DE145223C - - Google Patents

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DE145223C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L17/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving codes wherein each character is represented by the same number of equal-length code elements, e.g. Baudot code
    • H04L17/16Apparatus or circuits at the receiving end
    • H04L17/30Apparatus or circuits at the receiving end using electric or electronic translation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Details Of Connecting Devices For Male And Female Coupling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der vorliegende Typendrucktelegraph gehört zu derjenigen bekannten Gattung, bei welcher ein Typenmagnet von einer Reihe verschiedenartiger, durch die Hauptlinie gesendeter Stromstöße ausgewählt wird, so daß jedem Zeichen eine andere Reihenfolge der verschiedenartigen Stromstöße entspricht. Um bei diesem Typendrucktelegraphen eine große Anzahl Typen durch verhältnismäßig wenige Magnete in Tätigkeit zu setzen, sind in jedem Typenstromkreis eine Anzahl (wenigstens drei) Unterbrechungen angeordnet, welche durch Schaltungssätze unter dem Einfluß von entsprechend dem Charakter der Stromstöße »auswählbaren« Magneten derart geschlossen werden, daß jeder Satz von Schaltungen die Unterbrechungen in verschiedenen Typenstromkreisen, aber nicht alle Unterbrechungen des der zu druckenden Type entsprechenden Stromkreises schließt. Dieses geschieht erst, wenn ein besonderer Satz der (mindestens drei) Schaltungen in bestimmter Reihenfolge geschlossen wird. Zwecks Auswahl der auswählbaren Magnete, welche besondere Sätze der (mindestens drei) Schaltungen entsprechend dem Charakter der Stromstöße schließen, wird der Stromkreis der Ortsbatterie, welche die auswählbaren Magnete erregt, von in die Hauptlinien eingeschalteten, polarisierten und nicht polarisierten (»auswählenden«) Magneten je nach, dem Charakter der durch die Hauptlinie gesendeten Stromstöße geschlossen; hierbei sind die Kontaktpaare des polarisierten Magneten mit einem Teil der auswählbaren Magnete und die Kontakte des nicht polarisierten Magneten mit dem anderen Teil der auswählbaren Magnete leitend verbunden.
Jeder Satz von Schaltungen, welcher von einem auswählbaren Magneten geschlossen wird, ist mit einer Ausschaltung versehen, um, wenn die Unterbrechungen des ersten benutzten Satzes von Schaltungen geschlossen sind, zu verhindern, daß die Unterbrechungen der anderen Sätze von Schaltungen durch die aufeinander folgenden Stromstöße, welche für den ersten Satz bestimmt sind, geschlossen werden.
Sämtliche Zweigstromkreise des Empfängers sind in vier Gruppen geteilt; nur eine Unterbrechung gehört zu den Zweigstromkreisen einer jeden Gruppe und wird durch eine der Schaltungen in jedem Satz geschlossen. Beim Hindurchgehen des ersten Stromstoßes einer Reihe wird eine Unterbrechung von einer Schaltung der vier zu einer Gruppe gehörenden Schaltungen geschlossen, gleichzeitig aber werden die übrigen Schaltungen der Gruppe durch die Ausschaltung so bewegt, daß sie durch die nachfolgenden Stromstöße nicht geschlossen werden können.
Es ist jedoch notwendig, daß die Unterbrechungen bezw. Schaltungen der ausgewählten Gruppe, welche geschlossen worden sind, geschlossen gehalten werden; zu diesem Zweck wird eine Sperrung angewendet. Man
kann daher sagen, daß jeder Satz von Schaltungen eine sogen. »Sperr- und Ausschaltung« enthält. Außerdem ist in jedem Satz von Schaltungen eine zweite Sperrschaltung vorhanden, welche in der Stellung verbleibt, in welche sie direkt oder indirekt durch einen ihr entsprechenden Stromstoß der Hauptlinie gebracht wird. Die Aufgabe dieser zweiten Sperrschaltung besteht darin, eine besondere
ίο Untergruppe aus den Gruppen von Schaltungen auszuwählen, deren »primäre« durch die erste oder Sperr- und Ausschaltung" geschlossen worden ist. Damit die zweite Sperrschaltung· diesen Zweck erfüllen kann, sind die Zweigleitungen, denen die primäre Gruppe von Schaltungen angehört, in Untergruppen auf die »sekundären« Schaltungen verteilt. In Verbindung mit der Sperr- und Ausschaltung und der einfachen zweiten Sperrschaltung enthält jeder Satz von Schaltungen eine »temporäre« Schaltung, d. h. eine solche, deren Kontakte geöffnet werden, wenn die Stromstöße in der Hauptlinie aufhören, wodurch ein Satz von Schaltungen bewegt wird. Die Aufgabe der temporären Schaltung besteht darin, ein besonderes Glied der Untergruppe ,auszuwählen, welche durch die zweite Sperrschaltung bezeichnet worden ist.
Jeder Satz von Schaltungen umfaßt daher zwei Sperrschaltungen, von denen eine als Ausschaltung wirkt, und ferner eine temporäre Schaltung von solcher Wirkung, daß die primäre Sperr- und Ausschaltung nur eines Satzes durch eine Reihe von Stromstößen geschlossen werden kann, während die sekundäre Sperrschaltung und die temporäre Schaltung jene Untergruppen und das einzelne Glied schließt, welches zu der Gruppe von Schaltungen gehört, die von der primären Sperrschaltung des zuerst in Tätigkeit gesetzten Satzes in einer Reihe geschlossen worden ist. Die Sätze von Schaltungen, welche die Sätze von Unterbrechungen zwischen entsprechenden Federn und Stangen in den Typenzweigstromkreisen schließen, enthalten somit eine primäre Sperr- und Ausschaltung, eine sekundäre Sperrschaltung und tertiäre Schaltung.
