DE464180C - Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrichtung eines Zugs - Google Patents

Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrichtung eines Zugs

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Publication number
DE464180C
DE464180C DES80890D DES0080890D DE464180C DE 464180 C DE464180 C DE 464180C DE S80890 D DES80890 D DE S80890D DE S0080890 D DES0080890 D DE S0080890D DE 464180 C DE464180 C DE 464180C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact
switch
train
rail
travel
Prior art date
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Expired
Application number
DES80890D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hermann Arndt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE464180C publication Critical patent/DE464180C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L25/00Recording or indicating positions or identities of vehicles or trains or setting of track apparatus
    • B61L25/02Indicating or recording positions or identities of vehicles or trains
    • B61L25/04Indicating or recording train identities

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 10. AUGUST 1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Oi GRUPPE
SSo8goIl\2oi Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 26. Juli
Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrichtung eines Zugs
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1927 ab
Das Erscheinen der Schilder zur Anzeige der Fahrtrichtung eines Zuges auf Bahnhöfen mit Verzweigungen wurde bisher auf mechanischem oder elektrischem Wege von den Bahnsteigbeamten bewirkt. Hierbei sind jedoch Irrtümer unvermeidlich, und die hierdurch erfolgende falsche Fahrtrichtungsanzeige führt zur Beunruhigung des Publikums. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, um die Anzeige der Fahrtrichtung eines Zuges von der Zuverlässigkeit der Stationsbeamten unabhängig zu machen. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß der von den Beamten zu bedienende Schalter,.
welcher das Erscheinen des Fahrtrichtungsanzeigers bewirkt, in einem Stromkreis liegt, der über einen Kontakt an der zu dem betreffenden Fahrtrichtungsanzeiger gehörigen Weiche führt, wobei dieser Kontakt nur geschlossen wird, wenn die betreffende Weiche die für die einzustellende Fahrtrichtung notwendige Lage einnimmt. Zweckmäßig wird man dann die Fahrtrichtungsanzeige durch den Stellwerkbeamten erfolgen lassen, da dieser auch die Umstellung der Weichen vornimmt.
Ein Beispiel für den Gegenstand der Erfindung ist in Abb. 1 dargestellt. Hinter dem Bahnhof^ zweigen von dem Hauptgleis 4 zwei weitere Gleise 5 und 6 und zwei Reservegleise 7 und 8 ab. Nach diesen fünf Gleisen muß eine Fahrtrichtungsanzeige möglich sein. Hierfür sind fünf Tasten 14 bis 18 vorgesehen. Es sind ferner noch drei weitere Tasten 11, 12 und 13 vorhanden, welche die Schilder »Leerzug«, »Nicht einsteigen«, »Bestellter Zug« o. dgl. erscheinen lassen. Durch Niederdrücken einer der Tasten wird der Stromkreis über den Magnetschalter 9 und einen Kontakt 10 am Relais 19 geschlossen. Das Relais 19 erhält über eine isolierte Schiene bzw. einen Schienenkontakt 20 Strom. Dieser Strom wird unterbrochen, sobald der Zug die isolierte Schiene befährt. Im Ruhezustande ist der Anker des Relais 19 angezogen. Die Tasten sind in bei Ablaufanlagen bekannter Weise durch ein gemeinsames Glied so miteinander gekuppelt, daß nach dem Niederdrücken einer Taste alle anderen Tasten gesperrt sind. Diese Sperrung soll erst aufgehoben werden, sobald der Zug die isolierte Schiene 20 befahren hat. Um dies zu erreichen, wird die Aufhebung der Tastensperre durch einen Elektromagneten 29 bewirkt, der über einen Kontakt 30 am abgefallenen Anker des Relais 19 Strom erhält. Am Magnetschalter 9, der durch Niederdrücken einer Taste zum Anziehen gebracht wird, befindet sich ein Kontakt 39, der durch Anziehen des Schalters geschlossen wird und den Strom zu den Stellrelais 21 bis 28 schließt. In den Leitungen zu den Stellrelais
*) Von dem Patentsitcher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Hermann Arndt in Berlin.
