DE146372C - - Google Patents

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DE146372C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/02Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
    • H04L25/12Compensating for variations in line impedance
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/38Synchronous or start-stop systems, e.g. for Baudot code
    • H04L25/40Transmitting circuits; Receiving circuits
    • H04L25/49Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems
    • H04L25/4902Pulse width modulation; Pulse position modulation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind schon vielfach Versuche gemacht worden, den Hughes-Apparat auf weite Entfernungen verwenden zu können. Die elektrostatische Kapazität langer Leitungen oder der Leitungskabel aber war hierbei hindernd im Wege und konnte bisher noch nicht erfolgreich überwunden werden.
Zur Erreichung des angestrebten Zieles wird gemäß vorliegender Erfindung in der
ίο Weise abweichend von den bisher bekannten Verfahren vorgegangen, daß Stromstößen einer Richtung, beispielsweise positiven, welche die eigentliche Übermittelungsarbeit verrichten, bei Übermittelung jedes Zeichens ein Stromstoß umgekehrter Richtung derart sowohl vorangeht als auch folgt, daß für zwei hintereinander erfolgende Typenabdrücke zwei den Abdruck veranlassende, dagegen vier die schädliche Einwirkung der elektrostatischen Kapazität unterdrückende Stromstöße über die Kabelleitung gesendet werden. Für jede Übermittelung eines Zeichens werden demzufolge drei Stromstöße über die Leitung gesendet, von denen nur der mittlere
die Übermittelungsarbeit besorgt, während der vorangehende und nachfolgende umgekehrte Stromstoß die schädliche Einwirkung der elektrostatischen Kapazität unterdrückt. Bei der,Übersendung von Zeichengruppen, welche bei einem Schlittenumlauf zum Abdruck gelangen, kann auch in der Weise vorgegangen werden, daß der Zeichengruppe ein Stromstoß umgekehrter Richtung sowohl vorangeht als auch folgt.
Der einem Zeichen vorangehende Stromstoß umgekehrter Richtung mit Bezug auf den wirksamen Stromstoß ist aus verschiedenen Gründen von wesentlicher Bedeutung.
Die Zwischenräume, in denen der Abdruck der einzelnen Zeichen erfolgt, sind ungleichmäßige. Trotzdem wird durch das soeben genannte Vorgehen die Leitung vor Übersendung eines wirksamen Stromstoßes stets den gleichen geeigneten Zustand aufweisen.
Außerdem ist noch hervorzuheben, daß neben anderen Vorteilen Stromschwankungen keine schädliche Beeinflussung mehr ausüben können, weil diese Schwankungen sowohl von den wirksamen als auch von den umgekehrten Stromstößen mitgemacht werden.
Um die Ausübung des Verfahrens mit Hilfe des Hughes-Apparates möglich zu machen, wird die Schlittenachse des Hughes-Apparates mit einer zweiten Buchse ausgestattet, welche mit jedem Umlauf der Achse unabhängig von der jetzt schon bei jedem Hughes-Apparat vorgesehenen Buchse und Kontaktvorrichtung eine zweite Kontaktvorrichtung verstellen kann. Die gemäß vorliegender Erfindung hinzugefügte Buchse steht dabei unter der Einwirkung einer entsprechend langen Lippe, zum Zwecke, nicht nur
während der Verstellung der üblichen Buchse, sondern auch noch kurz vorher und kurz nachher in der wirksamen Lage gehalten zu werden. Dabei ist die Einrichtung derart getroffen, daß die zweite Buchse nur dann die Übersendung des nicht arbeitenden Stromes über die Leitung veranlassen kann, wenn die übliche Buchse nicht in Tätigkeit ist. Dieser Zustand findet aber kurz vor und kurz nach
ίο der Übersendung des eigentlichen Arbeitsstromes, d. h. des Stromes, welcher die Übermittlungsarbeit bewirkt, statt.