Bei dem ersten Stromstoß wird gleichzeitig mit den auswählbaren Magneten ein Magnet durch die Ortsbatterie erregt; dieser Magnet senkt — während der Anker des ausgewählten Magneten einen ihm entsprechenden Kontakt zur Berührung mit einem in den Stromkreis der Typenbatterie eingeschalteten Kontakt bringt (»Sperrschaltung«) — vermittels seines Ankers einen Arm, sperrt hierdurch den Kontakt, bringt jedoch gleichzeitig die anderen Kontakte derselben Gruppe aus dem Bereich der gesperrten Kontakte (»Ausschaltungen«), so daß die »primäre Sperr- und Ausschaltung« hergestellt wird. Von dem Stromkreis der Typenbatterie zweigen Neben leitungen ab, von denen jede die beim zweiten Stromkreis geschlossene »sekundäre Schaltung« enthält; ferner zweigen von jeder Nebenleitung weitere Nebenleitungen ab, von denen jede einen Typenmagneten und die beim dritten Stromstoß geschlossene »tertiäre Schaltung« bezw. Unterbrechungen enthält.
Der Typendrucktelegraph ist in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt; in diesen zeigen
Fig. ι eine schematische Anordnung der Stromkreise,
Fig. 2 den Grundriß der Einrichtung des Empfängers, vermittels welcher ein Stromkreis ausgewählt und geschlossen wird,
Fig·. 3 einen senkrechten Schnitt nach der Linie. X-X der Fig. 2,
Fig. 4, 5 und 6 im senkrechten Schnitt bei verschiedenen Stellungen der Teile die Einrichtung des Empfängers, vermittels welcher der Stromkreis ausgewählt und geschlossen wird,
Fig. 7 ein Schema des Empfängers mit den Stromkreisen, in welchen der Typendruckmagnet und der Stromunterbrecher liegt,
Fig. 8 das Schema einer anderen Ausführungsform des Empfängers,
Fig. 9 und 10 Einzelheiten zu Fig. 8.
Als Geber wird ein solcher benutzt, welcher für jeden Buchstaben eine andere Kombination der Stromstöße entsendet; hierzu werden im vorliegenden Fall 'folgende Stromstöße verwendet : positiver Schwachstromstoß, negativer Schwachstromstoß, positiver Starkstromstoß, negativer Starkstromstoß.
A. Der Empfänger (Fig. 1 bis 6).
Gemäß Fig. 1 führt die Hauptleitung 24 zu einem polarisierten Relais 48, dessen Anker 49 je nach der Polarität der durch die Hauptleitung 24 gesendeten Stromstöße schwingt, mit dem einen Pol einer Ortsbatterie 50 verbunden ist und die paarweise angeordneten Kontakte 51, 52, 53, 54 schließt. Schwingt der Anker 49 nach links (Fig. 1), so wird der Strom der Ortsbatterie 50 über die Kontakte 51 und 52 geführt, schwingt er nach rechts, dann wird der Strom der Ortsbatterie 50 über no die Kontakte 53, 54 geleitet.
Die Hauptleitung wird von dem polarisierten Magneten 48 zu einem neutralen oder nicht polarisierten Relais 55 und von da zur Erdleitung 56 geführt. Der Anker 57 des neutralen Magneten 55 vermag zwei Kontakte 58, 59 zu beeinflussen. Wird der Magnet des Relais 55 von einem Starkstromstoß erregt, so zieht er seinen Anker 57 an und bringt ihn zur Berührung mit dem Kontakt 59; wird er
durch einen SchwachstromstoB erregt, so hält eine Feder den Anker 57 an dem Kontakt 58 zurück.
Derjenige Pol der Ortsbatterie 50, welcher mit dem Anker 49 des polarisierten Magneten 48 nicht verbunden ist, ist durch eine Leitung 60 mit dem Anker 57 des neutralen Magneten 55 verbunden. Um den Stromkreis der Ortsbatterie 50 zu schließen, müssen der Anker 49 des polarisierten Magneten 48 einen der Kontakte 51, 52, 53, 54 und der Anker 57 des neutralen Relais einen der Kontakte 58 und 59 schließen.
Der Zweck der beiden Magnete 48 und 55 ist der, je nach den Stromstößen, welche durch die Hauptleitung gesendet werden, verschiedene Stromkreise auszuwählen. Aus diesem Grunde mögen die Magnete 48 und 55 »auswählende« Magnete genannt werden. Ihre Wirkungsweise ist folgende :
1. Ein positiver Schwachstromstoß erregt den polarisierten Magneten 48, welcher seinen Anker 49 z. B. nach links (Fig. 1) anzieht, ohne daß hierbei der neutrale Magnet 55 erregt wird und seinen Anker 57 anzieht.
2. Ein negativer Schwach Stromstoß erregt den polarisierten Magneten 48, welcher seinen Anker 49 in der entgegengesetzten Richtung nach rechts anzieht, ohne daß der neutrale Magnet 55 erregt wird und seinen Anker 57 anzieht.
3. Ein positiver Starkstromstoß erregt den polarisierten Magneten 48 und zieht seinen Anker 49 nach links an, erregt aber außerdem den neutralen Magneten 55, welcher seinen Anker 57 von dem Kontakt 58 fort und in Richtung auf den Kontakt 59 anzieht.
4. Ein negativer Starkstromstoß erregt den polarisierten Magneten 48, welcher seinen Anker 49 in entgegengesetzter Richtung, nach rechts anzieht, erregt aber außerdem den neutralen Magneten 55, welcher seinen Anker '57 von dem Kontakt 58 fort in Richtung auf den Kontakt 59 anzieht.
