DE719875C - Vorrichtung zum Pruefen gelochter Zaehlkarten - Google Patents

Vorrichtung zum Pruefen gelochter Zaehlkarten

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DE719875C
DE719875C DET38490D DET0038490D DE719875C DE 719875 C DE719875 C DE 719875C DE T38490 D DET38490 D DE T38490D DE T0038490 D DET0038490 D DE T0038490D DE 719875 C DE719875 C DE 719875C
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
25. APRIL 1942
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 719875 KLASSE 43a GRUPPE.41 oi
T 38490 IXb/43 a
Vorrichtung zum Prüfen gelochter Zählkarten
Zusatz zum Patent 626
Patentiert im Deutschen Reich vom 8. März 1931 an
Das Hauptpatent hat angefangen am 25. Dezember 1929
Patenterteilung bekanntgemacht am 26. März 1942
ist in Anspruch genommen.
Gegenstand des Patents 626 888 bildet eine Lochkartenprüfmaschine mit Abfühlkontakten für die Lochstellen einer Kartenspalte für eine spaltenweise erfolgende Prüfung der Karte durch einen Satz von Prüftasten, die in fester Zuordnung zu den Abfühlkontakten stehen, wobei die Abfühlung eines Kartenloches durch einen der Abfühlkontakte einen Stromkreis schließt, welcher den Kartentransport vorbereitet, der jedoch erst erfolgt, wenn die dem wirksamen Abfühlkontakt zugeordnete Prüftaste betätigt wird. Zur Beherrschung der ordnungsmäßigen Erregung des Schaltmagneten bzw. der Verhinderung seiner Erregung" bedarf es bei der Einrichtung gemäß dem Hauptpatent der Vorsehung mehrerer Hilfsrelais im Erregerstromkreis des Schaltmagneten.
Vorliegende Erfindung bezweckt, solche zusätzlichen Hilfsrelais im Stromkreis des Schaltelektromagineteii entbehrlich zumachen, und erreicht den Zweck durch geeignete Anordnung von Kontakten im Arbeitsstromkreis des Schaltmagneten, und zwar entweder durch ein System von hintereinandergeschaltete'n, den verschiedenen Lochpunktstellen paarweise zugeordneten Doppelkontakten oder durch Paare von hintereinandergeschalteten Einzelkontakten. Im ersteren Fall ist die Anordnung so getroffen, daß von den paarweise den Lochpunktstellen zugeordneten Doppelkontakten der eine durch einen unter Lochabfühlung stehenden Elektromagneten umgestellt wird, während der andere seine Umstellung durch das Prüforgan erhält, so daß bei gemeinsamer Umstellung beider zur Lochpunktstelle gehöriger Doppelkontakte der Stromkreis für den Schaltmagneten geschlossen wird, während er andernfalls offen bleibt.
Wenn statt zweier Kontaktpaare nur Paare von hintereinandergeschalteten Einzelkontakten vorgesehen sind, dann wird beim Abfühlen eines Kartenloches ein Stromkreis durch die Wicklung eines Relais geschlossen, welcher den einen Kontakt des Kontaktpaares öffnet, welcher Kontakt jedoch' geschlossen wird, wenn darauf die dem abgefühlten Kartenloch entsprechende Prüftaste gedrückt wird, was zur Folge hat, daß der Schaltmagnet erregt wird, während er aberregt
bleibt, wenn nicht die zum abgefühlten Loch gehörige Prüftaste, sondern eine andere Prüftaste gedruckt wird. /
Die Erfindung ist an einem Ausführungsbeispiel auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Schnitt durch den Teil der
Prüfvorrichtung, welcher die Einrichtung zum Kartentransport und zum Abfühlen der
ίο Zählpunktstellen einer Kartenspalte enthält Fig. 2 ist eine Einzeldarstellung des
Hemmwerks für die Kartentransporteinrichtung.
