DE211802C - - Google Patents

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DE211802C
DE211802C DENDAT211802D DE211802DA DE211802C DE 211802 C DE211802 C DE 211802C DE NDAT211802 D DENDAT211802 D DE NDAT211802D DE 211802D A DE211802D A DE 211802DA DE 211802 C DE211802 C DE 211802C
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signal
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drive
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L7/00Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
    • B61L7/06Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission
    • B61L7/061Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission using electromotive driving means
    • B61L7/062Wiring diagrams

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

itei-dcfycu cO-te-nton-nlb.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Schaltung nach D, R. P. 206839 ist die selbsttätige Umkehrung der Motorbewegung in der Endlage der Weiche unabhängig von der Wirksamkeit der Überwachungsvorrichtung dadurch verhindert, daß in der Mittellage des Umschalters die beiden Umsteuermagnete an je eine Leitung angeschaltet sind, die in den beiden Endlagen der Weiche unterbrochen werden. Zur Inbetriebsetzung des Motors werden bei dem Umlegen des Weichenhebels die Umsteuerungsmagnete an besondere Leitungen oder an die Motorzuleitungen angeschaltet. Dafür sind bei der Anwendung' eines einfach gewickelten Motores außer den beiden Leitungen für die Feldwicklung und den beiden Leitungen für die Umsteuermagnete, an die die Ankerwicklung angeschaltet sein kann, noch zwei Rückleitungen erforderlich. Bei der vorliegenden Schaltung wird die
ao eine dieser Rückleitungen erspart.
Das Eigenartige der neuen Schaltung besteht darin, daß an Stelle der nach vollendeter Urnstellbewegung von dem Motor abgeschalteten Leitung die für die nächste Umstelibewegung stromführende Leitung in der Endlage der Weiche an die Überwachungsrückleitung . angeschaltet wird. Nachdem der eine Umsteuerungsmagnet durch die Abschaltung seiner Zuleitung stromlos geworden und der Umschalter im Stellwerk sich selbsttätig in seine Mittellage bewegt hat, wird die Leitung für den anderen Magneten geschlossen, ein wirksamer Strom kann jedoch durch den Magneten wegen des hohen Widerstandes des in der Endlage der Weiche in Reihe geschalteten Überwachungsmagneten nicht fließen, so daß die Motorbewegung unterbrochen bleibt. Das geschieht auch, wenn durch zufällige Leitungsunterbrechungen der Überwachungsmagnet stromlos bleibt, weil dann der Umsteuerungsmagnet in derselben Leitung auch nicht erregt wird.
Da im Ruhezustande der Überwachungsstrom durch den bei der nächsten Umstellbewegung erregten Umsteuermagneten , und außerdem durch die Ankerwicklung fließt, also Steuermagnet und Motoranker leitend verbunden sind, so kann durch Ausschaltung oder Kurzschließen des Überwachungsmagneten und Einschalten der Feldwicklung am Umschalter bei dem Umlegen des Weichenhebels der Motor in Gang gesetzt werden, wobei durch den starken zum Anker geführten Strom der Steuermagnet zum Festhalten des Umschalters erregt bleibt. Dieselbe Wirkung wird zur selbsttätigen Umkehrung der Motorbewegung dadurch erreicht, daß statt der Erdung der Überwachungsrückleitung im Stellwerk die Rückleitung am Überwachungsschalter in den Zwischenlagen der Weiche geerdet und der Steuermagnet erregt werden.
Diese Eigentümlichkeit der Schaltung, die
selbsttätige Umkehrung der Motorbewegung durch Erdung der Ubenvachungsrückleitung herbeizuführen, kann auch zur zwangläufigen Rückstellung eines Signales von der Fahrt- in die Haltlage bei Unterbrechung des Signalkuppelstromes in einfacher Weise nutzbar gemacht werden. Zu diesem Zwecke wird die Überwachungsrückleitung über einen Schalter am Signalflügelkupplungsmagneten oder auch
ίο am Signalhebelverschlußmagneten geführt, der diese Leitung bei abgefallenem Magnetanker und bei Fahrtstellung des Signales erdet.
Gegenüber bereits bekannten Einrichtungen wird hierdurch erreicht, daß die Einschaltung des Betriebsstromes immer durch den Umschalter am Hebel geschieht, während durch die Hilfsvorrichtung nur ein Hilfsstrom zur Erregung des Umsteuermagneten eingeschaltet wird.