Den auswählenden Magneten 48 und 55 fällt die Aufgabe zu, die Elektromagnete 61, 62, 63 und 64 auszuwählen, welche »auswählbare« Magnete genannt werden mögen. Diese werden durch die auswählenden Magnete 48 und 55 in den Stromkreis der Ortsbatterie 50 eingeschaltet, und zwar entsprechend den durch die Hauptleitung gesendeten Stromstößen. Hierbei mag die Maßnahme getroffen sein, daß nur die auswählbaren Magnete 61 und 62 von dem polarisierten Magneten 48 allein ausgewählt und daher in den Stromkreis der Ortsbatterie durch schwache Stromstöße der Hauptleitung eingeschaltet werden können, und zwar der eine (z. B. 61) durch einen positiven, der andere (62) durch einen negativen Schwachstromstoß. Die auswählbaren Magnete 63 und 64 mögen von dem polarisierten Magneten 48 und dem neutralen Magneten 55 zusammen ausgewählt werden; sie werden daher in den Stromkreis der Ortsbatterie durch starke Stromstöße der Hauptleitung eingeschaltet, und zwar der eine (63) durch einen ' positiven, der andere (64) durch einen negativen Starkstromstoß.
Zwischen den Kontakten 51, 52, 53, 54, den auswählbaren Magneten 61, 62, 63, 64 und den Kontakten 58 und 59 bestehen folgende Stromleitungen.
ι. Zwischen Kontakt 54 des polarisierten Magneten 48 und positivem Schwachstromstoßmagneten 61 Leitung a,
2. zwischen Kontakt 58 des neutralen Mag- -. neten 55 und positivem Schwachstromstoßmagneten 61 Leitung b,
3. zwischen Kontakt 52 des polarisierten Magneten 48 und negativem Schwachstromstoßmagneten 62 Leitung c, welche mit b ver- κ bunden ist,
4. zwischen Kontakt 53 des polarisierten Magneten 48 und positivem Starkstromstoßmagneten 63 Leitung d,
5. zwischen Kontakt 59 des neutralen Mag- :. neten 55 und positivem Starkstromstoßmagneten 63 Leitung e,
6. zwischen Kontakt 51 des polarisierten Magneten 48 und negativem Starkstromstoßmagneten 64 Leitung f, welche mit d verbunden ist.
Die Anker der auswählbaren Magnete 61, 62, 63, 64 sind an Metallstangen 65, 66, 67, 68 befestigt (Fig. 1 bis 6). Gegenüber jeder dieser Metallstangen steht ein Satz von neun Metallfedern 69 auf einer Isolierung 70. Gegen diesen Satz von neun Federn werden die Stangen 65, 66, 67 oder 68 gedrückt, wenn die sie tragenden Anker durch ihre auswählbaren Magnete angezogen werden.
Für jeden der auswählbaren Magnete 61 bis 64 ist je eine aus vier Paaren bestehende Gruppe von vier Federkontakten vorhanden, und zwar für den Magneten 61 die Kontakte 71, 72, 73, 74, für den Magneten 62 die Kontakte 75, 76, 77, 78, für den Magneten 63 die Kontakte 79, 80, 81, 82 und für den Magneten 64 die Kontakte 83, 84, 85, 86 (Fig. 1 bis 6). no Je ein Kontaktpaar (Untergruppe) aus einer Gruppe, z. B. die Paare 78, 74, 86, 82, sind in eine Nebenleitung 87 der Leitung der Ortsbatterie 50 eingeschaltet, und zwar sind die einen Kontakte eines jeden Paares mit der Nebenleitung 87, die anderen gegenüberliegenden Kontakte durch Leitungen 88, 89 mit einem Elektromagneten 90 verbunden; von diesem führt eine Zweigleitung 91 zur Ortsbatterie 50.
Sobald ein Paar der Kontakte 78, 74, 86 oder
82 sich berührt, wird der Zweigstromkreis 87, 88, 89, 90 und 91 der Ortsbatterie 50 geschlossen und der Magnet 90 für einen später erläuterten Zweck erregt.
Von den anderen Kontaktpaaren 75, 76, JJ sowie 71, J2, 73, sowie 83, 84, 85 und 79, 80, 81 ist der eine Kontakt eines jeden Paares durch eine Leitung und Abzweigungen mit drei Typenmagneten 92 verbunden.
Für jeden der Typenmagnete 92 ist eine Feder 69 vorhanden, also im ganzen 36 Typenmagnete und 36 Federn 69. Da ein Typenmagnet mit einer Feder 69 verbunden ist und jeder Stange 65, 66, 6j oder 68 neun Federn 69 gegenüberliegen, so sind alle Typenmagnete 92 in vier Satz von je neun Stück angeordnet.
Die auswählbaren Magnete 61, 62, 63, 64 veranlassen nicht nur die Stangen 65, 66, 67, 68 sich in Richtung auf ihre gegenüberliegenden Sätze der neun Federn 69 zu bewegen, sondern sie schließen auch die Kontaktpaare in den Gruppen 71 bis 86. Es schließen:
1. der Magnet 61 die Paare 71, 72, 73, 74,
2. der Magnet 62 die Paare 75, 76, Jj, 78, 3. der Magnet 63 die Paare 79, 80, 81, 82,
4. der Magnet 64 die Paare 83, 84, 85, 86. Der Einfachheit wegen mögen die in Fig. 1 oben befindlichen Kontakte »obere«, die unten befindlichen »untere« genannt werden.
Jeder der oberen Kontakte der Paare 71 bis 86 ist mit drei Typeiimagneten 92 verbunden, von denen jeder in einem anderen Satz der vier Sätze von je neun Typenmagneten liegt.