Fig. 3 ist eine Einzeldarstellung einer Taste zur Auslösung des Kartenschlittens und des zugehörigen Mechanismus.
Fig. 4 ist ein Schema der Arbeitsstromkreise der Maschine.
Fig. 5 veranschaulicht eine abweichende Art der Schaltung für die Arbeitsstromkreise, welche dasselbe Ergebnis liefert wie die aus Fig. 4 ersichtliche Art der Schaltung.
Fig. 6 veranschaulicht einen Mechanismus zur elektromagnetischen Tastenbetätigung. Fig. 7 ist ein Schnitt durch einen tastenbetätigten Mechanismus zur Umsetzung von Xraftstößen.
Fig. 8 ist ein Schema der an die Tasten angeschlossenen Stromwege. Nach der Darstellung der Fig. 1 ist die zu prüfende gelochte Karte 10 zwischen einen Schieber Ii und eine vordere Führung 12 so eingelegt, daß die erste Kartenspalte sich unter einer Reihe von Kontaktkugeln 13 befindet, welche den verschiedenen in der Kartenspalte vorgesehenen Lochstellen zugeordnet sind, so daß sie bei Vorhandensein von Löchern an einer oder mehreren dieser Lochstellen Kontakt mit einer Kontaktwalze 14 machen, welche gegen das Maschinengehäuse isoliert ist. Der Schieber 11 und die Führung 12 stehen in Verbindung mit einer Zahnstange 15, welche in geeigneter Weise vermittels Rollen 16 gelagert und geführt ist und zusammen mit dem Schieber 11 und der : vorderen Führung 12 einen Kartenschlitten bildet. Die Rollen 16 kufen in Führungen 17, welche einen Teil des Maschinengestells bilden. Gemäß Fig. 2 ist die Zahnstange 15 an ihrem unteren Rande mit einer Verzahnung versehen, welche in ein Zahnrad 18 eingreift, auf dessen Achse eine Federtrommel sitzt, die durch das Zahnrad 18 die Zahnstange 15 im Sinne der Fig. 2 nach rechts zu schieben sucht. Ein geeignetes Hemmwerk mit Klinken 19 und 20 wirkt mit der Zahnstange 15 zusammen und gestattet eine schrittweise Bewegung des Kartenschlittens.
Die Grundstellung der Teile ist die in Fig. 2 dargestellte, wobei die Klinke 19 in die Verzahnung der Zahnstange 15 eingreift und den Kartenschlitten in einer Prüfstellung hält. Eine Welle 21 gestattet, wenn ihr eine Schwingbewegung im Drehsinn des Uhrzeigers erteilt wird, eine schrittweise Vorschaltung des Kartenschlittens auf folgende Weise: Am Ende der Welle 21 ist ein doppelarmiger Hebel 22 befestigt, an dem ein Stift 23 sitzt, der in eine Öffnung der Klinke 19 hineinragt. Ein zweiter Stift 24 am anderen Arm des Hebels 21 greift in einen Schlitz in einer Klinke 20. Wenn die Welle 21 und mit ihr der Arm 22 eine Schwingbewegung ausführen, dann senkt der Stift 24 die Klinke 20 und bringt sie dadurch in Eingriff mit der Verzahnung der Schiene 15, so daß diese sperrt, während der Stift 23 die Klinke 19 aus der Verzahnung der Schiene aushebt. Die Klinke 19 ist mit einem Schlitz 25 versehen und steht unter dem Einfluß einer Feder 26, welche die Klinke 19 ein wenig verschiebt, so daß sie bei der Rückkehr des Armes 22 in seine Ausgangsstellung den nächsten Zahn der Zahnstange 15 zu erfassen vermag. *5
Nach der Darstellung der Fig. 1 trägt die Welle 21 einen Arm 27, welcher durch einen Lenker 28 mit dem Anker 29 eines Magneten 30 derart verbunden ist, daß bei jeder Betätigung des Ankers 29 die Welle 21 eine Schwingbewegung erfährt, die dem Kartenschlitten eine Vorschubbewegung um eine Zahnbreite der Zahnstange 15 ermöglicht.
