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Mehrfachtelegraph.
Die Erfindung betrifft einen Telegraphen. mit aem mehrere Nachrichten gleichzeitig und unabhängig voneinander übertragen werden können. Zu diesem Zwecke wird in die Hauptleitung eine ununterbrochene Reihe von Stromimpulsen wechselnder Richtung gesandt, die in jeder
Station ein polarisiertes Relais betätigen. Um nun mehrere, z. B. vier Empfangsinstrumente gleichzeitig zu beeinflussen, wird diese Reihe von Impulsen von einer entsprechenden Anzahl von Sendeinstrumenten in verschiedener Weise dadurch geändert, dass in die Leitung vermittelst einer starken Batterie ein starker positiver oder negativer Impuls gesandt wird oder dass eine stromlose Pause nach einem negativen oder positiven Impuls eingeleitet wird. Jede Telegraphen- maschine besitzt einen in einem Lokalstromkreis befindlichen Magnet, der die Registrierungen reguliert.
Diese Lokalstromkreise werden an die Hauptleitung vermittelst in dieser vorgesehener neutraler Relais angeschlossen, von denen das eine durch zwei der oben erwähnten Strom- änderungen und das andere durch die anderen zwei Stromänderungen beeinflusst wird. Es kann also von jedem. \bgaheinstrument eine dieser Impulsänderungen auf die Leitung übertragen und an die entsprechenden Aufgabeinstrumente in den anderen Stationen gesandt werden, ohne dass die Registrierungen der anderen Maschinen dadurch beeinflusst werden.
In der Zeichnung veranschaulichen die Fig. r bis 4 eine Telegraphenanlage gemäss der
Erfindung, Fig. 5 zeigt in etwas grösserem Massstahe einige wichtigere konstruktive Einzelheiten einer in Fig. 1 bis 4 schematisch angedeuteten Maschine, Fig. 6 ist die zugehörige Draufsicht hei abgenommener Druckwalze und Weglassung einiger Einzelheiten. Die Fig. 7, 8, 9 zeigen den Grundriss bzw. den Aufriss und die Endansicht eines Vihrators, der an Stelle des in Fig. I bis 4 dargestellten Polwenders gesetzt werden kann, und Fig. 10 das Schaltungsschema bei Verwendung dieses Vibrators.
Die Hauptleitung 1 eines elektrischen Stromkreises ist an dem einen Ende geerdet (Fig. 4) und am anderen Ende werden in dieselbe Stromstösse entgegengesetzter Richtung durch einen in der Endstation angeordneten Polwender 2 geschickt (Fig. i), der durch den Transmitter 3 vermittelst Magneten 2a und eines Lokalstromkreises 3b betätigt wird, welcher die Batterie 3a und den Transmitter 3 einschliesst ; der Transmitter 3 wird durch den Anker 4 des in den Hauptstromkreis 1 eingeschalteten polarisierten Relais 5 beeinflusst, Die Batterie 6 liefert einen normalen positiven Strom von beispielsweise 100 Volt und die Batterie 7 einen viel stärkeren positiven Strom z. B. von 300 Volt. Die Batterie 8 liefert einen negativen Strom z.
B. von 100 Volt und die Batterie 9 einen viel stärkeren negativen Strom z. B. von 300 Volt. Der Stromkreis 1 kann von Hand aus geschlossen werden, um den ersten Impuls für die Erregung der polarisierten Relais- ? zu liefern.
Die End-oder Hauptstation (Fig. i) ist mit einem polarisierten Relais 5 und mit neutralen Relais 11, 12 ausgestattet, die alle in den Hauptstromkreis 1 eingeschaltet sind, während die Zwischenstationen (Fig. 2 bis 4) je ein polarisiertes Relais 5 und je nach Erfordernis ein oder zwei neutrale Relais 11 und 12 besitzen. Bei geschlossenem Stromkreis werden in dieselben mittels der Batterien 6 und 8 und des Polwenders 2 Stromstösse entgegengesetzter Richtung geschickt, welche die polarisierten Relais 5 erregen und deren Anker (zu Schwingbewegungen veranlassen, die benutzt werden, um Lokalströme zu öffnen und zu schliessen, die ihrerseits die Sende-und Empfangsapparate betätigen. Diese stimmen in der Konstruktion vollkommen überein und werden in der Folge als Telegraphiermaschinen bezeichnet werden.
Unter dem Einflüsse der von
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genug, um ihre Anker anzuziehen. Wenn aber die von den Batterien 7 und 9 gelieferten stärkeren Ströme in die Hauptleitung geschickt werden, so ziehen die neutralen Relais 77 ihre Anker an, schliessen die Kontakte 11a und beeinflussen den Lokalstrom in der später beschriebenen
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des Ankers 4 unter dem Einfluss des positiven Stromes von Batterie 6 den Stromkreis 17, 18 der Batterie 17a schliessen und den Lokalstrom von Batterie 17a veranlassen, durch die Leitung 17 zum Magneten-30 zu fliessen und von da durch Leitung dia zum Kontakt 18 zurück und auch durch die Leitungen 17.
171/2 zum Magneten 30a, vom letzteren zur Leitung 18b, dann zur Leitung 18a und zum Kontakt 18 zurück. wodurch das Magnetpaar 30, 30a erregt wird. Der
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kreis 17, 19, wordurch der Lokalstrom von Batterie 17a veranlasst wird. durch die Leitungen 17d, 17e zum Magneten 31 zu fliessen und dann durch Leitungen 19a, 19b, 19c zurück zum polarisierten Relaiskontakt 19. und von der Leitung 77f abzweigend, über die Leitung 17e zum Magneten 31a
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In den Zwischenstationen, z. B. Fig. 2. wird unter dem Einfluss des positiven Stromes in Leitung 1 der Anker 4 den Stromkreis 17, 20 (einschliesslich Batterie 20a) schliessen und den okalstrom von Batterie 20a veranlassen, durch die Leitungen 17, 17f zum Magnet 30 zu fliessen,
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zum Kontakt 20.
