DE201743C - - Google Patents
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- DE201743C DE201743C DENDAT201743D DE201743DA DE201743C DE 201743 C DE201743 C DE 201743C DE NDAT201743 D DENDAT201743 D DE NDAT201743D DE 201743D A DE201743D A DE 201743DA DE 201743 C DE201743 C DE 201743C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 201743 KLASSE 21 α. GRUPPE
Drucktelegraphen-Empfänger.
Man hat schon vorgeschlagen, bei Drucktelegraphen-Empfängern einen mit mehreren
Letternreihen versehenen Typenzylinder zu verwenden und dessen Drehbewegungen und
achsiale Bewegungen auf verschiedenerlei Weise mittels Elektromagnete so zu steuern,
daß jedesmal die betreffende Type in die Druckstellung gelangt. Man hat ferner vorgeschlagen,
die Typen paarweise anzuordnen
ίο und den Typenzylinder in solche Stellungen
zu drehen, daß eine Type des betreffenden Paares gedruckt werden kann, sowie durch
eine dem Typenzylinder dann erteilte beschränkte Drehbewegung die andere Type desselben
Paares in die Druckstellung zu brin- ! gen. Es ist auch schon vorgeschlagen worden,
die sämtlichen für den Betrieb des Empfängers in Betracht kommenden Vorschubbewegungen
durch eine Welle mit Kraftantrieb hervorzubringen und die Bewegungen dieser Welle
durch Elektromagnete zu steuern.
Nach vorliegender Erfindung soll nun eine Zeitersparnis durch Erhöhung der zulässigen
Übertragungsgeschwindigkeit Und Verminderung der zum Drucken sämtlicher Typen erforderlichen
Stroniimpulse dadurch ermöglicht werden, daß die schrittweisen Drehbewegungen
und achsialen Verschiebungen des Typenrades durch gesonderte Hemmungen hervorgebracht werden, die zu gleicher Zeit
oder unabhängig voneinander zu arbeiten vermögen und jede für sich durch voneinander
unabhängig wirkende Elektromagnete überwacht werden. Bei paarweiser Anordnung der Typen auf dem Typenzylinder erhält dieser
eine ihrem Ausschlag nach beschränkte Drehbewegung durch Vermittlung eines dritten Elektromagneten, der auf Stromimpulse
jeder Richtung anspricht. Der die Tätigkeit der Kraftantriebswelle steuernde vierte Elektromagnet ist ein nur träge wirkender
und wird durch eine für gewöhnlich offene Schaltvorrichtung überwacht, die von dem
ersten in der einen oder der anderen Richtung erfolgenden Stromimpulse geschlossen wird.
Fig. ι ist eine Vorderansicht des vollständigen Apparates, Fig. 2 eine Oberansicht, zum
Teil im Schnitt, der im unteren Teil des Apparates, d. h. unterhalb der Typenradwelle befindlichen
Einrichtungen, und Fig. 3 ist eine von der Vorderseite gesehene Ansicht der weiter hinten befindlichen Teile. Fig. 4, 5
und 6 stellen Einzelheiten dar. Fig. 7 ist ein von rechts gesehener Schnitt nach einer beliebigen,
rechts von der Mitte des Gestelles hindurchgehenden Schnittebene, aber unter Auslassung der vorn im unteren Teil des Gestelles
befindlichen Teile. Fig. 8 zeigt in der Oberansicht das Typenrad und die unmittelbar
mit diesem verbundenen Teile. Fig. 9 ist eine Vorderansicht, die indessen nur einen
Teil der Gesamteinrichtung zeigt. Fig. 10 ist eine der Fig. 7 ähnliche Schnittansicht, aber
von links gesehen, und zeigt nur einzelne von den auf der rechten Seite des Gestelles befindliehen
Einrichtungen. Fig. 11 ist eine von
rechts gesehene Endansicht des Apparates, an dem gewisse Teile fortgelassen sind. Fig. 12
erläutert schematisch die Beziehung der wichtigsten Arbeitsteile und die erforderlichen
Stromkreisverbindungen.
Die verschiedenen Teile des Apparates erhalten ihren Antrieb auf mechanische Weise
von einer Antriebswelle, die durch eine beliebige Kraftmaschine fortwährend in Umdrehung
versetzt wird. · Diese Hauptwelle steht in reibendem Eingriff mit einer Gegenwelle,
die in dem Apparat gelagert ist und für gewöhnlich an der Drehbewegung gehindert
wird, die aber, wenn sie ausgelöst ist, durch Vermittlung von Hebedaumen und Hebeln
die einzelnen Arbeitsorgane, aus denen der Apparat als Ganzes besteht, in Tätigkeit setzt.
Das Auslösen der Gegenwelle und das Bedienen der einzelnen Arbeitsorgane geschieht
2υ durch Elektromagnete, die entweder durch eine einzelne oder durch zwei oder mehr
Hauptstromkreise und durch einen oder mehrere Ortsstromkreise erregt werden. Bei
der am höchsten entwickelten Ausführungsform des Apparates erfolgen diese Arbeitstätigkeiten durch Vermittlung nur eines
Hauptstromkreises und eines Ortsstromkreises ; und es soll deshalb auch im vorliegenden
Falle die Erfindung in der nur durch einen Hauptstromkreis bedienten Ausführung beschrieben
werden, ohne daß damit gesagt sein soll, daß nicht auch einer oder mehrere Stromkreise
hinzugenommen werden können.
Die Arbeitsteile des Apparates befinden sich zwischen den auf der Grundplatte 3 befestigten
Seitenwandungen 1 und 2 sowie seitlich von diesen Wandungen. Die verschiedenen
Arbeitstätigkeiten des Einstellens, Zubringens und Drückens werden durch von der Gegenwelle
4 aus erfolgenden Kraftantrieb bewirkt. Diese Welle ruht in Lagern der Grundplatte 3.
Als Kraftquelle dient zweckmäßig eine elektrische Treibmaschine, mit deren Welle die
Gegenwelle 4 in bekannter Weise gekuppelt sein kann, derart, daß eine reibende oder gleitende
Verbindung zwischen beiden vorgesehen ist. Die Übertragung des Antriebes auf die
verschiedenen Arbeitsorgane des Apparates wird durch die Tätigkeit der Elektromagnete
24, 76, 140 und 166 überwacht.
Das aus beliebigem zweckentsprechenden Material bestehende Typenrad hat die Form
eines länglichen Zylinders 5, der sich auf einer dreikantigen Welle 6 befindet, wobei der untere
abgerundete Teil dieser Welle aufrecht stehend in dem Schlitten 7 gelagert ist. Ein
am unteren Ende der Welle 6 befindliches Getriebe 8 befindet sich in Eingriff mit einem
Kegelzahnrad 9.
fio Der Typenradschlitten 7 ist nach der Seite
beweglich, und das an ihm befindliche Kegelzahnrad 9 ist auf die dreikantige Welle 10 gesteckt,
so daß es an deren Drehbewegung teilnimmt, dabei aber sich an dieser Welle entlang
verschieben kann, um der Bewegung des Schlittens folgen zu können. Auf diese Weise
wird die Drehbewegung der Welle 10 dem Typenrad mitgeteilt, einerlei, in welcher Stellung
der Schlitten sich auch befinden mag.
Die Übertragung der Drehbewegung auf das Typenrad von der Welle 10 aus und auf
diese selbst erfolgt durch die am besten aus Fig. ι und 2 ersichtlichen Mittel. An dem
durch die Seitenplatte 1 hindurchtretenden Ende der Welle 10 befindet sich ein Anschlag
11, und dieser liegt in der Bewegungsbahn eines Mitnehmers 12 einer kurzen, in gleicher
Linie mit der Welle 10 gelagerten Welle 13, deren eines Ende im Ende der Welle 10 und
deren anderes Ende in einem Lagerarm 29 des Gestelles ruht. Die Teile 11 und 12 werden
durch eine die Welle 13 umgebende Spiralfeder 31 in nachgiebiger Weise miteinander in
Eingriff gehalten.