liegen Kontakte 31 bis 38, die sich an den gleichen Tasten befinden wie die Kontakte 11 bis 18. Die Stellrelais schließen beim Anziehen ihres Ankers' Kontakte 41 bis 46 in den Leitungen, die das Erscheinen der Fahrtrichtungsanzeiger 51 bis 56 bewirken. Das Erscheinen der Fahrtrichtungsanzeiger 54, 55, 56 soll nun von der richtigen, für den betreffenden Zug notwendigen Stellung der Weichen abhängig gemacht werden, damit eine falsche Fahrtrichtungsanzeige ausgeschlossen ist. LTm dies zu erreichen, werden in den zu den Fahrtrichtungsanzeigern 54 bis 56 gehörigen Leitungen entsprechende Weichenkontakte vorgesehen. In der Leitung 40 zu dem Fahrtrichtungsanzeiger 54 für Gleis 4 befinden sich die beiden Kontakte 64 und 74. 64 ist ein Kontakt an der Weiche i, 74 ein Kontakt an der Weiche 2. Diese Kontakte sind bei Plusstellung der Weichen geschlossen. In der Leitung 49 zu dem Fahrtrichtungsanzeiger 55 für Gleis 5 befinden sich drei Kontakte. Von diesen ist 65 ein Kontakt an der Weiche 1, bei Plusstellung geschlossen, 75 ein Kontakt an der Weiche 2, bei Minusstellung geschlossen, 85 ein Kontakt an der Weiche 3, bei Plusstellung geschlossen. In der Leitung 50 zum Fahrtrichtungsanzeiger 56 für Gleis 6 befinden sich drei Kontakte. Von diesen ist 66 ein Kontakt an der Weiche 1, bei Plusstellung geschlossen, 76 ein Kontakt an der Weiche 2 und 86 ein Kontakt an der Weiche 3, beide bei Minusstellung der Weichen geschlossen. Soll nun für einen Zug, der nach Gleis S fährt, der Fahrtrichtungsanzeiger 55 erscheinen, so muß der Stationsbeamte die zugehörige Taste niederdrücken. Er schließt damit die Kontakte 15 und 35. Durch Schließen der Taste 15 erhält der Magnetschalter 9 Strom über den Kontakt 10, falls die isolierte Schiene 20 nicht von einem Zuge besetzt ist. Durch Anziehen des Magnetschalters 9 wird der Kontakt 39 geschlossen, so daß das Relais 25 über den geschlossenen Kontakt 35 Strom erhält. Durch Anziehen des Relais 25 wird der Kontakt 45 in der Leitung 49 zum Fahrtrichtungsanzeiger 55 geschlossen. Leitung 49 er-So hält jedoch nur Strom, wenn die Weichen 1 und 3 auf + und die Weiche 2 auf — stehen, d. h. also die Kontakte 65, 75 und 85 geschlossen sind. Läßt der Stationsbeamte die Taste wieder los, so erhält der Magnetschalter 9 weiter Strom über einen Selbstschlußkontakt 59. Überfährt nun der Zug die isolierte Schiene 20, so wird das Relais 19 kurzgeschlossen, läßt seinen Anker fallen, der Kontakt 10 wird unterbrochen, Magnetschalter 9 fällt ab; dadurch wird Kontakt 39 unterbrochen, Relais 25 fällt ab, Kontakt 45 wird unterbrochen und der Fahrtrichtungsanzeiger 55 verschwindet. Durch das Abfallen des Relais 19 wird gleichzeitig der Kontakt 30 geschlossen. Der Sperrmagnet 29 erhält Strom und beseitigt die Sperrung der Tasten, die durch Niederdrücken der Taste 15 herbeigeführt war.
Um es nun dem Stationsbeamten zu ermöglichen, daß er vor allem bei starker Zugfolge im voraus für mehrere Züge die Einstellung der erforderlichen Fahrtrichtungsanzeiger vorbereiten kann, kann man gemäß der Erfindung einen Speicher vorsehen, der ähnlich wie bei Ablaufanlagen eine vorherige Festlegung der nacheinander erforderlichen Stromkreise ermöglicht.