In einer anderen Zwischenstation (Fig. 3) wird der positive Strom den Stromkreis 17, 22 schliessen (einschliesslich Batterie 22a). wodurch der Lokalstrom veranlasst wird, von der Leitung 17 über Leitung 17d zum Magneten 30c zu fliessen. dann durch die Leitung 22b zum Kontakt 22 zurückzukehren und von der Leitung 77d abzuzweigen, über die Leitung 17h zum Magneten 30 zu fliessen. letzteren zu erregen und dann über die Leitung 22c zur Leitung 22b und Kontakt 22 zurückzukehren, Unter dem Einflusse des negativen Stromes auf die Leitung 1 schliesst der Anker 4 den Stromkreis 17, 21 (Fig. 2) der Zwischenstation und der Lokalstrom
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Kontakt 2-3 zurückzukehren :
ferner zweigt der Strom von der Leitung 17d ab, fliesst über die Leitung 17/t zum Magneten 31c, erregt letzteren und kehrt dann durch die Leitung 23h zum Kontakt 23 zurück.
Es ist auch zu ersehen, dass unter dem Einfluss des starken Stromes von Batterie 7 oder 9 das neutrale Relais 11 (Fig. i) den Elektromagpeten 26 in den Lokalstromkreis 17, 19 bringen wird, indem der Schalter lla des Relais 11 geschlossen und der Lokalstrom veranlasst wird, aus der Leitung 17 durch die Leitung 11# und den Schalter 11a in die Leitung 261/2 zu fliessen, den Magneten 26 zu erregen und den Stromkreis durch die Leitung 19e bis zum Kontakt 19 zu vervollständigen. Es wird auch der Elektromagnet 27 über die Leitungen 271/ ive, 18a mit der Leitung 17 und dem Kontakt 18 verbunden ; dieser Magnet erhält aber jetzt keinen Strom von der Batterie 17a, weil der Anker 4 gegen den Kontakt 19 liegt.
Wird der Strom unterbrochen, so wird das neutrale Relais 12 seinen Anker freigeben und seinem Schalter 12a gestatten, herabzufallen und den Kontakt herzustellen, wodurch der Stromkreis 17, 17d, 12a, 28#, 28, 18a, 18 angeschlossen und der Magnet 28 erregt wird. Es wird auch der Stromkreis 17, 17d, 12a, 29, 29#,
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auch stromlos. so dass der Schalter 11a freigegeben wird und die Stromkreise der Magnete 26,27 unterbrochen werden. Wenn kein Strom durch die Zwischenstation fliesst (Fig. 2), so wird die Leitung 28# in den Stromkreis 17, 20 geschaltet, und zwar ist der Stromverlauf folgender :
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Auch wenn kein Strom in der Zwischenstation (Fig. 3) fliesst, wird die Leitung 281/2 an den Stromkreis 17. 22 angeschlossen, und zwar ist der Stromverlauf wie folgt : Durch die Leitungen 17, 17d. über den Schalter 72a durch die Leitung 28#. den Magneten 28 und die
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kreis 17, 23 angeschlossen, um den Magneten 29 zu erregen, wobei der Strom durch die Leitungen J'7. 7d, den Schalter là. dite Leitung 29#, und Magnet 29, über die Leitung 291/2 zurück, durch die Leitungen 23a, 23b, den Kontakt 23 und Anker zur Batterie 22a zurückfliesst.
Das abwechselnde Unterbrechen und Schliessen der Lokalstromkreise mittels der Armaturen 4 veranlasst die kontinuierliche Schwingbewegung der Anker. 32 durch deren Elektromagnete 30, 31, wodurch eine mechanische Kraft für den Antrieb der Telegraphiermaschinen erzeugt wird.
Die Hauptteile einer beispielsweisen Maschine, die für die Sendung und Aufnahme von Nachrichten unter Vermittlung des beschrichenen Systems dienen kann, sind in Fig. 5 und 6 veranschaulicht. In diesen Figuren ist das Maschinengestell fortgelassen und ur die zur Erfindung gehörigen Einzelheiten dargestellt worden.
Die Elektromagnete 30a, 31b werden durch die über die Leitung gesandten Stromimpulse abwechselnd erregt, so dass sie abwechselnd eine Y-förmige Ankerstarge anziehen, die um den
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Arm 32b des Hebels 32 ist an. seinem freien Ende mit einer gemäss Fig. 5 nach rechts gerichteten Schaltklinke 33 und der andere Arm 32c dieses Hebels mit einer nach aufwärts gerichteten ähnlichen Schaltklinke 3 versehen.
Die Schaltklinke 33 greift in eine in dem Maschinengestell verschiebbare Zahnstange. 3. j ein. Eine am Maschinengestell angeordnete Sperrklinke 33a dient dazu, die Zahnstange 35 in der Lage festzuhalten, in welche sie durch die Schaltklinke 33 beim Hin-und Herschwingen des Hebels 3 : 2 hewegt wird. Das eine Ende der Zahnstange 35 ist mit einem nach aufwärts gerichteten Arm 3- ? s vergehen (Fig. 6), welcher mit einem an der Zahnstange 100 vorgeschenen Vorsprung 101 in Eingriff steht ; die Zahnstange 100 ist an dem Rahmen einer elastischen, aus Gummi bestehenden Druckplatte. 37 befestigt, welche an der unteren Seite mit Druckbuchstaben 37a versehen ist.
Der Arm 35a der Zahnstange. 35 ist also derart mit der Zahnstange 100 verbunden, dass bei einer Bewegung der Zahnstange-M nach links (Fig. 6) letztere den Rahmen der Druckplatte 37 mitnehmen wird ; es kann jedoch die Zahnstange nach rechts bewegt-werden, ohne dass der Rahmen der Druckplatte 37 mitgenommen wird. Eine beliebige geeignete (nicht dargestellte) Einrichtung bekannter Art, wie z. B. ein Gewicht oder eine Spiralfeder. deren eines Ende am Maschinengestell und deren anderes Ende an der Zahnstange 35 befestigt ist, so dass bei Bewegung der Zahnstange 35 nach links (Fig. 6) die Feder gespannt wird, kann benutzt werden, um die Zahnstange in die Anfangslage zu bewegen.
Eine andere ähnlich angeordnete Feder kann auch vorgesehen werden, um den Rahmen der Druckplatte in die Anfangslage, aus der sie durch den Arm 35a bewegt wurde, zurückzubringen. Die Zahn- stange 35 und die Druckplatte. 37 können auch von Hand in ihre ursprüngliche Lage zurückbewegt werden.