Die Anker der auswählbaren Magnete 61, 62, 63, 64 beeinflussen außer den Stangen 65, 66, 67, 68 und den Kontaktpaaren 71 bis 86 noch Schaltungen 93, 94, 95, 96. In den vier Gruppen sind die drei unteren Kontakte 75, j6, JJ, sowie 71, 72, 73, sowie 83, 84, 85 und 79, 80, 81 mit vier Leitungen 97, 98, 99, 100 so verbunden, daß an einen Kontakt jeder Gruppe eine der Leitungen 97, 98, 99, 100 angeschlossen ist. Die letzteren sind mit einem auf der Isolierung 70 befestigten Metallträger 101 der Schaltungen 93, 94, 95, 96 verbunden. Auf jedem der vier Metallträger 101 ist ein Winkelhebel 102 drehbar befestigt, dessen aufrechter Schenkel einen Kontakthaken 103 besitzt, während der waagerechte Schenkel 104 mit einer Rolle an einer Isolierplatte 105 des Ankers des auswählbaren Magneten 61, 62, 63, 64 anliegt. Die Schenkel 104 ruhen mit einem Stift 106 frei auf einer Isolierleiste 107, welche auf den oberen vier Kontakten 75 bis 86 befestigt ist.
Wenn daher ein Anker der Magnete 61 bis 64 . angezogen wird, so wird der Schenkel 104 mit dem Stift 106 nach abwärts und dieser auf die Leiste 107 gedrückt, so daß die vier oberen gegen die vier unteren Kontakte geführt werden.
Gegenüber jedem Haken 103 des aufrechten Armes 104 ist eine federnde Zunge 108 auf einer in den isolierten Ständern 110 schwingend gelagerten Metallwelle 109 befestigt. Die schwingende Welle 109 ist durch Leitung in mit dem einen Pol der Ortstypenbatterie 112 verbunden, von deren anderem Pol eine Leitung 1J3 zu den vier Stangen 65 bis 68 der Anker der vier auswählbaren Magnete 61 bis 64 (Fig. 1) führt. .
Der Anker 114 des Magneten 90 (Fig. 2 bis 6) trägt an seinem freien Ende eine Isolierplatte 115, auf welcher ein Winkel 116, 117 sitzt. Der Schenkel 117 ist mit einem Schlitz versehen, in welchem ein an der Welle 109 befestigtet-Stift 118 eintritt. Wenn der Anker 114 angezogen wird, dann zieht er vermittels des Winkels 116, 117 an dem Stift 118 und dreht die Welle 109, so daß alle Kontakte 108 außer demjenigen, welcher von dem Haken 103 zurückgehalten wird, nach aufwärts und aus der Bahn ihrer Haken 103 geschwungen werden (Fig. 6 punktiert). Dieses geschieht, um die Bildung von mehreren Stromkreisen zu verhindern, wenn irgend ein anderer auswählbarer Magnet nach seinem vorgehenden erregt wird.
An dem Anker 114 des Magneten 90 ist ferner ein abwärts gerichteter Arm 119 mit Stift 120 befestigt. Wird der Anker 114 angezogen, dann drückt der Stift 120 auf einen Stift 121 einer in den isolierten Ständern 110 gelagerten Welle 122 und dreht diese. Vor jedem auswählbaren Magneten 61, 62, 63, 64 trägt die Welle 122 einen Arm 123, welcher an seinem unteren Ende seitlich abgebogen ist, um unter den Arm 124 eines bei 126 drehbaren Winkelhebels zu greifen; für jeden der auswählbaren Magnete 61, 62, 63, 64 ist ein solcher Winkelhebel 124, 125 bestimmt. Der Arm 124 ist mit Isolierung 127 an dem Ende versehen, mit welchem er auf dem Arm 123 liegt. Der andere Schenkel 125 des Winkelhebels besitzt einen Haken 128, welcher mit einem an dem Schenkel 104 des Winkelhebels 102 sitzenden Stift 129 in Eingriff kommt. Federn 130 drücken die Schenkel 125 gegen die Stifte 129 der Schenkel 104, jedoch nur dann, wenn die Schenkel 124 auf den Armen 123 ruhen.
Eine Feder 131 ist mit dem einen Ende an irgend einem feststehenden Teil des Empfän- no gers befestigt, z. B. an der Isolierung 70, mit dem anderen Ende an einem Arm der Welle 120. Diese Feder 131 ist stärker als alle vier Federn 130 zusammen und daher im Stande, die vier Schenkel 125 entgegen der Wirkung ihrer Federn 130 zurückzuhalten.
Wenn der Anker 114 des Magneten 90 angezogen wird, dann drückt der Stift 120 auf den Stift 121 der Welle 122 und dreht die letztere entgegen der Wirkung der Feder 131, so daß
die vier Arme 123 der Welle 122 nach rechts (Fig. 4, 5 und 6) bewegt werden, so weit, daß die isolierten Enden 127 der wagerechten Schenkel 124 unter der Wirkung der Federn 130 nach abwärts und die senkrechten Arme 125 so weit schwingen, daß ihre Haken 128 zum Eingriff mit den Stiften 129 der wagerechten Schenkel 104 der Winkelhebel 102 kommen. Dieses geschieht jedoch nur bei demjenigen Arm 125 und Haken 129, dessen Winkelhebel 102 durch den Anker eines der auswählbaren Magnete 61 bis 64 nach abwärts gedreht ist (Fig. 6). Diejenigen Arme 125, bei welchen die Hebel 102 noch nicht durch die Anker der auswählbaren Magnete 61 bis 64 gedreht sind, legen sich mit ihren Haken 128 vor die Stifte 129 (Fig. 4).
Der Eingriff der Haken 128 mit den Stiften 129 hat zur Folge, daß die Winkelhebel 102 in der gesenkten Stellung gesperrt sind und mit ihnen die vier oberen Kontakte 75 bis 86, so daß sie mit den unteren Kontakten in Berührung bleiben.