Die ebenfalls bekannte Benutzung der Überwachungsrückleitung als Motorleitung, wobei der Motor durch Ausschalten des Überwachungsmagneten in Betrieb gesetzt wird, ist .durch Erden der Ankerwicklung in den Zwischenlagern des Antriebes für den lückenlosen Hin- und Hergang ergänzt. Demnach fließt der Motorstrom bei der Bewegung des Antriebes aus der Endlage durch die im Stell-Averk geerdete Überwachungsrückleitung", während in den Zwischenlagen der Strom unmittelbar am Antrieb zur Erde abgeleitet ist, und es ist durch die beiden Stromwege auch möglich, einen Nebenschlußmotor mit Vorschaltwiderstand zur Schonung des Ankers anzuwenden, wobei in den Zwischenlagen des Antriebes dieser Widerstand ausgeschaltet ist.
Bei der Anwendung dieser Schaltung für
den Signalantrieb kann der über den Schal-
. ter am Kupplungsmagneten geführte Überwachungsstrom, außer seiner Wirkung bei Fahrtstellung, in der Haltstellung des Signales die Lage des Kupplungsmagnetankers überwachen, der zur Kupplung zwischen Flügel und Antrieb in der Haltstellung mechanisch in der angezogenen Lage bei stromlosem Magneten gehalten wird. Außer dem Anzeigen der falschen Lage durch die Überwachungsvorrichtung" im Stellwerk bei Unterbrechung des Überwachungsstromes durch den abgefallenen Kupplungsmagnetanker wird dann zugleich das Anlaufen des Motors bei abgefallenem Anker und entkuppeltem Signalflügel durch die unterbrochene Überwachungsrückleitung verhindert, an die bei Beginn der Bewegung der Motor angeschaltet ist. In allen übrigen Stellungen des Antriebes aber ist der Motor zur Haltstellung des Signales betriebsfähig.
Während die Ausschaltung der Betriebsstrombatterie und die Einschaltung der Überwachungsbatterie nach vollendeter Umstellbewegung gewöhnlich durch den angezogenen Anker des Überwachungsmagneten bewirkt wird, wird bei der neuen Anordnung dieselbe Wirkung durch die Bewegung des Umschalters aus einer Endlage in die Mittellage erreicht. Die Überwachungsvorrichtung hat hierbei nur den Hebel zu bewegen, der während der Umstellbewegung die Sperrvorrichtung am Umschalter in der ausgerückten Stellung festhält. ■
In den Fig. 1 bis 4 sind ein Hebel und ein Antrieb für eine Weiche und in den Fig. 5 und 6 für ein Signal schematisch dargestellt. Die mit dem Bedienungshebel 1 fest verbundene Scheibe 2 trägt das um 3 drehbare Hebelkreuz 4, dessen Bewegung durch den Nocken 5 begrenzt ist. Wenn der Bedienungshebel 1 in die punktiert gezeichnete Lage (Fig. 1) umgelegt wird, weicht der Nocken 8 am Hebel 4 dem Nocken 9 an dem vierarmigeu Hebel 10 aus, und der Nocken 6 drückt gegen den Nocken 7, wobei sich der Hebel 4 gegen den Anschlag 5 stützt. Gleichzeitig hat der Vorsprung 12 an der Scheibe 2 den zweiarmigen Hebel 14 bei 13 bewegt und bei 15 die Sperrklinke 16 von dem vierarmigen Hebel 10 weggedrückt. Das Gewicht 17, das in der gezeichneten Ruhelage (Fig. 1) die Sperrklinke 16 in der Sperrstellung" hält, ist angehoben worden, und die Klinke 16 wird bei 15 durch den Hebel 14 in der ausgerückten Lage festgehalten (Fig. 2). Der im Ruhezustande (Fig. 1) geschlossene Überwachungsstromkreis, 30 Volt - Batterie, 45, 19, 23, 31, 37, 38, Motoranker, 39, 40, 41, 43, 35, 22, 30, Erde, ist durch den in die punktiert gezeichnete Lage zugleich mit dem Hebel 1 umgelegten Schalter 45 unterbrochen worden. Außerdem ist mit dem vierarmigen Hebel 10 der Magnetanker 11 und