DE438562C - Verteiler mit Fahrtenspeicherung fuer selbsttaetige Ablaufanlagen - Google Patents
Verteiler mit Fahrtenspeicherung fuer selbsttaetige AblaufanlagenInfo
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- DE438562C DE438562C DES72488D DES0072488D DE438562C DE 438562 C DE438562 C DE 438562C DE S72488 D DES72488 D DE S72488D DE S0072488 D DES0072488 D DE S0072488D DE 438562 C DE438562 C DE 438562C
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- 238000004804 winding Methods 0.000 claims 2
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
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- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L17/00—Switching systems for classification yards
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
DEUTSGfTES REICH
AUSGEGEBEN AM
21. DEZEMBER 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Oi GRUPPE (S 72488 ll\2oi)
Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*).
Verteiler mit Fahrtenspeicherung für selbsttätige Ablaufanlagen.
Bei selbsttätigen Ablaufanlagen wird die Umstellung der Weichen durch den Ablauf der
Wagen über Isolierschienen oder Gleiskontakte selbsttätig bewirkt. Hierbei ist für jedes Gleis
ein besonderes Schaltwerk angeordnet, welches durch den Wärter eingeschaltet wird, aber die
Umstellung der Weiche erst bewirkt, wenn der Wagen den letzten Kontakt vor der umzustellenden
Weiche befährt. Dabei ist erforderlieh, daß der Stellwerkswärter in Übereinstimmung
mit den ablaufenden Wagen die einzelnen Tasten betätigt und damit die Schaltwerke in
Gang setzt. Bei diesem Verfahren lassen sich Fehler in der Einstellung durch den Stellwerkswärter
nicht immer vermeiden. Man hat daher besondere Verteiler angeordnet, die es ermöglichen,
von vornherein die Einschaltung der Schaltwerke und Umstellung der für jeden Wagen bestimmten Weiche der Reihe nach festzulegen,
so daß beim Ablauf der Wagen über den ersten Schienenkontakt der Verteiler in Gang gesetzt und der Reihe nach das für jeden
Wagen vorher bestimmte Schaltwerk eingeschaltet wird, während die weitere Betätigung
des betreffenden Schaltwerks durch den Wagen beim Befahren der folgenden Schienenkontakte
erfolgt.
Gemäß der Erfindung wird der Fahrtenwähler oder der die Verteilertasten tragende
Körper drehbar geordnet, so daß nach vorherigem Einstellen der Tasten fortlaufend die
Schaltwerke für die aufeinanderfolgenden Wagen eingeschaltet werden können. Man kann
den Verteiler entweder als Trommel oder als Scheibe o. dgl. ausbilden. Die Ausbildung des
Verteilers gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß einerseits der Ablauf unzähliger Wagen
vorher geregelt werden kann und andererseits, daß während des Ablaufens der Wagen noch
Änderungen in der Tasteneinstellung vorgenommen werden können.
In den Abbildungen sind zwei Ausführungsbeispiele für die Erfindung dargestellt, wobei
in Abb. 1 und 2 der Verteiler als drehbare Trommel ausgebildet ist. Abb. 1 stellt den
Verteiler geschnitten im Aufriß dar, Abb. 2 im Grundriß. Hierbei ist 1 die Trommel, welche
auf ihrem Umfange einzelne Tasten besitzt, wobei in senkrechter^Richtung soVieHReihen
von Tasten 2, 3, 4, 5 angeordnetTsind, als Gleise für die Verteilung in Betracht kommen.
Die t dargestellte Trommel ^ besitzt' auf ihrem
Umfange vier Reihen mit je zwölf Tasten, so daß sich also für zwölf Wagen im voraus das be-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Robert Pfeil in Berlin-Grunewald,
treffende Gleis durch Drücken der entsprechenden
Taste einstellen läßt. 6 stellt den Fahrtenwähler dar, welcher im Innern der Trommel
angeordnet ist. Der Fahrtenwähler ist mit einer Feder 7 und einem Zapfen 8 so verbunden, daß
durch Drehung des Fahrtenwählers die Feder 7 aufgezogen wird. Der Fahrtenwähler 6 ist mit
einem Magneten 10 verbunden, dessen Anker 9 bei stromlosen Magneten an den Anschlägen 11
in der jedesmaligen Stellung des Fahrtenwählers festgehalten wird, bis der Anker durch Überfahren
des ersten Schienenkontaktes in bekannter Weise angezogen wird. Beim Anziehen des Ankers 9 dreht sich der Fahrtenwähler infolge
der Spannung der Feder 7 beispielsweise in der eingezeichneten Pfeilrichtung, bis der
Anker in die nächste Rast eingefallen ist. Bevor nun der Fahrtenwähler in Tätigkeit tritt,
werden erst die Tasten auf dem Umfange der Trommel für die Wagen und die entsprechenden :
Gleise gedruckt. Bei der nachherigen Drehung des Fahrtenwählers und bei der jedesmaligen !
Betätigung des Magneten 10 schleift der Fahrtenwähler über die gedrückte Verteilertaste mit j
dem entsprechenden Kontakt 12 und setzt . damit das hierzu gehörige Schaltwerk in Gang.
Die nachfolgende Feder 13 führt die Verteilertaste durch Druck wieder in die ursprüngliche
Lage zurück, so daß sie von neuem für einen später folgenden Wagen eingestellt werden
kann. Um nun die Betätigung der Verteüertasten von einer Stelle der Trommel aus vornehmen
zu können, ist gemäß der Erfindung noch eine Einrichtung vorgesehen, die es ermöglicht,
die Trommel mit dem Fahrtenwähler zugleich drehen und währenddessen die Tasten einstellen zu können. Dies ist dadurch ermöglicht,
daß die Trommel 1 mit der Scheibe 14 auf dem Fundament 15 drehbar angeordnet ist.