Um eine rasche Vorschubbewegung der Karte 10 unabhängig von dem Hemmwerksmechanismus zu ermöglichen, ist eine Auslösetaste 31 (Fig. 3) vorgesehen. Wenn nur die ersten wenigen Spalten der zu prüfenden Karte gelocht sind oder wenn man eine falsch gelochte Karte aus der Vorrichtung zu l°° entfernen wünscht, dann kann man dies durch Anschlagen der Taste 31 erreichen, wodurch der Kartenschlitten in die Endlage überführt wird, in der die Karte bequem entfernt werden kann. '
Ein unter Federzug stehender Winkelhebel 32 vermag eine Stange 33 so weit nach rechts zu schieben, bis eine Schrägfläche 34, die an dem freien Ende der Stange vorgesehen ist, auf die Kante einer festen Platte 35 trifft und dabei angehoben wird, so daß sie einen in Berührung mit ihrer Oberseite stehenden Teil 36, der vertikal geführt ist, mit hochnimmt. Dieser Teil 36 liegt unterhalb der Klinke 19, so daß er, wenn er durch die Stange 33 angehoben wird, die Klinke 19 aus der Sperrverzahnung 15 aushebt, ohne daß die Klinke 20 eingerückt wird und dadurch das Vorrücken der Stange 15 bis zu ihrer Bewegungsgrenze gestattet, bei welcher der Schieber 11 die Stange 33 wieder in ihre Grundstellung zurückführt.
Jede der in Fig. ι dargestellten Tasten 37 bewirkt, wenn sie angeschlagen wird, eine Schwingbewegung eines .Winkelhebels 38, der seinerseits infolge einer Zapfen- und Schlitzverbindung einen Schieber 39 nach links entgegen der Spannung der auf ihn wirkenden Feder 40 verschiebt. Das hintere Ende jedes Schiebers 39 besitzt eine Nockenfläche, die mit einer Kontaktfeder 41 eines Kontaktpaares 42, 43 zusammenwirkt, von welchen beiden Kontakten der Kontakt 42 für gewöhnlich geschlossen und der Kontakt 43 offen ist. Der Anschlag der einem Kontaktpaar entsprechenden Taste 37 bewirkt daher ein Öffnen des zugehörigen Kontakts 42 und ein Schließen des Kontakts 43. Das vordere Ende jedes Tastenschiebers weist einen Absatz auf, welcher sich gegen eine Schiene 44 legt, die um eine Welle 45 drehbar ist und
ao einen herabhängenden Haken 46 trägt. Eine Feder 47 dient dazu, die Schiene 44 unter Spannung zu halten, so daß sie sich um die Welle 45 im Drehsinn des Uhrzeigers zu drehen sucht und daß der Haken 46 gegen einen vorspringenden Teil 48 eines Kontakts 49 gedruckt wird.
Die Wirkungsweise der Teile und das zeitliche Zusammenspiel sind so berechnet, daß beim Anschlagen einer Werttaste die entsprechenden Kontakte 42 und 43 sofort umgestellt .werden und daß danach der Haken 46 mit der Schiene 48 nach aufwärts gezogen wird, so daß der Kontakt 49 geschlossen wird. Wenn sich in der abgefühlten Kartenspalte an der Lochstelle, welcher die angeschlagene Taste entspricht, ein Loch befindet, dann kommt ein Stromschluß zustande, wodurch der Magnet 30 erregt wird, was zur Folge hat, daß der Hemmwerksmechanismus für den Kartenschlitten betätigt wird. Ein Teil 50, der mit einem der Lenker 28 verbunden ist, kuppelt den Haken 46 von der Schiene 48 los, so daß sich der Kontakt 49 öffnet, nachdem der Magnet 30 erregt worden ist.