Um das Verfahren recht wirksam zu gestalten, wird eine Reihe an sich bekannter Apparate, wie ein Selenrelais, ein Spiegelgalvanoskop usw., in den Stationen in eigenartiger Weise benutzt, und zwar wird, nachdem der Linienstrom das Spiegelgalvanoskop verstellt' hat, ein Ortsstrom durch ein besonderes Relais gesendet, welches erst den Ortsstrom des Hughes-Elektromagneten schließt. Außerdem wird ein besonderes Kontrollrelais verwendet, welches in der Sendestation bei Übermittlung eines Zeichens einen Ortsstromkreis zur Erregung des Hughes-Elektromagneten schließt, so daß der Abdruck des übersendeten Zeichens in der Sendestation durch einen Strom bewirkt wird, welcher unabhängig ist von dem Linienstrom.
Durch die beiliegenden Zeichen ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι bis 4 den Schlitten in verschiedenen Ansichten,
Fig. 5 bis 7 den Apparat, welcher die mechanischen Bewegungen des Schlittens auf die Kontaktvorrichtungen überträgt, im senkrechten Schnitt, im Grundriß teilweise geschnitten und in Seitenansicht,
Fig. 8 bis 12 die Leitungsverbindungen bei den verschiedenen Stellungen der Apparatteile.
Die Lippen α und b drehen sich in der aus den Fig. 8 bis 12 ersichtlichen Pfeilrichtung gemeinsam mit der Schlittenachse über die bei Hughes-Apparaten bekannten und entsprechend den niedergedrückten Tasten anhebbaren Stahlstifte e1. Diejenigen Drähte, welche zur Erde führen, sind mit einer Pfeilspitze versehen. Das Selenrelais s sl (Fig. 8) ist außerdem noch mit einem kleinen Pfeil versehen, welcher die gewöhnliche Richtung des Selenortsstromes anzeigt.
Bei dieser Stromrichtung übt der von der Batterie 64 ausgehende Strom keine positive Wirkung aus und verrichtet keine Arbeit.
Während die Lippen α und b in der Station B bei sämtlichen dargestellten Schaltungen sich in der Ruhelage befinden, ist die Stellung dieser Lippen in der Station A bei der Absendung der Stromstöße während der Übermittlung eines Zeichens von A nach B in den Fig. 8 bis 12 in den verschiedenen Lagen dargestellt.
Die Lippen α und b sind in der Station A (Fig. 8 bis 12) sowohl in Seitenansicht als auch etwas darunter in Oberansicht veranschaulicht, wobei ihre jeweilige Lage mit Bezug auf den von den Tasten zu hebenden Stift e1 ersichtlich ist. _
Wird ein Zeichen von A nach B gegeben und zu diesem Zwecke durch Niederdrücken der betreffenden Taste in der Station A der betreffende Stift e1 angehoben, dann kommt bei der beständigen Drehung der Schlitten- 75, achse zunächst die Lippe b in der aus Fig. 8 ersichtlichen Weise mit dem Stift e1 in Berührung und bewirkt ein Niederziehen der oberen Buchse, indem die an einem zweiarmigen Hebel sitzende Lippe b angehoben wird, das hintere Hebelende niedergeht und, da dasselbe mit der oberen Buchse verbunden ist, diese niederzieht. Dadurch erfährt der Hebel df eine Verstellung und unterbricht den Kontakt 9 und 47, während der Kontakt zwischen 8 uud 9 geschlossen wird.
Der Kontakt zwischen 4 und 5 bleibt noch geschlossen, da die Lippe α den Stift e1 noch nicht berührt hat und die zu α gehörige untere Buchse in der für Hughes-Apparate üblichen Weise noch nicht niedergezogen ist und der Hebel g h nicht verstellt wurde.
