DE67122C - Drucktelegräph - Google Patents

Drucktelegräph

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DE67122C
DE67122C DENDAT67122D DE67122DA DE67122C DE 67122 C DE67122 C DE 67122C DE NDAT67122 D DENDAT67122 D DE NDAT67122D DE 67122D A DE67122D A DE 67122DA DE 67122 C DE67122 C DE 67122C
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DE
Germany
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lever
pressure
roller
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strong
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT67122D
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English (en)
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G. SACCO und L. GlACOMINI, beide in London, England, i4Leicester Place
Publication of DE67122C publication Critical patent/DE67122C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/38Synchronous or start-stop systems, e.g. for Baudot code
    • H04L25/40Transmitting circuits; Receiving circuits
    • H04L25/49Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems
    • H04L25/4902Pulse width modulation; Pulse position modulation

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
(England).
Drucktelegraph.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein selbstthätiger Drucktelegraph, bei welchem der Geber, der hierzu vermittelst eines Streifens, auf welchem die Zeichen gebildet sind, durch auf vier parallele Reihen vertheilte Lochungen betrieben wird, durch Entsendung von viererlei Strömen: eines starken und eines schwachen positiven für die Punkte, sowie eines starken und eines schwachen negativen für die Striche, im Empfänger den Stromkreis des einen oder anderen von zwei Elektromagneten schliefst. Dadurch werden verschieden gekerbte Schienen derart eingestellt, dafs sie sämmtlich mit einer Kerbe unter dem dem Zeichen entsprechenden Hebel einer Reihe von solchen stehen, so dafs dieser in den Weg von Stiften einer sich drehenden Walze sich einstellen kann, die durch Schlufs eines dritten Ortsstromkreises mittelst der obigen starken Ströme angekuppelt wird. Alsdann veranlafst der entsprechende Stift dieser Walze durch Niederdrücken des Hebels das Drucken.
Die Erfindung ist auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht.
Fig. ι, 2 und 3 zeigen den Geber bezw. in Oberansicht, Seitenansicht und Endansicht. Der die Depesche enthaltende gelochte Papierstreifen wird in der bekannten Weise mit geeigneter und regelbarer Geschwindigkeit durch den Geber bewegt. Das diesbezügliche bekannte Getriebe ist weggelassen. Mit dem Papierstreifen wirken zusammen vier von einander isolirte und unabhängig um eine gemeinsame Achse 5 drehbare Taster 1, 2, 3, 4, die, wenn kein Streifen durchgezogen wird, mit ihren Tastenenden in seichten Vertiefungen der dem Streifen als Unterlage dienenden nichtleitenden Platte 6 ruhen. Die gehobenen oder Stromschlufsenden der Taster 1 und 4 sind mit einander durch Schrauben 7 und 8 und einen letztere tragenden isolirten Metallsteg 9 in leitender Verbindung; ebenso die entsprechenden Enden der Taster 2 und 3 durch einen in den betreffenden Figuren nicht sichtbaren , die Schrauben ι ο und 11 tragenden Metallsteg. Die Taster 1 und 2 sind ferner mit einem in 14 gelagerten kurzen Hebel 12 elektrisch verbunden, indem derselbe von einer Feder 20 mit seinem verbreiterten Ende 16 auf die Taster aufgelegt wird. In gleicher Weise ist durch eine Feder 21 elektrische Verbindung zwischen den Tastern 3 und 4 und einem (in 15 gelagerten) Hebel 13 hergestellt (Fig. 2). Werden die Taster von den vollen Theilen des Papierstreifens gehoben, so setzen sich von den Hebeln 12 und 13 getragene Schrauben bezw. 18 und 19 auf eine isolirte Metallplatte 22 (Fig. 2) auf. Ein mittelst Handgriffes 23 zu bewegender Arm 24 ermöglicht das Abheben der Taster von der Platte 6 behufs Einschiebens eines frischen Streifens, indem der Arm mit einem Stift quer über die Taster fafst. Die Taster 1 und 2 dienen zum Senden der Punkte (+-Ströme), 3 und 4 zum
Senden der Striche (■ Ströme) in folgender
Weise (s. die schematische Darstellung Fig. 6). Der Steg 9 (Verbindung zwischen 1 und 4) ist an den Kupferpol einer starken Batterie 25, der zweite Steg (Verbindung zwischen 2 und 3) an den Kupferpol einer schwachen Batterie angeschlossen; die Zinkpole beider Batterien sind unter sich und ferner derjenige der starken
Batterie mit der Platte 22 verbunden. Der Hebel 12 ist an die Linie, der Hebel 13 an die Erdplatte angelegt. Fällt nun ein Taster, z. B. i, durch eine Lochung des Streifens auf die Platte 6, während die übrigen Taster gehoben bleiben, so legt sich sein Stromschlufsende gegen die Schraube 7, indem er zugleich durch Anheben des Hebels 12 die Schraube 18 von der Platte 22 abhebt. Es Riefst also starker positiver Strom in die Linie. Fällt aber Taster 4 in eine Lochung des Streifens, so findet Entsendung eines starken negativen Stromes statt über 8, 13. Beim Einfallen der Tasten 2 und 3 werden dagegen schwache bezw. positive und negative Ströme über bezw. 10, 12 und 11, 13 in die Linie geschickt.
