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Elektrische Steuervorrichtung für mehrere unterbrochen zu bewegende
Anzeigenbänder nebeneinander. Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Steuervorrichtung
für mehrere unterbrochen zu bewegende Anzeigebänder nebeneinander, mit denen wechselnde
Inschriften, insbesondere für Reklamezwecke, vorgeführt werden. Die Buchtaben der
einzelnen Bänder erscheinen, zu bestimmten Silben, Worten u. dgl. gruppiert, in
einer oder mehreren wagerechten Zeilen. Die Bänder können aus jedem beliebigen Stoff
bestehen, und die Buchstaben können hell auf dunklem Grunde oder umgekehrt aufgetragen
sein. Um die Schrift lesbar zu machen, können die Bandstreifen von reflektiertem
Lichte (auch Tageslicht) beleuchtet werden, oder es können die Buchstaben nach Art
der Transparentinschriften in den Bändern, die dann zweckmäßig dunkel gehalten sind,
ausgespart sein, so daß ein voll auffallendem oder durchscheinendem Lichte beleuchteter
farbiger Hintergrund sein Licht durch die Buchstahenschablonen hindurchwirft, wobei
zur Erhöhung der Wirkung auch ein Wechsel in der Färbung des Hintergrundes herbeigeführt
werden kann, so daß jede einzelne Inschrift in einer anderen Farbe erscheint. Die
Schriftbänder können als Bänder ohne Ende ausgeführt oder auf zwei parallele Walzen
aufgerollt werden. Das Neue besteht in einer mit einzelnen Schaltringen für jedes
Band versehenen und durch ein Gewindelager in ihrer Achsrichtung verschiebbaren
Steuerwelle, deren Schaltringe mit Kontaktstellen in schraubenförmiger und unterbrochener
Anordnung zur Schaltung des unterbrochenen Bandantriebes versehen sind. Das Gewindelager
der Steuerwelle ist geteilt und bei Beendigung der achsialen Bewegung der Steuerwelle
durch Hebel aufklappbar, so daß die unter dem Druck einer Feder stehende Steuerwelle
in ihre Ausgangsstellung zurückführbar ist. Eine beispielsweise Ausführung der Steuereinrichtung
ist auf der Zeichnung dargestellt, in der die Abb. r eine teilweise geschnittene
Seitenansicht, Abb.2 eine teilweise geschnittene Vorderansicht wiedergibt.
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Von der :Motorwelle a aus «-erden mittels Riemen, Seil oder Kette
die Wellen b in gegenläufigem Sinne angetrieben. Die Wellen h bilden gleichzeitig
die Lagerung für
Trommeln e, auf denen die Schriftbänder d aufgewickelt
oder um die sie als endlose Bänder herumgeführt sind. Von diesen Schriftbändern
sind so viele nebeneinander angeordnet, als Schriftzeichen in einer Zeile gefordert
«-erden. Für jede Zeile müssen entsprechende Einzeleinrichtungen gleicher Art vorgesehen
sein.
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Von der Motorwelle a wird durch Übertragungsmittel e, f, ä, 1a eine
Steuerwelle i mit den Ringen k aus Isoliermaterial angetrieben. Auf den Ringen k
sitzen, in Schrauhenlinie angeordnet, Kontaktsegmente 1, die über Bürsten in eine
Stromquelle einschalten. Bei Umlauf der Welle i wird für eine Zeit-(lauer, die der
Länge des jeweiligen Segmentes d entspricht, ein Elektromagnet si. eingeschaltet,
der über eine geeignete Kuppelung o die Trommel c und somit das mit der Trommel
c in Verbindung stehende Schriftband d in Bewegung setzt. Die Trommeln c befinden
sich in etwas größerer Entfernung voneinander, als der Buchstabenhöhe entspricht.
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Beim Ausschalten des Elektromagneten n wird eine Spannfeder P entspannt,
die dadurch den Elektromagnetanker d in seine Ruhestellung zurückschiebt und durch
eine Vorrichtung r, ,s, t die Bewegung der Trommel c abbremst. Zweckmäßig besteht
diese Bremsvorrichtung aus einem Hebel r und einem Konusringe s, der an die konisch
abgedrehte Lagerbuchse t angepreßt wird. Diese Abbremsung der Trommelbewegung, deren
Eintritt durch das Abgleiten der Bürste in von dein Kontaktsegmente L bewirkt wird,
geschieht in dem Augenblicke, in dem gerade ein bestimmter Buchstabe des Schriftbandes
d vor dem Fenster 2 steht. Mit Hilfe einer an der Trommel e angeordneten Wircelstrombremse
it kann die Abbremsung der Trommelbewegung weiter verstärkt und so zuverlässig durchgeführt
werden, daß die einzelnen Buchstaben auf dem Bande d immer genau vor dem Fenster
2 stehenbleiben. Die Wirbelstrombremse i!. wird gleichfalls durch die auf den Isolierringen
k angeordneten Segmente L gesteuert. Durch elektrisch oder mechanisch gesteuerte
Klinken kann das Stehenbleiben des Schriftbandes an bestimmten Punkten gesichert
werden, Die Umlaufzahl der Steuerwelle ist durch die Laufzeit einer Reklameinschrift
festgelegt. Die Anzahl der einzelnen Reklameinschriften ist durch die gleiche Zahl
von Segmentschraubengängen L auf den Isolierringen k bestimmt. Jedes
der parallelen Schriftbänder d erhält auf der Steuerwelle i einen besonderen Seginentring.
Jede Bandreihe erhält eine besondei e Steuerwelle. Sind nach Ablauf einer bestimmten
Zeit sämtliche Reklameinschriften abgelaufen, so wird mittels einer Hebelübersetzung
w auf die erste Reklameinschrift umgeschaltet. Diese Umschaltung kann beispielsweise
dadurch geschehen, daß all dem einen Ende der Steuerwelle i, eine Schraube vorgesehen
ist, die in einem zweiteiligen, seitlich zu öffnenden Gewindelager -,r läuft. Die
Welle i, bewegt sich also während des Ablaufes einer bestimmten Fole von Reklameinschriften
in der Richtung ihrer eigenen Achse, etwa nach abwärts; hierbei spannt sie eine
Schraubenfeder y. Ist das Maximum der Federspannung erreicht, so drückt die Feder
,v ihr «"iderlager herunter und wirkt hierbei auf die Hebelübertragung w, durch
die das Gewindelager x aufgeklappt wird. Die Feder y kann jetzt die Welle i wieder
in ihre ursprüngliche Lage zurückführen.
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In den Fällen, wo die Schriftbänder ausgeschnittene Buchstaben aufweisen,
wirkt im wesentlichen die Farbe des Hintergrundes 3 durch die Schriftschablonen
hindurch. Dieser Hintergrund 3 kann selbst als endloses oder endliches aufgerolltes
Band ausgebildet sein, das dann auf den Rollen -- läuft. Der Hintergrund kann auch
ein umlaufender Zylinder sein. Ist das Band 3 aus verschiedenen Farl,-streifen hergestellt,
so kann jede Inschrift in einer anderen Farbe zur Darstellung gebracht werden. Die
Steuerung der Bewegung des Hintergrundbands erfolgt dann gleichfalls durch Segmentreihen,
die auf den Isolierringen k besonders angebracht sind.