Außer den Prüftasten 37 und der Auslösetaste ist auch noch eine Springtaste vorgesehen, welche in ihrer Wirkung mit den Prüf tasten 37 übereinstimmt, abgesehen davon, daß für sie keine Kontakte 42, 43 vorgesehen sind und daß sie nur dazu dient, eine schrittweise Bewegung der Karte über ungelochte Kartemspalten herbeizuführen.
Nunmehr mag die Wirkungsweise der Maschine bei den verschiedenen Arbeitsbedingungen im Anschluß an das Schaltschema der Fig. 4 erläutert werden. Ein Schalter 51 dient dem Anschluß an eine Stromquelle. Durch die Schließung eines zweiten Schalters 52 wird die Kontaktwalze 14 über eine Kontaktkugel I3a an den einen Hauptstromleiter 53 angeschlossen. Wenn der Schalter 52 geschlossen ist und eine Kartenspalte mit einem Loch an einer Lochpunktstelle sich in der Abfühlstellung befindet, dann kommt ein Stromkreis zustande, in welchem eine der gelochten Stelle der Kartenspalte entsprechende Relaismagnetwicklung 54 liegt» wodurch ein der Magnetwicklung 54 zugeordneter Kontaktarm 54a umgelegt wird. Dieser Stromweg ist wie folgt: Hauptstromleiter 53, Schalter 52, Kontaktkugel I3a, Kontaktwalze 14, Kartenloch z. B. in der neunten Lochpunktsfcelle, Kontaktkugel 13, Relaismagnet 54, zugehöriger Widerstand, Draht 55, zweiter Hauptstromleiter 56. Durch die Erregung des Magneten 54 wird der zugeordnete Kontaktarm 54ß von dem Kontaktstück 54C ab- und an das Kontaktstück 54& angeschaltet. Wenn nun die Taste 37 gedrückt wird, die der gelochten Lochpunktstelle, z. B. der neunten, ien.tsprich.1i dann hat das Schließung eines Stromkreises zur Folge, in dem die Wicklung des Hemmwerksinagneten 30 liegt, so daß dieser seinen Anker anzieht und den Kartenwagen um einen Schritt vorschaltet, wodurch die nächste Kartenspalte in die Abfühlstellung gelangt. Der Stromkreis für die Erregung des Schaltmagneten 30 verläuft wie folgt: Hauptstrom-^ leiter 56, Draht 57, oberster Kontaktarm 54a, zugehöriger Kontaktkörper 54C, oberster Tastenkontakt 42, Draht 58 zum zweiten Kontaktarm 54O und anschließend über die verschiedenen aufeinanderfolgenden Tastenkontakte 42 und Kontaktarme 54a bis zu dem Kontaktarm 54a, welcher zu der neunten Lochstelle gehört, in der sich das Kartenloch befindet und deren Taste 37 gedrückt ist. Von diesem der neunten Lochpunktstelle entsprechenden Kontaktarm 54„ setzt sich der '°° Stromweg fort zum Kontaktkörper 246, da dieser Kontaktarm durch Erregung seines Magneten 54 umgeschaltet ist, und vom Kontaktkörper 54ä zum unteren Tastwerkkontakt 43 der gedrückten Taste 37 der neunten >°5 Lochpunktstelle und von diesem durch den Draht 59, den. Kontakt 49, der ebenfalls! durch die gedrückte Taste der neunten Lochpunktstelle geschlossen ist, zum Magneten 30 und zum zweiten Hauptstromleiter 53- Es wird n» somit, wenn sich in einer Kartenspalte ein einziges Loch befindet und wenn die der Stelle dieses Loches in der Kartenspalte entsprechende Taste 37 gedruckt wird, der Kartenschlitten durch Erregung- des Hemmwerksmagneten 30 um einen Schritt vorgeschaltet.