Ein Trieb 14 der Welle 13 befindet sich in
Eingriff mit einem Zahnrad 15 einer Welle 16, die durch eine Spiralfeder 17 Antrieb erhält.
Die Übertragung der Federkraft von dieser Feder im Sinne eines Drehens des Typenrades
wird durch einen Elektromagneten und durch g0
eine in besonderer Weise eingerichtete Hemmung (Fig. I, 2, 4 und 5) überwacht.
Eine zweite in gleicher Linie mit der Welle 13 befindliche kurze Welle 30 ru'ht einerseits
in Lagern des Armes 29 und andererseits in einem entsprechenden Teil des Gestelles und
trägt zwei Hemmungsräder 18 und 19. Ersteres sitzt starr auf der Welle 30, während das
andere lose darauf sitzt und mit einem seitlichen Zapfen 20 versehen ist, der in einem
Schlitz 22 des Rades 18 eintritt. Dieser ist von solcher Länge, daß die Bewegung des
darin befindlichen Zapfens demRad eine Drehbewegung um eine Zahnteilung gestattet. Eine
zwischen dem Rad 18 und dem Zapfen 20 befindliche Spiralfeder 21 hält die beiden Hemmungsräder
in der gewöhnlichen, aus Fig. 5 ersichtlichen Stellung.
Die Wellen 30 und 13 stehen durch eine am Ende von 13 befindliche Klaue 31", welche in J10
ein Sperrad 32 der Welle 30 eingreift, miteinander in Verbindung. Die Wirkung der Feder
17 wird durch Vermitthing des Triebes 14 auf die Welle 13 in dem Sinne übertragen, daß
diese Welle gegenüber der Hemmungswclle 30 festgestellt wird, aber eine entgegen der
Feder im Drehungssinn wirkende Kraft bewegt die Klaue 31"· über die Zähne des Sperrrades
32 hinweg. Damit der Welle 30 eine , solche Rückwärtsbewegung nicht mitgeteilt
wird, befindet sich eine Sperrklaue 33 in Eingriff mit dem Sperrad 32.
Eine aussetzende Drehbewegung wird der Welle 13 durch die schwingende Bewegung
des rechtwinkligen Fortsatzes 23 des Ankers j 25 eines polarisierten Magneten 24 mitgeteilt,
der so eingerichtet ist, daß sein Anker unter der Wirkung einer Zugfeder 26 bewegt wird,
wenn der Magnet durch einen in bestimmter Richtung fließenden Strom geschwächt wird.
Ein in der betreffenden Richtung erfolgender Stromimpuls neutralisiert beim Durchtritt
durch den permanenten Magneten dessen Wirkung in dem Maße, daß die Feder 26 den
Anker außer Eingriff mit dem Hemmungsrad 18 und in Eingriff mit dem Rad 19 bringt.
Alsdann kann sich die Welle 13 um einen Kreisbogen drehen, der von der Teilung der
Zähne der Hemmungsräder abhängig ist, und durch jeden nachfolgenden Stromimpuls gleicher
Richtung wird dann eine gleiche Bewe-
gung veranlaßt. ;
Auf dem eigentlichen Typenrad befinden sich fünf Reihen von je zehn Schriftzeichen,
und die Abmessungen der verschiedenen Teile sind derartig getroffen, daß bei jeder Bewegung
der Welle 13 das Typenrad um einen Winkel gedreht wird, der zwei einander benachbarte
Schriftzeichen einschließt. Das Typenrad nimmt demnach fünf verschiedene Stellungen um seine senkrechte Achse ein; in
einer von diesen Stellungen befindet es sich für gewöhnlich, und in irgendeine andere Stellung
kann es von hier aus durch nicht mehr als vier durch den Magneten 24 hindurchgesandte
Stromimpulse gedreht werden. Es wird demnach bei jeder Vor- und Rückwärtsbewegung
des Ankers 25 eines von jedem Paar Schriftzeichen des Typenrades in die Druckstellung gebracht. Besondere Einrichtungen
sind dazu vorgesehen, um das Typenrad unabhängig von der Hemmung zu bewegen, um das andere Schriftzeichen irgendeines
Schriftzeichenpaares in die Aufdruckstellung zu bringen, wenn dieses Schriftzeichen
und nicht das für gewöhnlich dargebotene gedruckt werden soll. Dies wird weiter
unten ausführlicher beschrieben werden.
Die Treibfeder 17 wird bei jeder schrittweisen Bewegung des Typenradschlittens
über das Papier oder die Druckfläche hinweg in dem Maße aufgezogen, wie dies der bei der
Drehbewegung der Welle 13 erfolgten Abwicklung im wesentlichen entspricht, so daß
also die Feder immer die nötige Spannung behält, um mit Sicherheit ihre Aufgabe zu erfüllen.
Dies wird durch die nachfolgend beschriebenen Einrichtungen bewirkt.
In einem Arm 27 an der Seitenplatte 1 ist
-in senkrechter Richtung gleitbar eine Zahn-
. stange 28 angeordnet, die mit dem Trieb 14 der Welle 13 in Eingriff tritt. Indem sich der
Trieb 14 unter der Wirkung der Feder 17 dreht, wird diese Zahnstange gesenkt, dagegen
wird durch die Drehbewegung, welche die Antriebswelle 4 bei jedesmaligem Drucken
eines Schriftzeichens oder bei jedesmaligem Vorgehen des Typenradschlittens vollführt,
ein an seinem Ende mit einer senkrechten Stange 36 versehener Hebel 34 durch Vermittlung
eines auf der Antriebswelle befindlichen Daumens 35 (Fig. 2) herumgeschwungen und veranlaßt so, indem er die Stange 36
gegen das untere Ende der Zahnstange 28 zur Wirkung bringt, daß diese Zahnstange gehoben
und so die Feder 17 infolge Rückwärtsdrehung der Welle 13 wieder aufgezogen 75
wird. Die Stange 36 steht mit dem. Hebel 34 durch eine Spiralfeder 37 in Verbindung, und
diese Feder gibt in dem Maße nach, daß der Hebel seine volle Bewegung ausführen kann,
falls diese größer, als zum Wiederaufziehen der Feder 17 nötig ist, werden sollte (Fig. 1).
Der Typenradschlitten 7, welcher sich an entsprechenden Führungen entlang bewegt,
befindet sich in Eingriff mit einem Schneckenoder Schraubengewinde 38, dessen Drehbewegung,
wie ohne weiteres ersichtlich, ein Vorrücken des Schlittens veranlaßt. Wie schon
erwähnt, enthält jede Reihe am Typenrad zehn Schriftzeichen, und ein unten befindliches Rad
39 ist mit sternförmig gruppierten Zähnen (Fig. 7 und 10) versehen, deren Zwischenräume
je einer senkrechten Reihe von Schriftzeichen entsprechen. In der Ebene dieses Rades befindet sich ein Riegel 40 mit zugespitztem
Kopfteil, der genau in die Zwischenräume der Radzähne paßt. Dieser Riegel ist für gewöhnlich von dem Rad hinweggezogen,
was durch eine Spiralfeder 41 bewirkt wird, die sich gegen einen Ansatz 42 anlegt.
In der Nähe des äußeren Endes des Riegels befindet sich ein Ständer 43 an Stangen 44,
die in entsprechenden Führungen des Schlittens 7 gleiten. Spiralfedern 45 umgeben diese
Stangen und halten den Ständer außer Berührung mit dem Riegel. Wenn der Ständer entgegen der Wirkung seiner Feder vorgeschoben
wird, schiebt er den Riegel 40 vor, so daß dessen zugespitzter Kopfteil in den ihm
gegenüber befindlichen Zwischenraum der Zähne des Rades 39 eintritt. . Wenn demnach
das Rad durch die Drehbewegung der Welle 10 nicht ganz in die richtige Stellung gebracht
worden ist, dann dreht der Riegelkopf das Rad so weit herum, bis der Kopf genau in den
Zahnzwischenraum hineinpaßt, und es befindet sich alsdann das betreffende Schriftzeichen
genau in der richtigen Druckstellung, in der es nun während des Druckvorganges unverrückbar
gehalten wird. Diese Einrichtung ist in Fig. 8- deutlich zu sehen.