Zum Senden von dienstlichen Mittheilungen ordnet man zweckmäfsig einen besonderen Handapparat an, der dann zum Gebrauch eingeschaltet wird. Derselbe stimmt in allem mit dem beschriebenen selbstthätigen Geber überein, nur dafs die Taster länger und kräftiger gebaut, sowie mit Druckknöpfen versehen sind.
Im. Empfänger durchfliefsen die aus der Linie kommenden Ströme hinter einander zwei Relais, vermittelst deren die drei Ortsstromkreise zum Betrieb der Druckvorrichtung hergestellt werden. Das erste dieser Relais ist so eingerichtet, dafs es sowohl durch die schwachen wie die starken Ströme erregt wird, während das andere von üblicher Bauart und unempfindlich gegen die schwachen Ströme ist. Das in Fig. 7 und 8 bezw. in Ansicht und Grundrifs dargestellte ersterwähnte Relais setzt sich zusammen aus einem Elektromagneten A1 gewöhnlicher Bauart und zwei von einander unabhängigen Dauermagneten B \ einen für jeden Elektromagnetpol, und so angeordnet, dafs sie mit gleichnamigen Polen (entweder den positiven oder den negativen) über den Weicheisenkernen des Elektromagneten liegen. Fliefst kein Strom durch die Wickelung, so sind die beiden Anker angezogen. Sie sind an zwei isolirten Säulchen aufgehängt und stellen je mit ihren hinteren Enden Z)1 den Schlufs eines Ortsstromkreises über festliegende Stücke E1 her, sobald die Anziehung aufhört. Dies tritt ein, sobald im Elektromagneten durch die Polaritätsverschiedenheit der in ihn gesendeten Ströme Polwechsel erzeugt wird. Dann bleibt nur der ungleichnamige Magnetpol angezogen, während der gleichnamige Magnetpol Abstofsung erfährt. Je nachdem also der aus der Linie hereinkommende Strom positiv oder negativ ist, wird der eine oder andere der beiden Magnete B1 so verstellt, dafs er einen Ortsstromkreis über das zugehörige Stück U1 herstellt, wie klar aus dem Schema Fig. 6 zu ersehen.
Aus diesem ersten Relais tritt dann der Strom in das zweite, an Erde gelegte Relais G1, welches nur durch die starken Ströme erregt wird und dann einen Ortsstromkreis schliefst, welcher die Spulen G des zum Kuppeln der Typenradwelle mit dem Triebwerk dienenden Elektromagneten schliefst.