der Schalter 18/22 in die punktiert gezeichnete Lage (Fig. 1) bewegt, der Überwachungsinagnet 30 bei 22 abgeschaltet und die Überwachungsrückleitung 35 bei 22 geerdet worden. Nunmehr ist der Stromkreis, 110 Volt-Batterie, 19 (punktiert), 23, 31, 37, 38, Motoranker, 39, 40, 41, 43, 35,22 (punktiert), Widerstand, Erde, zustande gekommen, und da auch der Stromkreis, 110 Volt-Batterie, 21 (punktiert), 34, Feldwicklung, 33, 18 (punktiert), Erde, geschlossen ist, so dreht sich der Weichenmotor 36. Dieser ist durch die Schnecke» 46 und der an dem Schneckenrad 47 befestigten Gleitrolle 48 mit der Kulisse 49 zwangläufig verbunden. Die bei der Umdrehung des Schneckenrades 47 in der Kulisse 49 rollende Gleitrolle 48 überträgt die Bewegung geradlinig auf den bei 50 federnd angeschlossenen Schieber 51, der mit der Weichenstellstange verbunden ist. Bei der Umstellung bewegt sich die Gleitrolle 48 aus der Endlage der Fig. ι in die Endlage der Fig. 2 (punktiert) und nimmt die Kulisse zwangläufig und auch
den Schieber 51 mit, sofern sich die Kupplung 50 bei unterwegs festgehaltener Weiche nicht löst.
Der Kranz 53 am Schneckenrad 47 bewegt mittels des Schalthebels 52 den Schalter 37/40 in zwei der Gleitrolle 48 und Kulisse 49 entsprechende Endlagen (Fig. 1 und 2 punktiert), während die Kontakte 43 und 44, die in ähnlicher Weise mit dem Schieber 51 verbunden sind, ebenfalls entsprechend eingestellt werden. In den Zwischenlagen des Antriebes oder der Weiche, von dem Beginn ihrer Bewegung ab, wird der Schalter 37/40 oder 43/44 zwangläufig· in seiner Mittellage (Fig. 2) gehalten.
Wenn nun der Schalter 18/22 in der punktiert gezeichneten Lage (Fig. 1) durch den erregten Magneten 23 festgehalten wird, während 37/40 und 43/44 sich noch in Grundstellung befinden, und wenn der durch den Magneten 23, Motoranker und Widerstand hinter dem Kontakt 22, sowie der gleichzeitig" durch die Feldwicklung fließende Ström den Motor 36 so weit gedreht hat, daß die Gleitrolle 48 nach der Bewegung im Leergang die Kulisse mitnimmt, so tritt sofort, die Schalterstellung nach Fig. 2 ein, wobei am Schalter 37/40 die Leitung 39 geerdet wird. Der Widerstand bei 22 im Stellwerk wird dadurch ausgeschaltet, und der Strom fließt nunmehr vom Motoranker durch die Leitung 39 und über den Kontakt 40 zur Erde.
Hat sich die Gleitrolle 48 bis in die in Fig. 2 punktiert gezeichnete Endlage bewegt, so erhält der Schalter 37/40 die in Fig. 2 punktierte Stellung, wobei die Zuleitung 31 bei 37 abgeschaltet und der Magnet 23 stromlos geworden ist. Der Schalter 18/22 wird unter dem Einfluß des bis an den Anschlag 26 fallenden Gewichtshebels 56 in seine Mittellage bewegt (Fig. 2, punktiert), und wenn zugleich auch die Weiche in die dem Antrieb entsprechende Endlage gelangt und hierdurch der Kontakt 44 am Überwachungsschalter geschlossen ist, so ist der Überwachungsstromkreis, 30 Volt-Batterie, 45, 20 (punktiert), 24, 32, 37 (punktiert), 38, Anker, 39, 40 (punktiert), 42, 44 (punktiert), 35, 22 (punktiert), 30, Erde, zustande gekommen. Der Magnet 24 wird wegen des in Reihe geschalteten Überwachungsmagneten 30 nicht wirksam, so daß der Umschalter 18/22 durch die beiden Gewichtshebel 55/56 mit den Anschlägen 25 und 26 in der Mittellage gehalten wird. Der angezogene Anker 29 am Überwachungsmagneten dreht mit dem angelenkten Winkelhebel 57 bei 58 den Hebel 14 von dem Nocken 15 am