindigkeit gegeneinander bewegen. Bei dieser Anordnung ändern sich die Farbwirkungen ununterbrochen und unmerklich nacheinander, und man kann farbige, leuchtende Flächen erzeugen, die eine große Mannigfaltigkeit in ihren Färb- und Tonwirkungen besitzen, sich beständig und fast unmerklich ändern und sich erst nach langen Zeiträumen wiederholen.
Einige Ausführungsbeispiele sind auf der Zeichnung in acht Figuren dargestellt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht, zum Teil geschnitten,
Fig. 2 ein Grundriß,
Fig. 3 eine Seitenansicht,
Fig. 4 ein Schnitt nach A-A der Fig. 1,
Fig. 5 ein teilweiser Schnitt nach B-B der Fig. i.
Fig. 6 zeigt eine abgeänderte Bewegungseinrichtung,
Fig. 7 und 8 eine andere Ausführungsform der Erfindung mit zylindrischen Lichtschirmen im Längs- und Querschnitt.
Das Gehäuse a, das mit Mattscheiben b versehen ist, besitzt im Innern vier Wellen c. Um diese Wellen sind zwei breite endlose Bänder d, e übereinander herumgelegt, von denen d mit den Wellen c in unmittelbarer Berührung ist, während e auf dem Bande d liegt. Die Bänder sind durchscheinend oder durchsichtig und bunt, wobei die verschiedenen Farben in Gestalt schmaler Streifen, die parallel oder schräg zur Achse verlaufen, verteilt sind. Auf den Wellen c sitzen Scheiben c1, um die ein Antriebsseil f herumläuft. Dieses Seil läuft außerdem um eine Führungsrolle g, auf deren Achse eine große Scheibe α sitzt, die durch Friktion die Scheibe i eines Elektromotors 7 antreibt. Innerhalb der Bänder d, e befindet sich die Beleuchtungseinrichtung, bestehend aus dem Rohre k, darauf sitzenden Glühlampen I mit Schutzplatten 0 und dem Querrohre m, das von dem Deckel η getragen wird. Dieser Deckel ist durch Schrauben n% angeschraubt und enthält eine mit dem Querrohre m in Verbindung stehende Öffnung n1, durch die die in den Rohren k und m untergebrachten Leitungen eintreten. Die vom Motor j angetriebenen Wellen c übertragen ihre Bewegung auf die farbigen Bänder d, e. Infolge ihrer Lagerung übereinander weichen die Geschwindigkeiten der beiden Bänder ein wenig voneinander ab, was eine geringe Relativbewegung
derselben zur Folge hat. Sie erfahren also gleichzeitig mit ihrer fortschreitenden Bewegung eine Relativverschiebung, so daß die Färbungen des Bandes e langsam an denen des Bandes d in derselben Zeit vorbeiziehen, in der die beiden Farbenserien von der Antriebsvorrichtung der Bänder mitgenommen werden. Durch diese doppelte Bewegung der farbigen Bänder wechselt das Aussehen des
ίο auf die Mattscheibe geworfenen leuchtenden Hintergrundes beständig und unmerklich, wobei sich dieselben Wirkungen nur dann wiederholen, wenn die Bänder zu ihrer alten Relativlage zurückgekehrt sind.
Der Bewegungsantrieb beschränkt sich nicht auf die oben erläuterte Ausführungsform, sondern kann auch auf jede andere Weise erfolgen. Das äußere Band e kann beispielsweise seine Bewegung von den beiden Wellen c'2 erhalten (Fig. 6), die mit derselben Geschwindigkeit angetrieben werden wie die Wellen c, jedoch einen
' anderen Durchmesser besitzen. Andererseits können sie denselben Durchmesser besitzen, jedoch mit einer anderen Geschwindigkeit angetrieben werden.
Die Lichtschirme können gleichfalls in anderer Art ausgeführt werden, beispielsweise (Fig. 7 und 8) als Zylinder, die an ihren Enden j auf Ringen d1, e1 gelagert sind. Diese Ringe besitzen um ein weniges verschieden große Durchmesser und ruhen frei auf einer mit der. Antriebsvorrichtung verbundenen Welle c. Infolgedessen werden die Ringe d1, e1 und damit die Lichtschirme d, e durch Reibung mitgenommen, und zwar infolge der ungleich großen Abwicklungsflächen mit um ein weniges verschiedenen Winkelgeschwindigkeiten.
Die Mannigfaltigkeit der farbigen . Effekte kann noch weiter vermehrt werden durch die Anwendung einer größeren Anzahl von farbigen Lichtschirmen, die alle mit verschiedenen Geschwindigkeiten angetrieben werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Erzeugung wechselnder Lichteffekte durch mehrere bewegliche Lichtschirme zwischen einer Lichtquelle und einer Reklamefläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtschirme als einander überdeckende glatte, durchsichtige Farbenbänder ausgebildet sind, die sich infolge Gleitens aufeinander mit unterschiedlicher Geschwindigkeit gegeneinander bewegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtschirme als ineinandergesteckte, auf der Antriebswelle hängende und von dieser angetriebene Hohlzylinder von verschiedenen Durchmessern ausgebildet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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