Wenn sich in der überprüften Kartenspalte zwar ein Loch befindet, aber wenn dieses Loch an einer Stelle steht, die nicht der gedrückten Prüftaste 37 entspricht, dann kommt kein den Schaltmagneten 30 erregen-
der Stromkreis zustande. Ebenso kommt auch kein Schaltstromkreis zustande, wenn zwar ein Loch an der der angeschlagenen Prüftaste entsprechenden Stelle vorhanden ist, daneben aber noch ein oder mehrere weitere Löcher. In diesem Falle wird der Magnet 54, welcher der Lochstelle entspricht, an der sich das falsche Loch befindet, zwar in derselben Weise erregt, wie dies oben erläutert wurde. Auch hat die Erregung dieses Magneten die Umstellung des zugeordneten Kontaktarms 54a zur Folge. Hierdurch wird jedoch der Stromweg, welcher vom Draht 57 der Reihe nach über die verschiedenen Kontaktarme 54a, »5 Kontaktkörper 54C und Kontakte 42 zum Draht 59 läuft, unterbrochen, da die dem umgestellten Kontaktarm 54ß entsprechende Taste nicht gedrückt ist. Es wird sogar noch eine zweite Stromlücke in diesem Stromweg dadurch geschaffen, daß eine Taste gedrückt ist, welche nicht dem umgeschalteten Kontaktarm 54e entspricht. Da der Stromkreis durch die Wicklung des Schaltmagneten 30 nicht zustande kommt, erfolgt keine Vorschaltung des Kartenschlittens, wodurch angezeigt wird, daß ein Fehler vorliegt, sei es, daß in der abgefühlten Karterispalte ein Loch an der falschen Stelle steht oder daß eine falsche Prüftaste gedrückt wurde oder daß außer einem Loch an der richtigen Stelle noch ein oder mehrere Falschlöcher vorhanden sind. Wenn auf diese Weise der Kartenschlitten stehenbleibt, dann kann der Benutzer die Auslösetaste 31 drücken, damit der Kartenschlitten schnell bis zur äußersten Kartenspalte vorrückt und die Karte bequem aus der Maschine entnommen werden kann. Wenn man die Schaltung über die eine Falschlochung aufweisende Spalte fortsetzen will, um die Prüfung der Löcher in den übrigen Kartenspalten zu beendigen, dann kann der Benutzer den Schalter 52 öffnen, wodurch alle Magnete 54 aberregt werden und demgemäß die Kontaktarme 54a sämtlich in Anlage mit den Kontaktkörpern 54,. gelangen, so daß ein geschlossener Stromweg zwischen den Drähten 57 und 59 zustande kommt. Man kann dann nach Schließen des Schalters 52 die Spalte durch Anschlagen der Taste 37 nochmals prüfen oder aber die Springtaste anschlagen, die nur eine Schließung des Kontakts 49 herbeiführt. Dann wird der Schaltmagnet 30 erregt, so daß eine Vorschaltung des Kartenschlittens über die falsch gelochte Kartenspalte hinweg zur nächsten Kartenspalte erfolgt, so daß die Prüfungsarbeit fortgesetzt werden kann.
Wenn in einer Kartenspalte, die ein Loch
enthalten soll, kein Loch vorhanden ist, dann hat das Anschlagen einer - Prüftaste 37 die Unterbrechung des Stromweges zwischen den Drähten 57 und 59 zur Folge, und es findet ebenfalls keine Erregung des Magneten 30 statt. Wenn eine Kartenspalte kein Loch enthalten soll, dann wird zur Prüfung dieser Spalte die Springtaste gedrückt, die nur eine Schließung des Kontakts 49 zur Folge hat, wodurch der Schaltmagnet 30 erregt wird, so daß der Kartenschlitten die Karte über die ungelochte Kartenspalte hinaus verschiebt. Wenn sich in der zu überspringenden Spalte entgegen der Vorschrift ein Loch befindet, dann wird der diesem Loch entsprechende Relaismagnet 54 erregt und bewirkt durch Umlegen seines Kontaktarmes S4a eine Unterbrechung des Stromweges zwischen den Drähten 57 und 59, wodurch der Kartenschlitten zum Stehen gelangt, so daß die Falschlochung offenbar wird.