Rechtwinklig zur Zahnstange 35 befindet sich eine andere ähnliche Zahnstange 36, welche auch verschiebbar ist und die bei einer hin und her schwingenden Bewegung des Hebels 32 durch eine am Arm 32c angeordnete Schaltklinke 34 nach aufwärts (Fig. 5) bewegt wird. Am Maschinengestell ist auch eine Schaltklinke 61 angeordnet, die mit den Zähnen der Zahnstange 36 in Eingriff steht m ähnlicher Weise wie die Sperrklinke 33a mit der Zahnstange 35. Die Zahnstange 36 ist mit einem Kreuzkopf 54 versehen, durch welchen der hintere Teil des Rahmens der Typenplatte gleiten kann. Es wird also die Typenplatte vermittelst Zahnstange 36 hin und her bewegt, durch die Zahnstange 35 nach einer Richtung seitwärts gezogen und vermittelst einer Feder oder einer anderen bekannten Vorrichtung in die Anfangslage zurückgezogen.
An einem an der Maschine drehbar angeordneten Glied 102 ist ein Arm 79 derart angelenkt,
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wird. so gestattet sie, dass der Arm 79 vermittelst einer Feder um eine gewisse Strecke vorwärts verdreht wird, wodurch das freie Ende des Armes zwischen einen Hammer 39 und die Druckplatte gelangt. Dieser Hammer 39 wird von einer auf dem Maschinenrahmen drehbar gelagerten Welle 82
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wird auf zweckmässige Weise, wie z. B. vermittelst einer (nicht dargestellten) Feder, in seine in Fig. 5 und 6 gezeigte Anfangslage zurückbewegt, sobald der Magnet 26 stromlos wird. Der Ankerarm 86 besitzt eine Schaltklinke 87, die mit den Zähnen einer Zahnstange 50 in Eingriff steht, so dass letztere nach dem Magneten 26 hin verschoben wird, wenn der Ankerarm 26 durch Erregung des Magneten angezogen wird.
Diese Zahnstange ass ist auf dem Maschinengestell verschiebbar angeordnet und mit einer Druckplatte oder Walze 38. ähnlich der einer Schreibmaschine, ver-
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zeile um einen gewissen Grad gedreht und in ihre Anfangsstellung zurückverschoben in ähnlicher Weise wie die Papierwalze einer Schreibmas (hine. Diese Druckwalze trägt da. s Papier, auf welches die Nachricht gedruckt werden soll.
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stange 50 besitzt, hat oben abgeflachte Zähne. wie die Fig. 6 darstellt.
Auf dem Maschinengestell ist eine elle 64 drehbar angeordnet. welche einen unter die Schaltklinke 34 sich erstreckenden Arm 67 besitzt ; ferner besitzt die Welle einen Arm 68, dessen Ende unter die Schaltklinke 61 greift. ferner einen Arm mit zwei Fingern ó3, 66. der unterhalb der in Eingriff mit der Zahnstange 3 stehenden Klinken sich erstreckt, und einen Arm 69 mit zwei Fingern 70, zon denen der eine, 70, mit der Zahnstange 31 in Eingriff steht, während
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der Finger 70 abwechslend auf die Spitzen der Zähne der Zahnstange hinaufgleiten und in die Zanlücken herunterfallen wird. Befindet sich der Finger 70 auf der Spitze eines Zahnes, so wird
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dadurch gehoben, so dass sie die Klinken.'3.
J. 61 ausser Eingriff mit der Zahnstange 36 heben, während der die Finger 65, 66 besitzende Arm sich senken wird, so dass die von diesen Fingern emporgehobenen Klinken gesenkt werden und dadurch mit den Zähnen der Zahnstange 35 in Eingriff kommen. Wenn der Finger 70 in die Zahnlücken der Zahnstange 51 hineinfällt, so wird auch der Finger 71 mit seiner Zahnstange 100 in Eingriff kommen, die Klinken-34, 61 werden herabfallen und die Klinken der Zahnstange 35 werden gehoben.
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den in Fig. 5 veranschaulichten Stellungen in der Richtung der Pfeile verschoben werden können und die in entgegengesetzter Richtung von Hand oder durch zweckmässige Mittel. w ie z. B. zwischen ihnen und dem Maschinenrahmen angebrachte Federn, in die Anfangsstellung zurückbewegt werden.
Jede von diesen Tastenstangen besitzt eine Reihe verschiebbarer Tasten 137, die für gewöhnlich vermittelst Spiralfedern in der in Fig. 6 veranschaulichten Lage hochgehalten werden. Die Stangen 118, 119 sind in der Nähe ihrer Enden mit nach unten ragenden, mit dem Hebelarme des Schalters 7J in Eingriff stehenden Stiften 137a, 137b versehen. so dass wenn eine der Tastenstangen 118, 119 in der Richtung der Pfeile (Fig. 5) verschoben wird, der Schalter 15 im Sinne des Uhrzeigers verdreht wird. Der Schalter wird in seine Anfangslage (Fig. 5) durch irgendeine zweckmässige Vorrichtung zurückbewegt, wie z.
B. vermittelst einer Feder, wenn die Tasten-
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Reihe von Stiften 1. 38 und die Zahnstange. 3-1 eine ähnliche Reihe 139, welche sich vor die Tasten 137 stellen, wenn letztere niedergedrückt werden. In der Zeichnung sind acht Tasten in
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aber eine beliebige. Anzahl Tasten entsprechend der Anzahl Buchstaben auf der Typenplatte vorgesehen sein. Die relative Anordnung der Tasten und Stifte 139 ist bei der Tastenstange 119 und Zahnstange 34 die folgende.