Bei jedem Druckvorgang wird der Ständer 43 durch die nachfolgend beschriebenen Teile
■in Tätigkeit gesetzt. Eine in den Seitenplatten ι und 2 gelagerte Schaukelwelle 46
trägt an den Enden der Arme48 eine Drückerstange 47 in der Nähe des Unterteiles des
Ständers 43. Mit einem Arm 49 (Fig. 10) am einen Ende der Schaukelwelle 46 ist ein
Gelenk 50 verbunden, das aus zwei durch eine Feder 51 in nachgiebiger Weise verbundenen
Teilen besteht. Das untere Ende dieses Gelenkes 50 ist mit dem Ende eines Hebels 52
verbunden, der an der Grundplatte des Apparates bei 53 (Fig. 1 und 2) gelagert ist und
unter der Wirkung eines Daumens 54 der Welle 4 steht. Eine Spiralfeder 55 zieht den
Hebel 52. gegen diesen Daumen, so daß eine Drehbewegung der Antriebswelle den Hebel
52 schwingt und dadurch das Gelenk 50 nach unten zieht; hierdurch wird die Welle 46 gedreht
und veranlaßt die Drückerstange 47, den
ao Ständer gegen den Einstellriegel 40 vorzubewegen. Ein Anschlag 56 verhindert eine zu
große Abwärtsbewegung des Armes 49 (Fig. 10). Da das Typenrad auf seiner Achse
in senkrechter Richtung beweglich ist, muß der Ständer 43 genügend lang sein, um bei
jeder Stellung des Riegels-40 auf diesen einwirken zu können, und damit der Ständer bei
der Überführung des Typenrades in jede von seinen verschiedenen Höhenlagen, in welche
dieses vielleicht nur annähernd gebracht worden ist, mitwirken kann, ist an dem Ständer
43 an jeder Stelle, die den Höhenstellungen des Typenrades entspricht, eine V-förmige
Einkerbung vorgesehen. Das gegenüberliegende Ende des Riegels 40 ist entsprechend
keilförmig gestaltet, um in diese Einkerbungen zu passen.
Die Einrichtung zum Heben des Typenrades in seine verschiedenen Höhenstellungen
ist wie folgt getroffen: Das Typenrad befindet sich auf einer Platte oder Stange 57,
und diese wird von einer Zahnstange 58 getragen, welche in senkrechter Richtung gleitbar
in dem Schlitten angeordnet ist und mit einem Trieb 59 am Schlitten in Eingriff tritt.
Dieser Trieb 59 umgibt eine kantige Welle 60, auf welcher er gleitet und von welcher er in
Umdrehung versetzt wird. Demnach bewirkt bei jeder Stellung des Schlittens eine Drehbewegung
der Welle 60 ein Heben oder Senken des Typenrades.
Der Welle 60 wird eine absatzweise Drehbewegung im Sinne eines Hebens des Typenrades
durch die in Fig. 1, 2 und 12 im einzelnen veranschaulichten Vorrichtungen erteilt.
Diese Welle 60 ist am einen Ende in der Seitenplatte ι und am anderen Ende in einer
Muffe 61 gelagert, die an einer kurzen Welle 62 befestigt ist. Die Muffe 61 selbst ruht
drehbar in einem Lager an der Seitenplatte 2 und trägt einen Mitnehmer 63, mit welchem
ein Anschlag 64 an der Welle 60 zusammenwirkt. Eine Feder 65 hält diese beiden Teile
in nachgiebiger Weise miteinander in Berührung. In gleicher Linie mit der Welle 62
befindet sich eine zweite Welle 66, welche ein festes und ein loses Hemmungsrad 67, 68 und
ein Sperrad 69 trägt, und mit diesem wirkt eine auf der Welle 62 befindliche Klaue 70 sowie
eine am Gestell gelagerte Klaue 71 zusammen.
Auf der Welle 62 befindet sich auch ein Trieb 72 in Eingriff mit einem Zahnrad 73
einer Welle 74, die von einer Spiralfeder 75 angetrieben wird. Diese Teile entsprechen im
wesentlichen den oben beschriebenen Teilen der Einrichtung zum absatzweisen Drehen der
Typenradwelle 10 und bedürfen deshalb keiner sehr ausführlichen Erläuterung. Die Bewegung
der Welle 60 wird durch einen Elektromagneten 76 mit Anker yj geregelt und zu
einer absatzweise erfolgenden gemacht, es wird aber dieser Magnet in Tätigkeit gesetzt
durch einen Stromimpuls, der in entgegengesetzter Richtung zu demjenigen verläuft, weleher
den Magneten 24 entmagnetisiert und unwirksam macht. Die Abmessung der Teile ist so getroffen, daß jeder entmagnetisierende
Stromimpuls, der durch die Wicklungen des Magneten 76 hindurchgeht, dahin wirkt, das
Typenrad um einen Schritt, d. h. von einer Stellung in die nächst höher gelegene Stellung
zu heben. Wie ersichtlich, sind zwar die Vorrichtungen zum Verstellen des Typenrades
unabhängig voneinander bedienbar, dabei ist aber die Einrichtung eine derartige, daß sie
auch gleichzeitig in Tätigkeit gesetzt werden können; in anderen Worten: sie hindern einander
nicht, und es können die beiden Bewegungen des Typenrades entweder gleichzeitig bzw. hintereinander oder wechselweise veranlaßt
werden. Diese Eigenschaft des Appa- ■ rates ist von großer AVichtigkeit, da sie es
ermöglicht, unter Umständen das Drehen und Heben des Typenrades bei Verwendung von
zwei Hauptstromkreisen gleichzeitig erfolgen zu lassen, oder bei Verwendung nur eines einzigen
Stromkreises abwechselnd positive und negative Stromimpulse durch die Leitung gehen zu lassen. '
Beim Betrieb des Apparates wird nach jedesmaligem Drucken eines Schriftzeichens
das Typenrad in seine gewöhnliche unterste Stellung gebracht. Dies bewirkt ein Hebel 78
(Fig. ι und 2), mit dem durch eine Spiralfeder 80 eine Stange 79 verbunden ist und
welcher durch einen Daumen 81 der Hauptwelle Bewegung erhält, so daß dann eine mit
dem Trieb 72 in Eingriff befindliche Zahnstange 82 gehoben wird. Auch diese Teile
entsprechen im allgemeinen denjenigen der oben beschriebenen Einrichtung zum Wieder-
aufziehen der Feder 17 und bedürfen deshalb keiner ausführlicheren Erläuterung, indessen
ist zu beachten, daß ein Heben der Zahnstange 82 eine Rückwärtsbewegung der Welle 60 veranlaßt,
wodurch das Typenrad gleichzeitig mit dem Wiederaufziehen der Feder 75 gesenkt wird.
Wie oben erläutert, wirkt auf den Typenradschlitteri
7 die Gewindewelle 38 derart ein, daß eine jedesmalige Drehbewegung dieser Welle eine schrittweise Vorbewegung des
Schlittens über die Druckfläche veranlaßt. Eine solche ,Drehbewegung in der Vorwärtsrichtung,
d. h. derart, daß der Schlitten von links nach rechts rückt, wird durch die nachfolgend
beschriebenen Teile veranlaßt: Ein Kegelzahnrad 83 auf der Gewindewelle 38
greift in ein zweites Zahnrad 84 einer kurzen Zwischenwelle 85 ein, an deren anderem Ende
ein ähnliches Zahnrad 86 sich befindet, welches mit einem großen Kegelzahnrad 87 in
Eingriff tritt, das in dem Gestell gelagert ist. Auf der Welle, die das Kegelzahnrad 87 trägt,
befindet sich ein Sperrad 88, durch dessen Antrieb in entsprechender Richtung die Gewindeoder
Schneckenwelle 38 in Bewegung gesetzt und der Typenradschlitten von links nach rechts gerückt wird. Ein bei 90 gelagerter
Arm 89 (Fig. 7) trägt eine Schiebklaue 91, die mit dem Sperrad 88 zusammenwirkt. Ein
Gelenk 92, bestehend aus zwei durch eine Spiralfeder 93 verbundenen Teilen, verbindet
den Arm 89 mit einem bei 95 gelagerten Winkelhebel 94 (Fig. 2), der auf einem Daumen
96 der Hauptwelle 4 ruht und mit ihm durch eine Feder 97 in Berührung gehalten wird.