Die Druckvorrichtung ist in Fig. 4 und 5 bezw. im Grundrifs und in Vorderansicht (mit Weglassung einzelner Theile) dargestellt. Fig. 9 bis 14 veranschaulichen zugehörige Einzelheiten. Das auf der linken Seite der Fig. 4 und 5 befindliche Triebwerk ist ähnlich dem im Hughes'schen Drucktelegraphen benutzten, jedoch erschien es vorteilhafter, das Uhrwerk mit seinem schweren Gewicht durch eine elektrische Treibmaschine zu ersetzen. Da die Hughes'sche Vorrichtung allgemein bekannt ist, so wird von einer Beschreibung derselben hier abgesehen. Die elektrische Treibmaschine treibt vermittelst der Scheibe A die Spindel B, welche die Bewegung in die Typenradspindel D leitet, die mit ihr wie beim Hughes'schen Drucktelegraphen zusammengekuppelt ist, so dafs also ihre Drehung von der Erregung des Elektromagneten G abhängt. Die Spindel D bildet zugleich die Achse einer Walze J, welche in einer Schraubenlinie mit einer Anzahl von Stiften F (je nach dem Zeichensystem) besetzt ist. Jedem dieser. Stifte entspricht je ein Hebel Q. Letztere sind unter sich parallel auf einer (in den Ständern N O fest gelagerten) runden Stange R drehbar so gelagert, dafs ihre freien Enden genau oberhalb des Weges der Stifte F und für gewöhnlich in solchem Abstand liegen, dafs diese darunter weggehen können. Unmittelbar unter den Hebeln Q und ■quer dazu sind fünf unregelmäfsig gekerbte Schienen α1 α2 α3 ai ab verschiebbar, die für gewöhnlich unter Spannung von Federn c1 c'2 c3 c4 c5 (Fig. 5) von Klinken bl b* b* b* b5 in der linksseitigen End- oder Ruhelage gehalten werden. Diese Schienen sind so ausgebildet, dafs in jeder Relativstellung, welche ihnen gegeben wird (mit Ausnahme der Ruhelage), ihre Kerben nur an einer bestimmten Stelle zusammenfallen, so dafs jedesmal nur einer, und zwar der dieser Stelle entsprechende Hebel Q dem Zuge einer Feder nachgeben und sinken kann, während sämmtliche übrigen von den Schienen gehoben bleiben. Durch das Einsinken des Hebels in die Kerben gelangt sein freies Ende nunmehr in den Bereich des entsprechenden Stiftes F der Walze J und wird, wenn diese Drehbewegung empfängt, kräftig niedergedrückt. Gegen die Unterseite der Hebel Q wird von Hebeln f (welche auf den Enden der Stange R gelagert sind und von Federn vorgedreht werden) eine Schiene g gehalten, an deren Enden sich Stifte h in den Weg von Stiften der Walze J strecken," so dafs, wenn letztere Drehbewegung erhält, die Hemmschiene g genügend gesenkt wird, um das Einfallen des betreffenden Hebels Q in die zusammenstofsenden Kerben der Schienen a1... <z5
zu gestatten. Bei dieser Abwärtsbewegung fängt sich die Hemmschiene unter den Nasen k zweier Blattfedern f.. Letztere werden bei Vollendung einer Umdrehung der Walze J dadurch zurückgedrückt, dafs auf dieser befestigte Stifte gegen Ansätze der Blattfedern wirken, wonach die Schiene g von ihren Federn unmittelbar wieder unter Ausheben des eingefallenen Hebels Q in die Ruhelage zurückgeführt werden.
Die Einstellung der Schienen a] a2 as a* a5 wird durch die Elektromagnete 5 und T, die in den von der Bewegung der Magnete B B1 abhängigen Stromkreisen liegen, in folgender Weise bewirkt: Die Anker der Elektromagnete S und T sitzen an Hebeln U U1 und X, die senkrecht nach oben umgebogen sind. Jedes der beiden Hebelenden trägt einen drehbaren Flügel bezw. Fund Y (Fig. 5, 10 und 1 i). Für gewöhnlich werden letztere von Federn χ (Fig. 10) vom Hebel weg gedrängt gehalten. Vor den Flügeln liegt das freie Ende eines Kurbelarmes a, dessen anderes ■ Ende an der Vorderseite eines kleinen, im Ständer O gelagerten Federhauses Z befestigt ist. Letzteres sucht eine Feder beständig in einer bestimmten Lage bezüglich seiner Achse oder der Flügel zu halten. Gegen den Zahnbogen b des Federhauses wirkt, eine Klinke c, indem der dieselbe tragende Hebel mit einem Arm unter die Ankerhebel U und X fafst und nun diese bei der Ankeranziehung den Arm unter Spannung einer Feder niederdrücken. Hierdurch wird die Klinke in einen folgenden Zahn eingelegt (wobei während dieses Vorganges eine zweite Klinke Drehung verhindert), so dafs bei Aufhören der Anziehung die von ihrer Feder zurückgehobene Klinke das Federhaus entsprechend verdreht. Hierbei drückt der Arm α die Flügel V und Y gegen die Kraft der Feder χ zurück über eine der Sperren bl b2 b3 bi £5