Zählt man vom unteren Ende (Fig. 5) ¯. so wird, wenn die erste Taste niedergedrückt wird. dieselbe sich unmittelbar vor dem entsprechenden Stift auf der Zahnstange befinden, so dass die Zahnstange nicht verschoben werden kann ; wird die zweite Taste niedergedrückt, so wird die Zahnstange um eine Stufe bewegt, ehe ihr Stift auf die Taste trifft ; wird die dritte Taste niedergedrückt. so wird die Zahnstange um zwei Stufen vorwärts bewegt, worauf ihr Stift auf die Taste treffen wird use. so dass wenn die letzte bzw. achte Taste niedergedrückt wird, die Zahnstange um sieben Stufen vorbewegt werden kann, ehe ihr Stift auf die Taste trifft. Die relative Anordnung der Tasten der Tastenstange 118 und der Stifte 138 der Zahnstange 35 ist eine ähnliche.
Die Typenbuchstaben sind, wie in Fig. 6 dargestellt. aus kleinen Rechtecken auf der unteren
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Quadrate eines Schachbrettes angeordnet sind. zweckmässig derart. dass diejenigen, welche am meisten gebraucht werden, sich in der Nähe der Spitze des Winkels befinden. Die Entfernung zwischen zwei Typen ist gleich derjenigen zwischen zwei benachbarten Zähnen auf den Zahnstangen 34, 35.
Durch Seitwätsziehen der Typenplatte um einen Zahn der Zahnstange und Vorschieben derselben um den gleichen Abstand wird der erste Buchstabe der Typenplatte unter das Ende des Hammers gebracht und die anderen Buchstaben werden der Reihe nach unter den Hammer gebracht werden, indem man die Typenplatte um eine entsprechende Stufenzahl
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Die Reihe Stromimpulse von abwechselnd entgegengesetzter Richtung, welche durch die Hauptleitung 1 hindurchgehen, werden abwechselnd die Elektromagnete, 30, 31c; 30a, 31b ; 30 & . 37a ; 30c,. 31 erregen. so dass der Ankerarm 32 des Y-förmigen Hebels in Schwingung gerät.
Die Sender und Aufnahmeinstrumente sind beide auf ihre Anfangsstellung eingestellt, und zwar entweder vermittelst eines geeigneten Synchronisierungsapparates oder durch vorher verabredete Wirkung der Sende- und Aufnahmetelegraphisten. Bei dieser Anfangsstellung befindet sich der Fin-er 70 oberhalb eines der Zähne der Zahnstange 51 und die Finger 65, 66 werden folglich ihre
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Klinken niedergelassen haben, so dass sie in Eingriff mit der Zahnstange 3j stehen. während die Klinke 34, 61. frei über die Zahnstange 36 gehoben werden.
Angenommen, dass das Wort.. DER" zu übermitteln ist und dass in der Anordnung der Buchstaben auf der Typenplatte der Buchstabe., D" sich um zwei Spatien nach links und um drei Spatien zurück von der Ecke der Typenplatte, ferner dass der Buchstabe "E" sich drei Spatien nach links und zwei Spatien zurück, und der Buchstabe"R"sich vier Spatien nach links und vier Spatien zurück befindet. Der Telegraphist liest die Tasten 137 aus, welche der Komhimation für den Buchstaben "D" entsprechen, nämlich die zweite Taste von links in der Tastenstange 118 und die dritte Taste von oben in der Tastenstange 119, wie sie in Fig. 5 erscheinen.
Diese Tasten werden vom Telegraphisten niedergedrückt, indem er z. B. einen Finger von beiden Händen benutzt. Die elektrischen Impulse, welche durch die Leitung 1 hindurchgehen und abwechselnd die Elektromagnete, wie z. B. 30a, 31b erregen, werden zur Folge haben, dass der Ankerarm 32 vibriert, wodurch die Klinke 3. 3 bei jeder Schwingung des Ankerarmes 32 die Zahnstange um den Abstand eines Zahnes nach links verschiebt (Fig. 5). Diese Verschiebung der Zahnstange
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gesetzte Bewegung des A. nkerarmes 32 durch die Erregung des Magneten. 31b mittcls des magnetiven
Impulses bewirkt wird.
Eine entsprechende Bewegung findet auch in der Maschine des Aufnahmetelegraphisten statt, denn alle Magnete wirken gleichzeitig auf ihre Anker. Der erste Schub der Klinke 33 wird einen Stift 138 der Zahnstange 35 gegen die niedergedrückte zweite Taste der Tasten- stange 118 bewegen. Der zweite Schub der Klinke 33 wird die Zahnstange 35 und dadurch die
Typenplatte. 37 in eine solche Lage bringen, dass der Buchstabe "D" sich unterhalb des Armes 79 befinden wird. Diese Bewegung der Klinke wird auch zur Folge haben, dass der Stift 138 gegen die Taste gedrückt wird, wodurch die Tastenstange 118 nach rechts (Fig. 5) verschoben wird, so dass der am linken Ende befindliche Stift 737s den Schalter 7J derart verdreht, dass der nächst- folgende negative Impuls von der Batterie 9 geliefert wird.
Dieser starke negative Impuls wird das neutrale Relais 11 einschalten, so dass der vorerwähnte, den Elektromagneten 26 umfassende
Stromkreis geschlossen wird und diesen Magneten erregt. Dadurch wird der Anker 84 mit seinem
Arm 86 und Klinke 87 vorgezogen, so dass die Klinke die Stange 50 um einen Zahn nach links
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wird. Diese Bewegung der Zahnstange 51 wird das Niederfallen des Fingers 70 in eine Zahnlücke der Zahnstange 51 veranlassen, wodurch die Welle 64 verdreht wird, so dass der Finger. 71 herabfällt, in die Zähne der Zahnstange 100 eingreift und dadurch die Typenplatte in ihrer seitwärts verschobenen Lage festhält.
Die Verdrehung der Welle 64 hat auch zur Folge, dass die Finger 6. 5, 66 ihre Klinken ausser Eingriff mit der Zahnstange 35 heben, während gleichzeitig die Arme 67, 68 ihre Klinken 34. 61 in Eingriff mit der Zahnstange 36 niederlassen. Die Zahnstange 35 kehrt unter dem Einfluss ihrer Feder in die Anfangslage zurück. Diese Bewegungen in der Sendermaschine, die in der nachherigen Beschreibung als Versetzung der Schaltbewegungen bezeichnet werden, werden in der Empfangsmaschine wieder erzeugt, denn der Mechanismus und die elektrischen Verbindungen sind in beiden Maschinen die gleichen.