Durch die Drehbewegung der Antriebswelle wird demnach der Arm 89 samt der Schiebklaue
91 bei jeder Umdrehung der Welle bewegt, so daß das Sperrad 88 um einen Schritt
vorrückt und eine entsprechende Bewegung auf die Schneckenwelle und das Typenrad
übertragen wird.
Die Schneckenwelle 38 ragt durch die Sei-, tenplatte 1 hindurch und trägt einen Trieb 98
(Fig. 1), der in ein Zahnrad 99 einer Welle 100 eingreift. Diese Welle erhält Antrieb
durch eine Spiralfeder 101, so daß dadurch die Schnecke entgegengesetzt derjenigen Richtung
gedreht wird, die ihr von der weiter oben beschriebenen Schlittenvorschubeinrichtung
mitgeteilt worden ist, so daß somit der Schlitten die Neigung erhält, in die dem Beginn
einer Zeile entsprechende Stellung zurückzugehen. Dies wird aber verhindert durch einen
Zapfen 102 (Fig. 7), der mit dem Sperrad 88 in Eingriff tritt und sich an einem bei 104 gelagerten
Hebel 103 befindet. Dieses Sperrad steht unter der Wirkung zweier Klauen 91
und 102, welche beide ausgelöst sein müssen, ehe eine umgekehrte Bewegung der Schnecke
erfolgen kann. Folgende Einrichtung dient dazu, dies zu bewirken. Unter dem hinteren
Ende 105 des Hebels 103 ragt ein bei 107 an
der Seitenplatte 1 gelagerter Hebel 106 hervor, der bei 108 Verbindung mit einem Querhebel
109 hat; dieser liegt auf einem Daumen lio der Hauptwelle 4 und reicht nach der
anderen Seitenplatte des Apparates. Eine Spiralfeder in (Fig. 3 und 7), die mit dem
Hebel 109 und der Grundplatte des Apparates verbunden ist, wirkt einem Aufwärtsgehen
der Hebel 106 und 109 an der linken Seite der Maschine entgegen, so daß die Drehbewegung
des Daumens 110 unter gewöhnlichen Verhältnissen nur ein Heben des rechtsseitigen Endes
des Hebels 109 bewirkt. Ist aber dieses Hebelende an der Aufwärtsbewegung gehindert,
dann bewirkt der Daumen 110 durch seine Drehbewegung ein Heben des linksseitigen
Endes des Hebels 109 und zugleich auch des Hebels 106, so daß dadurch das Ende 105 des
Hebels 103 gehoben und der Zapfen 102 außer Eingriff mit dem Sperrad 88 gebracht wird.
Letzteres ist aber noch von der Klaue 91 erfaßt, die ebenfalls außer Eingriff zu bringen
ist, ehe das Sperrad eine Drehbewegung in der umgekehrten Richtung vollführen kann. Dies
wird bewirkt durch den Zapfen 112 am Hebel 103 (Fig. 2 und 7), indem dieser Zapfen mit
der Führungsfläche eines Fortsatzes 113 der Klaue 91 zusammen wirkt und dadurch die
Klaue 91 jedesmal hebt, wenn der Hebel 103 genügend weit gekippt oder herumgeschwungen
wird. Die Feder 100 wird aufgezogen durch die Drehbewegung der Schneckenwelle,
welche den Schlitten vorbewegt; diese Feder setzt nunmehr die Schnecke in umgekehrter
Richtung in Umdrehung und bringt dadurch den Schlitten in seine Ausgangsstellung auf
der linken Seite des Apparates zurück.
Da die Welle 4, welche dahin wirkt, die Klauen 91 und 102 in der oben beschriebenen
Weise in Tätigkeit zu setzen, sich mit großer Geschwindigkeit dreht, so könnte es vorkommen,
daß der Schlitten nichtZeit haben würde, in seine Ausgangsstellung zurückzukehren,
ehe diese Klauen wieder in Eingriff mit dem Sperrad 88 gefallen sind. Damit dies nicht
vorkommen kann, ist folgende Einrichtung getroffen. Bei 115 (Fig. 3 und 7) ist ein Hebel
114 auf der einen Seite des hinteren Endes 105 des Hebels 103 gelagert und wird von
einer Feder 116 gegen diesen Hebel gedrängt. Mit einer an dem Hebel 114 befindlichen Einkerbung
oder Abstufung 117 gelangt der Hebel 105 in Eingriff, wenn er im Sinne einer
Auslösung der Klauen gehoben wird, und wird dadurch so lange in einer gehobenen Stellung gehalten, bis der Schlitten seine
Rückwärtsbewegung vollendet hat und sich gegen das geschweifte Ende des Hebels 114
legt, so daß dieser außer Eingriff mit dem Hebel 105 kommt, worauf dann die Klauen wieder
auf das Sperrad einwirken können.
■ Da der Typenradschlitten mit großer Geschwindigkeit in seine Anfangsstellung zurückkehrt, würde er eine starre Stoßfläche mit solcher Kraft treffen, daß dadurch ein schädlicher Stoß entstehen würde. Es ist deshalb zur Aufnahme des Stoßes ein nachgiebiger Anschlag in Form eines kleinen, durch ein Luftpolster wirkenden Bremstopfes 118 (Fig. 1) vorgesehen, dessen unter Federwirkung stehender Kolben 119 mit seinem Ende in die Bewegungsbahn eines Teiles des Typenradschlittens hineinragt. Da infolge des von dem Schlitten ausgeübten Stoßes die Feder etwas zusammengedrückt wird, so fährt sie fort, einen leichten Druck auf den Schlitten auszuüben, und erleichtert dadurch das Wiederanlaufen des Schlittens bei seiner Vorwärtsbewegung.
■ Da der Typenradschlitten mit großer Geschwindigkeit in seine Anfangsstellung zurückkehrt, würde er eine starre Stoßfläche mit solcher Kraft treffen, daß dadurch ein schädlicher Stoß entstehen würde. Es ist deshalb zur Aufnahme des Stoßes ein nachgiebiger Anschlag in Form eines kleinen, durch ein Luftpolster wirkenden Bremstopfes 118 (Fig. 1) vorgesehen, dessen unter Federwirkung stehender Kolben 119 mit seinem Ende in die Bewegungsbahn eines Teiles des Typenradschlittens hineinragt. Da infolge des von dem Schlitten ausgeübten Stoßes die Feder etwas zusammengedrückt wird, so fährt sie fort, einen leichten Druck auf den Schlitten auszuüben, und erleichtert dadurch das Wiederanlaufen des Schlittens bei seiner Vorwärtsbewegung.
Die Zurückbringung des Typenradschlittens von irgendeinem Punkt seiner Bewegungsbahn beherrscht der den Apparat an der Ab-
sendestation' Bedienende mittels der nachstehend
beschriebenen Einrichtung zum Verriegeln des rechtsseitigen Endes des Hebels 109 gegen Aufwärtsbewegung. Wie schon erwähnt,
muß die Aufwärtsbewegung dieses Hebelendes verhindert werden, um den Hebel 106 heben und den Hebel 103 bewegen zu
können; denn wenn das rechtsseitige Ende von 109 freigegeben wäre, dann würde der
: Hebel, um seinen linksseitigen Lagerpunkt schwingend, wirkungslos an dem Daumen 110
in die Höhe steigen. Ein beweglicher Anschlag für das freie Ende des Hebels 109 in
Gestalt eines bei 121 an der Seitenplatte 2 gelagerten
Hebels 120 (Fig. 9 und 10) mit einer daran unten vorgesehenen Einkerbung oder
Abstufung legt sich deshalb, wenn der Hebel 120 bewegt wird, in die Bewegungsbahn des
Hebels 109, wird aber durch eine Feder 122 für gewöhnlich aus dieser Anschlagstellung
entfernt gehalten.
