DE216034C - - Google Patents
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- DE216034C DE216034C DENDAT216034D DE216034DA DE216034C DE 216034 C DE216034 C DE 216034C DE NDAT216034 D DENDAT216034 D DE NDAT216034D DE 216034D A DE216034D A DE 216034DA DE 216034 C DE216034 C DE 216034C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01F—COMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
- C01F7/00—Compounds of aluminium
- C01F7/68—Aluminium compounds containing sulfur
- C01F7/74—Sulfates
- C01F7/76—Double salts, i.e. compounds containing, besides aluminium and sulfate ions, only other cations, e.g. alums
- C01F7/762—Ammonium or alkali metal aluminium sulfates
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- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
• KLASSE 12 «ra. GRUPPE
Bekanntlich hat die Herstellung von Natriumalaun unter dem Übelstande zu leiden, daß sich
eine weiße amorphe Teigmasse bildet, die erst nach kürzerer oder längerer Zeit in Natriumalaun
übergeht. Außerdem verringert die große Löslichkeit des entstandenen Alauns die Ausbeute
derart, daß die Herstellung unrentabel wird. Wiederholt wurde versucht, diese Schwierigkeiten
einerseits durch geeignete Behandlung ίο der amorphen Modifikation wie durch Umgehung
derselben, anderseits durch Anwendung hoher Konzentrationen zu beseitigen.
Der Erfolg der Bemühungen war in dem einen Falle negativ, in dem anderen Falle unzweckmäßig,
da die Erhöhung der Konzentration eine Erhöhung des Eisengehaltes im Endprodukt bedingte. Um diesen Mangel zu umgehen,
wendete man möglichst eisenfreie Rohmaterialien an oder enteisente diese in geeigneter
Weise. . ·
Nach vorliegender Erfindung wird nun Natriumalaun in hervorragender Reinheit mit
Umgehung des amorphen Zustandes unmittelbar aus eisenhaltigen Rohmaterialien und in
.25 guter Ausbeute hergestellt.
Die der Erfindung zugrunde liegenden Versuche haben, ergeben: . ·
i. daß sich das Magma vermeiden läßt entweder dadurch, daß man die Bildung des
Natriumalauns bei niederer Temperatur sich vollziehen läßt oder dadurch, daß man durch
möglichst rasche und starke Abkühlung aus einer heißen konzentrierten eine überkaltete
. Natriumalaunlösung herstellt,
2. daß sich eine wesentliche Ausbeutevermehrung ergibt durch Anwendung eines Überschusses an Natriumsulfat, da Natriumalaun in Natriumsulfatlösung wesentlich schwerer als in Wasser löslich ist,
2. daß sich eine wesentliche Ausbeutevermehrung ergibt durch Anwendung eines Überschusses an Natriumsulfat, da Natriumalaun in Natriumsulfatlösung wesentlich schwerer als in Wasser löslich ist,
3. daß sich Natriumalaun bei Anwesenheit eines Natriumsulfatüberschusses, entgegen der
bisher herrschenden Meinung, auch in Gegenwart von freier Säure herstellen läßt,
4. daß Natriumalaun auch in saurer Natriumsulfatlösung bedeutend schwerer als in Wasser
löslich ist.
Das Verfahren zur Darstellung von Natriumalaun
wird, wie folgt, ausgeführt:
Technisch stark eisenhaltige schwefelsaure Tonerdelauge, deren spez. Gewicht bei 15 ° C.
nicht unter 1,250 beträgt, wird je nach dem Eisengehalt zweckmäßig mit größerer oder ■
geringerer Menge Schwefelsäure gemischt und auf eine Temperatur von 25 bis.30° gebracht.
In diese klar filtrierte Lauge wird fein gemahlenes kalziniertes Glaubersalz von technischer
Reinheit in solcher Menge unter Rühren eingetragen, daß außer der theoretisch nötigen
Menge noch diejenige in Rechnung gezogen wird, die zur Herstellung einer nahezu konzentrierten
Natriumsulfatlösung gebraucht wird. Je nach der Konzentration der Tonerdelauge werden somit verschiedene große Mengen
Natriumsulfat verwindet.