Gleichzeitig mit den eben erwähnten Schaltbewegungen gibt der Telegraphist die Taste der Tastenstange 118 frei, so dass diese Tastenstange und der Schalter 15 in ihre Anfangslagen-zurückkehren können. Der nächste Ausschlag der Ankerstange 32 wird veranlassen, dass die Klinke 34 die Zahnstange 36 um einen Zahn vorschiebt, wodurch der Arm 70 seine Unterstützung verliert, so dass das Ende des Armes vorwärts unterhalb des Endes des Hammers 39 bewegt werden kann. Durch den zweiten Schub der Klinke 34 wird ein Stift 139 gegen die niedergedrückte Taste 137 der Tastenstange 119 gebracht.
Der dritte Vorschub der Klinke 34 wird verursachen, dass der Stift 139 die Taste 1. 37 und somit auch die Tastenstange 119 vorschiebt, wodurch der im oberen Ende der Tastenstange 119 befindliche Stift 1. 37b (Fig. 5) den Schalter verdrehen wird, so dass der nächste Impuls ein starker Impuls von der Batterie 9 sein wird und das neutrale Relais 11 den mit dem Magneten 26 versehenen Stromkreis schliessen wird, wodurch dieser Magnet 26 erregt wird.
Der Magnet 26 wird den Anker 84 anziehen und dadurch den Arm vorwärts ziehen, so dass die Klinke 87 die Zahnstangen 50, 51 und die Papierwalze um eine Stufe nach links (Fig. 5) bewegen wird, wobei der Hammer 39 auch nach unten verschwenkt wird, so dass er gegen das Ende des Armes 79 schlägt und denselben auf der Typenplatte oberhalb des Buchstaben,, D" abwärts treibt. Auf diese Weise wird dieser Buchstabe auf das durch die Walze getragene Papier abgedruckt. Es kann auch ein Stück gewöhnlichen Durchdruckpapieres auf das Papier gelegt werden, so dass die daraufschlagende Type den Buchstaben auf das Papier aufzeichnet.
Am Ende der Bewegung der Zahnstange 51 wird der Finger 70 auf die Spitze eines von den Zähnen der Zahnstange ge- hracht, wodurch der Finger 71 ausser Eingriff mit der Zahnstange 100 des Typenplattenrahmens gehoben wird, so dass die Typenplatte in ihre seitliche Anfangslage vermittelst einer Feder o. dgl.
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freigegebene Tastenstange 1.9. die Zahnstange 36, die Typenplatte 37, der Arm 79 und der Schalter 1-3 nach ihren Anfangsstellungen zurückkehren können.
Dieselbe Verschiebung der Papierwalze, Abdrucken des Buchstaben, Versetzung der Schaltbewegungen usw. werden sowohl in der Empfangsmaschine wie auch in der Sendermaschine stattfinden. Ehe die Versetzung der Schaltbewegungen stattfindet. wird der Sendetelegraphist diejenige Taste 1.'37 der Stange 118 niedergedrückt haben. welche der seitlichen Lage des Buch- staben #E" auf der Typenplatte entspricht. nämlich die dritte Taste von dem Schalter 15 weg.
Nachdem die Versetzung der Schaltbewegungen auf die Zahnstange-M erfolgt ist. wird der dritte Schub der Klinke 33 den Buchstaben #E" der Typenplatte in die richtige seitliche Lage bringen, die Papierwalze wird um eine Stufe bewegt und die Schaltbewegung wird wie vorher auf die Zahnstange 36 versetzt, indem der Telegraphist schon die betreffende zweite, in Stange 119 angeordnete Taste niedergedrückt hat, so dass bei dem zweiten Vorschub der Klinke 37 der Buchstabe,. E" in die Druckstellung gebracht und aufgedruckt wird. in genau der gleichen Weise
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wie vorher mit Bezug auf das Drucken des Buchstabens #D" beschrichen wurde.
Nachdem der Telegraphist wieder, vor der Versetzung der Schaltbewegungen, die der seitlichen Lage des Buch- stabens,, R" entsprechende Taste 737 ausliest, nämlich die vierte Taste vom Ende der Stange 118 neben dem Schalter 15. wird die Typenplatte wie vorher bewegt, so dass der Buchstabe #R" in
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maschine statt und die gleichen Buchstaben werden gedruckt.
Es kann eines der Spatien für einen Buchstaben auf der Typenplatte leer gelassen werden, so dass, wenn dieses Spatium von
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Die Sendung und das Abdrucken des Wortes.. DER" zwischen zwei Stationen, deren Maschinen mit den Elektromagneten. 26 versehen sind, welche vermittelst des neutralen Relais 11 in den Stromkreis eingeschaltet werden und durch einen starken Impuls von Batterie. 9 aus erregt werden, ist oben beschrieben worden.
Gleichzeitig mit der Übertragung diesem Wortes zwischen diesen zwei Stationen kann ein anderes Wort zwischen den mit den Elektromagneten 27 verschenen Stationen gesandt werden, wobei diese Elektromagnete vermittelst der polarisierten Relais 11 in den Stromkreis geschaltet werden. wenn ein starker positiver Impuls von der Batterie 7 in die Hauptleitung
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die zweiten Tasten in den Tastenstangen 118. 119 und der Buchstabe.. G'' durch die fünften Tasten der Tastenstangen 118, 119 dargestellt wird. Die Sende- und Aufnahmemaschinen sind, mit Ausnahme der Elektromagnete. 2 ?7, den schon beschriebenen Maschinen gleich, Bei den Maschinen des zweiten Paares werden, bei Erregung der Magnete 31a vermittelst eines negativen
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der magnete 30b vermittelst der positiven Impulse.
Es sei angenommen, dass die beiden Maschinen- paare gleichzeitig anfangen. Während nun die Maschinen des ersten Paares ibre Typenplatten um zwei Spatien seitwärts bewegen, damit der Buchstabe.. D" in die richtige seitliche Stellung kommt, werden auch die Maschinen des zweiten Paares ihre Typenpiatten seitwärts um zwei Stufen nach der Lage des Buchstaben.. 1''' hin bewegen, welche sie aber nicht erreichen. Bei der zweiten Stufe dieser Bewegung wird der Schalter 7J des ersten Maschinenpaares verdreht, so dass ein starker negativer Impuls von der Batterie 9 geliefert wird. wodurch da - neutrale Relais 11 eingeschaltet und die Versetzung der Schalthbewegung des ersten Maschinenpares bewirkt wird.