Bei der Drehung der Trommel 1 nimmt diese den Fahrtenwähler 6 infolge des abgefallenen
Ankers 9 durch Rast 11 und Scheibe 14 mit.
Nach beendetem Aufziehen der Feder 7 und der Einstellung der Tasten wird die Scheibe 14 und
mit dieser die Trommel 1 mittels der Sperre 16 an dem Fundament 15 festgelegt, so daß nun
bei Lüftung des Ankers 9 durch den Magneten 10 der Fahrtenwähler 6 sich infolge der Spannung
der Feder 7 innerhalb der feststehenden Trommel 1 in der im Grundriß eingezeichneten
Pfeilrichtung dreht. Man kann natürlich hierbei die Einrichtung auch so treffen, daß der Eahrtenwähler
feststeht und die Trommel mit den Tasten sich an ihm vorbeibewegt.
Man kann ferner an Stelle einer Trommel eine drehbare Scheibe benutzen. Eine solche Einrichtung ist schematisch in Abb. 3 im Grundsiß dargestellt. Hierbei ist 21 die drehbar gelagerte Scheibe, die durch eine Spiralfeder 22 gedreht wird, sobald der sie sperrende Anker 23 des Magneten 24 bei Befahren des ersten Schienenkontaktes angezogen wird. Auf der Scheibe befinden sich Tasten 25, von denen diejenige herausgezogen wird, welche für den entsprechenden Wagen und das betreffenede Gleis mit einem der Kontakte des Fahrtenwählers 26 in Berührung treten soll. Die Feder 22 kann in der eingezeichnetenPf eürichtung aufgezogen werden, wobei der an ihr befindliche Anschlag 27 den an der Scheibe befindlichen Zahn 28 anhebt. Beim nachherigen Entspannen der Feder beim jedesmaligen Anziehen des Ankers 23 nimmt der Anschlag 27 der Feder mittels des Zahnes 28 der Scheibe diese mit, bis der betreffende Kontakt der Scheibe mit dem entsprechenden Kontakt des. Fahrtenwählers in. Berührung getreten ist. Die Rückführung der Taste in die Grundstellung kann durch den Fahrtenwähler selbst bewirkt werden.
Man kann ferner an Stelle einer Trommel eine drehbare Scheibe benutzen. Eine solche Einrichtung ist schematisch in Abb. 3 im Grundsiß dargestellt. Hierbei ist 21 die drehbar gelagerte Scheibe, die durch eine Spiralfeder 22 gedreht wird, sobald der sie sperrende Anker 23 des Magneten 24 bei Befahren des ersten Schienenkontaktes angezogen wird. Auf der Scheibe befinden sich Tasten 25, von denen diejenige herausgezogen wird, welche für den entsprechenden Wagen und das betreffenede Gleis mit einem der Kontakte des Fahrtenwählers 26 in Berührung treten soll. Die Feder 22 kann in der eingezeichnetenPf eürichtung aufgezogen werden, wobei der an ihr befindliche Anschlag 27 den an der Scheibe befindlichen Zahn 28 anhebt. Beim nachherigen Entspannen der Feder beim jedesmaligen Anziehen des Ankers 23 nimmt der Anschlag 27 der Feder mittels des Zahnes 28 der Scheibe diese mit, bis der betreffende Kontakt der Scheibe mit dem entsprechenden Kontakt des. Fahrtenwählers in. Berührung getreten ist. Die Rückführung der Taste in die Grundstellung kann durch den Fahrtenwähler selbst bewirkt werden.
An Stelle einer Feder für die Drehung des Verteilers kann natüclich auch ein Motor o. dgl.
verwendet werden.
Claims (5)
1. Verteiler mit Fahrtenspeicherung für selbsttätige Ablaufanlagen, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fahrtenwähler oder der _die Verteilertasten tragende Körper drehbar
angeordnet ist.
2. Verteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteiler als Trommel
ausgebildet ist.
3. Verteiler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrtenwähler
oder die Trommel durch eine Spiralfeder bewegt werden.
4. Verteiler nach Anspruch 3, dadurch "gekennzeichnet, daß der Fahrtenwähler beim
Aufziehen der Feder in der Drehrichtung mitgenommen wird und die mit ihm verbundene
Trommel nach dem Aufziehen der Feder durch eine Sperre an dem Fundament
festgehalten wird, so daß bei nunmehriger Betätigung des Verteilermagneten durch
den ablaufenden Wagen der Fahrtenwähler sich infolge der Spannung der Feder an den
Verteilertasten der Trommel vorbeibewegt.
5. Verteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilertasten sich
auf einer drehbar angeordneten Scheibe befinden, welche mit Anschlägen versehen ist,
in welche der Anker des Verteilermagneten eingreift, wobei der fest angeordnete Fahrtenwähler
bei Drehung der Scheibe mit seinen Kontakten über die Verteilertasten hinwegschleift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES72488D DE438562C (de) | 1925-12-04 | 1925-12-04 | Verteiler mit Fahrtenspeicherung fuer selbsttaetige Ablaufanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES72488D DE438562C (de) | 1925-12-04 | 1925-12-04 | Verteiler mit Fahrtenspeicherung fuer selbsttaetige Ablaufanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE438562C true DE438562C (de) | 1926-12-21 |
Family
ID=7503235
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES72488D Expired DE438562C (de) | 1925-12-04 | 1925-12-04 | Verteiler mit Fahrtenspeicherung fuer selbsttaetige Ablaufanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE438562C (de) |
-
1925
- 1925-12-04 DE DES72488D patent/DE438562C/de not_active Expired
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