Der Stromverlauf ist dann folgender:
Von dem negativen Pol der Batterie 1 fließt der Gleichstrom über Leitung 2, 3, Kontakt 4, S, Leitung 6, 7, Kontakt 8, 9, Leitung 10, 11, Kondensator 12, 13, Kabel 14, Kondensator 15, 16, der Station B, Leitung 17,18, Kontakt 19, 20, Leitung 21,22,23, Galvanoskop 24, 25 (G), Kondensator 26, 27 (C1) zur Erde 28, um über Erdleitung 29 zur Batterie 1 der Station A zurückzukehren. Die Kondensatoren 12, 13, 15, 16 und 26, 27 werden demzufolge durch einen Strom geladen, welcher die umgekehrte Richtung wie der Arbeitsstrom hat. Das Galvanoskop macht dabei aber keinen Ausschlag und verbleibt in der aus Fig. 8 ersichtlichen Weise in Ruhe, weil der Strom in solcher Richtung auf das Galvanoskop einwirkt, daß die in Fig. 8 veranschaulichte Stellung gewahrt bleibt, bei welcher die Batterie 64 nicht in Wirksamkeit treten kann.
In der Gebestation A fließt noch von der Batterie 1 ein Zweigstrom über 2,3,4,5,6, Kontrollrelais 31,32,. Leitung 33,34,35 zur Erde, um über 29 zur Batterie zurückzukehren. Da das Kontrollrelais aber auf negative Stromstöße nicht anspricht und nur den Zweck hat, bei Übersendung eines Zeichens
zur entsprechenden Zeit auch in der Ausgangsstation den Abdruck des Zeichens zu bewirken, so verbleibt dasselbe zunächst in Ruhe.
Bei der Betrachtung der für die Fig. 9 in Betracht kommenden Stromverläufe ist zunächst zu berücksichtigen, daß von der Ortsbatterie 64 der Strom gewöhnlich, also bevor das Spiegelgalvanoskop G seine Strahlen auf das Selenstück sl wirft, über Leitung 65 in der in Fig. 8 ersichtlichen Pfeilrichtung über Selenstück s, Leitung 66, 67, 68, 69, 70, 71, Erde 72 und zurück über 73 zur Batterie 64 seinen Weg nimmt, und zwar aus dem Grunde, λνεϋ der Widerstand des jeweilig bestrahlten Selenstückes geringer ist als der Widerstand des nicht bestrahlten Selenstückes. Über Selenstück s1 findet der Strom der Batterie 64 nur seinen Weg, wenn das Selenstück erst durch Bestrahlung einen geringeren Widerstand erhalten hat. Der Anker 116 bleibt aus diesem Grunde zunächst außer Berührung mit der Kontaktschraube 117.
Wird nun in der aus Fig. 9 ersichtlichen Weise bei der Weiterdrehung der Schlittenachse in Station A auch die Lippe α mit dem Stift e1 in Berührung gebracht, so fließt ein positiver Stromstoß von der Batterie 36 aus über'Leitung 37,38 zu dem durch Anheben des Kontakthebels 4 geschlossenen Kontakt 48, 5 zur Leitung 6, 7 und, da auch gleichzeitig der Kontakthebel 47 angehoben ist, weiter über Kontakt 8, 9, Leitung 10, 11 zum Kabel 14, um dann die Ladung der Kondensatoren 12, 13 und 15, 16 umzukehren. Der Strom nimmt dann weiter seinen Weg über Leitung 17, 18, Kontakt 19, 20, Zweigstelle 21, Leitung 22, 23, Spiegelgalvanoskop 24, 25 und kehrt die Ladung des Kondensators 26, 27 um, bevor er über 28 zur Erde und , über 29 in die Station A ζην Batterie 36 zurückkehrt.
Das Galvanoskop 24, 25 der Station B erhält nun einen Ausschlag, so daß der Lichtstrahl nicht mehr das Selenstück s, sondern s1 trifft. Hierdurch wird bewirkt, daß, indem der Widerstand in s steigt, dagegen in s1 entsprechend fällt, der Strom von der Ortsbatterie 64 seinen Weg über Leitung 65, Selenstück s1, Leitung 74, 75, 76, y/, polarisiertes Relais R, Leitung 71, zur Erde 72 nimmt, um über Erde 73 zur Batterie 64 zurückzufließen. Das Relais R zieht dadurch den Anker 116 gegen den Kontakt 117, wodurch ein neuer Ortsstromkreis von der Batterie 99 ausgehend geschlossen wird.