Sperrhebel 16/17 hinweg, und der Sperrhebel fällt mit seinem Nocken 16 infolge des Übergewichtes bei 17 in eine'entsprechende Ausklinkung am Flebel 10, wodurch der Umschalter 18/22 in der punktierten Mittellage (Fig. 2) gesperrt wird. Der Umschalter wird nun erst wieder frei, wenn der Bedienungshebel 1 den Hebel 14 zum Ausrücken der Sperre von neuem bewegt. In der angezogenen Lage des Ankers 29 (Fig. 1) legt sich der Hebel 57 bei 59 vor einen Ansatz am Sperrhebel 16/17, um das Sperren des Umschalters 18/22 bei angezogenem Anker 29 zu sichern. '
Ist die Weiche in einer Zwischenlage liegen geblieben und die Kupplung 50 gelöst worden, während sich der Bolzen 48 des Antriebes in die punktiert gezeichnete Lage (Fig. 2) bewegte, so sind die Leitungen 41 und 42 bei 43 und 44 geerdet, wenn nach der Abschaltung der Zuleitung 31 der Schalter 18/22 die punktierte Mittellage einnimmt. Dann ist ein Stromkreis, 30 Volt - Batterie, 45, 20 (punktiert), 24, 32, 37 (punktiert), 38, Anker, 39, 40 (punktiert), 42, 44, Erde, geschlossen, und der Magnet 24 legt den Schalter 18/22 beim Anziehen des Ankers 11 selbsttätig in die Lage, wie Fig. 3 zeigt, um. Nunmehr ist der Stromkreis für die Feldwicklung, 110 Volt-Batterie, 18, 33, Feldwicklung, 34, 21, Erde, entgegengesetzt wie bei der vorbeschriebenen \ Umstellbewegung, geschaltet, während der Ankerstromlauf, 110 A^olt-Batterie, 20, 24, 32, 37 (punktiert, Fig. 2), 38, Anker, 39, 40 (punktiert, Fig. 2), 42, 44, Erde, gleichgerichtet bleibt. Die Bewegung des Motors wird dadurch umgekehrt und der Motorschalter 37/40 wieder in seine Mittellage (Fig. 3) bewegt, so daß die Motorrückleitung 39 bei 40 geerdet ist. Der Antrieb und der Weichenschieber kuppeln sich selbsttätig und bewegen sich in die Anfangsstellung zurück (Fig. 3, punktiert). Da in der punktiert gezeichneten Schalterlage die Zuleitung 32 bei 37 abgeschaltet ist, so läßt der Magnet 24 den Umschalter 18/22 in seine Mittellage fallen. In dieser bleibt der Schalter 18/22 liegen, weil beide Magnete 23 und 24 stromlos sind — Magnet 2T1 ist von der Batterie und Magnet 24 bei ^y (punktiert) von der Rückleitung abgeschaltet. Der Überwachungsstrom kann bei der nicht übereinstimmenden Hebel- und Weichenlag'e wegen der Unterbrechung bei 37 (punktiert) nicht fließen, und wenn der ßedienungshebel 1 umgelegt wird, so erhält der Umschalter 18/22 einen Anstoß zur Bewegung aus der punktierten Mittellage (Fig. 3) in der Richtung der angezogenen Lage gegen den stromlos bleibenden Magneten 24. Der Schaltcr kehrt aber wegen der Unterbrechung bei 37 (punktiert) in seine Mittellage zurück, und der Motor bleibt stromlos. Durch das Umlegen des Schalters 45 ist die Schaltung, 30 Volt - Batterie, 45, 19 (punktiert), 23, 31, 27 (punktiert), 38, Anker, 39, 40 (punktiert), 41, 43 (punktiert), 35, 22 (punktiert), 30,
Erde, wie in Fig. ι hergestellt, und der Ruhezustand tritt durch den angezogenen Anker 29 des Übenvachungsmag'neten 30 wie in Fig. 1 ein.
Wenn in der Ruhelage (Fig. 1) die Weiche aufgeschnitten und der Weichenschieber 51 nebst dem Schalter 43/44 nach dem Lösen der Kupplung 50 in die, in der Fig. 4 gezeichnete, entgegengesetzte Endlage bewegt wird, so wird der Überwachungsstromkreis nach der Abschaltung der Rückleitung 35 bei 43 geerdet, und es fließt ein stärkerer Strom durch den Magneten 23, den Motoranker und durch die Leitung 41 zur Erde.