Die Bildung des Alauns tritt unter Steigerung der Anfangstemperatur sofort ein und ist
bei fortdauerndem Rühren bald vollkommen.
Durch Zentrifugieren des entstandenen Alaunbreies wird ein fast eisen- und chlorfreies,
blendendweißes Alaunmehl von einem steten Gehalt von 11,20 Prozent Al2 O3 erhalten, das,
in geeigneter Weise bei Temperaturen unter
5°°C. getrocknet, ohne zu verwittern, haltbar ist.
Zur Darstellung von Natriumalaun nach diesem Verfahren eignet sich bei konzentrierten
Tonerdelaugen auch Glaubersalz und Natriumbisulfat.
Auch läßt sich das Verfahren so anwenden, daß man umgekehrt in eine überschüssige,
konzentrierte Lösung der oben genannten
ίο Natriumsalze, die durch eine entsprechende
Menge Schwefelsäure sauer gemacht worden ist, bei einer Temperatur von 25 bis 30° C. feste,
eisenhaltige, schwefelsaure Tonerde unter Rühren einträgt.
. Um aus dem gewonnenen Natriumalaun chemisch reinen Natriumalaun zu erhalten, wird
er umkristallisiert.
Die bisher bekannten Kristallisationsverfahren sind keine direkten. Erst wird durch
Abkühlung einer genügend stark eingedampften Natriumalaunlösung der Alaunteig und aus
diesem durch kürzeres oder längeres Stehen oder Bewegen in dünner Schicht der Alaun in
Kristallen gewonnen.
Durch Anwendung des nachstehend beschriebenen Verfahrens gelingt es, unmittelbar kristallinischen
Natriumalaun aus heißer, konzentrierter Natriumalaunlösung zu erhalten.
Der mit einer seiner Löslichkeit bei 30 ° C.
nicht genügenden Menge Wassers angerührte Natriumalaun wird durch langsames Erhitzen
gelöst, durch Verdampfen stark konzentriert und nach der Filtration im Großoberflächenkühlapparat
möglichst rasch bis auf 30 bis 40 ° C.
abgekühlt. Durch nunmehr einsetzende stete Bewegung scheidet sich der Natriumalaun bald
aus der überkalteten Lösung in kristallinischer Form rein aus. Die Bildung der sonst auftretenden
amorphen Masse ist nach dieser Arbeitsweise nicht zu befürchten.
Dieses Kristallisationsverfahren eignet sich bei Anwendung eines Überschusses an Natriumsulfat
auch zur unmittelbaren Herstellung von fast ■ eisenfreiem kristallinischen Natriumalaun
aus technisch stark eisenhaltiger, zweckmäßig schwach saurer Tonerdelauge.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von eisenfreiem
Natriumalaun, dadurch gekennzeichnet, daß in eine zweckmäßig schwach saure schwefelsaure Tonerdelauge Von mindestens
1,25 spez. Gewicht bei 25 bis 500C. ein
Überschuß von festem, pulverförmigem Natriumsulfat oder -bisulfat eingerührt und
der entstandene Alaun bei einer dem größten Sättigungspunkt des Natriumsulfats nahekommenden
Temperatur von der Mutterlauge getrennt wird.
2. Eine Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
umgekehrt in eine Lösung von Natriumsulfat oder -bisulfat feste, schwefelsaure Tonerde
eingerührt wird, wobei die erstgenannten Sulfate im Überschuß bleiben müssen...
3. Eine Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, darin bestehend, daß die heiße
konzentrierte, den Überschuß von Natriumsulfat enthaltende Lösung von Natriumalaun
derart stark in kurzer Zeit überkältet wird, daß unter Vermeidung des amorphen Magmas unmittelbar kristallinischer Natriumalaun
1; ergestellt wird. ..
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE216034C true DE216034C (de) |
Family
ID=477479
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT216034D Active DE216034C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE216034C (de) |
-
0
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