Es muß hierbei erinnert werden, daß, wenn einer der auswählbaren Magnete 61 bis 64 erregt wird, hierdurch der Arm 104 des Winkel hebeis 102 niedergedrückt wird und die entsprechenden Kontakte 75 bis 86 geschlossen und verriegelt sind, die Zweigleitung 87, 88, 89, 91, in welcher der Magnet 90 liegt, geschlossen, der Magnet 90 also erregt und sein Anker 114 in der gesenkten Stellung bleibt. Die Zweigleitung 87, 88, 89,-91 endet in zwei auf einer Isolierplatte sitzende Federkontakte 133, 134 (Fig. 7). Der Kontakt 134 ist starr und zu einem Haken 135 umgebogen, gegen welchen der federnde Kontakt 133 gedruckt wird. Der Kontakt 133 endet in einem Zahn, welcher auf den Zähnen eines in dem Ständer 137 gelagerten Sperrades 136 ruht. Auf das Sperrad wirkt eine federnde Sperrklinke 138 ein, welche auf dem um 140 drehbaren und von der Feder 141 beeinflußten Arm 139 eines mehrarmigen Hebels sitzt. Ein Arm 142 dieses Hebels ist mit dem verlängerten Anker 143 des Elektromagneten 144 verbunden, welcher in dem Stromkreise der Ortstypenbatterie 112 liegt. Der Magnet 144 wird jedesmal erregt; wenn der Stromkreis der Ortstypenbatterie 112 geschlossen wird, also wenn ein Zeichen gedruckt wird. Wird der Anker 143 des Magneten 144 angezogen, so schwingt er den Hebel 139 nach links und senkt die Sperrklinke 138 so weit, daß sie einen Zahn des Sperrades 136 berührt. Wird dann der Stromkreis der Ortstypenbatterie 112 unterbrochen, indem der Stromkreis des entsprechenden auswählbaren Magneten unterbrochen und sein Anker durch seine Feder zurückgezogen wurde, dann zieht die Feder 141 den Hebel 139 nach rechts und das Sperrad 136 wird um einen Zahn gedreht, wobei der Kontakt 133 plötzlich von dem Kontakt 134 entfernt und die Nebenleitung 87, 88, 89, 91 hierdurch unterbrochen wird. Der Anker 114 des Magneten 90 wird dann durch seine Feder zurückgezogen, mit ihm der Anker 119, so daß er nicht mehr auf den Arm 121 drückt. Die Feder 131 zieht dann an ihrem Arm 123 und dreht die Welle 122, so daß die Arme 123 die Arme 124 der Winkelhebel zurückdrücken, die Arme 125 drehen und die Haken 128 außer Eingriff mit den Stiften 129 kommen. Die Winkelhebel 102 werden entriegelt und die oberen Kontakte 75 bis 86 reißen von den unteren Kontakten ab. Alle Teile nehmen ihre ursprünglichen Stellungen wieder ein und die nächsten Zeichen können in derselben Weise gedruckt werden.
Wenn der Stromkreis der Ortstypenbatterie unterbrochen wird und hierbei der Hebel 139 (Fig. 7) nach links schwingt, dann stößt sein oberes Ende gegen eine Platte 145, welche mit einem Papierschalter in Verbindung steht und das Papier um eine Zeichenbreite weiterschaltet.
B. Arbeitsweise des Typendrucktelegraphen.
Es soll z. B. der Buchstabe A gedruckt werden. Die demselben entsprechende Taste wird auf der Gebestelle gedrückt und infolgedessen zunächst ein positiver Schwachstromstoß durch die Hauptleitung 24 gesendet. Der Anker 49 des polarisierten Magneten 48 wird hierdurch nach links gegen den Kontakt 52 angezogen. Ein Stromstoß aus der Ortsbatterie 50 geht dann von dem Kontakt 52 durch die Leitung c zu dem ersten auswählbaren Magneten 62, von diesem durch Leitung b nach dem Kontakt 58 des neutralen Magneten 55, Anker 57, Leitung 60 zur Ortsbatterie 50. Der Anker des auswählbaren Magneten 62 wird angezogen und seine Stange 65 kommt in Berührung mit seinem Federsatz 69. Hierdurch entsteht ein »temporärer« Schluß der Unterbrechungen zwischen den Federn 69 und der Stange 65, ohne daß jedoch der Stromkreis der Ortstypenbatterie 112 geschlossen wird, weil in den Leitungen 97 bis 100, welche von den Federn 69 abgehen, noch andere Unterbrechungen liegen. Durch den Anker des Magneten 62 wird gleichzeitig der Arm 104 des Winkelhebels 102 niederbewegt (Fig. 5), der Haken 103 kommt in Berührung mit der Kontaktfeder 108, und die Leitung 100 wird in den Stromkreis der Ortstypenbatterie 112 eingeschaltet. Gleichzeitig mit der Bewegung des Hebels 102 werden die dem Magneten 62 entsprechenden Kontakte 78 (Untergruppe) und somit die Zweig-
leitung 87, 88, 89, 91, in welche der Magnet 90 eingeschaltet ist, geschlossen. Sein Anker 114 ■ward angezogen, der Arm 119 senkt sich, drückt mit seinem Stift 120 auf den Stift 121, dreht die Welle 122 so weit, daß die Kraft der Feder 131 überwunden wird und der Haken 128 des Hebelarmes 125 zum Eingriff mit dem Stift 129 des Winkelhebels 102 kommt und diesen, d. h. die Kontaktpaare 75, 76, 77, 78 und die Kontakte 103, 108 in ihrer geschlossenen Stellung sperrt. Da die Kontakte 108 der anderen drei auswählbaren Magnete durch die mit den Ankern 114 verbundenen Winkel 116, 117, Stift 118 und Welle 109 nach oben geschwungen worden sind, so sind. ihre Stromkreise derart unterbrochen, daß sie erst wieder geschlossen werden können, wenn das Zeichen gedruckt und die Teile wieder in ihre Anfangsstellimg zurückgekehrt sind, da die Haken 103 die ihnen gegenüberliegenden Kontaktfedern 108 nicht eher erreichen können, als bis die Welle 109 zurückgedreht ist.