Der stärker erregte Magnet 23 kann aber den Anker 11 nur so weit bewegen, als es der Spielraum in der Sperrvorrichtung bei 16 zuläßt, so daß nur die Überwachungsrückleitung 35 bei 22 auch im Stellwerk unterbrochen wird, während der Betriebsstrom ausgeschaltet bleibt. Der Anker 29 fällt wegen des stromlosen Magneten 30 zum Anzeigen der Gefahrstellung ab, ohne die in der vorbeschriebenen Weise wirksame Sperre zu beeinflussen, dabei löst sich der Nocken 59 des Winkelhebels 57 von dem Ansatz des Hebels 14, und der Nocken 58, der in derselben Ebene wie der Hebel 14 liegt, wird durch den Sperrhebel 16/17 nicht behindert.
Die Unterbrechung' der Überwachungsrückleitung 35 bis 22 tritt auch ein, wenn die Magnete 23 oder 24 bei irgendeiner Berührung ihrer Leitungen durch einen stärkeren Strom erregt werden. Die falsche Leitung'sverbindung wird dann ebenfalls durch den abfallenden Anker 29 angezeigt.
Die in Fig. 5 und 6 dargestellte Schaltung für den Signalantrieb unterscheidet sich von der vorbeschriebenen dadurch, daß wegen der festen Verbindung zwischen der Kulisse 49 und dem Schieber 51, die in den Fig. 5 und 6 weggelassen ist, die Antriebstcllung allein durch den Motorschalter 37/40 überwacht werden und der Schalter 43/44 weg-fallen kann.
Dafür sind aber die Leitungen 41 und 42 an den Schalter 61/62 des Signalflügelkupplungsmagneten 60 angeschlossen, der bei abgefallenem Anker bei Fahrtstellung des Signales (Fig. 6) die Leitung 35 bei 62 abschaltet und die Leitung 42, zur selbsttätigen Rückstellung des Antriebes wie in Fig. 2, erdet. Außerdem schließt der Bedienungshebel 1 bei 67 (Fig. 6) in der für die Fahrtstellung des Signales umgelegten Stellung die Leitung 35 an den Schalter 63 des Signalverschlußmagneten im Stellwerk an, so daß bei Fahrtstellung des Signalhebels und abgefallenem Anker durch die Unterbrechung und Erdung der Überwachungsrückleitung bei 63 der Motor selbsttätig eingeschaltet werden kann. Die punktierten Schalterstellungen in Fig. 6 entsprechen dem Ruhezustand bei Fahrtstellung des Signales und die ausgezogenen dem Bewegungszustand bei unterbrochenem Signalkuppelstromkreise.
In der Haltlage des Signales (Fig. 5) unterbricht bei abgefallenem Anker 60 der Kontakt 61 (Fig. 5, punktiert) die in der Endlage des Antriebes alsMotorrückleitung dienende Überwachungsrückleitung 35, so daß bei abgefallenem Anker 60 und entkupeltem Signalflügel die Bewegung des Antriebes durch den Motor aus der Haltlage unmöglich ist. In den Zwischenlagen ist durch die Erdung bei 40 die Unterbrechung bei 61 nicht mehr wirksam.
Um auch bei der selbsttätigen Bewegung des Antriebes aus einer Endlage den Motoranker durch einen Vorschaltwiderstand zu schonen, kann wie im Stellwerk hinter dem Kontakt.22 auch bei 64 (Fig. 1 bis 4) am Weichenantrieb oder 65 und 66 (Fig. 5 und 6) am Signalantrieb ein Vorschaltwiderstand angeordnet Averden, der dann auch bei 40 in den Zwischenlagen des Antriebes ausgeschaltet wird.