Gesetzt, die Schienen a1 a2 as a* a5 und das Federhaus Z seien in der Ruhelage und die Flügel V Y über der ersten Klinke b\ Wird nun Strom durch den einen oder anderen der beiden Elektromagnete S und T gesendet, so zieht derselbe seinen Anker an. Dieser stöfst mit seinem Flügel die Kerbe bl aus dem Eingriff mit der Schiene a1 und diese folgt dem Zuge ihrer Feder c1. Die Gröfse der Schienenverschiebung ist verschieden, je nach dem wirkenden Flügel bezw. wirkenden Elektromagneten , indem an dem vom Elektromagneten S abhängigen Flügel V eine Hemmung W angeordnet ist, welche die Verschiebung der Schiene auf nur eine Zahnweite beschränkt, während der vom Elektromagneten T abhängige Flügel Y ohne solche Hemmung ist und Verschiebung um zwei Zahnweiten zuläfst. Hört der Strom auf, so geht der betreffende Anker zurück und die Klinke c dreht das Haus Z vor; hierbei stellt dieses durch seinen Arm α die Flügel über die folgende Klinke b2 ein. Die folgende Stromentsendung durch S oder T hat also das Ausheben der Klinke b2 bezw; die Einstellung der zweiten Schiene a2 zur Folge und das Aufhören dieser Stromentsendung die Einstellung der Flügel V und Y über die Klinke bs der dritten Schiene α3 durch entsprechend weiteres Vordrehen des Hauses Z. Und ebenso für die übrigen Schienen. Nach der Zusammensetzung eines Zeichens werden die Schienen al bis ah jedesmal wieder in die Anfangslage zurückgeführt, indem ein in M drehbar gelagerter Arm L (Fig. 4) durch Einwirkung einer auf der Spindel D angeordneten Hubscheibe / gegen die Enden der Schienen a1. . . as vorgetrieben wird. Gleichzeitig gehen auch Haus Z und Flügel V Y in die Anfangslage zurück, indem gegen die Innenseite der Klinke c das gekrümmte Ende eines bei e im Ständer O gelagerten Hebels d anliegt und dessen anderes Ende in den Weg eines auf der Walze J angeordneten keilförmigen Stiftes reicht, der nun durch seinen Vorbeigang den Arm d vordrückt und dadurch die Klinke c aushebt, worauf das Haus Z durch seine Feder in die Anfangslage zurückgedreht wird, d. h. so lange, bis ein an ihm fester Anschlag gegen den Ständer O anläuft. Die Federn χ drücken hierbei die Flügel wieder vor.
Die beschriebenen Vorgänge finden statt während einer Umdrehung der Walze J; eine Umdrehung derselben entspricht also einem Zeichen.
Die Stifte F nehmen nur ungefähr 4/5 des Umfarigs der Walze J ein; das übrige Fünftel ist von den zur Zurückführung der Schienen- a1 . . . α5, sowie des Federhauses Z in die Ruhelage und den zum Verstellen der Schiene g dienenden Stiften besetzt.
Die Spindel D trägt auf ihrem äufsersten Ende das Rad P, auf dessen Umfang die Typen angeordnet sind. Jede der letzteren entspricht einem Stift F. Wenn einer derselben gegen den zugehörigen Hebel Q wirkt, befindet sich also das Typenrad mit der entsprechenden Type vor der kleinen Druckwalze 0, über welche der den Aufdruck empfangende Papierstreifen gleitet und welche nun dadurch gegen das Typenrad geschnellt wird, dafs der eingefallene Hebel Q. unter dem Druck des Stiftes F eine unterhalb der Hebelreihe angeordnete Schiene q zurückdrückt, welche durch Hebel m eine Achse η dreht, mit welcher die Druckwalze 0 durch Arm m1 zusammenhängt. Die Hebel m werden in der Ruhelage durch eine gegen einen Arm der Achse η wirkende Feder gestützt; ihre Hubweite wird durch Stellschrauben geregelt.