Die Folg'e des ersten positiven Schwachstromstoßes ist also ein temporärer Kontakt der Stange 65 des auswählbaren Magneten 62 mit ihrem Federsatz 69, ohne daß jedoch der Typenstromkreis geschlossen wird. Eine weitere Folge des ersten Stromstoßes ist die temporäre und gesperrte Schließung von neun anderen Stromkreisen an den Kontakten 75, 76, 77, auch ohne daß der Stromkreis der Typenbatterie 112 geschlossen wird. Die temporäre und gesperrte Schließung der Kontakte 108, 103 hat gleichzeitig zur Folge, daß die Typenbatterie 112 in die Leitung 100 eingeschaltet wurde.
Der nächste, durch die Hauptleitung" geschickte Stromstoß für den Buchstaben A sei ein schwacher negativer. Der Anker 49 des polarisierten Magneten 48 wird nach rechts gegen den Kontakt 54 bewegt, der Stromkreis des auswählbaren Magneten 61 wird geschlossen, sein Anker angezogen, und die Stange 66 in temporären Kontakt mit ihrem Federsatz 69 gebracht, ohne jedoch den Stromkreis der Typenbatterie 112 zu schließen, weil deren Leitungen noch an anderen Stellen unterbrochen sind. Gleichzeitig werden die Kontakte 71, 72, 73, 74 des auswählbaren Magneten 61 geschlossen und gesperrt, da der Schenkel 125 des auswählbaren Magneten 61 von dem Stift 123 bei dem ersten Stromstoß ausgelöst wurde. Der Kontakt 103, welcher dem auswählbaren Magneten 61 entsoricht, wird nach vorn geschwungen, kann jedoch nicht seine Kontaktfeder 108 berühren, da diese infolge der Drehung der Welle 109 außerhalb der Bahn des Kontaktes 103 liegt (Fig. 6 punktiert). Von den drei abgezweigten Arbeitsstromkreisen, in welchen die Kontakte 71, 72, 73 des auswählbaren Magneten 61 liegen, ist nur der Kontakt 71 mit der Leitung 100 verbunden.
Durch den zweiten Stromstoß ist also die bei dem Kontakt 71 befindliche Unterbrechung der Leitung 100 geschlossen worden, während bei dem ersten Stromstoß die erst bei den Kontakten 103 und 'Ί08 des auswählbaren Magneten 62 liegenden Unterbrechungen des Stromkreises der'Typenbatterie 112 geschlossen werden.
Die einzige, noch in dem Arbeitsstromkreise des Buchstabens A bestehende Unterbrechung liegt noch zwischen der einen Feder 69 des Typenmagneten 92 dieser Leitung und der Stange 65 des auswählbaren -Magneten 62. Die Feder 69 liegt unter der Stange 65 des Magneten 62, welcher den ersten Stromstoß empfing, und daher wird der dritte, ein positiver Schwachstromstoß, den Anker des ersten Magneten 62 bewegen, so daß die Stange 65 gegen ihren Federsatz 69 gedrückt wird.
Durch die drei Stromstöße wird also nur der Stromkreis des einzigen, dem Buchstaben A entsprechenden Typenmagneten 92 geschlossen. Endlich wird auch der Nebenstromkreis 87, 88, 89, 91 in der beschriebenen Weise unterbrochen, und die Sperr- und Ausschaltungen werden ausgelöst, so daß der nächste Buchstabe 'gedruckt werden kann.
Wenn z. B. gewünscht wird, den Buchstäben C zu drucken, dann wird der dritte Stromstoß den Magneten 64 erregen, weil der Typenmagnet für diesen Buchstaben in einer Gruppe der neun, diesem auswählbaren Magneten 64 entsprechenden Typenmagneten 92 liegt. Die anderen Stromstöße sind dieselben wie für den Buchstaben A. Wird gewünscht den Buchstaben R zu drucken, dessen Feder 69 neben der Stange 68 des Magneten 63 liegt, so muß dieser Magnet durch den dritten Stromstoß erregt werden.
C. Zweite Ausführungsform des
Empfängers.
Das in Fig. 8 und 9 dargestellte Schema ent- *o5 spricht im wesentlichen der beschriebenen Anordnung und unterscheidet sich nur in eier Einrichtung, um die Schaltungen zu sperren, und in dem Nebenstromkreis.
Die Schaltungen werden durch elektrische n» Mittel anstatt der beschriebenen mechanischen gesperrt.
Die auswählbaren Magnete 61, 62, 63, 64 schließen nicht die Kontakte 75 bis 86, sondern bringen einzeln eine der Stangen 65, 66, 67 oder 68 in Berührung mit den entsprechenden neun Federn 69 der Typenstromkreise. Ein Elektromagnet 146, 147, 148 oder 149 liegt in dem Stromkreise eines jeden auswählbaren Magneten 61, 62, 63 oder 64, d. h. jeder der
auswählbaren Magnete ist mit einem Magneten 146, 147, 148 oder 149 so verbunden, daß der Strom der Ortsbatterie 50, welcher durch einen der Magnete 61, 62, 63 oder 64 geht, auch durch den Magneten 146, 147, 148 oder 149 hindurchgeht.
Wenn ein positiver Schwachstromstoß durch die Hauptlinie 24 gesendet wird, dann kommt der Anker 49 des polarisierten Magneten 48 in Berührung mit dem Kontakt 52, der Anker 57 des neutralen Magneten 55 bleibt an dem Kontakt 58 liegen, und der Strom der Ortsbatterie 50 geht von dem Kontakt 52 durch die Leitung 150 zu dem auswählbaren Magneten 62, durch die Leitung 151 zu dem Magneten 147, durch die Leitung 152 zu dem Kon- - takt 58 und den Anker 57 des neutralen Magneten 55 zur Ortsbatterie 50 zurück. Die Stromkreise für die übrigen Magnete 61, 63, 64 werden in derselben Weise gewechselt wie früher beschrieben.