Der Stromverlauf der Ortsbatterie 99 ist folgender:
Von der Batterie 99 ausgehend (Fig. 9) über Leitung 100, 101, 115 zürn Anker 116, . darauf weiter über Kontakt 117, Leitung 104, 105 zum Kern ΐοό, IO7 des üblichen Hughes-Elektromagneten, über Anker 108,109, über Ständer Iio, in, 112 zur Spule und über 113 zur Erde, um über 114 zur Batterie 99 zurückzukehren. Dieser Stromverlauf bleibt aber nur einen Augenblick bestehen, da, sobald der Magnetismus des Kernes 106, 107 des Hughes-Elektromagneten in der üblichen Weise geschwächt ist und den Anker nicht mehr festhalten kann, dieser bei seinem Abschnellen in bekannter Weise den Auslösehebel 45 verstellt, welcher dann die Druckachse ebenfalls in bekannter Weise mit dem Laufwerk kuppelt und den Abdruck des gewünschten Zeichens durch Anheben des Papierstreifens bewirkt. Der Anker 108, 109 schließt, sobald er angehoben wird, weil der Auslösehebel 45 mit der Erdleitung 46 verbunden ist, einen Stromkreis, welcher es ermöglicht, daß der Kondensator 26, 27 sich entladet; die eine Seite des Kondensators entladet sich dabei über das Galvanoskop 25, 24, die Leitung 23,22,21,41,42,43,44,45, zur Erde 46, während sich die andere Seite des Kondensators zur Erde 28 entladet. Durch die Entladung des Kondensators wird das Zurückgehen des Galvanoskops in seine in Fig. 8 ersichtliche Ruhelage unterstützt.
In der Station A wird bei Übersendung go des positiven Stromes ein Teil desselben abgezweigt und gelangt in das Kontrollrelais R C, indem der Strom von der Batterie 36 aus über 37, 38, 48, 5, 6, 30 zum Kontrollrelais R C gelangt und über 31, 32, 33, 34, 35 zur Erde und von 29 wieder in die Batterie 36 zurückfließt. Durch die hierdurch bedingte Verstellung des Ankers 83 (Fig. 9), welcher dann mit Kontakt 84 Berührung erhält, fließt ein Strom von der Ortsbatterie 8.0 aus über Leitung 81, 82, dann weiter über 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93 über 94 zur Erde, um bei 95 wieder in die Batterie 80 einzutreten, wodurch die mit Bezug auf die Batterie 99 der Station B beschriebene Erschei1 nung auch für Station A eintritt, d. h. es wird auch zu derselben Zeit, in welcher der Elektromagnet den Abdruck eines Zeichens in Station B veranlaßt, der Elektromagnet in A erregt und bewirkt auch dort den Abdruck des gewünschten Zeichens. Das Kontrollrelais R C hat dabei den Zweck, zu verhüten, daß der Linienstrom selbst in den Hughes-Elektromagneten geschickt wird, indem die Ortsbatterie 80 eingeschaltet wird.
In Fig. 10 hat die Lippe α den Stift e1 verlassen, während die Lippe b noch darauf verbleibt. Der Hebel df ist angehoben, der Hebel gh dagegen gesenkt; die Verbindungen 8,9 und 4,5 bleiben geschlossen; ein ganz
kurzer negativer Strom geht von der Batterie I aus und folgt dem vorher beschriebenen Weg i, 2, 3, 4, 5, 6, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 29 sowie 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19,20,21; jedoch fließt er in der Station B direkt zur Erde auf dem Wege 41, 42, 43, 44, 45, 46 und tritt in der Station A bei 29 wieder ein, weil die Verbindung zwischen 45 und 44 so lange bestehen bleibt, als die Schlittenachse in der bei Hughes-Apparaten bekannten Weise nach vollständiger Umdrehung den Anker 108 wieder auf mechanischem Wege gegen den Elektromagnetkern angedrückt hat.