Dieser starke Impuls hat jedoch keine besondere Wirkung auf das zweite Maschinenpaar, weil die Lokalstromkreise der zugehörigen Elektromagneten 27 bloss von einem starken positiven Impuls. nicht aber von einem starken negativen Impuls geschlossen werden. Dieser starke negative Impuls wirkt auf das zweite Maschinenpaar bloss wie ein normaler Impuls wirken würde, cl. h. die Magnete 37a werden erregt, so dass sie die. \nkerstangen-32 betätigen.
Folglich wird das zweite Maschinenpaar ihre Typenplatte um eine dritte Stufe seitwärts bewegen, obwohl. infolge des starken negativen Impulses, die Schalt bewegung des ersten Maschinenpaares versetzt worden ist und ihre Klinken 34 die Zahnstangen-36 um eine Stufe vorwärts bewegen, gleichzeitig mit der dritten seitlichen Stufe der Typenplatte des zweiten Maschinenpaares, so dass ihre Schalter 7J verdreht werden und ein starker positiver Impuls von der Batterie 7 eingeschaltet wird, wodurch die Schaltbewegung des zweiten Maschinenpaares von Zahnstange 35 auf Zahnstange 36 versetzt wird.
Dieser starke negative Impuls wird keine besondere Wirkung auf das
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so dass deren Ankerstangen 32 angezogen werden, was auch ein normaler positiver Impuls bewirken würde, denn die Lokalstromkreise der Elektromagnete 26 werden bloss durch einen negativen Strom geschlossen. nicht aber durch den positiven Strom. Folglich schaltet das erste Maschinenpaar einfach seine Zahnstangen 36 um eine Stufe vor, zur selben Zeit als das zweite Maschinenpaar die Schaltbewegung versetzt. Es wird daher der Buchstabe "D" vom ersten Maschinenpaar um eine Stufe versetzt, ehe der Buchstabe "T" vom zweiten Maschinenpaar gedruckt wird, da die Wirkung vom einen Maschinenpaar nicht auf das andere Maschinenpaar störend wirkt.
Der Buchstabe "A" wird vom zweiten Maschinenpaar vermittelst eines starken negativen Impulses gedruckt, während der Buchstabe,, E" vom ersten Maschinenpaar vermittelst des nächsten negativen Impulses, welcher ein starker Impuls sein wird, gedruckt wird. Der starke positive Impuls wird das erste Maschinenpaar nur insofern beeinflussen, dass die Magnete 30a dadurch erregt werden, und der starke negative Impuls wird auch das zweite Maschinenpaar nur insoferne beeinflussen, als die dazugehörigen Magnete 31a erregt werden. Nachdem der Buch- stabe "R" durch das erste Maschinenpaar gedruckt worden ist, werden vom zweiten Maschinenpaar immer noch zwei Stufen auszuführen sein, um den Buchstaben,, G" zu drucken.
Das erste Maschinenpaar kann auch mit dem Drucken eines neuen Buchstaben anfangen oder die Arbeit einstellen, ohne das zweite Maschinenpaar zu beeinflussen.
Es sind ferner noch eine andere Reihe von Maschinen (in der Zeichnung sind vier veranschaulich), welche je mit einem Schalter 16 und Elektromagnet 28 versehen sind. Wie schon beschrieben, werden bei Unterbrechung des Stromes, welche Unterbrechung durch das'Öffnen eines von den Schaltern 16 bewirkt werden kann, die neutralen Relais 12, 12 ihre Anker freigeben. so dass die Schalter in die geschlossene Lage zurückfallen und die mit den Magneten 28 versehenen Stromkreise schliessen sowie diese Magnete erregen. In diesen Maschinen werden die Zahnstangen.'35, 36 vermittelst positiver Impulse vorgeschaltet und die Y-förmigen Hebel werden vermittelst negativer Impulse zurück verschwenkt.
Wenn daher, während die normalen Ströme entgegengesetzter Richtung in der Haupt-
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negativen Impulses zwecks Hervorrufung eines neutralen Intervalles unterlässt, werden die Magnete 28 ihre Anker 84 anziehen und das Drucken bewirken in der gleichen Weise, wie es die Magnete 26, 27 unter dem Einfluss der starken negativen und starken positiven Impulse in der vorher beschriebenen Weise bewirkten.
Angenommen, dass während das erste und zweite Maschinenpaar, welche mit 26 und 27 bezeichnet werden können, ihre Worte "DER" und "TAG" übermitteln, die dritte Gruppe Maschinen, welche mit 28 bezeichnet wird, das Wort "HER" übermittelt, und dass der Buch- stabe... H" durch die fünfte Taste in der Stange 118 und durch die vierte Taste in der Stange 119
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Die starken Impulse von den negativen und positiven Batterien werden bloss eine Schwingbewegung der Ankerstangen 32 der Maschinen 28 hervorrufen, aber diese Maschinen 28 sonst nicht beeinflusst haben. Die Vollendung der fünften Stufe vermittelst Maschinen 28 wird unter dem Einfluss eines positiven Impulses bewirkt und hierauf werden die Tastenstangen 118 der Maschinen 2 ihre Schalter 16 so verdrehen, dass der Hauptstromkreis unterbrochen wird, wodurch ein neutrales Intervall nach einem positiven Impuls und vor einem negativen Impuls verursacht wird. Dies wird zur Folge haben, dass die Maschinen 26,27 ihre Tätigkeit einstellen, da die Antriebskraft unterbrochen ist.
Hinsichtlich der Maschinen 28 jedoch werden die neutralen Relais 12 ihre Anker freigeben, so dass die die Elektromagneten 28 enthaltenden Stromkreise geschlossen und diese Magnete erregt werden, ferner die Papierwalzen bewegt und die Schaltbewegungen hervorgerufen werden in genau der gleichen Weise wie es bei den Maschinen 26,27 der Fall war bei Erregung ihrer Magnete 26,27. Die Versetzung der Schaltbewegung in den Maschinen 28 verursacht das Schliessen der Schalter 16 und gestattet dem unterlassenen negativen Impuls, in die Hauptleitung zu gelangen, wobei dieser Impuls die Ingangsetzung aller drei Maschinengruppen wie zuvor verursacht.