Ein Beispiel hierfür ist in Abb. 2 schematisch dargestellt. Hierbei sind so viel Schienen 91 bis 98 angeordnet, als in Abb. 1 Tastenkontakte vorgesehen sind. Diese Schienen werden gekreuzt von so viel Schienen ιοί, 102, 103 usw., als Fahrten vorher eingestellt werden sollen. Jede der Schienen 101 ff. kann mit den Schienen 91 bis 98 durch Steckkontakte 60 verbunden werden. Die Schienen 91 bis 98 führen zu Lauf schaltern in bis 118, die beim Anziehen ihres Ankers die Tastenkontakte bzw. diesen entsprechende Kontakte 11 bis 18 schließen. Über die Schienen 101, 102 ff. hinweg kann ein Kontakt 69 bewegt werden, der über eine Leitung 70 mit einem Kontakt 79 an dem Relais 19' (Abb. 1) oder einem besonders angeordneten Relais 80 in Verbindung steht. Der Kontakt 69 wird von einer Schiene zur anderen weiterbewegt durch einen Schrittschaltermagneten 89, an dessen Anker sich ein Kontakt 90 befindet, der in der Leitung 70 liegt und bei abgefallenem Schrittschaltermagneten geschlossen ist. Der Schrittschaltermagnet 89 hat im Ruhezustande Strom über den Kontakt 79 am Relais 80. Beim jedesmaligen Befahren der Weiche 1 wird das Relais 80 stromlos, unterbricht durch Abfallen seines Ankers den Kontakt 79, der Schrittschaltermagnet läßt seinen Anker fallen und schiebt hierbei den Kontakt 69 auf die nächste der Schienen. In der Abbildung z. B. würde der Kontakt 69, der auf der Schiene 101 steht, nunmehr auf die no Schiene 102 gelangen. Fällt dann der Schrittschaltermagnet 89 wieder ab, so wird Kontakt 90 geschlossen, und der Lauf schalter 114 xhält nun Strom auf dem Wege: Stromquelle, Lauf schalter 114, Schiene 94, Steckkontakt oder Schieber 6o3 Schiene 102, Kontakt 69, Leitung 70, Kontakt 90 und den nunmehr wieder geschlossenen Kontakt 79 am Relais 80, Durch Anziehen seines Ankers schließt der Lauf schalter 114 den Kontakt 14 zu dem Stellrelais 24, welches durch Anziehen seines Ankers den Kontakt 44 zu dem Fahrt-
richtungsanzeiger 54 schließt. Je nachdem welche der sich kreuzenden Schienen durch Steckkontakte 60 miteinander verbunden sind, werden in bestimmter Reihenfolge die verschiedenen Fahrtrichtungsanzeiger beim jedesmaligen Weiterschieben des Kontaktes 69 durch den Schrittschaltermagnet 89 zum Erscheinen gebracht. Man kann die Einrichtung auch so treffen, daß durch Anziehen des Schrittschaltermagneten die Weiterbewegung des Kontaktes 69 bewirkt wird. Die Speicheranlage in dieser Ausführung hat vor allem den Vorteil, daß auch nach erfolgter Einstellung der einzelnen Kontakte oder Schieber 60 noch ein Umdisponieren ohne Störung erfolgen kann. In der Leitung zu dem Schrittschaltermagneten kann noch ein Handschalter 99 angeordnet werden, der eine Betätigung des Schrittschaltermagneten unabhängig vom automatischen Betriebe ermöglicht.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    r. Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrichtung eines Zugs, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Beamten zu bedienende Schalter, welcher das Erscheinen des Fahrtrichtungsanzeigers bewirkt, in einem Stromkreis liegt, der über Kontakte an den zu dem betreffenden Fahrtrichtungsanzeiger gehörigen Weichen führt, wobei diese Kontakte nur geschlossen sind, wenn die betreffenden Weichen die für die einzustellende Fahrtrichtung notwendige Lage einnehmen.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für sämtliche zu den einzelnen Fahrtrichtungsanzeigern gehörigen Stromkreise ein gemeinsames Auslöserelais (9) angeordnet ist, das durch einen vom Zuge zu befahrenden Schienenkontakt (10), eine isolierte Schiene
    o. dgl. betätigt wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Niederdrücken einer Taste die anderen Tasten gesperrt gehalten werden und die Sperrung durch Befahren der isolierten Schiene oder des Schienenkontaktes beseitigt wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Speicheranlage, durch welche die einzelnen nacheinander einzustellenden Fahrtrichtungsanzeiger im voraus festgelegt werden und ein Umdisponieren während des Betriebes ermöglicht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES80890D 1927-07-29 1927-07-29 Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrichtung eines Zugs Expired DE464180C (de)

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