DE159454C - - Google Patents

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DE159454C
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DE
Germany
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station
train
switch
circuit
key
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DENDAT159454D
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English (en)
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L23/00Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
    • B61L23/22Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in two directions over the same pair of rails

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektromagnetische Zugdeckungseinrichtung für solche Linien, deren Stationen nur einfache, von Hand bediente und mit Weichen-Schlössern versehene Stellvorrichtungen besitzen.
Das Hauptmerkmal der Erfindung besteht darin, daß durch Blockschlüssel in beiden Stationen elektrische Umschalter gestellt werden, durch welche sowohl der Stromkreis für das Abfahrtsignal der einen Station als auch ein Blockstromkreis geschlossen werden. Letzterer gibt erst dann die Schlüssel zu einer erneuten Umstellung der Umschalter frei, wenn der Zug die Strecke verlassen und dabei den Blockstromkreis unterbrochen hat.
Auf den Zeichnungen zeigt
Fig. ι das Stromlaufschema,
Fig. 2 eine Vorderansicht und
Fig. 3 eine Ansicht der Blockeinrichtung bei abgenommenem Deckel.
Die beiden Stationen sind mit A und B bezeichnet. Die Deckungseinrichtung besteht im wesentlichen aus folgenden Teilen:
Zwei durch je einen Schlüssel d gestellte Vielfachunterbrecher c, welche senkrecht an der Vorderwand des Stationsgebäudes befestigt sind, dienen zur gegenseitigen Verständigung der beiden Stationen miteinander, zur Einstellung der Signale und zur Verriegelung des Schlüssels e der Einfahrtsweiche oder des Antriebhebels des Zentralweichen- und Signalstellwerkes. Dieser Schüssel ist in bekannter Weise so eingerichtet, daß er nicht aus dem Weichenschlosse herausgezogen werden kann, wenn die Weiche nicht die richtige Stellung einnimmt.
ff sind hörbare und sichtbare Abfahrtsignale mit elektrischem Antriebe.
g g sind Stromunterbrecher, welche beim Fahren des Zuges über die Einfahrtsweiche der Ankunftstation den Blockstromkreis öffnen.
h h sind zwei Druckknopfunterbrecher, welche mit geschlossenem Kontakte plombiert sind und in Notfällen bei Beschädigung der Unterbrecher g g diese ersetzen.
i i sind zwei elektrische Läutewerke, welche je durch einen Stromkreis m mittels Relais / mit Strom versorgt werden. Der Stromkreis m dient gleichzeitig für das Signal f. Durch den Stromkreis η werden die Schlüssel d geblockt und durch Stromkreis 0 wird der Anruf der Stationen untereinander bewirkt.
ρ sind Unterbrecher mit konischer verbleiter Spitze und angeschlossenem Galvanoskop, welche in die eine die Stationen verbindende Leitung geschaltet sind, um den Streckenwärtern die Abfahrt eines Zuges anzuzeigen. Auch können durch diese Unterbrecher bei Unfällen auf der Strecke die Stationen benachrichtigt und daran verhindert, werden, Züge abfahren zu lassen.
Der Arbeitsgang der einzelnen Teile der Blockeinrichtung ist folgender:
Wenn der Schlüssel d (Fig. 2 und 3) in die Öffnung q gesteckt und umgekehrt zur Uhrzeigerbewegung gedreht wird, so wird der Anker 67 mit der Platte 68 gehoben, so
daß letztere die Elektromagnetkerne 41 berührt. Gleichzeitig wird der Kontakt 11 geöffnet und die Kontakte 25 und 36 werden geschlossen. Nach der Drehung kann der Schlüssel nicht wieder aus dem Gehäuse entfernt werden.
Wenn in die Öffnung r der Weichenverriegelungsschlüssel e hineingesteckt und um einen gewissen Winkel gedreht wird, so wird der Schieber 69 nach rechts verstellt. In dieser Stellung kann der Schlüssel e nicht mehr aus der Öffnung r herausgezogen werden. Durch die Verschiebung des Schiebers 69 ist die Sperrung Ji des Ankers JO aufgehoben, aber durch die Ansätze 72 und 73 eine Bewegung des Winkelhebels 74 verhindert.
Wenn der bewegliche Teil der Gehäuseplatte s nach links verstellt wird, wird die
öffnung q geschlossen und t geöffnet. Außerdem dreht der auf der inneren Seite der Platte s befestigte Arm u den kleinen Hebel 75 (Fig. 3) gegen den Ansatz 76 und bewirkt hierdurch eine Sperrung des Kontakt-
trägers JJ und das Öffnen des Kontaktes 61. Wird in der Normalstellung der Platte s (Fig. 2) der Knopf ν nach links geschoben, so wird dadurch mittels des Kontaktträgers JJ der Kontakt 53, falls er geschlossen war, geöffnet und der Kontakt 61 geschlossen, wenn der Hebel 78 sich in der dargestellten Normalstellung befindet.
Wird der Knopf χ (Fig. 2) nach links geschoben, so öffnet der Winkelhebel 74 (Fig. 3) den Kontakt 2 und schließt den Kontakt 1. Nach Freigabe des Knopfes fällt der Hebel durch sein Eigengewicht wieder in die dargestellte Normalstellung zurück.
Wenn der Schlüssel d in die öffnung t eingeführt und dort gedreht wird, so wird der Anker 70 mit der Platte 79 bis an die Elektromagnetkerne 51 gehoben und hierdurch der Kontakt 16 geöffnet, während die Kontakte 37, 26 geschlossen werden. Der Schlüssel kann in dieser Stellung nicht herausgezogen werden, da sein Bart nicht mehr mit der öffnung zusammenfällt. Außerdem verhindert dieser Schlüssel, daß die Platte s in die dargestellte Normalstellung zurückgeschoben wird. Durch die Sperrung Ji wird der Schieber 69 in der umgelegten Stellung festgehalten und dadurch der Weichenschlüssel e in öffnung r geblockt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Zugdeckungseinrichtung ist folgende:
Soll ein Zug von Station A nach Station B abfahren, so wird der Knopf χ nach links bewegt und dadurch (Fig. 1 und 3) der Kontakt ι geschlossen und Kontakt 2 geöffnet.
Durch das Relais I wird ein Lokalstromkreis der Stromquelle 54 über das Läutewerk i geschlossen. Durch zweimaliges Verschieben des Knopfes χ ertönt das Läutewerk i zweimal. Die Station B beantwortet das Signal in der gleichen Weise. Durch die richtige Einstellung der Einfahrtsweiche gelangt die Station B in den Besitz des Schlüssels e. Kurz vor der Abfahrt verständigen sich die beiden Stationen nochmals durch ein dreimaliges Klingelzeichen. Darauf verschiebt Station B die Platte s und durch Schlüssel e den Schieber 69. Wird, nun mittels des Schlüssels d in Station B der Anker 70 und gleichzeitig mittels des Schlüssels d in Station A der Anker 67 gehoben, so werden die Kontakte 36 in Station A und die Kontakte 37 in Station B geschlossen, so daß der Strom der Stromquelle 38 der Station A über 39, 40, 41, 42, 43, 36, 44, 45, Streckenleitung 46 zur Station B, dort über 47, g, h, 48, 49, 37, 51, 52, 50 Erde zurück nach Station A und zur Stromquelle 38 fließen kann. Hierdurch halten die Elektromagnete 41 auf Station A und 51 auf Station B die zugehörigen Anker in der gehobenen Stellung und sperren dadurch die Schlüssel d. Außerdem wird durch die gehobenen Anker in Station A der Kontakt 25 und in Station B der Kontakt 26 geschlossen, dagegen in A der Kontakt 11 und in JB der Kontakt 16 unterbrochen. Infolgedessen kann der Strom der Stromquelle 3 der Station A folgenden Weg nehmen: Station A von Erde, über 3, 4, 27, 28, 29, 30, 25, 31, 32, Streckenleitung 18 nach Station B, dort über 18, 32, 33, 34, 26, 35, 23, 24 zur Erde. Hierdurch wird in Station A der Elektromagnet 28 erregt, so daß der Hebel 78 den Kontakt 53 schließt und einen Stromkreis der Stromquelle 54 in Station A (Fig. 1) über 55, 56, 57, 53, 58, 59, 60 und das Abfahrtsignal / herstellt.
Nach Abfahrt des Zuges wird durch Verschieben des Knopfes ν nach links in Station A der Kontakt 53 geöffnet und dadurch das Abfahrtsignal f zur Ruhe gebracht.
Wenn der Zug bei der Ankunft in Station B die Einfahrtsweiche und den Unterbrecher g überfahren hat, wird durch letzteren oder die Notschalter der Stromkreis η unterbrochen. Die Elektromagnete 51 in Station B und 41 in Station A lassen ihre Anker fallen. Dadurch werden in Station B die Schlüssel d und e und in Station A der Schlüssel d freigegeben.
Da durch die abfallenden Anker auch der Stromkreis ο unterbrochen wird, so läßt auch der Elektromagnet 28 in Station A den Hebel 78 abfallen. Hierdurch wird der Kontakt 61, damit ein Stromkreis über das Läutewerk i geschlossen und so die Ankunft des Zuges in Station B der Station A angezeigt. Durch Verschieben des Knopfes ν nach rechts