In Fig. 11 haben beide Lippen α b den Stift e1 verlassen, die Hebel df und g h be-
■· finden sich beide in der Ruhelage. Zwischen 47 und 9 sowie zwischen 4 und 5 besteht der Kontaktschluß. Das Kabel 14 und die Kondensatoren 13, 12 kehren in ihren normalen Zustand zurück, da sie mit der Erde in Verbindung stehen, und zwar auf dem Wege 11, 10, 9, 47, 49, 50, 51, 52, 53.
Der Strom der Batterie I fließt im Kontrollrelais R C auf dem gewöhnlichen Wege i, 2, 3, 4, 5, 6, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 29, ohne dasselbe dabei in Tätigkeit setzen zu können.
In der Station B \rerbleibt die Verbindung
mit der Erde; infolgedessen entladet sich das Kabel 14 und der Kondensator 15, 16 auch von jener Seite auf dem Wege 17, 18, 19, 20, 21, 41,42,43,44,45,46.
Bei der Übersendung eines Zeichens von A nach B bleibt das Empfangsrelais R in der Station A stets in seinem Ruhezustande, so daß der Anker 97 gegen den Kontakt 98 nicht anliegt. Der Strom von der Ortsbatterie 54 fließt daher über Leitung 55, 56 in Pfeilrichtung durch das Selenstück s und über Leitung 57, 58, 59, 60, 61, 62 zur Erde, um bei 63 wieder in die Batterie 54 zurückzukehren.
In der Station B fließt dagegen bei Übersendung eines Zeichens von A nach B der negative Strom der Linienbatterie 120 beständig durch das Kontrollrelais R C, indem er seinen Weg, von 120 ausgehend, über 121, 122, 123, 124, 125, 126, 127, 128, 129, 130 zur Erde und darauf über 131 zurück zur Batterie 120 nimmt. Es ist dabei besonders zu betonen, daß die Kontrollrelais 31, 32 bezw. 126, 127 durch negative Stromstöße nicht erregt, sondern nur durch positive Stromstöße erregt werden können. Die Verbindung zwischen 102, 103 bleibt beständig unterbrochen, weil der negative Strom den Kontaktschluß des Kontrollrelais nicht herbeiführen kann.
In Fig. 12 befindet sich die Station A zur Aufnahme eines Zeichens bereit, Es besteht Kontaktschluß zwischen 47 und 9. In A und B hat die Verbindung von der Linie zur Erde zwischen 51, 52 bezw. 44, 45 aufgehört, weil die Schlittenachse ihren Lauf vollendet hat, indem die Schlittenachse bei ihrem Umlauf in üblicher Weise das Zurückführen des Ankers gegen die Elektromagnetpole auf mechanischem Wege bewirkt.
Die Station A kann ein anderes Zeichen übermitteln oder ein Zeichen von der Station B empfangen. Sowohl in dem einen wie in dem anderen Falle wiederholen sich die soeben beschriebenen Erscheinungen.
Die Übermittelungsphasen eines Zeichens dauern nur eine äußerst kurze Zeit, deshalb ist die Möglichkeit gegeben, von beiden Stationen die Zeichen äußerst schnell hintereinander zu geben und zu empfangen.
Die Umänderung, welche der Hughes-Apparat erfahren muß, um dem vorliegenden System angepaßt zu werden, ist in Fig. 1 bis 7 ersichtlich:
Der Schlitten ist mit zwei Lippen α b und c d (Fig. 3) und zwei Buchsen in η (Fig. 1 und 2) versehen.