Die Maschinen 28 führen jetzt die vier Stufen vorwärts nach der Druck, stellung des Buchstabens aus, ohne von einer durch die Maschinen 26 oder 27 hervorgerufenen Annahme an der Stärke der positiven oder negativen Impulse beeinflusst zu werder, und am Ende der vierten Stufe wird ein anderes neutrales Intervall vor einem negativen Impuls dadurch hervorgerufen, dass die Schalter 16 bewegt werden, wodurch das Aufdrucken des Buch- staben., H'' und die Versetzung der Schaltbewegungen wie zuvor verursacht wird. So oft ein neutrales Intervall in den Stromkreis eingeleitet wird, hört der Betrieb der Maschinen 26, 27 auf, bis ein neuer Impuls eingeleitet wird, jedoch wird die Reihenfolge der positiven und negativen Impulse beibehalten. Das Drucken der Buchstaben..
E" und,, R" durch die Maschinen 2 geschieht in ähnlicher Weise wie der Buchstabe.. H" gedruckt wurde.
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In der Hauptleitung ist noch eine Gruppe von drei Maschinen veranschaulicht, die auch mit Schaltern 16 %-ersehen sind, bei denen aber die Magnete mit. 3. 9 bezeichnet sind. Die Maschinen können auch mit 29 bezeichnet werden. Diese Maschinen. 8. 9 sind so eingestellt, dass das Verdrehen der Schalter 16 vermittelst der Tastenstangen am Schluss eines in die Hauptleitung gesandten negativen Impulses und vor einem positiven Impuls stattfindet, denn bei diesen Maschinen
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Y-förmigen Hebel werden von positiven Impulsen zurückgezogen.
Wie schon beschrieben, verursacht das Verdrehen der Schalter 76 ein Öffnen des Hauptstromkreises, so dass die neutralen Relais 12 stromlos werden, die Ankerstangen zurückfallen und die die Magnete J ? 9 enthaltenden Stromkreise schliessen, wodurch diese Magnete erregt werden und die Maschinen für das Drucken betätigen, in ähnlicher Weise, wie die Maschinen 28 ;
in diesem Falle werden jedoch die Magnete der Maschinen 28 durch ein neutrales Intervall in dem in der Hauptleitung fliessenden Strom betätigt, und zwar nach einem positiven Impuls, während die Magnete der Maschinen. 39 durch ein solches neutrales Intervall nach einem negativen Impuls und vor einem positiven Impuls betätigt werden. Angenommen, dass die Maschinen. 3. 9 das Wort., MIT" übermitteln sollen, während die anderen drei Maschinengruppen ihre Worte #DE" #TAG" und #HER" senden, dass der Buchstabe.. durch durch die vierte Taste der Tastenstange 118 und die dritte Taste der
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fünfte Taste der Tastenstange 119 vertreten sind, wobei der Buchstabe., T" dieselbe Lage wie auf den anderen Maschinen beibehält ;
dann werden die Maschinen 29 unter dem Einfluss der positiven und negativen Impulse ihre Typenplatten seitwärts um vier Zahnstangen bewegen, mögen diese Impulse normal oder stark sein, und am Schluss der vierten Stufe, welche durch eine negative Stufe verursacht wird. werden die Schalter 16 geöffnet, so dass der Hauptstromkreis unterbrochen und dadurch der Betrieb der anderen drei Maschinengruppen eingestellt wird.
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Schalter 16 wieder schliessen und der richtige positive Impuls wird wieder in die Hauptleitung gesandt, so dass die Maschinen wieder in Tätigkeit gesetzt werden. Dann werden die Maschinen ihre Zahnstangen 36 um drei Stufen vorwärts bewegen, worauf die Schalter 16 wieder geöffnet
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wie bei den : Maschinen 28.
Das Auslesen und Drucken der Buchstaben,. 1" und,. T" geht dann vor sich, als ob die Maschinen 29 allein in dem Stromkreis in Betrieb wären, wobei die Maschinen 28 nur insofern einen Einfluss ausüben, als sie bei Einleitung des neutralen Intervalles durch die Maschinen 28 eine kurze Pause in den Maschinen 29 hervorrufen.
Wenn daher der Beamte die negativen Impulse regelt und einen starken negativen Impuls in die Hauptleitung sendet, so wird dieser die neutralen Relais 11 beeinflussen und es werden nur die die Elektromagnete 26 enthaltenden Lokalstromkreise geschlossen. In gleicher Weise werden, wenn der die positiven Impulse regelnde Telegraphist einen starken positiven Impuls in die Leitung sendet, dadurch die neutralen Relais 11 beeinflusst, so dass die die Elektromagnete 27 enthaltenden Lokalströme geschlossen werden. Es werden also dann in allen entsprechenden Maschinen, die die Magnete 26 bzw. 27 besitzen, dieselben Bewegungen vorkommen wie in den Sendemaschinen, welche die Magnete 26 bzw. 27 besitzen.
Wenn jedoch der Telegraphist verhindert, dass ein negativer Impuls in die Leitung geht, indem er dieselbe unterbricht, so geben die neutralen Relais 12 ihre Armaturen frei und es werden die Lokalströme. welche die Elektromagnete 28 enthalten, geschlossen, wobei in allen solche Lokalströme besitzenden Maschinen dieselben Bewegungen hervorgerufen werden. Übereinstimmende Wirkungen ergeben sich, wenn der Telegraphist einen positiven Impuls daran verhindert, in die Leitung zu gehen, und dadurch die Elektromagnete 29 in Tätigkeit setzt.
Alle diese Operationen können gleichzeitig stattfinden, denn es ist klar, dass die Wechsel im Charakter der Impulse, welche die Bewegungen der bezüglichen Maschinenpaare oder Gruppen
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oder Gruppen bestimmen, nicht beeinträchtigen, so dass vier getrennte Nachrichten zu gleicher Zeit durch dieselbe Leitung gesandt werden können, welche sämtlich hinsichtlich ihrer Initialantriebskraft von einer Reihe elektrischer Wechsel abhängen, die unabhängig voneinander auf vierfache verschiedene Weise abgeändert werden. damit vier verschiedene Gattungen von Impulsen in der Leitung hervorgerufen werden, die einander nicht stören.
