DE213609C - - Google Patents

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DE213609C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L29/00Safety means for rail/road crossing traffic
    • B61L29/24Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning
    • B61L29/28Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning electrically operated
    • B61L29/288Wiring diagram of the signal control circuits

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Patentschrift
-Λ* 213609 KLASSE 20«. GRUPPE
JAKOB GOLDSCHMIDT in CÖLN.
Elektrische Signalvorrichtung für Eisenbahnen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Mai 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine Warnvorrichtung für eingleisige Strecken, bei der die die Stromkreise für die Signale schließenden Kontakte nach ihrer Einschaltung durch den darüberfahrenden Zug selbsttätig gesperrt und erst nach längerer Zeit, während der die Signale in Tätigkeit bleiben, mit dem Schließen eines zweiten Kontaktes wieder in ihre Ruhestellung gelangen und den Stromkreis für die Signale
ίο unterbrechen.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, daß die Einschaltkontakte nebeneinander gelegt und über eine gemeinsame Stromquelle mit den zugehörigen Ausschaltkontakten so verbunden sind, daß sie durch Schließen des jeweils letzten Ausschaltkontaktes in die Ruhelage gelangen und die Signale unterbrechen. Fig. ι zeigt die Vorrichtung in der Ruhestellung und
Fig. 2 in der Arbeitsstellung.
Die Vorrichtung ist als für beide Zugrichtungen auf demselben Gleis verwendbar eingerichtet. Die Stromschließung und Stromunterbrechung in den einzelnen an die Batterie 23 angeschlossenen Leitungen a, b, c, d, e, f und g wird durch Kontakte bewirkt, von denen 1-2, 3-4 der Leitungen e,f, g zum Einschalten der Signale 13, 14 und 5-6, 7-8 der Leitungen a, b, c, d zum Ausschalten der Signale dienen. Die beweglichen Teile 1, 3, 5 und 7 dieser Kontakte sind an die Enden von einarmigen, um feste Drehpunkte 15, 16, 17 und 18 beweglichen Hebeln 19, 20, 21 und 22 angeschlossen, die durch Zugfedern 9, 10, 11 Und 12 für gewöhnlich in ihrer Offenstellung gehalten werden.
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Die beweglichen Kontaktteile werden durch Stangen 24, 25, 26, 27 in ihre Schließlage gebracht, wenn die in Unterbrechungen 32, 33, 34, 35 des Gleises 36 angeordneten Druckteile 28, 29, 30, 31 beim Darüberfahren des Zuges durch die Räder niedergedrückt werden, was ein Senken der Hebel 19, 20, 21, 22 und somit die Herstellung der Kontakte zur Folge hat.
Während nun die Ausschaltkontakte 5-6, 7-8 mit dem Aufhören des Raddruckes sofort wieder in die Offenstellung zurückschnellen, werden die Einschaltkontakte 1-2, 3-4 in ihrer Schließstellung so lange gesperrt, bis sie unter der Einwirkung der Ausschaltkontakte wieder freigegeben werden.
Zu diesem Zwecke ist folgende Einrichtung vorgesehen: Bei ihrem Niederdrücken gleiten die beweglichen Teile 1, 3 der Einschaltkontakte mit Schrägen 37, 38 über· entsprechende Schrägen 39, 40 von Ankern 41, 42, die in dem Augenblicke, wo die Kontakteile 1, 3 die Schließlage erreichen, wieder freigegeben werden, unter dem Einfluß von Federn. 43, 44 in ihre Anfangslage zurückschnellen und die Kontakte sperren. Die Kontaktteile 1, 3 bleiben so lange in ihrer Sperrlage festgehalten und demzufolge die Signale 13, 14 in Tätigkeit, bis mit dem Schließen der Ausschaltkontakte 5-6, 7-8 die Elektromagnete 45, 46 erregt und dadurch die Anker 41, 42 angezogen werden, die nach dem Aufhören der Erregung infolge des öffnens der Ausschaltkontakte unter dem Einflüsse ihrer Federn in die Anfangslage zurückgelangen, so daß damit die Ruhestellung der · ganzen Vorrichtung wieder eingetreten ist.
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Je nachdem man nun den Abstand zwischen den Einschalt- und den Ausschaltkontakten vergrößert oder verkleinert, kann man die Dauer der Tätigkeit der Signale 13, 14 nach Wunsch einrichten; zweckmäßig wird man ihn möglichst groß, jedenfalls größer als die größte Zuglänge wählen.
Die paarweise Anordnung der Einschalt- und Ausschaltkontakte sowie der Signale ermöglicht, daß die Vorrichtung ganz unabhängig von der Fahrtrichtung des Zuges wirkt, was ja bei eingleisigen Bahnstrecken überhaupt erforderlich ist, ferner aber auch, daß der betreffende Beamte an dem Ertönen des einen oder des anderen Signales sofort erkennen kann, aus welcher Richtung sich ein Zug nähert.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Fährt ein Zug in der Richtung von A nach B, so überfährt er zunächst den Ausschal tkontakt 5, 6, 30 und schließt und öffnet dessen Stromkreis in α und a-d, wodurch die Anker 41, 42 der Elektromagnete 45, 46 angezogen und zurückbewegt werden, was in diesem Falle keine Wirkung hervorbringt. Der Zug erreicht sodann den Einschaltkontakt 1, 2, 28, dessen Kontaktflächen 1, 2 selbsttätig durch den Anker 41 gesperrt werden, und schließt den Stromkreis in e, g, wodurch das Signal 13 ausgelöst wird.. Dasselbe findet beim Überfahren des zweiten Einschaltkontaktes 3, 4, 29 statt, indem hier die Kontaktflächen 3, 4 durch den Anker 42 gesperrt werden und durch Schließung des Stromkreises in e, f das andere Signal 14 zum Ertönen gebracht wird. Aus der Reihenfolge, in der das eine oder das andere dieser beiden Signale zuerst ertönt, ist also ohne weiteres die Fahrtrichtung des nahenden Zuges erkenntlich. Der Zug langt schließlich an dem Ausschaltkontakt 7, 8, 31 an und schließt den Stromkreis in b und b-c, wodurch die Anker 41, 42 von den Elektromagneten 45, 46 angezogen werden und die beweglichen Teile 1, 3 der Einschaltkontakte entriegeln, so daß diese Kontakte unter dem Einflüsse ihrer Federn in die Offenlage zurückschnellen, den Strom in den Leitungen e-g und e-f unterbrechen und dadurch die Signale außer Tätigkeit setzen.
Für die andere Fahrtrichtung vollzieht der Ausschaltkontakt 5, 6, 30 das Ausschalten der Signale, während der Ausschaltkontakt 7, 8, wirkungslos bleibt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrische Signalvorrichtung, bei der durch einen fahrenden Zug ein Einschaltkontakt zum Auslösen eines Sign ales an der Strecke niedergedrückt und eine elektrisch gesteuerte Sperre so lange in der Kontaktstellung gehalten wird, bis der weiterfahrende Zug den nächstfolgenden Ausschaltkontakt schließt und durch Erregung eines Elektromagneten die Sperrung des Einschaltkontaktes wieder auslöst, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagnete (45, 46) zweier nebeneinanderliegender Einschaltkontakte (28, 29) über eine gemeinsame Stromquelle derart an die beiden zugehörigen Ausschaltkontakte (3°j 31) angeschlossen sind, daß beim Befahren des jeweils letzten Ausschalt kontaktes die Sperren der beiden Einschaltkontakte ausgelöst werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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