Die innere Lippe α b ist mit dem Rahmen g α b h (Fig. 3) und die Lippe c d mit dem Rahmen ic dl (Fig. 3) fest verbunden. Lippe α b steht mit der unteren Buchse η und die Lippe c d mit der oberen Buchse m vermittels eines Zugbügels j k 0 (Fig. 2) in Verbindung, welch letzterer ebenso wie Lippen und Buchsen vollständig freie Bewegungsfähigkeit haben muß.
Die Lippenträger wirken auf die Buchsen mittels zweier Arme ein, welche diametral angreifen und deshalb im Zug ausgleichend wirken.
Die äußere Lippe läuft zuerst auf den von der betreffenden Taste aus angehobenen Stift auf, worauf erst die innere Lippe zur Wirkung gelangt, und letztere fällt gleichzeitig oder früher wie die äußere Lippe zurück.
Der Apparat, welcher die mechanische Bewegung des Schlittens auf die Kontaktvorrichtung übersetzt, ist durch die Fig. 5 bis 7 dargestellt.
Die Buchsen m und η stehen durch zwei Hebel a} bA bezw. c1 dx (Fig. 6) in Verbindung, welche unter Federwirkung stehen und auf vier Winkelhebel ef derart einwirken, daß sie von den Kontakten r bezw. s'2, welche in den Fig. 8 bis 12 mit 5 bezw. 9 bezeichnet sind, abgehoben werden können.
In Fig. 5 ist der untere linke Winkelhebel ef durch den Hebel a1 b1 und der rechte untere Winkelhebel ef λ^οη dem Hebel c1 dl verstellt. Es sind demzufolge nur die oberen Winkelhebel mit den Kontakten r und s1 in Berührung. Die Enden der Hebel al bl bezw.
c1 d1 drücken nicht direkt, sondern unter Vermittlung von Isolationsstücken u und ν auf die Winkelhebel ef.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Verfahren, um die Telegraphic mittels Typendrucktelegraphen, bei denen der Abdruck der Zeichen in ungleichmäßigem
    ίο Zeitabstande erfolgt (System Hughes), für lange Leitungen geeignet zu machen, bei welchem jedem den Abdruck eines Zeichens bewirkenden Stromstoße ein Stromstoß umgekehrter Richtung folgt, dadurch gekennzeichnet, daß vor Abdruck eines Zeichens oder einer Zeichengruppe • ein Stromstoß über die Leitung gesendet wird, welcher gegenüber dem den Zeichenabdruck bewirkenden Stromstoß ebenso wie der nach dem Abdruck eines Zeichens oder einer Zeichengruppe über die Leitung gesendete Stromstoß eine umgekehrte Richtung aufweist, so daß für zwei hintereinander erfolgende Typenabdrücke zwei den Abdruck veranlassende, dagegen vier Gegenstromstöße über die Leitung gesendet werden, zum Zweck, nicht nur die schädliche Wirkung der elektrostatischen ' Kapazität in der Leitung zu unterdrücken, sondern auch die Leitung vor Übersendung eines Zeichens oder einer Zeichengruppe für die Aufnahme des die Druckarbeit verrichtenden Stromstoßes geeignet vorzubereiten.
  2. 2. Zur Ausübung des unter 1. geschützten Verfahrens die Umgestaltung des Hughes-Apparates in der Weise, daß auf der Schlittenachse eine zweite Buchse vorgesehen ist, welche ähnlich wie die bekannte Buchse von einer zweiten Lippe beim Umlauf der Schlittenachse verstellt wird und dadurch auf eine Kontaktvorrichtung einwirkt, welche gemeinsam mit der üblichen Kontaktvorrichtung bei Übermittlung eines jeden Zeichens die gewünschten drei Stromstöße in passender Zeitfolge über die Linienleitung zu sendenermöglicht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt im der Reichsdruckerei.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3780444A (en) * 1971-05-12 1973-12-25 Ambac Ind Gyrocompass

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3780444A (en) * 1971-05-12 1973-12-25 Ambac Ind Gyrocompass

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