Das Papier läuft von seiner Rolle über eine Vorschubrolle r nach der Druckwalze 0 und von dieser über eine Spannrolle t. Die Rolle r ist gerauht, und der Papierstreifen wird von
einem Röllchen % gegen sie angelegt infolge des Druckes, welchen eine Federy gegen den das Röllchen tragenden Hebel n> ausübt. Das Röllchen kann durch Zurückdrücken des Hebels w vermittelst des Handhebels ν abgehoben werden, wie zum Einführen eines frischen Streifens u. s. w. Der Antrieb der (gegen Rückdrehung durch Klinke r1 gesicherten) Rolle r erfolgt für jeden einzelnen Druck vom Hebel m aus durch Klinke u und Schaltrad s. ρ ist eine Auftragscheibe.
Um den nöthigen Leerraum zwischen zwei folgenden Worten zu erzeugen, wird die Rolle r, während das »Weifs« des Typenrades vor der Druckwalze ο steht, durch einen Stift der Walze J vermittelst eines besonderen Hebels vorgedreht.
Da der Aufdruck nur durch die Entsendung eines starken Stromes bewirkt werden kann (Erregung des Elektromagneten G), so mufs die letzte Stromentsendung für jedes Zeichen in einem starken Strom bestehen. Die Betrachtung der Fig. 6 läfst erkennen, dafs dies immer möglich ist, ob nun die letzte Stromentsendung einen Punkt oder einen Strich darstellen soll.
Sollen die Zeichen ausschliefslich aus den 25 Buchstaben des Alphabets bestehen, so genügen vier Schienen α1 α2 α3 α4 für die 25 Hebel Q.
Alle Stellen werden mit Geber und Empfänger versehen, die beide, wie üblich, auf demselben Tisch angeordnet, sowie mit einem Umschalter verbunden sind, mittelst dessen jeder von ihnen unabhängig vom anderen an die Linie angelegt werden kann.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein Drucktelegraph, gekennzeichnet durch die Verbindung:
    a) eines mittelst vierreihig gelochten Streifens derartig betriebenen Gebers, dafs derselbe durch paarweise zusammengekupgelte Taster 1, 4 und 2, 3 und Schlufshebel 12, 13 je nach der Lage der Lochung für Punkte einen starken oder einen schwachen positiven, für Striche einen starken oder einen schwachen negativen Strom in die Linie sendet (Fig. 1 und 2), mit
    b) einem Empfänger, bei welchem der durch Anheben einer Druckwalze ο gegen ein Typenrad (P) zu bewirkende Aufdruck vermittelst einer auf der Typenradwelle angeordneten Stiftwalze (J) und durch diese beeinflufste Hebel Q bewirkt und die hierzu nöthige Einstellung der für gewöhnlich ausgehobenen Hebel Q durch Verstellung von eigenthümlich gekerbten Schienen a1 a2 a3 . . . in der Art veranlafst wird, dafs die Linienströme je nach ihrer Polarität vermittelst Zweiankerrelais (A1 B1B1A*) den Stromkreis des einen oder anderen zweier Elektromagnete S und T schliefsen, und dieser durch Ankeranziehung die Schienensperre aushebt vermittelst Flügel V Y, welche sodann beim Zurückgehen des Ankers unter Federspannung über die Sperre der
    • folgenden Klinke dadurch eingestellt werden, dafs der zurückgehende Anker ein Federhaus Z mit dem Arm a gegen die Flügel vordreht, und wobei die Kupplung der Stiftwalzen- und Typenradwelle mit dem Triebwerk in der aus dem Hughes'schen Drucktelegraphen bekannten Weise solchergestalt bewirkt wird, dafs die starken Linienströme vermittelst eines gewöhnlichen Elektromagneten (G1) den Stromkreis des Druckelektromagneten G schliefsen (Fig. 4 bis 12).
  2. 2. Bei dem unter 1 b) gekennzeichneten Empfänger ein Zweiankerrelais, dessen beide Anker aus Dauer- bezw. natürlichen Magneten bestehen und so angeordnet sind, dafs sie dem weichen Eisenkern gleichnamige Pole zukehren (Fig. 7 und 8).
  3. 3. Bei dem unter 1 b) gekennzeichneten Empfänger eine Einrichtung zum Ausheben der Hebel Q, bestehend in einer Querschiene g, welche durch Federdruck gegen die Unterseite des ersteren gehalten und durch besondere Stifte der Walze J zurückgedrückt wird.
  4. 4. Bei dem unter 1 b) gekennzeichneten Empfänger die Anordnung, dafs die Hebel Q gegen eine Querschiene g wirken, welche mit der Druckrollenachse durch Winkelhebel m verbunden ist (Fig. 4 und 14).
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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