Das obere Ende des Hebels 120 ist mit einer Stange 123 verbunden,- die in einer Führung
124 gleitet und mit einem nach unten gerichteten Hakenende 125' in der Be\vegungsbahn
eines Armes 126 (Fig. 9) der zum Heben und Senken des Typenrades dienenden Welle 60
versehen ist. Dieser Arm sitzt so auf der Welle 60, daß er das vorspringende Hakenende
125 jedesmal dann erreicht, wenn die Welle genügend weit herumgedreht ist, um
die unterste Schriftzeichenreihe in die Aufdruckstellung zu bringen. Wenn nun der Magnet
76 einen weiteren wirksamen Strom-. impuls erhält, dann dreht sich die Welle 60
um einen weiteren Schritt, wie beschrieben, hebt das Typenrad um noch einen Schritt in
eine nicht zum Drucken bestimmte Stellung, bringt gleichzeitig den Hakenvorsprung 125
in Eingriff mit dem Arm 126, zieht den ersteren über und bewegt den Hebel 120 gegen den
Hebel 109. Die Drehbewegung der Hauptantriebswelle veranlaßt nunmehr ein Aufwärtsgehen
des anderen Endes des Hebels 109, die' Klauen 91 und 102 verlassen ihren Eingriff,
wie oben beschrieben, und gestatten dem Schlitten die Rückkehr in seine Anfangsstellung.
Der Bedienende muß deshalb jedesmal, wenn er den Schlitten zurückbewegen will, dem Magneten 76 genügend Impuls in entsprechender
Richtung zuführen, daß das Typenrad in seine höchste und nicht zum Drucken bestimmte Stellung gehoben wird, ■
ehe die Drehbewegung der Hauptwelle die gewünschte Wirkung hervorbringen kann. Das
Heben des Typenrades in eine Nichtdruckstellung ist deshalb von Wichtigkeit, weil der
Drucktiegel, wie weiter unten beschrieben werden soll, bei jeder Umdrehung der Hauptwelle
zum Drucken eines Schriftzeichens vorbewegt wird, und weil, wenn dann das Rad sich in der Druckstellung befände, jedesmal
ein überflüssiges Zeichen auf die Druckfläche gelangen würde, wenn der Schlitten zurückgehen
soll.
Es ist klar, daß jedesmal, wenn der Schlitten in seine Anfangsstellung gebracht wird, mit
einer neuen Zeile begonnen werden muß ; und deshalb muß zugleich mit der Rückkehrbewegung
des Schlittens das Papier oder die sonstige Druckfläche um einen Zeilenabstand vorgerückt werden. Um dies zu ermöglichen,
ist der die Klauen tragende Hebel 127, welcher auf das Sperrad 128 der Papiervorschubwalzen
(Fig. 7) wirkt, mit dem linksseitigen Ende des Hebels 109 durch ein Gelenk 129
verbunden, so daß beim jedesmaligen Heben der Hebel 109, 106 und 105 im Sinne eines
Zurückbringens des Schlittens das Papier um den Abstand einer Zeile vorgerückt wird.
Die Einrichtung zur Hervorbringung eines Aufdruckes auf dem Papier wird, wie schon
gesagt, durch die Drehbewegung der Antriebswelle 4 in Tätigkeit gebracht. Diese
Einrichtung besteht aus einem Tiegel 130 (Fig. ι und 7) in Gestalt einer an Armen 131
einer Schaukelwelle 132 befestigten Leiste 130
in der Nähe des Typenrades. Zum Schaukeln der Welle 132 und Vorbringen des Tiegels sowie
des eingeschobenen Papieres 133 gegen das Typenrad dient ein Arm 134 auf der Welle
132, mit dem ein für gewöhnlich durch eine Feder 136 nach oben gezogenes Gelenk 135
verbunden ist. Das Gelenk 135 ist auch mit einem bei 138 gelagerten Hebel 1.37 (Fig. 2)
verbunden, welcher mit einem Daumen 131 der Hauptantriebswelle 4 zusammenwirkt. Indem
sich diese Welle dreht, gestattet sie der
Feder 136, den Drucktiegel nach vorn zu bringen, wobei das Papier mit kurzem Schlag
gegen das Typenrad gebracht wird und dadurch einen Aufdruck erhält. Es würde also
ein Schriftzeichen gedruckt werden, und es würde unmöglich sein, den Schlitten so zu verschieben,
daß eine unbedruckte Stelle wie eine Spatie zwischen zwei Wörtern verbleibt; es ist indessen für Spatien in der Weise gesorgt,
daß auf dem Typenrad* ein oder mehrere
Schriftzeichenstellen freigelassen sind, so daß der den Apparat Bedienende, wenn eine Spatie
nötig wird, bei der Tätigkeit des Drückens zunächst das Typenrad in solche Stellung
bringt, daß es eine solche freie Stelle in der ■■Aufdruckstellung darbietet, worauf dann der
Tiegel in gewöhnlicher Weise vorgeht, ohne daß aber das Papier eine Letter antrifft.
Es ist schon erwähnt worden, daß jede Schriftzeichenreihe am Typenrad fünf Paar
von Schriftzeichen enthält und daß für das Typenrad fünf gewöhnliche wagerechte Stellungen
vorgesehen sind, wobei das Rad in irgendeine von diesen Stellungen durch die steuernde Tätigkeit des Magneten 24 unter
Verwendung von nicht mehr als vier aufeinanderfolgenden Stromimpulsen entsprechender
Richtung bewegt werden kann. Auf diese Weise allein kann somit nur die Hälfte der
Schriftzeichen irgendeiner Reihe in die Druckstellung gebracht werden. Dagegen dienen
zum Abdrucken irgendeines benachbarten Schriftzeichens eines Paares die folgenden
Einrichtungen.
An der Außenseite des Apparates ist an der rechtsseitigen Platte 2 ein polarisierter Elektromagnet
140 (Fig. i, 2 und 12) befestigt,
dessen Anker 141 in seiner Mitte bei 142 an
dem einen Pol eines permanenten Magneten 143 gelagert ist. An diesem Anker ist in seinem
Drehpunkt ein rechtwinklig vorstehender Arm 144 befestigt, der durch eine Öffnung in
der Seitenplatte 2 hindurchtritt. Der Anker nebst seinem Arm wird für gewöhnlich in
symmetrischer Beziehung zu den Polen durch Vermittlung von Federn 145 gehalten, die an
einem unbeweglich angeordneten Block 146 befestigt sind und gegen verschiedene Seiten
eines - an dem Arm 144 vorgesehenen Stiftes 147 wirken (Fig. 3).
Das freie Ende des Armes 144 liegt unmittelbar unter einem Winkelhebel 148 (siehe
auch Fig. 10), der bei 149 an der Seitenplatte 2 gelagert ist. Das vordere Ende einer
an diesem Hebel, und zwar an dessen senkrechtem Arm gelagerten Schiebklaue 150
spielt zwischen einem festen Anschlag 151 und einem auf der kantigen Welle 10 sitzenden
Sperrad 152. Das hintere Ende der Schiebklaue.150
ist abgeschrägt und legt sich gegen einen unbeweglichen Anschlag 153, so daß
beim Niedergang des wagerechten. Armes des Hebels 148 die Schiebklaue in Eingriff mit
dem Sperrad 152 gelangt und diesem eine Bewegung von bestimmter Größe erteilt. Diese
Bewegung überträgt. sich auf die Welle 10 und ist von solcher Größe und Richtung, daß
die Welle und durch diese das Typenrad um den Abstand eines einzigen Schriftzeichens
zurückgedreht wird.