Der Magnet 90 und die von ihm abhängigen Sperrungen der zuerst beschriebenen Ausführungsform vorliegender Erfindung können ent- behrt werden, jedoch bleibt der Nebenstromkreis 88, 91 bestehen.
Die Leitung 91 des Nebenstromkreises ist durch Leitungen 153, 154, 155, 156 mit den Magneten 146, 147, 148, 149 verbunden; jeder Magnet 146, 147, 148, 149 ist durch eine Leitung 157, 158, 159, 160 mit einem der Kontakte 78, 74, 86, 82 eines jeden Paares und der gegenüberliegende Kontakt durch Leitungen 161, 162, 163, 164 mit Leitung 88 verbunden.
Die vier Kontaktgruppen 75 bis 86 sind senkrecht unter den Ankern 165 der vier Magnete 146, 147, 148, 149 angeordnet, unter jedem Anker eine Gruppe (Fig. 9 und 10). Jeder Anker 165 trägt auf seiner unteren Fläche eine Querleiste 166 aus Isoliermaterial über den freien Enden der Kontaktgruppen; ein Kontakt eines jeden Paares ist an seinem oberen Ende so gebogen, daß, wenn die Leiste 166 durch den Anker nach abwärts bewegt wird, die Leiste 166 die oberen Enden der vier gebogenen Kontakte gegen die gegenüberliegenden Kontakte drückt.
Bei der ersten. Ausführungsform wurde die Feder 108 mit dem Haken 103 vermittels eines auswählbaren Magneten 61, 62, 63, 64 in Berührung gebracht. Bei der zweiten Ausführungsform werden die Schaltungen, welche den Federn 108 und Haken 103 entsprechen, durch die Anker der Magnete 146, 147, 148 oder 149 bewegt; einer dieser Anker ist mit jeder der Leitungen 97, 98, 99, 100 verbunden. Jeder Anker 165 ist an seinem freien Ende mit nach abwärts gerichteten Haken 167 (Fig. 10) einer Stange 168 versehen. In den Ständern 169 ist eine Welle 170 drehbar gelagert und durch eine Leitung 171 mit dem einen Pol der Typen-Batterie 112 verbunden; vom anderen Pol führt eine Leitung 113 zu den vier Stangen 65, 66, 67 und 68. Die Welle 170 ist mit einem Stift 172 unter jeder Stange 168 versehen, das untere Ende der Stange liegt gewöhnlich unmittelbar über einem Isolierplättchen 173 des Stiftes 172 (Fig. 10).
Unter jedem Anker 165 trägt die Welle eine aufrechte Feder 174, welche so gebogen ist, daß ihr oberes Ende gewöhnlich ein wenig vor dem Haken 167 liegt. Die Federn 174 haben solche Länge, daß, wenn die Anker bewegt und die Welle 170 gedreht werden, um die Federn nach rechts zu drücken, die oberen Enden der Federn den Haken 167 nicht berühren.
Wenn der Stromkreis irgend eines der Magnete 146, 147, 148, 149 'und gleichzeitig derjenige der auswählbaren Magnete 61, 62, 63, 64 geschlossen und die Anker der ersteren Magnete angezogen werden, dann drückt die Stange 168 den Stift 172 nieder und dreht die Welle 170. Alle vier Federn 174 auf der Welle 170 schwingen nach rechts, und die drei Federn 174, welche unterhalb der Anker liegen, deren Magnete nicht erregt worden sind, werden die in Fig. 10 in punktierten Linien angedeutete Stellung einnehmen; jedoch die Feder 174, welche unterhalb des Ankers des erregten Magneten liegt, wird durch den Haken 167 zurückgehalten, und die durch diese Feder und den Haken gebildete Schaltung ist geschlossen. Keine andere Schaltung kann durch die folgende Erregung eines Magneten 146, 147, 148, 149 geschlossen werden, da die übrigen Federn 174 aus dem Bereich der Haken 167 geschwungen sind und in dieser Stellung so lange verbleiben, wie der Anker angezogen ist, da die Stange 168 gegen den .Stift 172 so lange drückt, als der entsprechende Magnet erregt und sein Anker angezogen bleibt.
D.. Wirkungsweise der zweiten Ausführungsform des Empfängers. 10^
Der Buchstabe A möge gedruckt werden und möge aufeinander folgend einen positiven Schwachstromstoß, einen negativen Schwachstromstoß und einen positiven Schwachstromstoß erfordern.
Der erste Stromstoß schließt den Stromkreis der Magnete 62 und 147; hierdurch wird die Stange 65 des auswählbaren Magneten 62 gegen die neun gegenüberliegenden Federn 69 gedrückt, jedoch ohne Wirkung auf den Typendrucker; gleichzeitig wird der Anker des Magneten 147 angezogen und die vier Kontaktpaare 75, 76, yy, 78 geschlossen; die Feder 174, welche dem Magneten 147 entspricht, kommt zur Anlage an den Haken 167, und die
durch diese Feder und den Haken gebildete Schaltung' ist geschlossen. Gleichzeitig werden die Kontakte 78 unterhalb des Magneten 147 geschlossen, die Nebenleitung 88, 91 wird durch die Leitung 158, 162 geschlossen und der Magnet 147 bleibt erregt; die durch die Kontaktpaare 75, 76, 77, 78, die Feder 174 und den Haken 167 gebildeten Schaltungen bleiben geschlossen.