Wenn in einer der Prüfung unterliegenden Karte in einer Reihe von Kartenspalten Löcher vermittels einer Dupliziermaschine hergestellt worden sind und wenn diese Lochung als richtig unterstellt werden kann, so daß eine Überprüfung derselben entbehrlieh ist, dann kann der Benutzer über solche Spalten der Karte ohne Prüfung hinwegspringen. Zu diesem Zweck wird der Schalter 52 geöffnet und die Springtaste wiederholt gedrückt, um den Schaltmechanismus für den Kartenschlitten schrittweise vorzuschalten. Statt dessen kann auch für diesen Zweck eine besondere Tabulatortaste vorgesehen sein, die jedoch auf den Zeichnungen nicht dargestellt ist und durch deren Anschlag der Kartenschlitten unmittelbar aus einer Einstellage in eine andere Einstellage befördert werden kann, in welcher nach Schließung des Schalters 52 die schrittweise Prüfung ihrer Spalten fortgesetzt wird. Eine derartige Tabulatoreinrichtung, welche die Ausschaltung des Hemmwerks innerhalb eines gewissen Kartenfeldes ermöglicht, ist bekannt unji kann auch bei einer Maschine gemäß der Erfindung ohne weiteres An wen- >t>5 dung finden, ohne daß es einer näheren Erläuterung von Einzelheiten bedarf.
Die neue Vorrichtung gestattet auch die Prüfung von Lochkarten, die in den Kartenspalten nach einem Lochkombinationsschlüssel > >° gelocht sind. In diesem Falle muß der Benutzer für die Prüfung jeder Kartenspalte alle Tasten drücken, die den Lochstellen entsprechen, in denen sich Löcher befinden sollen. Wenn z.B. in einer Kartenspalte Löcher in i>5 der achten und in der neunten Lochstelle vorhanden sein sollen, dann muß sowohl die achte als auch die neunte Prüftaste 37 gedrückt werden, weil für diese beiden Lochstellen die Kontaktarme 54a durch Erregung der zugehörigen Magnete 54 umgelegt worden sind, so daß an diesen beiden Stellen der
Stromweg zwischen den Drähten 57 und 59 unterbrochen ist und somit zur Schließung der Unterbrechungsstellen die Schließung der beiden zugeordneten Kontakte 43. erforder-S lieh ist.
In solchen Fällen, in denen die Mannigfaltigkeit der Lochkombination gering ist, wird der Benutzer wenig Schwierigkeit haben, die Tasten auszuwählen, welche angeschlagen werden xnfesien, um eine gewisse einer bestimmten Größe nach einem Schlüssel entsprechende Lochkombination zu überprüfen. Wenn es sich aber um die Prüfung von Karten handelt, welche Buchstabendruck
• 5 steuern sollen, so daß die Lochkombinationen nach einem Lochschlüssel für das ganze Alphabet hergestellt sein müssen und Lochkombinationen aus mehr als zwei Löchern in Frage kommen, dann ist erhebliche Geschicklichkeit notwendig, um den Lochkombinationsschlüssel im Kopf zu behalten und die Prüftasten richtig anzuschlagen. Um dieser Schwierigkeit Rechnung zu tragen, kann gemäß der Erfindung eine Tastatur ähnlich der
as bei Schreibmaschinen Anwendung finden, welche die Wirkung der Tasten auf mehrere der Kontaktpaare 42, 43 entsprechend dem gewählten Lochkombinationsschlüssel hervorbringt. Zu diesem Zweck können Magnete zur Betätigung der beweglichen Kontaktzungen der Kontakte 42, 43 vorgesehen sein, welche von einer Buchstabentastatur aus geschaltet werden.