Claims (1)

  1. wird das Läutewerk wieder abgestellt. Sämtliche Teile befinden sich nun wieder in der Grundstellung.
    Wenn der Zug auf der Strecke stillsteht und der Stromkreis ο durch Herausziehen eines Steckstiftes aus einem der Unterbrecherp unterbrochen wird, so fällt der Hebel 78 (Fig· 3) durch sein Eigengewicht zurück und schließt den Kontakt 61, so daß durch das Läutwerk i der Wärter der Abfahrtstatiön ein Zeichen geben und sie von dem Ort benachrichtigen kann, an welchem der an der Weiterfahrt verhinderte Zug festliegt.
    Patent-vYnspruci-i :
    Zugdeckungseinrichtung, bei welcher durch Vielfachumschalter die Abfahrt aus der einen Station erst dann gestattet werden kann, wenn die andere Station die Zustimmung gegeben hat, dadurch gekennzeichnet, daß jn der den Zug empfangenden Station (B) erst nach Beseitigung einer Sperrung durch den Verriegelungsschlüssel (e) der Einfahrtsweiche ein elektrischer Umschalter (70) mittels eines Blockschlüssels (d) bewegt werden kann und dadurch, wenn gleichzeitig in der den Zug ablassenden Station (A) durch den zu dieser Station gehörigen Blockschlüssel ein Umschalter (67) umgestellt ist, sowohl ein durch einen Elektromagneten (28) das Abfahrtsignal in der einen Station (A) einschaltender Stromkreis (0) als auch ein Blockstromkreis (n) geschlossen werden, wobei durch diesen die Umschalter (67, 70) mittels Elektromagnete (41, 51) so lange gesperrt bleiben, bis nach Überfahren der Einfahrtsweiche der Blockstromkreis (n) durch den Zug oder von Hand unterbrochen wird.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
    Berlin. Gebrückt in der Reichsdruckerei.
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