Wenn demnach ein Schriftzeichen gedruckt werden soll, welches nicht durch den Hemmungsmagneten
24 in die Druckstellung gebracht werden kann, dann wird dieser Magnet durch die entsprechende Anzahl Stromimpulse
in der Weise in Tätigkeit gesetzt, daß er das auf dem Typenrad vorhergegangene Schriftzeichen
in die Druckstellung bringt, worauf man dann einen Stromimpuls durch den Magneten
140 schickt, der nun den Arm 144 je nach der Richtung des betreffenden Impulses
entweder nach der einen oder der anderen Seite legt. In seiner gewöhnlichen oder neutralen
Stellung wirkt der Arm 144 als ein Anschlag für den wagerechten Arm des Hebels
148; aber an jeder Seite des gewöhnlichen Angriffspunktes gegen den Hebel befindet
sich eine Einkerbung 154, so daß, wenn der Arm 144 nach der einen oder anderen Seite
bewegt wird und unmittelbar unter einer von diesen Einkerbungen liegt, der Hebel 148
unter dem Einfluß einer Spiralfeder 155 so weit nach unten gezogen werden kann, um die
Schiebklaue 150 in Wirkung zu setzen und das Typenrad um den Abstand eines Schriftzeichens
zurückzudrehen, so daß dann das gewünschte Schriftzeichen in die Druckstellung gelangt.
Damit dieses Senken des Hebels 148 nur
dann eintritt, wenn das Typenrad bewegt werden soll und nicht allein durch das Verschieben
des Armes 144, ist der Winkelhebel 148 durch ein Gelenk 156 mit einem bei 158 gelagerten
Hebel 157 verbunden, der auf einem Daumen 159 der Hauptantriebswelle 4 liegt.
Dieser Daumen ist an einer Stelle derart weggeschnitten, daß das hier angreifende Ende
des Hebels 157 sich bewegen kann und daß die Feder 155 den Heberi48 nach unten ziehen
kann, unmittelbar ehe der den Druckvorgang veranlassende Daumen diejenige Stellung erreicht,
die dem Drucktiegel gestattet, das Papier gegen das Typenrad zu drängen, so daß also das Verstellen des Typenrades stets
dem Vorgang des Drückens vorausgeht.
Sobald das auf diese AVeise in die richtige Stellung gebrachte Schriftzeichen gedruckt
worden ist, hebt der Daumen 159 den Hebel
158 und gestattet dem Arm 144 zu schwingen.
Jeder vollständige Arbeitsgang des Apparates, der oben im einzelnen beschrieben worden
ist, erfordert eine einzige Umdrehung der
Hauptantriebswelle 4. Diese ist deshalb für gewöhnlich verriegelt, wird aber im geeigneten
Augenblick freigegeben, um alsdann durch reibende Verbindung mit einer elektromagnetischen
Treibmaschine oder einer anderen Kraftquelle in Umdrehung versetzt zu werden, um eine oder mehrere Arbeitstätigkeiten,
die für den Betrieb des Apparates als ganzen erforderlich sind, zu verrichten. Die
Einrichtung zum Verriegeln und Entriegeln der Hauptantriebswelle ist im. einzelnen in
Fig. 6 gezeigt.
Zwischen zwei von der Hauptwelle 4 vorstehenden Armen 160 spielt eine Zunge 161,
die sich frei um die Welle als Mittelpunkt drehen kann. An den gegenüberliegenden
Seiten dieser Zunge sind Polster in Gestalt von Leder- oder Faserstreifen 162 befestigt,
und eine mit der Zunge verbundene Spiralfeder 163 besitzt die Neigung, die Zunge im
Sinne der Drehungsrichtung der Welle zu ziehen.
An einer an der Grundplatte des Apparates angeordneten Platte 164 (Fig. 1) ist ein senkrechter
Arm 165 gelagert, an dessen freiem Ende zwei abgeschrägte Anlageflächen sich
befinden. Für gewöhnlich wird der Arm 165 in solcher Stellung gehalten, daß das Ende der
Zunge 161 mit ihm zusammenwirkt, und verhindert dann die Hauptwelle, sich zu drehen;
wenn aber der an der Grundplatte angebrachte Magnet 166 (Fig. 1) erregt wird, dann wird
eine in Führungen der Platte 164 gleitende Stange 167 nach vorwärts bzw. nach rechts
durch Vermittlung des Ankers 168 gedrängt, mit welchem diese Stange durch ein Gelenk
169 verbunden ist.
Die Stange 167 trägt eine Klinke 170, die
mit dem Ende eines an der Platte 164 gelagerten Winkelhebels 171 in solcher Stellung zusammenwirkt,
daß das Ende des wagerechten Hebelarmes mit dem Arm 165 in Eingriff gelangt.
Durch diese Vorwärtsbewegung der Stange 167 wird der Winkelhebel 171 geliügend
weit entgegen der Spannung einer Feder 172 gedreht, daß der Arm 165 sich bewegen
kann und das Ende der Zunge 161 außer Berührung mit ihm gelangt. Sobald
aber der Hebel 171 genügend weit bewegt worden ist, gelangt die Klinke 170 dadurch
außer Eingriff mit diesem Hebel, daß ihr vorderes abgeschrägtes Ende mit einem unbeweglichen
Anschlag 173 zusammenwirkt, worauf dann der mit einer Reibungsrolle versehene
wagerechte Arm des Hebels 171 den Arm 165 nach vorn in die Bewegungsbahn der
Zunge 161 drängt, so daß nach Vollendung einer Umdrehung die Welle 4 durch den Wiedereingriff
der Zunge 161 mit dem Arm 165 angehalten wird.
In der vorstehenden Beschreibung der Bauart des Apparates sind die einzelnen Einrichtungen,
aus denen er besteht, als selbständig arbeitende behandelt worden; wie aber aus
einer Betrachtung der Fig. 12 ersichtlich ist, sind diese verschiedenen Einzeleinrichtungen
bei diesem Apparat so miteinander in Beziehung gebracht, daß sie von einem einzigen
Hauptstromkreise aus beherrscht werden. Der Übertragungsapparat oder Sender, der bei
allen derartigen Anlagen einen wichtigen Teil darstellt, kann ein solcher von besonderer
Bauart sein; da aber seine Aufgabe darin besteht, über die Leitung sowohl positive als
negative Stromimpulse von längerer oder kürzerer Dauer in bestimmter Aufeinanderfolge
zu senden, so kann man ihn zweckmäßig durch zwei gewöhnliche Taster 174 und 175
andeuten, von denen der eine beim Niederdrücken positive und der andere negative Impulse
durch die Leitung 176 schickt, Die Magnete 24, 76 und 140 sind in der Hauptleitung
in Reihe mit der Hauptleitungsbatterie 177 geschaltet. Der Magnet 166 befindet sich in
einem Ortsstromkreis mit einer Batterie 178 und einer weiter unten zu beschreibenden Regelungsvorrichtung.
Es sei angenommen, daß ein Schriftzeichen der untersten auf dem Typenrad befindlichen Reihe in die Druckstellung
gebracht werden solle.
Man schickt nun beispielsweise mittels des Tasters 174 so viel positive Stromimpulse
durch die Leitung, wie dazu nötig sind, um das Typenrad in die erforderliche Stellung in
wagerechtem Sinne zu bringen. Diese Impulse beeinflussen den Magneten 24, aber nicht
den Magneten 76, da beide entgegengesetzt polarisiert sind. Man schickt auch mittels des
Tasters 175 vier negative Impulse zum Heben des Typenrades aus seiner gewöhnlichen in die
fünfte Höhenstellung. Diese Impulse beeinflussen jetzt den Magneten 76, aber nicht den
Magneten 24, und sie werden, soweit dies möglich, abwechselnd mit den positiven Impulsen
abgegeben, so daß die wagerechten und senkrechten Bewegungen des Typenrades wechselweise erfolgen. Durch jeden derartigen
Impuls, ob positiv oder negativ, wird der Magnet 140 in Tätigkeit gesetzt, so daß
sein Anker 141 sich bewegt und der zungenartige
Arm 144 schwingt, wobei die Schwingungsrichtung von der Richtung der Impulse
abhängig ist.