Gemäß Fig. 6 steht jede Taste 37 und auch die Springtaste mit dem freien Ende eines Ankerhebels 60, der bei 61 drehbar gelagert ist, in Verbindung. Ein Magnet 62 vermag bei seiner Erregung den Ankerhebel 60 anzuziehen und dadurch eine Taste 37 in der
♦° gleichen Weise niederzudrücken, als ob sie von Hand angeschlagen würde.
Nach der Darstellung der Fig. 7 ist eine Prüf tastatur, bestehend aus Tasten 63, in iähnlicher Weise vorgesehen, wie sie etwa eine
Schreibmaschine aufweist. An jedem Tastenhebel ist eine Zugstange 64 angelenkt, welche an einem Winkelhebel 65 angreift, der an seinem freien Ende mit einer Isolierrolle ausgerüstet ist. Der Anschlag einer Taste 63 vermag Paare von Kontakten 70, 71 zu schließen, die unmittelbar über der Isolierrolle angeordnet sind. Jedes Kontaktpaar 70, 71 wird von einer unteren Kontaktfeder 66, einer mittleren Kontaktfeder 67 und einem oberen Kontaktträger 68 gebildet. Wie aus dem Stromschema der Fig. 8 ersichtlich ist, ist jeder obere Kontaktträger 68 durch einen allen gemeinsamen Stromleiter 69 an den Hauptstromleiter 53a angeschlossen. Jede mittlere Kontaktfeder 67 und jede untere Kontaktfeder 66 ist durch einen Draht mit einer Kontaktschiene 72 bzw. 72a verbunden.
Zu jeder Taste gehört ein Schienenpaar 72, 72a, und alle Schienenpaare 72, J2,a erstrecken sich quer zu einer Reihe von Kontaktschienen 73, die einzeln an die Wählermagnete 62 angeschlossen sind. Schrauben 74 stellen leitende Verbindungen der Schienen 72 und 72a mit den Kontaktschienen 73 her, 7» wobei die Lage der Schrauben 74 so gewählt ist, wie es für die Herstellung von Stromwegen entsprechend einem bestimmten Lochkombinationsschlüssel erforderlich ist.
Man erkennt, daß der Strom vom Haupt-Stromleiter S3ß durch den Draht 69 über ausgewählte Kontakte 70,71 und von diesen über die zugehörigen Kontaktschienen 72, 72a zu den Kontaktschienen 7$ und den Magnetwicklungen 62 und von diesen durch den Draht 75 zum zweiten Hauptstromleiter ζ6α geht. Beim Anschlag einer Taste 63 wird, wenn die der Prüfung unterliegende Kartenspalte Löcher besitzt, die den Tasten 37 entsprechen, die durch die erregten Magnete 62 betätigt werden, der Stromkreis durch den Schaltmagneten 30 geschlossen, so daß der Kartenschlitten um einen Schritt vorgeschaltet wird und die nächste Kartenspalte in die Abfühlstellung gelangt.
Die Zwischenraumtaste der üblichen Schreibmaschinentastatur kann auf den •Springkontakt 49 wirken, um einen Sprung des Kartenschlittens herbeizuführen, oder diese Zwischenraumtaste kann ein Kontaktpaar ?ia für einen Zwischenraummagneten 62α schalten.
In Fig. 5 ist eine abgeänderte Schaltungsanordnung für ein Prüfstromkreissystem veranschaulicht, wobei die Relaismagnete 54 im Nebenschluß zu Widerständen R liegen, die in ihrer Mitte durch einen Draht 80 an den Hauptstromleiter 56 angeschlossen sind. Die Enden der Relaismagnete 54 sind leitend mit den Kontaktkugeln 13 und mit zu den Kon- lo5 takten 43 gehörigen Kontaktstücken verbunden, wobei die Kontakte 43 durch einen Draht 81 und die Kontaktkugeln 13 durch die Kontaktwalze 14, Kontaktkugel I3ß und den Schalter 52 an den Hauptstromleiter 53 an- i»° geschlossen sind.