Der zweite Stromstoß hat die Erregung der Magnete 61 und 146 zur Folge. Hierdurch wird die Stange 66 des auswählbaren Magneten 61 in Berührung mit den neun Federn 69 gebracht, auch ohne Wirkung auf den Typendrucker; gleichzeitig werden die von den Kontakten 71, 72, 73, 74 gebildeten Schaltungen und der Nebenstromkreis durch die Leitungen 157, 161 und Magnet 146 geschlossen; der Magnet 146 bleibt erregt und sperrt die Schaltung. Die Kontakte 71 dieser Gruppe sind mit dem Haken 167 und den Federn 69 des dem Buchstaben A entsprechenden Typenmagneten verbunden. Die von der Feder 174 und dem Haken 167 des Magneten 146 gebildete Schaltung· ist aus den früher erläuterten Gründen nicht geschlossen.
Der dritte Stromstoß erregt wieder die Magnete 62 und 147; hierdurch wird der Anker des auswählbaren Magneten 62 angezogen; der Typenstromkreis des Buchstabens A ist geschlossen, der Buchstabe wird gedruckt und der Stromkreis der Nebenleitung 88, 91 wird in der früher beschriebenen Weise unterbrochen; alle Anker 165 der Magnete 146, 147, 148, 149 werden von ihren Federn abgezogen und alle Teile in die Stellungen gebracht, in welchen sie zum Drucken des nächsten Buchstaben bereit stehen.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Typendrucktelegraph, bei welchem ein Typenmagnet von einer Reihe verschiedenartiger, durch die Hauptlinie gesendeter Stromstöße ausgewählt wird, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Typenstromkreis eine Anzahl (wenigstens drei) Unterbrechungen enthält, welche durch Schaltungssätze (71, 72, 73, 74 bezw. 75, 76, 77, 78 bezw. 79, 80, 81, 82 bezw. 83, 84, 85, 86) unter dem Einfluß von entsprechend dem Charakter der Stromstöße (»auswählbaren«) Magneten (61, 62, 63, 64) derart geschlossen werden, daß jeder Satz von Schaltungen die Unterbrechungen in verschiedenen Typenstromkreisen, aber nicht alle Unterbrechungen des der zu druckenden Type entsprechenden Stromkreises schließt, was erst geschieht, wenn ein besonderer Satz der (mindestens drei) Schaltungen (71, 72, 73 bezw. 75, 76, 77 bezw.
    79, 8ο, 8ΐ bezw. 83, 84, 85) in bestimmter Reihenfolge geschlossen wird.
  2. 2. Typendrucktelegraph nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis der Ortsbatterie (50), welche die auswählbaren Magnete (61, 62, 63, 64) erregt, von in die Hauptlinie (24) eingeschalteten polarisierten (48) und nicht polarisierten (55) (»auswählenden«) Magneten je nach dem Charakter der durch die Hauptlinie gesendeten Stromstöße geschlossen wird und die auswählbaren Magnete zur Schließung der Schaltungssätze (71 bis 86) entsprechend dem Charakter der Stromstöße auswählt, wobei die Kontakte (51, 53 und 59) mit einem Teil (63, 64) der auswählbaren Magnete, und die Kontakte (52, 54 und 58) mit dem anderen Teil (61, 62) der auswählbaren Magnete leitend verbunden sind.
  3. 3. Typendrucktelegraph nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sätze von Schaltungen (71 bis 86), welche die Sätze von Unterbrechungen (zwischen Federn 69 und Stangen 65, 66, 67, 68) in den Typenzweigstromkreisen schließen, eine primäre Sperr- und Ausschaltung, eine sekundäre Sperrschaltung und eine tertiäre Schaltung enthalten.
  4. 4. Typendrucktelegraph nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem ersten Stromstoß gleichzeitig mit den auswählbaren Magneten (61, 62, 63, 64) ein Magnet (90 durch Ortsbatterie 50, Leitung 91) erregt wird, und — während der Anker des ausgewählten Magneten (z. B. 62) einen ihm entsprechenden Kontakt (103) zur Berührung mit einem in den Stromkreis der Typenbatterie (112) eingeschalteten Kontakt (108) bringt (»Sperr-Schaltung«) — vermittels seines Ankers (114) einen Arm (119) senkt, hierdurch den Kontakt (103 durch Arm 125) sperrt, jedoch gleichzeitig die anderen Kontakte (108) derselben Gruppe aus dem Bereich der Kontakte (103) bringt (»Ausschaltung«), zum Zwecke, die »primäre Sperr- und Ausschaltung« herzustellen.
  5. 5. Typendrucktelegraph nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Stromkreis der Typenbatterie (112) Nebenleitungen (97, 98, 99, 100) abzweigen, von denen jede die beim zweiten Stromstoß geschlossenen »sekundären Schaltungen« (75, 71, 83, 79) enthält, daß ferner von jeder Nebenleitung (97, 98, 99, 100) weitere Nebenleitungen abzweigen, von denen jede einen Typenmagneten (92) und die beim dritten Stromstoß geschlossenen »tertiären Schaltungen« bezw. Unter-
    brechungen (69 und 65, 66, 67, 68) enthält.
  6. 6. Typendrucktelegraph nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Anker (143) eines in den Stromkreis der Typenbatterie (112) eingeschalteten Magneten ein in die Nebenleitung (87 bezw. 88, 89, 91) eingeschalteter Kontakt (133, 134) momentan dann unterbrochen wird, wenn der Stromkreis (113) der Typenbatterie (112) unterbrochen wird, was zur Folge hat, daß der Anker (114) des in die Nebenleitung (87 bezw. 88, 89, 91) eingeschalteten Magneten (90) abgezogen wird und die von ihm abhängigen Teile (119, 121, 122, 123, 124, 125, 128, 129, 102, 75 bis 86) in die Anfangsstellung zurückkehren.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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