Es sind dies eine Reihe
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Reihe normaler positiver und negativer Impulse, welche durch starke positive Impulse variiert werden ; eine Reihe normaler positiver und negativer Impulse, welche durch Intervalle von
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negativer Impulse, welche durch Intervalle von Stromlosigkeit nach positiven Impulsen variiert werden.
Diese vier Nachrichten können nach jeder Station geschickt werden, welche zu ihrer Aufnahme eingerichtet ist, und es können zwei Nachrichten nach beiden Richtungen in beliebiger
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die Unterbrechung statt, bevor der Arm des Polwenders in der Hauptstation den Kontakt erreicht, der ihn mit der positiven Batterie verbindet, und es bleiben alle Relais mit ihren Ankern auf der negativen Seite, bis die Verbindung durch die Sendermaschine wieder hergestellt ist bzw. der Schalter 16 frei geworden sowie in seine Anfangslage zurückgekehrt ist und ein positiver Strom in die Leitung gesandt sowie mit den Wechseln fortgesetzt wurde. Auf diese Weise wird der Polwender in Ruhe gehalten, während die Leitung unterbrochen ist.
Bei geschlossenem Stromkreis fliesst ein positiver Strom durch die Leitung und die Wechsel werden tortgesetzt.
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positiven Impuls öffnet.
Durch Verwendung doppelt gewickelter Relais und durch Benutzung des Stromkreises zum Gegensprechen können acht Nachrichten, und zwar vier nach beiden Richtungen zwischen zwei Endstationen gesandt werden. In diesem Falle braucht der Stromkreis nicht unterbrochen zu werden, jedoch ist die Leitung zu erden, um den erforderlichen Schluss zu erhalten.
Der Polwender kann natürlich anstatt auf elektrischem Wege mechanisch betätigt werden.
Die Schnelligkeit der elektrischen Stromwechsel kann durch Einschaltung von Widerständen in die lokalen Transmitterstromkreise verändert werden. Es können auch starke Impulse zum Senden und schwächere Impulse zum Drucken und Zuführen verwendet werden.
Anstatt des in Fig. i dargestellten Polwenders kann der in den Fig. 7, 8, 9 veranschaulichte Vibrator verwendet werden. Eine Feder 201, die auf einem Zapfen 202 des Ständers 20J lose lagert, trägt ein Gewicht 200. Wenn dieses infolge der Vibrationen der Feder 201 schwingt, wird bei 204 ein Kontakt mit einer dünnen Feder 205, die an einem Klötzchen 212 befestigt ist, hergestellt oder unterbrochen. An einem feststehenden Führungsstück 206 ist ein Gleitstück 207 verschiebbar und mittels einer Schraube 208 feststellbar. Die Feder 201 wird von dem Gleitstück 207 gehalten und durch Verschiebung des letzteren nach rechts oder links verlängert oder verkürzt. Dadurch werden die Federschwingungen beschleunigt oder verlangsamt.
In dem Halter- stück 206 ist eine Schraube 209 eingeschraubt, die einen isolierten Stift trägt, der durch eine Öffnung der Feder 201 hindurchgeht und sich gegen die Feder 205 stützt, um deren Kontakt mit der Feder 201 einstellen zu können. Magnete 210, 211 wirken auf Anker ein, die an dem Gewicht 200 befestigt sind. das aber selbst als Anker ausgebildet sein kann.
Beginnt die Feder 201 zu schwingen (Fig. 9). so öffnet und schliesst sie den Stromkreis des Polwenders 2, welcher in die Leitung Ströme entgegengesetzter Richtung sendet. Die Anzahl dieser Ströme wird durch die Anzahl der von der Feder ausgeführten Schwingungen und diese wieder durch die Federlänge geregelt. Auf diese Weise wird die weitestgehende Einstellung ermöglicht. Um die Schwingungen aufrecht zu erhalten, sind die Magnete 210, 211 in denselben Stromkreis geschaltet wie die Magnete 26,27 und es zieht, jedesmal wenn das neutrale Relais 11 geschlossen wird, der Magnet 210 oder 211 das Gewicht 200 nach der einen Seite und erteilt ihm eiren momentanen und hinreichenden Impuls, damit er die bei der Schwingung eingebüsste lebendige Kraft wieder erlangt und nicht zur Ruhe kommt, wie dies ohne eine solche Nachhilfe geschehen würde.
Diese Anordnung wird angewendet, wenn nur starke sekundäre Impulse benutzt werden. Werden aber die"offenen"Intervalle benutzt, so'werden die Magnete 210, 211 in denselben Stromkreis geschaltet wie die Magnete 28, 29 und halten dann das Gewicht 200 auf der einen oder der anderen Seite so lange als der Hauptstromkreis offen war und halten auf diese Weise den Polwender während der offenen Intervalle in Ruhe. Der Beschleunigungsimpuls wird auch dem Gewicht erteilt. Hierzu gehört die Schaltung gemäss Fig. 10.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Mehrfachtelegraph, dadurch gekennzeichnet, dass eine ununterbrochene Reihe von Stromimpulsen entgegengesetzter Richtung in die Hauptleitung gesandt wird und von den Sendeinstrumenten aus auf diese Stromimpulse entweder ein stärkerer negativer oder positiver Impuls vermittelst starker Batterien (7, 9) folgen gelassen oder eine stromlose Pause nach einem normalen positiven odei negativen Impuls hervorgeruten wird, wobei jede dieser Stromänderungen durch Beeinflussung eines neutralen Relais (11, 12) einen entsprechenden, eine Vonichtung tür die Beeinflussung der Telegraphiermaschine enthaltenden Lokalstromkreis in die Hauptleitung einschaltet,
während die von irgepdeinem der Sendeinstiumente in der Leitung verursachte Stromänderung keinen Einfluss auf die von den anderen Stromänderungen beeinflussten Telegraphiermaschinen hat, so dass eine der Anzahl der Stromänderungen entsprechende Anzahl Nachrichten gleichzeitig durch eine Leitung übermittelt und registriert werden kann, wobei jedes