Um die selbsttätige Bewegung des Umschalters 18/22 aus der Ruhelage bei Fahrt (Fig. 6, punktiert) in die Haltlage zu ermöglichen, die Sperrung in den übrigen Ruhelagen aber beizubehalten, ist an Stelle der Sperrvorrichtung 16/17 der Signalhebel mit einem Sperrkranz 68 ausgerüstet, der die selbsttätige Bewegung des Umschalters 18/22 in der Pfeilrichtung für die Fahrtstellung des Signales (Fig. 5) in der Haltlage des Signalhebels zwangläung sperrt, die selbsttätige Bewegung für die Haltstellung des Signales in der Pfeilrichtung (Fig. 6) bei Fahrtstellung des Hebels aber zuläßt. Die Klinke 69 am Sperrkranz 68 legt sich bei der Bewegung des Hebels ι aus der Fahrt- (Fig. 6) in die Haltlage (Fig. 5) auf den Nocken 7, solange der Hebel 10 nach rechts umgelegt ist, und fällt dann zur einseitig'en Sperrung des Hebels 10 vor den Nocken 7 (Fig. 5). Die Klinke 70 wirkt ebenso auf den Nocken 9 in der Fahrtstellung des Hebels (Fig. 6). Auf diese Weise ist die Sperrung des Umschalters 18/22 in der Ruhelage bis auf die selbsttätige Bewegung aus der Fahrt- in die Haltlage erreicht. Der bei 16 (Fig. 1) vorgesehene Spielraum kann auch am Signalhebel entsprechend berücksichtigt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche :
    i. Schaltung für elektrische Signal- und Weichenstellwerke nach Patent 206839, dadurch gekennzeichnet, daß zur Unterbrechung der selbsttätigen Umkehrung bei erreichter Endlage" der Überwachungsmagnet mit dem für die nächste Umstell-
    bewegung an den Motor angeschalteten Umsteuermagneten hintereinandergeschaltet und die Umstellbewegung durch Ausschalten oder Kurzschließen des Überwachungsmagneten bei dem Umlegen des Bedienungshebels oder auch selbsttätig durch Erdung der Überwachungsrückleitung von beliebiger Stelle aus bewirkt werden.
    ίο 2. Schaltung nach Anspruch i, dadurch
    gekennzeichnet, daß die Überwachungsrückleitung in zwei Stromzweigen über einen von dem Anker des Kuppelmagneten am Signal gesteuerten Schalter geführt ist, wobei die Rückleitung durch den abfallenden Anker bei Fahrtstellung des Signales zur selbsttätigen Umstellung des Antriebes in die Haltlage geerdet und in der Haltlage des Antriebes, zur Vermeidung
    ao der Umstellbewegung bei abgefallenem Anker, unterbrochen wird.
    3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungsrückleitung in zwei Stromzweigen über den Schalter am Bedienungshebel geführt ist und der bei Fahrtstellung des Hebels an die Überwachungsvorrichtung" angeschaltete Stromzweig' durch einen Kontakt am Anker des Signalhebelverschlußmagneten zur selbsttätigen Rückstellung des Antriebes bei abgefallenem Anker geerdet wird, während in der Haltlage des Signalhebels dieser Kontakt kurzgeschlossen ist.
    4. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum lückenlosen Hin- und Hergang in den Zwischenlagen des Antriebes der Motorstrom am Motorschalter geerdet und nur in den Endlagen durch je eine Leitung an den Überwachungsschalter an der Weiche angeschaltet ist, wobei in den Endlagen des Antriebes die im Stellwerk oder am Überwachungssc.halter geerdete Rückleitung über einen \^orschaltwiderstand für den Motoranker geführt werden kann.
    5. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Spielraum in der Sperrvorrichtung einen begrenzten Hub des Umschalters zur Ausschaltung des Überwachungsmagneten zuläßt, ohne den Betriebsstrom einzuschalten, wenn einer der Umsteuermagnete durch Ströme bei falschen Leitungsverbindungen erregt wird.
    6. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sperrkranz am Bedienungshebel die selbsttätige Bewegung des Umschalters für die Fahrtstellung des Signales sperrt, aus der Fahrt- in die Haltlage aber zuläßt, und zwei bewegliche Hebei am Sperrkranz die Wiederholung ein und derselben Umschaltbewegung ohne Beweg'ung des Bedienungshebels verhindern, so daß außer der selbsttätigen Bewegung des Umschalters aus der Mittellage zur Umstellung des Signalantriebes aus der Fahrt- in die Haltlage nur der begrenzte Hub des Schalters in der Mittellage zur Ausschaltung der Überwachungsvorrichtung möglich ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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