Wenn auf diese \¥eise das gewünschte Schriftzeichen in die Druckstellung gebracht
worden ist, so bleibt nach Aufhören der Impulse der Zungenarm 144 in seiner mittleren
Stellung unter dem Hebel 148, und der Apparat ist jetzt für den Druckvorgang fertig.
Dieser wird veranlaßt entweder durch das Aufhören der Stromimpulse, d. Ii. beim Aufhören
des Stromes, oder durch eine Verlange-
rung des letzten Impulses mittels der in Fig. Ii in der Einzelheit und in Fig. 12 schematisch
dargestellten Einrichtung.
An der Seitenplatte 2 befindet sich ein Stromkreisregler, bestehend aus zwei Federn
179 und 180 mit Kontaktstücken 181 und 182
sowie einem bei 184 gelagerten Hebel mit am Hebelende angeordnetem Isolierknopf 185,
der bei der Schwingbewegung des Hebels die Federn 179 und 180 wechselweise gegen die
ihnen entsprechenden Anschläge drängt.
Die Zunge 144 ist mit dem Hebel 183 durch
ein gabelförmig geteiltes Gelenk 186 verbunden, dessen Gabelungen Schlitze enthalten, in
denen Zapfen 187 des Hebels 183 auf einander entgegengesetzten Seiten seines Lagerpunktes
184 arbeiten. In der gewöhnlichen Stellung dieser Teile und wenn die Zunge 144 sich in
ihrer Mittelstellung befindet, liegen die Zapfen 184 an einander entgegengesetzten Enden ihrer
betreffenden Schlitze, so daß eine Bewegung der Zunge nach der einen oder anderen Richtung,
indem dadurch der eine Zapfen fortgeschoben oder der andere angezogen wird, dem Hebel 183 die Neigung erteilt, sich in gleicher
Richtung zu bewegen, d. h. derart, daß die Feder 179 gegen ihren Anschlag 181 gedrückt
wird. Die Federkontakte 179 und 180 sind
mit dem einen Polende des Ortsstromkreises 188 verbunden, während die Anschläge 181
und 182 mit dem anderen Polende verbunden sind.
Der Ortsstromkreis 188 ist für gewöhnlich geöffnet, und die Federn 179 und 180 sind'
außer Berührung mit ihren entsprechenden Anschlägen, wobei dieser Zustand durch das
Zusammenwirken des unteren Endes des Hebels 183 mit einem Ansatz 189 eines bei 191
an der Seitenplatte 2 gelagerten Hebels 190 aufrechterhalten wird. Zwei Federn 192 und
193 sind mit dem Hebel 183 auf verschiedenen Seiten seines Lagerpunktes 184 verbunden,
wobei aber die Feder 192 die kräftigere ist und somit die Neigung besitzt, den Hebel in
eine Stellung hinüberzuziehen, in welcher er die Feder 180 in Berührung mit dem Anschlag
182 drängt. Solange aber der Hebel sich in Berührung mit dem Ansatz 189 des unter Federwirkung
stehenden Hebels 190 befindet, bleibt der Hebel 183 in seiner Mittelstellung
gehalten, wie in Fig. 11 gezeigt.
Durch den ersten über die Leitung geschickten Stromimpuls zum Verstellen des
' Typenrades wird die Zunge 144 nach der einen Seite und der Hebel 183 in solcher Richtung
bewegt, daß er die Feder 179 gegen ihren Anschlag 181 drängt. Diese Bewegung löst den
Hebel von dem Ansatz 189, der sofort unter ' dem Einfluß der mit dem Hebel 190 verbundenen
Feder 194 aus der Bewegungsbahn des Hebels herausfällt. Beim Aufhören des Impulses
bewegt sich also unter dem überwiegenden Einfluß der Feder 192 der Hebel
183 zurück und drängt die Feder 180 in Berührung mit dem Anschlag 182, worauf dann
aber der nächste durch die Leitung gesandte ' Impuls beliebiger Richtung den Hebel 183.zurückbringt,
so daß der Kontakt zwischen Feder 179 und Anschlag 181 hergestellt wird.
Demnach wird, solange Impulse durch die Leitung geschickt werden, der Ortsstromkreis
wechselweise geschlossen und geöffnet; da aber die Impulse von sehr kurzer Dauer sind
und mit großer Geschwindigkeit abgesandt werden, so wird der Ortsstromkreis nicht auf
eine genügend lange Zeit geschlossen, um ein Ansprechen des in seiner Wirkung etwas
trägen Magneten 166 zu ermöglichen.
Wenn aber mit dem Befördern des gewünschten Schriftzeichens in die Druckstellung
die Impulse aufhören, dann verlängert sich die Zeitdauer der Berührung zwischen
Feder 180 und Anschlag 182. Hierdurch wird eine Erregung des Magneten 166 veranlaßt,
die Hauptantriebswelle 4 entriegelt, sowie der Vorgang des Drückens und die anderen Arbeitstätigkeiten,
die oben beschrieben worden sind, hervorgerufen.
Zum Zweck, den Hebel 183 in seine gewöhnliche Stellung zurückkehren zu lassen, welcher
entsprechend der Ortsstromkreis offen ist, ist bei 196 (Fig. 2, 3 und 11) ein Hebel 195 gelagert,
der auf einem Daumen 197 der Antriebswelle liegt; dieser Hebel wirkt auf den
Hebel 190, indem er ihn hebt, so daß der Ansatz 189 in Eingriff mit der Abstufung am
Hebel 183 gelangt. Das Ende des letztgenannten Hebels ist, wie ersichtlich, an der
einen Seite abgeschrägt, so daß es durch den Ansatz 189 leicht fortgedrängt wird, wenn der
Hebel 190 in die Höhe geht.
Für die Aufeinanderfolge der Arbeitstätigkeiten, wie oben beschrieben, ist vorausgesetzt,
daß das gewünschte Schriftzeichen des Typenrades durch die beiden Hemmungsmagnete
24 und 76 in die Druckstellung gebracht worden ist; es ist aber noch diejenige Arbeitstätigkeit hier in Betracht zu ziehen,
welche erfolgt, wenn das Typenrad um den Abstand eines Schriftzeichens zurückbewegt
werden muß, ehe der Aufdruck erfolgt. In solchem Falle werden zunächst die entsprechenden
Impulse abgesandt, um dasjenige Schriftzeichenpaar, welches das gewünschte Schriftzeichen enthält, in die Druckstellung
zu bringen. Der letzte Impuls der hierzugehörigen Gruppe legt die Zunge 144 nach der
einen Seite ihrer gewöhnlichen oder Mittelstellung und drängt durch Vermittlung des
Hebels 183 und Gelenkes 186 die Feder 179 in
Berührung mit dem Anschlag 181. Dieser letzte Impuls wird, statt unterbrochen, um so
viel verlängert, daß der Magnet 166 im Ortsstromkreis erregt werden kann, wodurch die
Hauptantriebswelle entriegelt, der Hebel 148, da die Zunge 144 sich unter einer der Nuten
I.S4 befindet, im Sinne eines Verschiebens des
Typenrades bewegt und die anderen obenbeschriebenen Arbeitstätigkeiten veranlaßt werden.
Es wird also durch das Aufhören der Impulse oder durch den stromlosen Zustand ebenso wie durch Verlängern des letzten Impulses einer das Einstellen des Typenrades bewirkenden Impulsreihe der Vorgang des Drückens veranlaßt.
Es wird also durch das Aufhören der Impulse oder durch den stromlosen Zustand ebenso wie durch Verlängern des letzten Impulses einer das Einstellen des Typenrades bewirkenden Impulsreihe der Vorgang des Drückens veranlaßt.