Die Magnete 54 ziehen, wenn sie erregt werden, ihre Ankerkontaktarme 54a an, so daß die Kontakte 54C geöffnet werden. Diese Kontakte sind, solange die Magnete 54 nicht erregt sind, geschlossen und stellen einen Stromkreis wie folgt her: Hauptstromleiter 56, Draht 80, Draht 82, Kontakte 54,., Kontaktarme 54a, Draht 83, Kontakt 49, der beim Anschlagen irgendeiner Taste geschlossen wird, Magnet 30 zum Hauptstromleiter 53.
Wenn ein Loch in der Karte nicht mit der
angeschlagenen Prüftaste übereinstimmt oder wenn irgendeine sonstige Falschlochung vorliegt, dann entsteht eine Potentialdifferenz an den Enden des Relaismagneten, und die Erregung des Magneten verursacht demzufolge eine Verstellung des den Anker bildenden Kontaktarmes 54a, so daß keine Schließung des Schaltmagnetenstromkreises zustande kommt. Wenn z. B. eine Prüftaste gedruckt
ίο wird, welche einer Lochpunktstelle der Karte entspricht, an welcher sich kein Loch befindet, dann kommt folgender Stromkreis zustande: Iiauptstromleiter 53, Draht Si, geschlossener Kontakt 43, zugehöriger Relaismagnet 54, linke Hälfte des Widerstandes R, Draht 84, Draht 80, zweiter Hauptstromleiter 56. Wenn ein Loch an einer bestimmten Lochstelle der abgefühlten Kartenspalte vorhanden ist und die zugehörige Taste wird nicht gedrückt, dann ist der Stromverlauf wie folgt: Hauptstromleiter 53, Schalter 52, Kontaktkugel i3a. Kontaktwalze 14, Loch in der Karte, Kontaktkugel 13, Relaismagnetwicklung 54, rechtsseitige Hälfte des Widerstandes R, Drähte 84 und 80 zum zweiten Hauptstromleiter 56.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Prüfen der Lochungen in Lochkarten für statistische Zwecke unter elektrischer Abfühlung der Kartenlocher gemäß Patent 626 888 mit einem im Arbeitsstromkreis des Schaltelektromagneten liegenden Kontakt, der bei jedesmaliger Betätigung eines Prüforgans geschlossen wird, gekennzeichnet durch ein im Arbeitsstromkreis des' Schaltelektromagneten angeordnetes System von hintereinandergeschalteten, den verschiedenen Lochpunktstellen paarweise zugeordneten Doppelkontakten (42, 43, 54^, 54,,)', von denen der eine (54S, 54^) durch einen unter Lochabfühlung stehenden Elektromagneten (54) umgestellt wird und dadurch den Anzeigestromkreis vorbereitet, während der andere (42, 43) jedes Paares durch Betätigung eines Prüforgans (Taste 37) umgestellt wird, so daß bei gemeinsamer Umstellung der zu einer Lochpunktstelle gehörigen Doppelkontakte eines Paares der Stromkreis für den Schaltmagneten (30) geschlossen wird, der in Verbindung mit der von ihm veranlaßten Schaltung die Rückstellung des durch Lochabfühlung umgestellten Kontakts (546, 54C) veranlaßt.
  2. 2. Abänderung der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter Ersatz der Paare von hintereinandergeschalteten Doppelkontakten durch Paare von hintereinandergeschalteten Einzelkontakten die Magnetwicklungen (54) mit ihrem einen Ende je an einem der Kontakte (43) der Kontaktpaare (43, 54,) und mit dem anderen Ende je an einem der Abfühlorgane (13) angeschlossen sind, von denen jedes mit dem einen Pol einer Stromquelle verbunden ist und im Nebenschluß zu einem Widerstand (R) liegt, dessen Mitte mit dem anderen Pol der Stromquelle verbunden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    BEKUN. GEDBUCKT IN HEB
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US2788663A (en) * 1954-05-17 1957-04-16 Ibm Electronic verifier

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