Es liegt auf der Hand, daß die Aufeinanderfolge der oben beschriebenen Einzeltätigkeiten
durch die Gestaltung und Ausführung der betreffenden Daumen und Exzenter bestimmt wird. Es genügt wohl, hier
zu erwähnen, daß im allgemeinen das Überführen des Typenrades in die richtige Druckstellung
zur Hervorbringung des Aufdruckes allen anderen Arbeitstätigkeiten vorausgeht. Hierauf folgt dann die Auslösung der Daumenwelle,
deren erste Wirkung bei Verlängerung des letzten Impulses darin besteht, das Typenrad zurückzubewegen. Die nächste Arbeitstätigkeit
besteht in dem Einstellen und Verriegeln des Typenrades durch den Riegel 40; hierauf folgt das Vorbringen des Drucktiegels,
dann das Aufwärtsbewegen des Hebels 195 zum Erfassen des Hebels 183 und
Öffnen des Ortsstromkreises 188, hierauf das Zurückbringen des Typenrades in seine gewohnliche
Stellung und schließlich das Vorrücken des Typenradschlittens um den Abstand eines Schriftzeichens.
Der Apparat, einerlei ob man ihn mit einem oder mit mehreren Hauptstromkreisen betreibt,
kann natürlich entweder durch unmittelbare Verbindung mit diesem oder durch Einschalten von Relais betrieben werden.
Claims (8)
- Patent-Ansprüche:i. Anordnung zum Steuern der Drehbewegungen und achsialen Bewegungen eines mehrere kreisförmige Letternreihen enthaltenden Typenrades mittels Elektromagnete bei einem Drucktelegraphen-Empfänger, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegungen und die achsialen Bewegungen des Typenrades durch besondere Hemmungen hervorgerufen werden, die zu gleicher Zeit oder unabhängig voneinander arbeiten und durch zwei unabhängig voneinander wirkende Elektromagnete (24 bzw. 76) gesteuert werden, so daß wechselweise positive und negative Impulse zum Erregen der betreffenden Elektromagnete (24, 76) in rascher Aufeinanderfolge entweder über eine einzige Leitung oder bei Vorhandensein von zwei Leitungen gleichzeitig nach dem Empfänger gesandt werden können.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1 mit einer Einrichtung, die dem Typenrad von irgendeiner Stellung aus, in die es gedreht worden ist, eine Drehbewegung von beschränktem Ausschlag erteilt, dadurch gekennzeichnet, daß die beschränkte Drehbewegung durch Vermittlung eines dritten Elektromagneten (140) erhalten wird, der auf Stromimpulse jeder Richtung anspricht.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beschränkte Drehbewegung des Typenrades durch einen verlängerten Stromimpuls beliebiger Richtung unter Vermittlung des dritten Elektromagneten (140) hervorgebracht wird.
- 4. Anordnung nach Anspruch 1 mit einem die Tätigkeit der Kraftantriebswelle beherrschenden Elektromagneten, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis eines vierten in seiner Wirkung tragen Elektromagneten (166) durch einen für gewöhnlich geöffneten Schalter beherrscht wird, der durch den ersten in irgendeiner Richtung erfolgenden Stromimpuls geschlossen wird.
- 5. Anordnung nach Anspruch .1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter, welcher den Stromkreis des vierten, die Tätigkeit der Kraftantriebswelle regelnden Elektromagneten (166) beherrscht, durch Vermittlung des dritten Elektromagneten (140) sowohl bei dessen Erregung durch einen verlängerten Stromimpuls beliebiger Richtung als auch bei dessen Entmagnetisierung infolge Aufhörens eines einzelnen oder einer Reihe kurzer Impulse geschlossen wird.
- 6. Anordnung nach Anspruch 1, 2, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis des Elektromagneten (166) durch eine zweiseitig ausschlagende Schaltvorrichtung (185, 179, 180, 181, 182) überwacht wird, die unter der Wirkung einer Feder durch einen der Kontakte (182) den Stromkreis schließt und ihn durch den gegenüberliegenden Kontakt (131) dann schließt, wenn die Schaltvorrichtung durch den Elektromagneten (140) bedient wird, während die Schaltvorrichtung für gewohnlich in der neutralen Stellung durch eine Vorrichtung (189,190) gehalten wird, die beim ersten in beliebiger Richtung auftretenden Stromimpuls durch den Magneten (140) ausgelöst wird.
- 7. Anordnung nach Anspruch 1, 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß diezweiseitig ausschlagende Schaltvorrichtung besteht aus einem Hebel (183), einer diesen im Sinne des Schließens des einen Kontaktes (182) bewegenden Feder (192), einer Gelenkverbindung (186) zwischen dem Hebel (183) und dem Anker (141) des beherrschenden Elektromagneten (140) mit zwei auf einander entgegengesetzten Seiten des Hebeldrehpunktes (184) gelegenen Verbindungspunkten (187) mit dem Hebel, so daß eine nach der einen oder anderen Seite erfolgende Bewegung des Ankers den Hebel (183) entgegen der Wirkung der Feder (192) im Sinne eines Schließens des gegenüberliegenden Kontaktes (181) schwingt, wobei ein um einen festen' Lagerpunkt (191) schwingender Arm (190) mit seinem Anschlag (189) beim Herumdrehen dieses Armes entgegen der Wirkung einer Feder (194) dahin wirkt, den Hebel (183) außer Berührung mit den beiden Anschlägen (181 und 182) entgegen dem Einfluß der Feder (192) zu bringen.
- 8. Anordnung nach Anspruch 1, 2, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zunge (144), die aus ihrer gewöhnlichen Mittelstellung durch positive und negative, durch den Elektromagneten (140) gehende Stromimpulse nach entgegengesetzten Richtungen geschwungen wird, für gewöhnlich dem Einfluß einer Feder (155) entgegenwirkt, die einen mit Klaue (150) ausgestatteten Hebel (148) bei dessen Freigabe durch die Kraftantriebswelle bewegt, und daß der zu beiden Seiten der Mittelstellung der Zunge (144) mit einer Aussparung (154) versehene Hebel (148) beim Ausschlagen der Zunge in der einen oder der anderen Richtung von der Feder (155) in dem Sinne bewegt wird, daß er, wenn die Drehbewegung der Kraftantriebswelle dies gestattet, den Typenzylinder in Drehung versetzt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE201743T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201743C true DE201743C (de) |
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ID=5767824
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT201743D Active DE201743C (de) |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201743C (de) |
| FR (1) | FR383335A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767547C (de) * | 1941-12-12 | 1952-12-08 | Siemens & Halske A G | Anordnung zur Vermeidung von Prellungen beim Aufschlag schnell bewegter Teile auf einen Anschlag fuer Telegrafengeraete |
| DE956770C (de) * | 1954-03-12 | 1957-01-24 | Lorenz C Ag | Zeichenabdruckeinrichtung fuer Blattfernschreib- und Bueromaschinen |
| DE1061817B (de) * | 1956-05-18 | 1959-07-23 | John Handley | Zeichenvorschubeinrichtung fuer Blattfernschreiber |
| DE1147971B (de) * | 1960-09-02 | 1963-05-02 | Creed & Co Ltd | Wagentransporteinrichtung fuer Fernschreibmaschinen |
-
0
- DE DENDAT201743D patent/DE201743C/de active Active
-
1907
- 1907-07-29 FR FR383335A patent/FR383335A/fr not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE767547C (de) * | 1941-12-12 | 1952-12-08 | Siemens & Halske A G | Anordnung zur Vermeidung von Prellungen beim Aufschlag schnell bewegter Teile auf einen Anschlag fuer Telegrafengeraete |
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| DE1147971B (de) * | 1960-09-02 | 1963-05-02 | Creed & Co Ltd | Wagentransporteinrichtung fuer Fernschreibmaschinen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR383335A (fr) | 1908-03-05 |
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